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Filme allgemein #2
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 13:31                                  +/-

@PK, Weeds ist übrigens ne super Serie. Klare Empfehlung!


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 14:18                                  +/-

Nichtraucher
Es gibt im Übrigen, wie ich bei Wikipedia gelesen habe, auch eine Verfilmung mit William Hurt und Charlotte Gainsbourg. Kennst du die, pk?

Ws? Ich schau doch sowas nicht. Ich kenn ganz viele Filme mit Charlotte nicht, weil sie oft so uninteressante Sachen dreht, die mich nicht ansprechen Geschockt

Naja, du guckst hier gerade jeden Quark mit Zooey Deschanel, da hätte man durchaus annehmen können, dass du einen ähnlichen Lauf auch schon mit Charlotte durch hast. Aber so groß war die Liebe dann wohl doch nicht.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 14:59                                  +/-

Das Problem bei der Charlotte ist eher, dass ihre älteren Filme alle französisch sind und kaum irgendwo mit Untertiteln zu finden, wenn überhaupt.

Außerdem ist das auch eine alte Liebe, schon etwas eingerostet.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 20:33                                  +/-

Quar
Daher habe ich auch diverse Verfilmungen immer mit großem Interese angesehen, und diese ist eindeutig die beste!

Die DVD hatte mir vor längerer Zeit mal eine Freundin geschenkt mit dem Hinweis, der Film werde mir bestimmt gefallen. Offenbar kennt sie mich ziemlich gut. Smilie

Zitat:
Der Verfilmung tut es auch sehr gut, dass Toby Stephens eine gewisse Ausstrahlung hat.

Ja, da hatte jemand ein ausgesprochen glückliches Händchen beim Casting! Ich war sehr angetan von Mr. Rochester. Vielleicht war es ein bisschen schade, dass ich sein düsteres Geheimnis schon vorher kannte. Wie ist das denn im Buch beim ersten Lesen? Erwischt es einen da kalt oder ahnt man vorher schon was?

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 22:01                                  +/-

Man ahnt was, pausenlos. Vielleicht war ich beim Lesen aber schon zu alt. Und diese Rochesters sind halt auch nicht meins. Jane selbst fand ich schon ganz cool.

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.11.2016, 22:42                                  +/-

Ich finde auch, dass Jane eindeutig die stärkere und imposantere Persönlichkeit ist. Er ist letztlich ein Mr. Rochester-Darcy-Willoughby und als solcher mehr oder weniger austauschbar. Sie ist diejenige, die bewusst und selbstbestimmt handelt, freimütig und geradeheraus, während er Spielchen spielt, Heimlichkeiten hat und sich erst ihrer Gefühle versichern muss, ehe er den Mut findet, ihr die seinen zu bekennen. Am Ende ist Jane ja nicht einmal mehr auf seinen Reichtum angewiesen, weil sie selbst zu Vermögen gekommen ist. Sie kehrt einfach zu ihm zurück, weil sie ihn liebt und die tiefe Freundschaft, die sie für ihn empfindet, ihr mehr bedeutet als alles andere. Der Glückspilz!

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.11.2016, 00:26                                  +/-

The driftless area (2015)



Ich habe hier auch mal behauptet, "500 days of Summer" sei Zooeys letzte Hauptrolle gewesen, stimmt aber nicht, erst letztes Jahr hat sie diesen Independent-Film gedreht. Zwischen zwei Staffeln von "New girl" wahrscheinlich. Und wieder ein Red-Neck-Provinzdrama - diesmal aber im Sommer gedreht, in traumhafter Kulisse in British-Columbia, hat mich dauernd an meinen letzten Norwegenurlaub erinnert. Einfach traumhaft (obgleich die Driftless Area wohl ein Mittelgebirge in Wisconsin ist, aber die Amis drehen aus Geldgründen gerne in Kanada).

Leider leben in diesem Paradies auch mal wieder nur Meth-Köche und Inzestopfer, und es kann nie gut ausgehen.... ein jähzorniger junger Bursche legt sich mit einem lokalen Kleinkriminellen an, was voreilig war, and everything is going downhill from then. Dabei trifft er unterwegs eine rätselhafte Zooey, die beharrlich behauptet, in einem Feuer gestorben und damit ein Geist zu sein. Ganz schön schräg alles. Ich will nicht spoilern, aber ganz schön schräg. So Indie halt. Aufgrund der Rolle spielt Zooey mal wieder recht abwesend und verdrogt, irgendwie hat sie kein Händchen mit den Indie-Filmen. Sie hat ja echt viele davon gedreht, aber kaum einer ist besonders sehenswert, soweit ich das bisher beurteilen kann. Auch dieser ist ganz ok, ein bisschen spooky und sehr schön gefilmt, aber auch keine Entdeckung. Sie ist vielleicht mit 35 auch ein bisschen zu alt für die Rolle des "geheimnisvollen Mädchens". Wäre eher so eine Chloe Moretz-Rolle.

Fun fact: Aubrey Plaza spielt ein moralisch verwahrlostes Meth-Girl, was ihr keine Probleme bereitet hähö

No fun fact: Der Hauptdarsteller Anton Yelchin ist dieses Jahr von seinem eigenen SUV zu Tode gequetscht worden Traurig




The bridge to Terabithia (2007)



Anders als der Trailer es erwarten lies, ist das kein billiger Narnia-Aufguss mit putzigen CGI-Fabelwesen, sondern eher ein sensibel und ruhig erzählter Film über eine Kinderfreundschaft, in die abrupt der Tod eintritt und wie man damit umgeht. Der Trailer ist völliger Humbug. Ich musste an "My girl" denken, wobei "Terabithia" hier nicht rankommt. Dafür sind die Kinder hier zu schön und zu cool gecastet, die CGI zu aufdringlich und die Moral zu dick aufgetragen. Aber was kommt schon an "My girl" ran? Der Film hat die Messlatte damals unerreichbar hoch gelegt, für Kinderfilme, die den Tod behandeln. Aber am Ende hat man doch auch hier ein bisschen feuchte Augen *schnüff*

Zooey spielt hier die Musiklehrerin der Kinder, und eine wichtige Bezugsperson, und das ist natürlich lustig, da sie ja 6 Jahre später in "New girl" auch eine Mittelschullehrerin darstellt. Und sie fährt in "Terabithia" einen alten Volvo-Kombi, wie in "New girl", das kann doch kein Zufall sein... oder ist Volvo das Klischee-Lehrer-Auto in den USA? Zooeys Rolle hier ist super, sie ist ruhiger und noch charmanter als in "New girl", strahlt sehr viel Liebe für ihre Kinder aus, singt natürlich, ohne dass es dick rausgestellt wird, der Junge ist nachvollziehbarerweise verliebt in sie, und sie ist einfach eine rundum positive Figur und in jeder einzelnen Szene sehr schön. Quasi die Jess ohne deren Spinnereien und nervigen Angewohnheiten. Ich weiß jetzt wieder, woher mein Zooey Deschanel-Crush kommt... Smilie

Fun fact: der Junge heißt Jess. Irgendwie hängt das doch alles zusammen, da erzähle mir keiner was anderes

Lob: Jess' kleine vielleicht 6-7jährige Schwester ist so toll... sowas hab ich seit der kleinen Schwester in "Tomboy" nicht mehr gesehen. Eine wirklich sehr süße Bruder-Schwester-Sidestory Spitze


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 06.11.2016, 20:58, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.11.2016, 16:52                                  +/-

The assassination of Jesse James by the coward Robert Ford (2007)



Epischer Spätwestern, der wirklich thanil gefallen sollte. Erinnert an Filme wie "There will be blood" und "Gangs of New York", bildgewaltig und voller Diskussionsmaterial über Ruhm, Gewalt, Amerika...

Der kampfesmüde Jesse James will sich zur Ruhe setzen, es gibt aber noch offene Rechnungen mit seinen Ex-Kumpanen und der Staat will ihn auch mal endlich zur Strecke bringen. Der Tod im Bett scheint ihm nicht vergönnt. Brad Pitt spielt Jesse James als charmanten Psychopathen, der sichtbar in die Paranoia abgleitet, was ihn zur tödlichen Gefahr selbst für seinen engsten Kreis an Vertrauten macht. Brad Pitt macht das sehr, sehr gut, seine Figur ist wirklich ebenso erschreckend wie faszinierend. Casey Affleck spielt Bob Ford, ein Bandenmitglied und glattgesichtiger Creep allererster Güte, der Jesse erst vergöttert, dann beneidet, dann zu hassen beginnt, bis er ihn schließlich hinterrücks abknallt, im ödipalen Vatermord. Eine großartige Psychostudie mit tollen Darstellern, Afflecks Leistung ist hier auch oscarreif. In einer Nebenrolle glänzt Paul Schneider, den ich mittlerweilen sehr mag, als flamboyanter Halsabschneider. Mary-Luise Parker als Mrs. James hat, wie alle Frauen in diesem Film, leider gar nichts zu kamellen, es ist ein Macho-Drama.

Ausstattung, Licht und Musik (Nick Cave!) sind top, auf höchstem Niveau, alles ist extrem liebevoll und aufwändig in Szene gesetzt. Jede Einstellung ist ein Gemälde, man kann sich gar nicht sattsehen. Der Film war an der Kinokasse eher ein Flop, schade, bei 2,5 Stunden braucht man aber auch etwas Sitzfleisch und der Erzählrhythmus ist sehr langsam, da muss man erst mal reinkommen. So Filme schaue ich mir daher auch bevorzugt an Winterwochenenden tagsüber an.

Zooey Deschanel tritt erst in den allerletzten Minuten auf, und hat vielleicht 2 Minuten Screentime hähö Aber hey, immerhin war sie in einem Film mit Brad Pitt! Und wenn's nur für den Lebenslauf ist. Sie spielt ein Showgirl im Saloon und Bob Fords letzte Partnerin, darf einmal kurz singen und tanzen (sehr schön) und einmal mit Ford durch den Schnee spazieren, kurz darauf steht sie dann neben ihm, als ihm der Kopf weggeschossen wird (denn auch der Mörder Ford wurde ermordet) und ich dachte nur, hoffentlich ist ihr nix passiert!! Geschockt Vielleicht der einzige Film, wo auf Zooey geschossen wird. Sie trägt die Kleidung der Zeit und sieht darin plötzlich furchtbar erwachsen, aber auch ganz reizvoll anders aus.



Also toller Film mit fast keiner Zooey.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 20:41                                  +/-

Ich vermute mal, euch nerven diese Zooey-Updates mittlerweilen genauso wie mich, ich kann ihr hübsches Gesicht bald nicht mehr sehen, aber ich muss da durch - es ist eine Mission! Eine Reise an das Ende des Verstandes! Durchhalten, viel kann nicht mehr kommen.

Zuletzt gab ich mir die volle Dröhnung an Indie-Streifen.... ah, diese Indie-Filme... Geschockt

The good life (2007)



Ein psychisch labiler junger Mann in einem trostlosen Kaff in Nebraska muss nach dem Tod seines Vaters....blabla... ich kann es nicht mehr sehen, diese Indie-Scheiße Mit den Augen rollen Immer ist alles total kalt, düster, trostlos und depri, alle haben furchtbare Probleme und nehmen Drogen etc. Nebraska hat sicher sehr schöne Ecken, aber die darf man nicht zeigen, will man als Filmemacher ernstgenommen werden. Alles muss komplett trostlos sein. The good life my ass.

Zooey spielt hier das crazy dream girl, eine Rolle, die sie sicher im Schlaf spielen kann, schön, labil und geheimnisvoll. Immerhin hält sie sich für Judy Garland, trägt einen edlen 40er-Jahre-Look, und ist damit die einzige Figur im Film, die nicht wie ein Heckenpenner rumläuft. Sie singt auch ein Judy Garland-Stück. Aber sie ist halt auch crazy und verschwindet so rasch aus der Handlung, wie sie aufgetaucht ist. Vielleicht existierte sie auch nur in der Imagination des Helden. Sowas nennt sich weibliche Hauptrolle, aber es geht doch immer nur um den Typen, die Frau ist nur dafür da, ihn in die richtige Richtung zu schubsen. Die Nabelschau junger männlicher Filmemacher.

Fun fact: Zooey fährt schon wieder einen alten Volvo Kombi.

Nudity: sie hat die bisher nackteste Szene, bedeckt sich aber züchtig mit den Händen. Mehr ist wohl nicht drin. I accept that.





The go-getter (2007)


Sie sollte immer blau tragen

Ein psychisch labiler junger Mann in einem trostlosen Kaff in Oregon muss nach dem Tod seiner Mutter....blabla... Mit den Augen rollen Er muss also seinen entfremdeten Halbbruder tief im Süden aufspüren, warum auch immer, und da er kein Auto hat, klaut er sich einen alten Volvo Kombi, nicht ahnend, dass das Zooeys Auto ist. I shit you not! Ihre Rolle fährt auch hier einen Volvo Kombi... steht wahrscheinlich so in ihren Verträgen - no titties und das Auto muss ein alter Volvo sein.

Statt ihn anzuzeigen, ruft sie ihn unterwegs auf ihrem Handy an, das im Auto lag und es entspinnt sich eine skurrile Telefonromanze. Ok, das ist sogar etwas originell. Nachdem er einen ihrer Ausweise gefunden hat und weiß, wie sie aussieht, taucht sie in seinen Phantasien unterwegs auf, sitzt öfter mal neben ihm oder sie tollen am Strand herum. Bis sie dann wirklich vor ihm steht, sie hat aus den Gesprächen seine Route erschlossen und will ihr Auto zurück. Natürlich dann doch nicht, sie fahren zu zweit weiter nach Mexiko, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie nicht bis zum Ende nur in seinem Kopf existiert. Sie ist nämlich hier eher cute als crazy, und würde ich mir eine Frau als Reisebegleitung zusammenträumen, wäre eine un-verrückte Zooey sicher weit oben auf der Liste. Der Film ist ganz nett, aber schon furchtbar konventionell indie - junger Mann auf der Reise zu sich selber trifft schrullige Gestalten und das Traumgirl am Wegesrand... immerhin ist es Sommer und es gibt schöne Aufnahmen dieses wunderschönen Landes.

Fun fact: die Filmmusik ist von M. Ward, dem männlichen Teil von "She & him" und wirklich sehr schön. Im Abspann singt auch noch Zooey mit, sonst nur er. Ich würde mir den Soundtrack kaufen, gäbe es ihn irgendwo.

Nick Offerman spielt mit, in drei Rollen hähö




Flakes (2007)



Ein auf imdb leidenschaftlich gehasster Film, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Ok, es ist Hipster galore, aber so Hipster, dass man es schon wieder als Parodie auffassen kann. Ein erfolgloser Musiker arbeitet in einem Cafe in New Orleans, das ausschließlich Frühstücksflocken serviert, sowas soll es in den USA tatsächlich geben. Natürlich nur kultige Retro-Flocken, über die die Stammkunden fachkundig diskutieren, während sie den Tag vertrödeln. Das ist doch ganz nett schräg und hat diesen 90er-Vibe von Filmen wie "Clerks" und "High fidelity". Dann macht ein böser Geschäftsmann gegenüber den Konkurrenzshop auf und schon müssen die Slacker gegen das böse Kapital kämpfen... ach, das ist auch alles gar nicht ernst gemeint, ich konnte mir das anschauen, so albern es ist. Ich hatte mir auch gar nichts erwartet.

Zooey trägt hier den unfassbaren Namen Miss Pussy Katz, allein das zeigt ja schon, wohin der Film zielt, und ist the quirky, cute girlfriend des Protagonisten. Sie versucht ihn, in die richtige Richtung zu schubsen, fährt keinen Volvo, sondern, weil Hipster galore, eine Rikscha und da sie Hipstermode für Touris schneidert, immer verrückte Sachen. Und das kann sie ja sehr gut. Nach den beiden Emo-Dramen fand ich "Flakes" eigentlich ganz nice, wobei ich glaube, das ist eher ein Film für Kinder. Kinder mögen es ja, wenn Erwachsene sich albern benehmen. Und schön bunt isser auch. Und es geht um Frühstücksflocken.



Fun fact: Christopher Lloyd spielt mit.


Schon erstaunlich, wie viele Filme die doch gar nicht mal so alte Zooey bisher gedreht hat, und vor allem wie völlig unbekannt davon viele sind hähö Die hat echt jahrelang am Markt vorbeigedreht. Naja, weiß nicht, ob ich mir überhaupt noch den Rest gebe, es bleiben noch mehrere Bigbudget-Filme mit Zooey als Sidekick und ein paar verschollene Kurzfilme. Eine Indie-Komödie mit John Goodman schaut noch ganz lohnend aus. Die Stoner-Komödie "Your highness" geht nicht. Das geht einfach nicht. Ich hab auch meine Grenzen.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 22:10                                  +/-

Die Stoner-Komödie "Your highness" geht nicht.


Der ist aber echt gut.

Außerdem hast Du mich inspiriert und ich mach vielleicht mal das Gleiche mit Natalie Portman. Da würden sich bei "Your Highness" dann unsere Wege kreuzen hähö


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 23:57                                  +/-

Oha, dann schon mal viel Spaß mit Thor I+II hähö

Ganz zu schweigen von Star Wars I-III

Aber davon ab bekommst du natürlich etliche Meisterwerke, etwas, was man bei Zooey mit der Lupe suchen muss. Die diversen RomComs von Natalie Portman dürften für dich ja auch kein Problem sein, Zooey hat zum Glück für mich dieses Genre fast gar nicht bedient. Ist halt ne Indie-Queen Smilie

Beide sind fast gleich alt, wäre tatsächlich ein netter Vergleich zweier Karrieren. Wobei Natalie ja bereits Kinderstar war, während Zooey offenbar brav die Schulbank gedrückt hat, da hat Portwoman glatte 5 Jahre Vorsprung.

So schlimm, wie es hier darstelle ist Zooeys Filmographie nun auch nicht, "The go-getter" war zum Beispiel wirklich nett und sehr schön gefilmt. Und sie ist dort besonders entzückend, ich bin nur etwas abgestumpft langsam. Sollte man vielleicht doch nicht so als Marathon machen. Wäre das mein erster Zooey-Deschanel-Film gewesen, wäre ich natürlich völlig verknallt, sie hat da genau die richtige Mischung von cute und crazy.

Was sie sehr gut kann: the perfect girl - warmherzige, positive, schöne, bezaubernde Figuren. Perfekt für Komödien und Feelgood-Movies aller Art. Ganz früher hat sowas Audrey Hepburn gemacht.

Was sie gut kann: the crazy cute, auf der Hot/Crazy-Matrix so gerade noch im date-baren Bereich. Gut für RomComs und Herzschmerzfilme aller Art. Gefahr: als lustiger Sidekick verbrannt zu werden.

Was sie nicht so gut kann: die abgründigen dark souls - das große Psychodrama ist dann doch eher die Natalie Portman-Domäne, die Oscar-Vehikel. Kann mir Zooey schwer in "Black Swan" vorstellen. Zooeys Repertoire ist eingeschränkt. Dafür kann sie singen Smilie

Was ich mir für sie noch gut vorstellen könnte: Horrormovies - mit ihrem unschuldigem Look wär sie doch ein gutes Ziel für das Monster, da müsste man sehr mitbangen. Und Kinderfilme, sie kann mit Kindern. Aber Kinderfilme sind heute ja fast alle nur noch animiert. Schade. Sie hat aber auch ein paar animierte Figuren gesprochen, bei den Madaskar-Pinguinen und so. Und Soundtracks für Winnie the poo und einen Trollfilm gesungen. Und das sehr süß.

Es war auf jeden Fall für mich interessant, alle Facetten mal zu sehen. Nach 5 Staffeln "New girl" war ich viel zu sehr auf den quirligen und anstrengenden Zooey-Typ fokussiert, aber sie kann ja auch anders. Und das mit dem Volvo 240 Kombi ist einfach zu lustig - es ist auch jedesmal ein etwas anderes Modell, sonst würde ich sagen, es war ihr eigener. Wahrscheinlich mag sie den Wagentyp einfach - und es ist ja auch mein Lieblingsauto, kann man in diesem Forum irgendwo nachlesen = Seelenverwandte Yes


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 14:24                                  +/-

Was mir bei diesem Marathon auch noch auffiel, war mal wieder der internalisierte Sexismus im Filmgewerbe – von 14 Hauptrollen, die Zooey bisher gespielt hat, ist sie nur einmal der Protagonist des Films (Winter passing), einmal Teil eines Ensembles (Eulogy) und 12 mal die Frau, die der Held auf seiner Reise trifft und die ihn irgendwie weiterbringen wird. Soll es ein Happyend geben, bekommt er sie als Lohn für seine Mühen (The go-getter), soll es eher melancholisch enden, entschwindet sie wieder, aber er konnte menschlich reifen und bla (500 days of Summer). Die handelnde Person ist fast immer aber der junge Mann, der sich nach einer Krise auf die Reise macht ect. Wobei die Screentime der weiblichen Hauptrolle oft auch noch unter der des besten Freundes oder anderer Nebenrollen bleibt. Die weibliche Hauptrolle ist oft nur ein Plotvehikel, um den Helden von A nach B zu bekommen, eher ein Etikettenschwindel.

Den Bedcheltest besteht daher auch kaum einer ihrer Filme, denn die weibliche Hauptrolle redet natürlich immer nur mit dem Helden, nur er ist für sie relevant, denn das ist ja ihre Funktion, ihn voranzubringen. Dialoge, die sie mit anderen Frauen hätte, wären Zeitverschwendung, denn die würden ihre Funktion nicht unterstützen. Aus meiner Erinnerung heraus besteht den Bedcheltest tatsächlich nur und ausgerechnet „Failure to launch“, wo sie als Mitbewohnerin ein, zwei kurze Frauengespräche mit der weiblichen Hauptrolle führt. Und das geht halt nur, weil sie hier die Nebenrolle ist, der Sidekick. Als dieser hat sie die Freiheit, nicht allein für den Helden da sein zu müssen. Das sind ganz klare Mechanismen.

So gesehen verstehe ich gut, warum sie jetzt „New girl“ macht: hier ist sie die zentrale Figur, um die sich alles dreht, kein Werkzeug für die Handlung. Ihre Figur ist ziemlich „männlich“ angelegt, sie ist oft ungeschickt, scheitert am Flirten, ist unglücklich verliebt, weird, hat peinliche Situationen, fällt über Dinge und hat viele Dialoge mit Freunden, statt nur mit dem love interest. Kann sicher eine Befreiung sein.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 13.11.2016, 13:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Thanil
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BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 15:02                                  +/-

Vermutlich gibt es mehrere Bottlenecks, die zu dieser Situation führen. Vielleicht gibt es allein schon weniger Autorinnen als Autoren. Nächstes Bottleneck ist dann die Auswahl von Drehbüchern / Features. Hier gehen vermutlich allerlei Geschichten mit Frauen im Mittelpunkt (oder mit zwei Figuren, die über dieselbe Screentime verfügen) über den Jordan, because of reasons. Nächster Bottleneck ist dann der Dreh und die Post-Production, wo ja auch noch einmal stark vom Script und dem eigentlichen Plan abgewichen werden kann. Da landet dann so einiges auf dem Cutting floor.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 15:18                                  +/-

Aber warum können männliche Autoren nicht Geschichten über Frauen schreiben? Das konnte doch schon Flaubert vor 100 Jahren. Muss ja nicht mal was Anspruchsvolles sein, von Luc Besson gab es zuletzt „Lucy“ mit Scarlett Johansson, im Mainstream gibt es die Pandora-Reihe mit Jennifer Lawrence und diverse Superheldinnenfilme. Indie-Autoren können aber offenbar nicht über ihren Tellerrand schauen und schreiben Jahr um Jahr immer neue Drehbücher über ihr jüngeres Ich, was sich auf den Weg zu sich selber macht und… *schnarch*

Ich kann schon verstehen, dass eine Schauspielerin irgendwann die Nase voll hat, wenn ihr das 55. Drehbuch angeboten wird, wo sie in Akt 2 den Helden in einem Roadstopp trifft, um die Jungensphantasien des Drehbuchschreibers zu erfüllen, und dann lieber bei einer Serie zugreift, die ihr die alleinige Hauptrolle gibt. Serien hatten ja eh noch nie das Bedchelproblemn, schon bei Friends haben andauernd Frauen mit Frauen gelabert, über alles, und waren komisch, albern und ungeschickt. Müsst man auch mal untersuchen, warum Serien da mehr können als Filme.

Gepostet am 07.11.2016, 15:27:

Wobei, die Zeiten ändern sich, beim Durchscrollen von „Filmstarts.de“ sind locker die Hälfte aller Filme mit einem alleinigen Protagonisten weiblich besetzt. Sieh an Überrascht


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 15:32                                  +/-

Stimmt natürlich – ein Autor muss nicht zwangsläufig einen Mann als Hauptfigur haben. Aber selbst wenn es vor dem ersten Flaschenhals genau 50:50 stünde, könnte das Ergebnis durch die folgenden Flaschenhälse beliebig in Richtung „Mann“ verschoben werden.

Davon abgesehen glaube ich aber schon, dass es vor dem ersten Flaschenhals schon eine Verzerrung gibt.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 17:14                                  +/-

Wenn nur die Hauptrolle weiblich ist und der restliche Cast mit Männern, ist aber auch nichts gewonnen. Man muss auch gar nicht erst zu den Hauptrollen gehen. Es geht ja schon damit los, dass die meisten Nebenrollen, bei denen rein inhaltlich das Geschlecht keine Rolle spielt (Ärzte/Ärztinnen, Juristen/Juristinnen, Kellner/Kellnerinnen etc pp), mit Männern besetzt werden.

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 09.11.2016, 17:27                                  +/-

Das "Problem" am Natalie Portman Marathon wäre: ich kenn die meisten ihrer Filme schon hähö Aber sie alle nochmal am Stück zu schauen und auch eine Art Einordnung und Bewertung ihrer Rollen vorzunehmen, da hätte ich schon Lust zu. Aber wer hat für sowas schon Zeit, außer der PK?


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 09.11.2016, 17:40                                  +/-

Ich kannte ja bisher fast keine Zooey-Filme, so gesehen war das schon interessant.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 09.11.2016, 18:22                                  +/-

Ich beende den Marathon jetzt aber auch - es bleiben nur noch diese furchtbaren Hollywoodfilme, wo sie Sidekickrollen hat, die sie halt auch im Schlaf abspult. Und die Hauptdarsteller will ich alle nicht sehen - Jim Carrey, Jennifer Aniston, Tim Allen und Mark Wahlberg.... so ziemlich die langweiligste denkbare Auswahl. Die können alle nur exakt eine Rolle. So gesehen ist Zooeys Repertoire auch nicht beschränkter als das der Millionen-Dollar-Stars.

Ach ja, es gibt noch einen Collegethriller mit Katie Holmes, aber der hat auf imdb ne 4er-Bewertung, das ist schon ganz schön hart. 4er-Filme kann man sich eigentlich nicht antun. Der Trailer erzählt auch bereits die ganze Geschichte.

Ihre schönste Figur hatte sie in "Bridge to Terabithia", so von den Sympathiewerten her, und besonders empfehlenswert fand ich sie in "All the real girls" und "The go-getter". Wenn man sie mal in Indie-Filmen sehen will, die keine Zeitverschwendung sind.

Die besten Filme mit ihr sind allerdings die, wo sie kaum auftaucht, "Almost famous" und "The assassination of Jesse James".


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BeitragVerfasst am: 10.11.2016, 15:54                                  +/-

Nichtraucher

Die besten Filme mit ihr sind allerdings die, wo sie kaum auftaucht


Und das sagt über Zooey alles aus, was man wissen muss.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 13.11.2016, 13:05                                  +/-

Hab mir jetzt doch noch die eine Folge von "Bones" angeschaut, wo sie einen Kurzauftritt hatte neben ihrer großen Schwester Emily, als deren Cousine zweiten Grades. Ein running gag der Folge war, ob sie sich ähnlich sehen oder nicht. Das Internet sagt ja, ich finde, es kommt aufs Foto an. Was meint ihr?

Hier eher nicht so:



Hier schon eher:




Sie haben auf jeden Fall denselben kantigen Unterkiefer. Aber Emily ist groß, hager und knochig, Zooey eher klein und knuffig. Emily hatte offenbar auch mal einen nose job, ihre Nase ist jetzt schmal und scharfkantig, Zooey hat zum Glück immer noch die Knubbelnase, die ich so cute finde, und die sie von Vater Caleb geerbt hat. Überhaupt scheint mir Zooey ihre good looks vom Vater zu haben, Caleb ist recht handsome.



Exakt seine Nase... wie bei Charlotte Gainsbourg, die ihr ganzes Aussehen von ihrer schönen Mutter hat, nur den Riesenzinken von Vater Serge hähö

Und ich weiß jetzt auch, dass Zooeys echte Haarfarbe tatsächlich schwarzbraun ist, die blonde/rote Phase war gefärbt. Das ist natürlich besser für die Haare als 15 Jahre lang färben. Deshalb sah das Blond bei ihr auch so kagge aus. Kinderfoto:



Smilie

Fun fact: bei ihren Miniauftritten in "Veronica's closet" und "Frazier" war sie auch beide Male die Cousine einer Hauptdarstellerin. Nicht sehr einfallsreich.

Beide Schwestern sind erfolgreiche Schauspielerinnen und schon lange im Geschäft und haben nur diese eine kleine Überschneidung. Wobei, bei Jake und Maggie Gyllenhaal fällt mir jetzt spontan auch nur "Donnie Darko" ein. Dabei gibt es so viele "Geschwister" in Filmen, die sich gar nicht ähnlich sehen, da würde sich doch anbieten, echte Geschwister zu nutzen, oder nicht?

Da ich nicht vorhabe, mir 11 Stafeln "Bones" anzuschauen, weiß jemand, ob Emiliy auch singt?


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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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BeitragVerfasst am: 04.12.2016, 20:43                                  


Die Nibelungen ist die erste Filmadaption der Sage und wurde in zwei Teilen, "Siegfried" und "Kriemhilds" Rache 1924 in Berlin uraufgeführt. Regie führte Fritz Lang, der gerade mit dem Zweiteiler "Dr. Mabuse, der Spieler" seinen internationalen Durchbruch geschafft hatte.

Als Film aus einer Zeit weit vor der Dominanz von naturalistischem Schauspiel im modernen Film ist dieser Stummfilm ein wunderbares Vehikel, die Sage in ihrer ganzen Dramatik zu inszenieren, so dass die großen Gefühle von Verrat und Rache auch in großen Gesten portraitiert werden. Dazu trägt sicherlich die Notwendigkeit bei, alle Emotionen durch reinen Ausdruch zu transportieren, so dass sie wortlos zu verstehen sind.

Heutzutage würde ein solcher Film sicherlich versuchen, ein möglichst realitisches Frühmittelalter zu portraitieren und die fantastischen Elementen zu erden. Solche Gedanken sind dem frühen Kino angenehm fern, und hier sehen wir ein Mittelalter, das klar den zwanziger Jahren entsprungen ist.

Der große Gewinner des Designs ist ganz klar Hagen von Tronje. Der Helm mag nicht authentisch sein, aber meine Güte, er ist cool!

Der erste Teil, "Siegfried", adaptiert die Sage von Siegfrieds Zeit als Schmiedegeselle bis zum natürlichen Bruch der Geschichte, seiner Ermordung durch Hagen. Es muss mindestens 15 Jahre her sein seit ich das letzte Mal eine Fassung der Sage gelesen haben, aber ich war doch erstaunt wie gut die Handlung im Film zu meinen Erinnerungen passte, die von einer Kinderbuchfassung geprägt sind.

Paul Richter spielt die Hauptrolle, und gibt den Archetyp des Helden, körperlich und willensstark hastet er von großer Geste zu großer Geste.

Der Film ist ein Meilenstein in der technischen Entwicklung des Film, mit für die Zeit sehr fortschrittlicher Tricktechnik. Highlight hier ist der Drache Fafnir, dessen mangelnde Beweglichkeit den Zweikampf gegen Siegfried zwar in heutigen Augen unfreiwillig komisch wirken lässt, dessen Realisierung als animatronische Puppe aber eine große Errungenschaft war.

Gerade der zweite Teil beeindruckt darüber hinaus mit vielen Massenszenen, in denen hunderte von Statisten zum Einsatz kommen, teilweise auch mit dutzenden Pferden im vollen Gallop und am Ende des Films mit eindrucksvollen Kampfszenen.

Langs visuelle Gestaltung des Films ist künstlerisch höchst interessant. Geometrische Formen beherrschen die Kulissen und die Orientierung der Personen in ihr und visualieren die Konflikte der Charaktere und die Zwänge, die ihre Handlungen leiten.

Diese geometrische Strenge wird dann im zweiten Teil gebrochen, der größtenteils an Etzels Hof spielt. Hier geht alles ungeordnerter und wilder zu, die Hunnen werden als deutlich primitiver als die Burgunder dargestellt, man trägt Fell, oberkörperfrei, oder auch gerne nichts, bewegt sich unorganisiert und gerne gebückt. Diese Darstellung, hier illustriert am Beispiel Etzels, wäre heute vermutlich undenkbar, da ist der Film sehr ein Produkt seiner Zeit.

Eine Adaption der Nibelungensage in einer Zeit zwischen erstem Weltkrieg und Hitlers Machtergreifung kann man heute nicht sehen, ohne Fragen über die Einordnung des Films in dieser Zeit im Hinterkopf zu haben. In der Tat sind beide Filme explizit dem deutschen Volk gewidmet. Die enge Verbindung der Nibelungen mit dem Konzept "Deutsch" an sich ist also auch Fritz Lang mehr als klar gewesen. Besonders offensichtlich wird dies gegen Ende von Kriemhilds Rache, als Etzel die Herausgabe von Hagen fordert und den Burgunderkönigen dafür ihre Freiheit verspricht. Einer der deutschen Fürsten in seiner Entourage, ich glaube Markgraf Rüdiger, wirft ihm daraufhin vor, die deutsche Seele nicht zu kennen. Hier wird die sprichtwörtliche Nibelungentreue noch einmal ganz explizit mit einem deutschen Charakter verknüpft.

Gleichzeit ist überliefert, dass Hitler und Göbbels den ersten Teil, "Siegfried" mochten, "Kriemhilds Rache" allerdings nicht. Dieser Film soll ihnen zu nihilistisch gewesen sein und sie wollten wohl nicht sehen, wie die Nibelungentreue zu Tod und Zerstörung führt.

Fritz Lang selbst hat zu dem Thema erklärt, dass er die Filme gedreht hat um den Deutschen in der Nachrkriegsdepression nach dem verlorenen ersten Weltkrieg einen Anknüpfpunkt an die mythische deutsche Vergangenheit bieten wollte, als eine Art Trostspender. Hier kann man wohl einen Ansatz für Parallelen zum Ansatz der Nazis finden, aber wie schon beschrieben, waren diese eher selektiv was diese Anknüpfpunkte angeht. So sind Langs Nibelungen wohl derselben Zeit entsprungen, die später den Nationalsozialismus hervorbrachte, aber eine Assoziierung von Lang mit den Nazis selbst ist Unsinn, zumal er '33 in die USA emigrierte.

Heute eröffnen diese beiden Filme einen faszinierenden Blick in die Frühzeit des Films. Die technischen Limitierungen allein bei der Aufzeichnung von Film der damaligen Zeit sind offensichtlich, aber es beieindruckend zu sehen, wie schnell Film sich als Kunstform etabliert hat und wie mit aus heutiger Sicht bescheidenen technischen Mitteln neue Ausdrucksformen geschaffen werden. Totzdem ist es mit heutigen Sehgewohnheiten nicht einfach, sich wirklich fallen zu lassen in diese doch sehr andere Art des Films. Es dauert seine Zeit, bis man sich auch emotianal verbunden fühlt mit den Charakteren und es gibt in beiden Filmen nur einzelne Phasen, in denen ich wirklich emotional involviert war. So bleibt des Schauen der Filme doch auch intellektuelle Übung, bei allem sonstigen Sehvergnügen.


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