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Filme allgemein #2
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 11:22                                  +/-

Das ist alles Scheiße! Haie interessieren sich idR nicht für Menschen. Wir sind nicht in ihrem Beuteschema.

Gepostet am 28.03.2017, 12:22:

Daher umgebumst.


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 15:00                                  +/-

Hier, in „The shallows“ ist es nur eine Frau auf einem kleinen Felsen, nicht weit vom Ufer, umkreist von einem großen weißen Hai. Kommen große weiße Haie überhaupt so nah ans Ufer? Sind das nicht Hochseejäger?




Mit der leider unvermeidlichen "Jaws"-Musik, ab 0:31:



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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 15:18                                  +/-

Sieh an. Es gibt ja Haiattacken auf Menschen, da hätte man schon was draus machen können. Dass eine kleine Gruppe von Surfern z. B. vom Festland abgeschnitten wird durch ein Rudel Bullenhaie, die einen verletzten Kleinwal bis ans Ufer verfolgen. Auch wenn sich die Haie eher für den Wal interessieren, will man da nicht unbedingt durchschwimmen. Und dann hätte man nämlich auch noch die anderen, ganz realen Gefahren ansprechen können, Durst, Hitze, Hunger, schwärende Wunden, Panik und Gruppendynamik. Nichts davon hier, die Surferin bleibt recht cool und braucht offenbar weder Wasser noch Nahrung. Ich hatte sogar erwartet, dass die Möwen anfangen, an ihren Wunden rumzupicken, so ein ganzer Schwarm könnte auch recht unangenehm werden. Und andere Tiere, die Wunden anlocken, Fliegen und so. Ach, da hätte man so viel mehr draus amchen können.


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 15:21                                  +/-

Mich interessiert eigentlich nur, ob es die Robbe im von mir verlinkten Video gepackt hat. Bei dem Blutverlust würde ich vermuten: Nö. Traurig Außerdem muss sie ja irgendwann wieder ins Wasser...


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Warg



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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 15:22                                  +/-

Der größte Horror daran ist ja, dass Du dafür Geld ausgibst.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.03.2017, 15:29                                  +/-

JA! Ich weiß auch nicht... es ist so bequem, man bezahlt mit der Fernbedienung. Das ist irgendwie gar kein richtiges Geld.


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Warg



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BeitragVerfasst am: 29.03.2017, 07:58                                  +/-

Was kostet so ein Schinken? Ich bin ja manchmal auch versucht einen Film zu leihen, aber bei mehr als 5 Euro pro Film (die neuen Blockbuster sind ja alle so teuer), lasse ich das dann ganz schnell wieder.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 29.03.2017, 08:53                                  +/-

Ne, meist unter 5 Euro. 2,99 bis 4,99 € circa. Und für 48 Stunden, das ist für ein Wochenende ganz nett.


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Warg



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BeitragVerfasst am: 05.04.2017, 14:14                                  +/-

Ich habe jetzt einen klassischen "den schau ich mir an, wenn er auf Netflix läuft" Film angeguckt: Pixels



Ein klassischer Adam Sandler-Film. Wesentlich besser als so Gurken wie "The Cobbler", aber dennoch natürlich keine komödiantische Meisterleistung. Zur Geschichte: Eine Videokassette mit den Arcade-Meisterschaften von 1982 wird ins All geschickt. 35 Jahre später greifen Aliens in form von Donkey Kong, Pac Man oder Q-Bert die Erde an, weil sie die Nachricht als "Challenge" verstanden haben. Da müssen die Champions von damals (inzwischen Erwachsen und zum Teil amerikanischer Präsident geworden) ran und die Welt retten.
Der Film ist mit einigen bekannten Gesichtern besetzt. Neben Adam Sandler spielen Peter Dinklage, Kevin James und Michelle Monaghan mit. Die Effekte sind meiner Meinung nach toll, vor allem, der Effekt, dass alles was von den Aliens beschossen wird, sich in Pixel (na gut, richtiger wäre Voxel) auflöst. Natürlich bin ich auch etwas befangen, denn ich freue mich natürlich wenn ich Paperboy oder Q-Bert in einem film sehe. Die Geschichte ist natürlich ballaballa, aber das macht bei einem kurzweiligen Film wie diesen nichts aus.

Wer Adam Sandler-Filme schon immer blöd fand, der wird auch diesen Film nicht mögen. Alle anderen sehen einen launigen Trip down Nostalgia lane.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.04.2017, 14:34                                  +/-

Warg
Michelle Monaghan




Gepostet am 05.04.2017, 15:35:

Warg

Wer Adam Sandler-Filme schon immer blöd fand,


Also 99% der Kneipe.

Know your audience, man!


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Warg



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BeitragVerfasst am: 05.04.2017, 19:14                                  +/-

Good news everyone!

Quotenmeter.de
Die (kürzlich verlängerte) Zusammenarbeit zwischen Netflix und Adam Sandler zahlt sich am 14. April aus, wenn dessen neueste Komödie «Sandy Wexler» über das schräge Leben eines Talent-Managers in den 90er-Jahren herauskommt.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.04.2017, 20:32                                  +/-

Ich finde Adam Sandler eigentlich recht knorke. »Anger Management«! grins


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 05.04.2017, 21:05                                  +/-

"Don't mess with Zohan" ist ungeschlagen nach wie vor eine der besten Komödien, die ich kenne. grins Cool


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 06.04.2017, 11:11                                  +/-

Ich fand v.a ja seine ernsteren Filme (Reign over me und Funny People) ziemlich gut. Aber Zohan regelt auch hart. Leider hat er auch viel Schrott gemacht.


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Warg



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BeitragVerfasst am: 13.04.2017, 11:09                                  +/-

Ich habe gestern Jurassic World nochmal versucht zu gucken. Der ist echt schon ziemlich mau.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 28.04.2017, 21:59                                  +/-

Gerade nochmal »2001 – A Space Odyssey« gesehen. Ich glaube ich hab den einfach nie wirklich verstanden. Und er ist so laaaaaaaangsam, in jeder Hinsicht.

Gleichzeitig zeigt er so viele coole Sachen, und alles wurde in der einen oder anderen Form später kopiert. Die Space Station mit Andocksequenz, untermalt durch klassische Musik, ist das zentrale Element des Anfang der 80er erschienenen Computerspiels »Elite«. Das Design des »Discovery«-Raumschiffs wurde hemmungslos von George Lucas für »Star Wars« abgekupfert. Der K. I. Computer HAL 9000 ist wahrscheinlich die allererste Verkörperung von künstlicher Intelligenz und stand Pate für Skynet aus »Terminator«, das Superhirn aus »I, Robot« und in mehreren Twists und Transmutationen sogar die K. I. in »Her«.

Gepostet am 28.04.2017, 23:10:

»Contact«! Die gesamte Reise durch das Wurmloch ist praktisch 1:1 abgekupfert, inklusive das bizarre Ende, in dem die Hauptfigur in einer unwirklichen und zugleich aus Erd-Versatzstücken bestehenden Welt landet.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 29.04.2017, 13:45                                  +/-

Thanil
Gerade nochmal »2001 – A Space Odyssey« gesehen. Ich glaube ich hab den einfach nie wirklich verstanden. Und er ist so laaaaaaaangsam, in jeder Hinsicht.


Zu wenig gepimpte Autos, die sinnlos durch irgendwelche Wüsten ballern?


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Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 29.04.2017, 14:58                                  +/-

Die eigentliche Handlung kann man ja problemlos aus dem recht dünnen Büchlein erfahren. Die ist in sich völlig schlüssig. Der Film macht daraus halt noch viel mehr, the movie to end all movies und so. Muss man mögen. Ich kann den nicht oft sehen, aber wenn, ist es schon ein besonderes Erlebnis. Vor allem, wenn man die Zeit bedenkt, in der er entstand. Da gab es überall sonst noch Pappkulissen und Gummimasken-Monster und hochtoupierte Weltraumchicks in Silberlamé. 2001 wirkt, wie durch ein Zeitloch gefallen, wie aus der nahen Zukunft. Vielleicht war Kubrick ein gestrandeter Zeitreisender, der sich so die Zeit totgeschlagen hat, bis er wieder in seine eigene Zeit hineingealtert ist?


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 02.05.2017, 01:22                                  +/-

Gestern Vorgestern lief auf Pro Sieben der Film Interstellar, den ich bis dahin noch nicht kannte; die ersten etwas über 30 Minuten sind erst heute letzten Abend durch die Wiederholung hinzugekommen ugly. (Die ist vor einer guten Viertelstunde zuende gegangen, aber währenddessen habe ich lieber diesen Beitrag geschrieben. Das Folgende ein zweites Mal anzusehen habe ich auf mañana verschoben zwinkern. Wodurch mir die Möglichkeit erhalten bleibt, so manches für das Verständnis Wichtige wegen diverser etwas zu lang anderweitig genutzter Werbepausen nicht mitbekommen zu haben .)

Zum Nachdenken angeregt jedenfalls hat er mich, der Herr Nolan mit seinem Film.

Nach Abgleich mit den hiesigen Userbeurteilungen, die sich auf mehrere Threads verteilen, kann ich vielen der folgend zitierten Äußerungen zustimmen. Manchmal aber auch nicht so ganz, weshalb es nicht beim stumpfen Zitieren bleibt (was ja auch überflüssig gewesen wäre).

Thanil
Ein ganz wichtiger Kritikpunkt [...]: Cooper setzt die Ereignisse zur Rettung der Welt in Gang, indem er Nachrichten aus der Zukunft schickt. Das erinnert an mindestens einen anderen Film, in dem ein identisches Zeitparadoxon aufgemacht wird. Das erscheint jedenfalls auch im 21. Jahrhundert noch arg unlogisch.
Thanil
Was mich nach wie vor an der Story von „Interstellar“ stört ist die Zeitschleife. Es ist ein Paradox, wenn die „zukünftigen Menschen“ erst die Weichen dafür stellen müssen, dass sie überhaupt existieren können. Das ist für mich eine Definitionslücke in der Story. Sinn ergibt es nur, wenn die höher entwickelten Wesen gar keine Menschen sind, sondern irgendeine Art von wohlmeinenden Aliens, die der Menschheit eine Brücke bauen, damit sie nicht ausstirbt.

Nichts gegen diejenige Art Fantasy-Science Fiction, in deren fiktional ausgeschmücktem Universum die aktuell bekannten Möglichkeiten und Grenzen der Physik ignoriert oder seemannsgarnmäßig erfindungsreich erweitert werden: wenn davon abgesehen die Handlung nicht dröge dahinplätschert und die Motivationen der handlungsrelevanten Personen in sich logisch und nachvollziehbar sind, dann kann das großartig unterhaltend sein. Darth Vader läßt grüßen. Yes
Die – durch die Inszenierung jedenfalls behauptete – Zielsetzung Nolans ist aber, die bekannten physikalischen Gesetze nicht offen zu verletzen, sondern dem Plot durch möglichst "seriös" bleibende Ausflüge in offene von der Wissenschaft noch nicht endgültig ausgeforschte bzw. beantwortete Fragen einen zusätzlichen Handlungs- und Bewegungsspielraum in den "unendlichen Weiten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat", zu verschaffen.

Eiranion
Aber hier gilt der Punkt: Die allgemeine Relativität gibt Wurmlöcher her, sie sind in der Praxis aber nicht zu erzeugen und ihre genauen Konsequenzen sind unklar. Das fällt dann in die Kategorie "spekulativ, aber auf etablierten Theorien begründet."

Aber zunächst sagt Amelia Brand irgendwann explizit (????? oder ist es die inzwischen erwachsene Cooper-Tochter?), daß unter bestimmten Umständen die Zeit zwar gestaucht oder gedehnt werden könne (letzteres bei extremer Gravitation oder Fast-Lichtgeschwindigkeit; wo noch, Eiranion? zwinkern) – aber nicht retrograd laufen könne, wodurch Zeitreisen in die Vergangenheit und die damit verbundenen blöden Zeitparadoxa unmöglich bleiben. (Vorausgesetzt, daß die Menschheit sich nicht vor Erreichen des höchstmöglichen an alle Grenzen der Physik stoßenden technologischen Standes selbst vernichten wird, müßten wir ansonsten längst Besuch aus der Zukunft bekommen haben...)

Eiranion
Interstellar ist schon so ein Fall von knapp vorbei ist auch daneben. Im wesentlichen ist alles super, aber das Drehbuch musste ja unbedingt den full circle machen und quasi in sich selbst zurück führen. Ich hasse sowas, meistens. Vor allem wenns so sinnfrei ist. Ich meine, jede Zivilisation, der es möglich ist, so beliebig Raum und Zeit zu verbiegen, dass man durch ein schwarzes Loch hinter ein Bücherregal kommt sollte doch in der Lage sein, klarer zu kommunizieren als mit herunter fallenden Büchern und morsenden Arbenduhren.

Najaa... meine physikalischen Kenntnisse sind sicherlich erheblich kleiner als Deine, und verteidigen will ich den Film eigentlich auch nicht – aber die Verwendung der "Gravitationsanomalien" ist ja immerhin der "spekulativphysikalische" Kniff des Films, die wahrscheinlich auch noch für die technologisch allerhöchstmöglich entwickelte Zukunftszivilisation auf ewig geltende Unmöglichkeit der Zeitreise von (atomarer, molekularer) Masse in die Vergangenheit zu umgehen und sie damit auszutricksen. Daher finde ich, sofern ich die Drehbuchintentionen der Brüder Nolan einigermaßen zutreffend interpretiere, deren Entscheidung, daß die geheimnisvolle Zivilisation der Zukunft für diese chronologisch retrograde Nachrichtenübermittlung keine elegantere Lösung hinbekommt, für sich genommen akzeptabel. Inakzeptabel wird das für mich durch meine zugegeben nicht hochwissenschaftlich untermauerbare Überzeugung, daß die Gravitation, die ja von Körpern (Masse) erzeugt wird, genau so der zeitlichen Einbahnstraßenrichtung unterworfen ist wie, siehe in diesem Absatze etwas weiter oben, die Masse selbst. Sie ist an sie ja irgendwie gebunden.

Aber trotzdem, Eiranion, was meinst Du: Sehe ich das richtig, daß der Film diese nicht an die eine Zeitrichtung gebundenen Gravitation deshalb zu postulieren können meinte, weil die heutigen Physiker immer noch daran zweifeln, das Phänomen der von massereichen Körpern ausgehenden Anziehungskraft wissenschaftlich schon zu 100% verstanden zu haben?

Also Zustimmung allen, die die letzte "esoterische" halbe Stunde kagge finden. Hätte der Film auf dieses Zeitparadoxon-Geschwurbel verzichtet und sich mit der Existenzmöglichkeit von Wurmlöchern begnügt, hätten die Konsequenzen für die ins Ungewisse aufbrechenden Entdeckercharaktere natürlich viel brutaler dargestellt werden müssen:

Eiranion
Interstellar ist schon so ein Fall von knapp vorbei ist auch daneben. Im wesentlichen ist alles super, aber das Drehbuch musste ja unbedingt den full circle machen und quasi in sich selbst zurück führen. Ich hasse sowas, meistens.
Thanil
Was dem Film – neben den schon genannten Schwächen – ebenfalls fehlt ist den ultimativen Preis zu zeigen, den viele Pioniere in der Menschheitsgeschichte gezahlt haben. Natürlich wird der Tod am Rande gezeigt: Es gibt ja durchaus einige Figuren, die diese Expeditionen mit dem Leben bezahlen. Aber da es sich allesamt um Nebenfiguren handelt (Redshirts, sozusagen grins), fällt das in meinen Augen zu wenig ins Gewicht. Im Kern ist „Interstellar“ auch deshalb sehr konventionell erzählt: selbst wenn man als Zuschauer entgegen aller Konventionen befürchtet hätte, dass Cooper den ultimativen Preis zahlen wird, so wäre dieser Abgang doch höchstens ein Abgang im Stile von „Armageddon“ geworden. Aber tatsächlich kommt es nach einem melancholischen Abschied dazu gar nicht. Das ist noch so ein Punkt, den man zurecht kritisieren kann. Der Film ist für ein solch hartes Thema letztlich zu weich und zu gütig mit seinen Hauptfiguren.

Yes


Fazit:
Tyler Durden
Ich glaube Coops Geister-Uhr, Murph als trotziges Papakind und die Rührseligkeit der letzten halben Stunde werden in 5 Jahren beim Wiederanschauen starkes Augenrollen auslösen. Es ist der emotionale Kern des Films, aber ich glaube Nolan ist da knapp an einem Sci-Fi Klassiker vorbeigeschrammt.

Das Augenrollen hat bei mir schon jetzt kurz nach erstmaligen Ansehen begonnen. Knapp vorbeigeschrammt, ich weiß nicht...
Und wegen der behaupteten (aber nicht eingehaltenen) Wissenschaftsnähe handelt es sich um ein tendentiell übelnehmendes Augenrollen.


Technologieunabhängiges: die weltweite friedliche Koexistenz aller Staaten ist aus menschlichen Gründen leider unrealistisch:
Triskel
Kann mit eigentlich jemand die Sache mit der indischen Drohne erklären? Welche Relevanz hatte die denn?
Triskel
warum taucht sie im Film auf? Sinn?
Olmops
Als Verpackung für ein Stück Hintergrundgeschichte.
Es gibt keine Kriege mehr, technologischer Niedergang etc.

Die Verknappung der Ressourcen befördert die Konkurrenz um diese, und dadurch steigt die Konfliktwahrscheinlichkeit.



"Außerhalb" dieses Films noch was zum Thema der wissenschaftlichen Spekulation, die z.B. auf vieldimensionale mathematische Modelle zurückgehen:
Eiranion
Das fällt dann in die Kategorie "spekulativ, aber auf etablierten Theorien begründet". Mit Abstrichen gilt das auch für die höheren Dimensionen, in denen dann die Raumzeit modifiziert werden kann um die Zeitreise zu machen. Sowas wird ernsthaft erforscht, wir machen z.B. diverse Suchen nach Anzeichen von Extra-Dimensionen am LHC.
Helcaraxe (hat das zwar in einem anderen Kontext gesagt, es paßt aber trotzdem ganz gut zwinkern)
Es gibt mathematische Modelle für sowas und aufgrund der Modelle kann man begründet mutmaßen, was z.B. in der Nähe eines Schwarzen Loches so abgeht.

Ich frage mich da ja, ob jenen hochbegabten brillanten Mathematiker-Physiker nicht ganz zu Beginn ihres Herangehens an diese abstrakte Materie schon ein fundamentaler Denkfehler unterläuft: die bewundernswerte Tatsache, daß es den Physikern seit Newton in beindruckendem Ausmaß gelungen ist, weitgehend alle bekannten/meßbaren Phänomene zwischen Mikro- und Makrokosmos in mathematischen Formeln "beschreiben" zu können, scheint diese besagten brillanten Köpfe – so mein Eindruck – zur Umkehrbarkeit der Kausalität zu verführen, also anzunehmen, daß reale "kosmische" Pendants zu bestimmten bisher rein mathematisch beschriebenen Phänomenen schon deshalb möglich sein müßten, weil die besagten mathematischen Formeln ja auch "möglich" seien. Tautologischer Fehlschluß, oder wie hieß das?


Trivia von Thanil (gewissermaßen zwinkern):
Gerade nochmal »2001 – A Space Odyssey« gesehen. Ich glaube ich hab den einfach nie wirklich verstanden. Und er ist so laaaaaaaangsam, in jeder Hinsicht.

Gleichzeitig zeigt er so viele coole Sachen, und alles wurde in der einen oder anderen Form später kopiert. Die Space Station mit Andocksequenz, untermalt durch klassische Musik, ist das zentrale Element des Anfang der 80er erschienenen Computerspiels »Elite«. Das Design des »Discovery«-Raumschiffs wurde hemmungslos von George Lucas für »Star Wars« abgekupfert. Der K. I. Computer HAL 9000 ist wahrscheinlich die allererste Verkörperung von künstlicher Intelligenz und stand Pate für Skynet aus »Terminator«, das Superhirn aus »I, Robot« und in mehreren Twists und Transmutationen sogar die K. I. in »Her«.
Wikipedia-Trivia
  • Das Design der Roboter CASE und TARS wurde den Monolithen aus 2001: Odyssee im Weltraum nachempfunden.
  • Ebenfalls eine Anlehnung an 2001: Odyssee im Weltraum ist die Platzierung des Wurmlochs in der Nähe des Saturns. In Clarkes Roman führt die Reise ebenfalls zum Saturn, bei seiner Verfilmung war es jedoch noch nicht möglich, den Riesenplaneten mit seinen Ringen optisch überzeugend darzustellen. Deshalb entschied sich Regisseur Stanley Kubrick damals, die Reise zum Jupiter zu verlegen.


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Thanil
Ich lerne es einfach nicht.

grins Spitze
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 02.05.2017, 08:08                                  +/-

Schöner und lesenswerter Beitrag! Wusste gar nicht, dass es schon ein Interstellar-Hörspiel gibt Zunge

Der Film berührt mehrere in der Physik hochgradig umstrittene Phänomene, nicht nur Wurmlöcher. Es gibt zig konkurrierende Hypothesen, die Gravitation erklären wollen. Ebenso ist völlig unklar, WESHALB der Zeitpfeil in die eine Richtung (»Zukunft«) zeigt und nicht in die andere. D. h. die Frage weshalb die Teetasse vom Tisch fällt und in eine Million Teile zerbirst, und nicht eine Million Teile vom Boden aufspringen und sich zu einer Tasse voller Tee zusammensetzen. Klingonisch, is aber so.

Da dies alles unbekannt ist, können wir eigentlich auch nicht mit Sicherheit ausschließen, dass Zeitschleifen inklusive Paradoxa möglich sind. Vielleicht entstehen ähnlich wie in »Zurück in die Zukunft« Varianten des Zeitstrahls? Was ich dem Film vorwerfe ist die unreflektierte und beiläufige Verwendung eines solchen Paradoxons.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 02.05.2017, 18:55                                  +/-

D. h. die Frage weshalb die Teetasse vom Tisch fällt und in eine Million Teile zerbirst, und nicht eine Million Teile vom Boden aufspringen und sich zu einer Tasse voller Tee zusammensetzen. Klingonisch, is aber so.


Dafür ist die gute alte Entropie zuständig.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 02.05.2017, 20:51                                  +/-

Physics n00b speaking: Es gibt aber kein bekanntes Gesetz, weshalb die Zeit zwingend »vorwärts« ablaufen muss. Das Konzept der Entropie ist eine statistische Beschreibung des vorwärts gerichteten Zeitpfeils. Nach meinem Verständnis spricht nichts gegen ein rückwärts ablaufendes Universum mit abnehmender Entropie.


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