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Filme allgemein #2
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 08:23                                  +/-

I woaß scho, im falschen Moment nervts halt manchmal trotzdem. /mimose

Gepostet am 09.08.2017, 08:24:

Mimosenumblättern! Spitze


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 10:21                                  

Der Euse ist ein Kinomann,
der schaut sich tausend Filme an,
der eine schlecht, der and're gut
zum Filmegucken gehört Mut.

Das Reviewschreiben ist noch schlimmer,
irgendwen vergrätzt man immer,
statt eines schönen Goldgestirnes
gibt's Kasalla von den Hirnis!

»Ihr Kackvögel, gebt doch mal Ruh,
wenn ich mein Innerstes raus tu!!1
Und außerdem, ihr könnt mich mal,
bei eurem Quatsch kotz ich im Strahl.«

Und Recht hat er, der Euserich.
Manch Feedback hier ist schauerlich.
Drum halten wir jetzt mal die Fräse
und sparen uns den Beitragskäse.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Oxford
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 11:11                                  +/-

Euseppus
Wenn man eh schon so gut wie nix mehr hier über Film schreibt und bei dem wenigen dann doch wieder die "Wenns Euse gefällt, muss' kacke sein"-Nummer sein muss - auch als ironisches Zitat -, nervts


Tröste dich, so wie es Thanil mit Dir geht, so gehts mir wiederum mit Blockbuster-Thanil grins

Andererseits: das Medium Film ist für mich persönlich nicht mehr relevant. Ich schaue einfach keine Filme mehr. Und im Kino erst recht nicht. Die Idee eine Geschichte in einem 90-120 Minuten Rahmen zu erzählen erscheint mir mittlerweile sehr willkürlich. Das schränkt unnötig ein. Das wär so, als gäbe es für Bücher den unausgesprochenen Konsens, dass eine Geschichte immer in etwa 150 Seiten erzählt sein müsste.

Gott sei Dank gibt es seit einiger Zeit diesen Boom bei Qualitätsserien Smilie


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Thanil
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 13:52                                  +/-

Du meinst wohl „in etwa 75 bis 210 Seiten“. Aber selbst wenn es stimmen würde: nichts spricht grundsätzlich gegen formale Rigidität in „Kunstwerken“. Bei einem Haiku oder einem Limerick stört dich das doch sicher auch nicht.

Das Problem ist in meinen Augen eher eine drastisch gesunkene Qualität im Mainstream-Kino. Ob es dort einen Brain Drain gab, oder ob sich die Produktionsbedingungen nachteilig geändert haben, oder ob der Brain Drain sogar eine Folge dieser Änderungen war – wer weiß. Darüber wird ja viel spekuliert…


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Eiranion
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:18                                  +/-

Vor allem eine Veränderung im Geschäftsmodell. Ein wirklich erfolgreicher Film muss heutzutage weltweit in allen Märkten funktionieren, und die Art der Filme, die gemacht werden, hängt von vielen seltsamen Dingen ab. Z.B. sind die Ice Age Filme in Russland der totale Renner, weshalb es immer mehr davon gibt, obwohl im Westen kein Hahn mehr danach kräht.

Im Endeffekt ist das also Filmemachen für den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ich glaube weniger, dass die Kompetenz flöten gegangen ist. Aber ein Hit-Blockbuster bringt heutzutage so viel Rendite, dass es anscheinend eine schlechte Buisness-Entscheidung wäre, das Geld in mittelgroße, intelligente Filme zu stecken.

In den letzten 2 Jahren sind aber so viele teuere Blockbuster den Bach runter gegangen, dass ich hoffe das es da irgendwann genug weh tut, dass sich etwas ändert.


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Schwarz und Gelb sind unsere Farben
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:35                                  +/-

Ich sehe diese gesunkene Qualität nicht - müsste dazu aber auch Deine Bezugsgröße wissen: Das Kino in den 1960 Jahren, oder...?
Ich glaube eher, dass die enorm gestiegene Masse an Blockbuster-Franchises die Sicht auf das Ganze eimigermaßen trübt. Von solchen Filmen gibt es in meiner Wahrnehmung weit mehr als früher, diese "Teil 1 bis unendlich"-Sache, v.a. im Superheldensektor, regelt inzwischen so gut wie das gesamte Leben der Lichtspieltheater und bringt einen schon schnell dazu zu glauben, dass gute Narrative auf dem absteigenden Ast sind.
Auf der anderen Seite gibt es gerade in den USA ein riesiges Areal an hervorragenden IndependentfilmerInnen und -filmen, die meist bei uns gar nicht anlaufen, die man höchstens wahrnimmt, wenn man sich die Trailer bei apple anschaut. Desgleichen gibt es auf dem britischen und dem europäischen Sektor nach wie vor eine große Menge an Filmen, die abseits der Mainstream-Komödien oder -krimis oder -you-name-it ganz großes Kino produzieren, das eben nicht Hirnwichs ist, sondern wirklich toller Film mit tollen Ideen, die hochwertigst produziert sind.
Nach wie vor, würde ich sagen. Auch wenn wir meiner Ansicht nach in der BRD anderen Ländern (Frankreich, GB,...) in der schieren Quantität hinterherhinken, haben wir in den letzten drei Jahren immerhin so fantastische Filme wie "Toni Erdmann" und "Victoria" hingelegt; die schreibe ich jetzt nicht, weil sie die einzigen guten Filme waren, sondern auch, weil sie tatsächlich auch am Box Office funktioniert haben, also eine gehörige Menge an Aufmerksamkeit geriert haben, um sie jetzt mal gegen die Superhelden an den Start bringen zu können: Die laufen nicht nur in den Mini-Programmkinos mit wichsenden Schwarzhalspulli-Nerds.
Und noch etwas, was auffällt: Der "Auteur" hat im großen Stile Einzug gehalten auf der großen Leinwand.
Wo früher nur europäische Starregisseure ihr Ding machen durften und auch bislang nur atemlos auf die wenigen Mutigen gegafft werden durfte, die einfach frech ihr Ding so durchziehen wie sie es auch wirklich meinen, gibt es gerade in den USA immer mehr und immer jüngere Chefs, denen die Bosse absolut freie Hand lassen.
Ein Matthew Vaughn, der seine Kingsmen-Reihe selber schreibt und inszeniert, ein Edgar Wright, der nach der Cornetto-Reihe jetzt sein total eigenes Baby namens "Baby Driver" durchzieht, dann sogar Größenordnungen wie innerhalb der Marvel-Reihe, wo ein James Gunn mit fünfstelligen Miliionenbeträgen jonglieren darf für seine eigene Story und deren eigener Umsetzung der "Guardians of the Galaxy", Damien Chazelle, der nach "Whiplash" seinen "La La Land" verwirklicht hat und dann so noch ein Altrecke wie Shane Black, der nicht nur den wunderbaren Kiss Kiss, Bang Bang hingelegt hat, sondern jetzt "The Nice Guys" ebenfalls selbst geschrieben und inszeniert hat.
Dass, wie bei Josh Tanks targischem "Fantastic Four"-Desaster die Rechnung nicht jedesmal dabei aufgeht, wenn man einem Newcomer gleich die volle Blockbuster-Packung in die Hand drückt (ganz davon abgesehen, dass die sicher viel besseres Kino abliefern würden, würde man sie auf kleinerer Schiene weitermachen lassen), gehört da wohl dazu.
Worauf ich hinaus will: Unabhängig davon, dass es nach wie vor genauso viel, und ich bin 100% sicher: sogar viel viel mehr als früher tolles Autorenkino gibt als noch vor wenigen Jahrzehnten, ist die Experimentierfreude und auch die persönliche Handschrift von jungen Erzählkünstlern eine deftige Prise, die sich das Blockbuster-Kino selbst einverleibt hat.
Und: Es gibt auch noch die Malicks, Almodovars, etc., die nach wie vor sich um gar nichts scheißen, selber produzieren und so Spannendes wie Streitbares hinlegen.
Und apropo streitbar: Was wäre die Filmwelt ohne einen Nolan, der aus einer selbstgesponnen Drehbuch-Artsy-Fartsy-Ecke kommt und das ins große Blockbuster-Getriebe pustet? Daran scheiden sich die Geister und es gibt Streit im Netz darum noch und nöcher, was doch nur beweist, wie lebendig das alles ist.

Nö, ich sehe wirklich keinen Untergang des Kinos, auch wenn ich bei jedem Transformers-Poster erstmal dagegenpissen möchte, etc. Man darf sich nur von der schieren "Teil 1 - xxx"-Fülle von """FRANCHISE"" nicht zumüllen lassen. Es ist genügend Eigenwille am Werk, am Independent-Himmel wie im Blockbuster-Gewerbe, wo man gespannt sein darf, was draus wird.

Und was das Spielfilm-Format anbelangt, sehe ich das genauso wie Thanil - und wie Goethe:

So ist's mit aller Bildung auch beschaffen.
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.
Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

So lange ich nach einem 100 Minüter genauso atemlos, geplättet, verheult or whatever aus dem Kino gehe, wie mich eine Folge einer tollen Serienstaffel wieder umgeschmissen hat, gibt es für mich keinen Grund, diese 100 Minuten gegen 24 Folgen a 30 Minuten irgendwie aufzurechnen.
Hauptsache, ein Meister seines Fachs hat mir eine geile Geschichte erzählt.


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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:48                                  +/-

Ich kenne da die Theorie, dass Serien mittlerweilen einfach alles besser machen als Kinofilme. Um Leute immer ins Kino zu locken, kann der Film also nicht mehr bessere Drehbücher, schönere Bilder oder größere Schauspielernamen versprechen, denn das bekommt man auch bei Netflix. Das einzige, was die Streaminganbieter (noch) nicht können, ist 200 Mio. Dollar in 2 Stunden zu stecken. Mit dem Geld drehen die mehrere Serien, müssen sie auch, sonst ginge ihre Rechung nicht auf.

Und deshalb werden Filme im Kino immer bombastischer und teurer, weil das ihr letztes Alleinstehungsmerkmal ist, wo ihnen Netflix keine Konkurrenz machen kann. Und deshalb müssen diese Filme aber auch garantierte Kassenknüller werden, sonst ist echt viel Geld weg. Und deshalb gehen nur noch Konzepte, die ein maximales Publikum ansprechen, also muss das Niveau runter. Genau so lief es wohl in den 60ern mit den Sandalenfilmen. Das heißt, die Superheldenkacke hört erst auf, wenn große Studios Pleite gehen oder fast Pleite gehen, weil der neueste Avenger 350 Mio. gekostet hat, aber an der Kasse nur 200 Mio. eingespielt hat.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:51                                  +/-

Und deshalb werden Filme im Kino immer bombastischer und teurer, weil das ihr letztes Alleinstehungsmerkmal ist, wo ihnen Netflix keine Konkurrenz machen kann. Und deshalb müssen diese Filme aber auch garantierte Kassenknüller werden, sonst ist echt viel Geld weg.


Hier sprichst Du aber doch nur von einem (mal genau hinschauen!) kleinen Teil der gesamten Kinofilm-Produktion, die uns zur Verfügung steht. Und sogar diese Studio-Geschmack-auf-kleinstem-gemeinsamem-Nenner-Produktionen trauen sich zu experimentieren und fahren damit auch Verluste ein. Und dann gehts trotzdem weiter.
Ich sehe keinen Niedergang der großen Studio-Produktionen voraus - und ich will den auch gar nicht.


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Zuletzt bearbeitet von Euseppus am 09.08.2017, 14:53, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:53                                  +/-

Die aber die Hälfte aller Säle belegen und wahrscheinlich 80 der Einnahmen generieren. Die Filme, von denen die Studios leben.

Gepostet am 09.08.2017, 14:54:

Außerem geht es im Moment nicht um Indie-Filme:

thanil
Das Problem ist in meinen Augen eher eine drastisch gesunkene Qualität im Mainstream-Kino.

Mal genau hinschauen!


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:56                                  +/-

Das ist doch mir als Zuschauer wurscht, so lange der Rest genauso läuft und ich mir den anschauen kann.
Alleine, wenn ich im Münchner Kinoprogramm schaue (und München ist nun, was das Angebot anbelangt, echt nicht - ömmm... - "progressiv"...), dann sehe ich unzählige andere Filme, die auch laufen, aber natürlich nicht so mit dem Vorschlaghammer in die Kinos gedroschen werden wie die Blockbuster.

Gepostet am 09.08.2017, 14:57:

Nichtraucher

Außerem geht es im Moment nicht um Indie-Filme:

thanil
Das Problem ist in meinen Augen eher eine drastisch gesunkene Qualität im Mainstream-Kino.

Mal genau hinschauen!


Auf das Thema habe ich drei Viertel meines Textes verwendet. Wenn ich jetzt alles doppelt und dreifach erklären muss, weil das Gegenüber zu doof zum Lesen ist, poste mit Dir selber.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 09.08.2017, 14:57                                  +/-

Aber darum geht es halt nicht. Bieg doch nicht immer alles um. Warum waren die großen Klassiker des Kinos oft die teuersten Filme ihrer Zeit, mit den größten Namen und heute sind die teuersten Filme in der Regel der aktuelle Superheldenfilm, der nächstes Jahr bereits vergessen ist?

Discuss!


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BeitragVerfasst am: 16.08.2017, 11:24                                  +/-

Louis CK hat heimlich einen Film gedreht.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/louis-c-k-neu...gt-a-1163063.html


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BeitragVerfasst am: 21.08.2017, 11:25                                  +/-

The edge of seventeen (Netflix)



Netter Film über "Teen angst", mit einer tollen Hailee Steinfeld in der Haupt- und einem noch tolleren Woody Harrelson in einer großartigen Nebenrolle. Hailee Steinfeld spielt eine Schülerin in ihrer schlimmsten Phase, ein Teenager, den man an die Wand klatschen möchte, rotzig, abweisend und zutiefst unsicher und voller Selbsthass. Sie liefert hier eine furiose Schau und zeigt, dass sie kein One-hit-wonder war. Von der wird man noch mehr hören. Sie hat sehr viel Energie, spielt mit jeder Faser ihres Körpers, und hat diesen Vibe, den Ellen Page in ihren frühen Filmen hatte. Und recht hübsch ist sie auch geworden, die Kleine aus "True grit" Smilie



Ihren Klassenlehrer und Vaterersatz spielt Woody Harrelson und was er hier macht, ist einfach nur comedy gold - der Mann ist soo geil Spitze Kaum einer kann so "delivern" wie er - er kaut erstmal stumm rum, wägt jedes Wort ab, beugt sich dann endlos langsam vor, funkelt sie aus seinen umwerfend blauen Augen an und bringt dann knochentrockene, vor Sarkasmus triefende Einzeiler, dass der aufmüpfigen und dauerquasselnden Nadine glatt nix mehr einfällt. Die Dialoge der beiden, die die Handlung einrahmen, sind lauter kleine Meisterwerke. Da trafen echt zwei Talente aufeinander. Könnte mir vorstellen, dass die beiden dabei den allergrößten Spaß hatten grins

Leider ist der Film ansonsten eher so lala, ein bisschen brav, Teenager-Highschool-Sorgen halt. Lohnt sich nur wegen den beiden Darstellern und vielleicht, wenn man sich noch gut daran erinnern kann, wie man sich so mit 17 gefühlt hat. Die Lebensphase ist, denke ich, mit all ihren Wirren und Nöten gut getroffen. Ich hab das vergessen, meine Schulzeit ist nur noch ein grey goo.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 21.08.2017, 13:33, insgesamt einmal bearbeitet
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Celebrian
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BeitragVerfasst am: 21.08.2017, 12:40                                  +/-

Den haben wir vor zwei Wochen oder so auch geschaut. Einen guten Dreh fand ich noch, daß ihr älterer Bruder, den sie uns natürlich als arrogantes Winner-Arschloch vorstellt, sich im Laufe des Films dann doch etwas anders präsentiert. Die Perspektive ist ungefiltert die ihrige - und sie ist keineswegs das arme Opfer, sondern tatsächlich eine Nervensäge. Ich hab meine Schulzeitnöte anders in Erinnerung, insofern war ich gut unterhalten.

Was die Darstellung der alleinerziehenden Mutter betrifft - nun ja, etwas klischeehaft, aber anscheinend ist das häufig. Wer mal eine ganz eigen (und auch unterhaltsam) scheiternde Mutter in Hintergrund sehen will, dem sei "Tschick" empfohlen, schöner Film mit deutlich weniger Klischees in den Nebenfiguren.

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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 08.10.2017, 18:41                                  +/-

Netflix-Themenwoche Mutilation:

The game
Eine Netflix-Eigenproduktion einer Stephen-King-Verfilmung. Ein Ehepaar in den besten Jahren reist in ein sehr abgelegenes Ferienhaus, um dort mit ein paar kinky Handschellenspielchen ihr Sexleben zu revitalisieren. Leider vertut sich der Mann bei der Viagra-Dosierung und stirbt den Herztod, sie ans Bett gefesselt zurücklassend. Ein streunender Hund taucht auf und knabbert an der Leiche. Niemand hört ihr Schreien.
Ich mag ja solche Survival-Szenarien. Der Film ist aber nur so lala. Sie hat andauernd Wachträume und ihr toter Mann, ihr Vater, sie selber sowie sie selber nochmal als jüngeres Ich etc. tauchen auf und machen das eigentliche Kammerspiel recht überbevölkert und geschwätzig. Nur sie und der Hund wären hier die bessere Besetzung gewesen. Am Ende wird es gory, als ihr endlich der naheliegendste Weg einfällt, da rauszukommen *würg* Dann aber wird aber noch ganz am Ende eine seltsam unpassende Serienkiller-Zweitstory drangepappt, die vielleicht geschrieben irgendwie Sinn ergibt, hier aber nicht. Der Film weiß nicht, was er will. Mein Hauptproblem aber ist, dass das Bett aus Holz ist und es mir nicht einleuchtet, dass eine erwachsene Frau das in einer Extremsituation nicht kaputtbekommen soll. Also ich hätte das geschafft.

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The bad batch
Ein junge Straftäterin wird in die Wüste geschickt, in eine Mad-Max-artige Dystopie, wo sie von Kannibalen gefangen wird, die ihr ein Bein und einen Arm abtrennen, sie aber leben lassen und die Wunden verbinden. Sie wollen wohl später weiteressen und haben keinen Kühlschrank, daher halten sie sich angekettete Amputationsopfer als Lebendnahrung. In den Millionen Jahren der menschlichen Geschichte als Fleischesser ist nie jemand auf diese Idee gekommen, denn räuchern, pökeln, dörren oder einkochen ist halt auch nicht so schwer. Naja, sie kann dann auf jeden Fall fliehen, und findet Zuflucht bei den "Guten", eine zugedrogte Hippikommune, geleitet von Keanu Reeves(!), wo sie aber immerhin lieber Nudeln essen als Soylent green. Dort hält sie es aber auch nicht lange aus, irgendwie geht ihr Oberkannibale Jason Momoa nicht aus dem Kopf (der mal langsam mit dem Pumpen aufhören sollte, sonst platzt er).
Ein komischer, dreckiger kleiner Trashfilm, der auch nur ein Trashfilm sein will. Von den Ideen und dem ganzen Look-and-feel ganz gelungen, und ich fand Suki Waterhouse auch sehr apart. Leider nicht mehr, sobald ihre Stümpfe ins Bild kamen... nicht so ganz meine cup of tea, der Amputiertenfetisch. Der Film wird leider immer wirrer und arty-farty, am Ende bleibt nicht viel mehr als eine Reihe cooler Bilder in Mad-Max-Ästhetik und Jim Carrey und Giovanni Ribisi in Nebenrollen (wie haben sie nur all diese Namen bekommen??).

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Hostel I+II
Ja, würg die gürk, das muss dann echt nicht mehr sein, da hab ich nur durchgescrollt. 80 % der Zeit passiert aber gar nichts, der Begriff Torture porn passt sehr gut, genau wie beim Porno passiert meistens nichts und man muss zur Action vorscrollen. Die hier aber natürlich auch nur brechreizerregendes Gesplatter ist, es kommt sehr viel Silikon und Kunstblut zum Einsatz, und beide Filme sind richtig schlecht. Halt auch noch völlig billig und faul runtergekurbelt, mit no-names und ohne Stimmung, Spannung und Sinn. Am doofsten fand ich aber, dass beide Filme eine Art Happy end haben, also wenn ich sowas drehe, dann doch aber bitte richtig dark.

Immerhin begrüße ich Netflix' Ansinnen, die Adult-Schiene mehr zu befüllen, bisher war das doch eher der familienfreundliche Heititei-Anbieter. So ein paar mehr Horror-, Sex- und Kriegsfilme, why not. Bin ja volljährig.


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BeitragVerfasst am: 17.10.2017, 22:17                                  +/-

Битва за Севастополь, Übers.: Der Kampf um Sevastopol
(ukrainisch: Незламна, Übers.: Unzerstörbar)
(offizieller dt. Titel: Red Sniper - Die Todesschützin )

Als ich unlängst beim Prokrastinieren auf Youtube nach einer bestimmten Interpretation von Viktor Zois "Kukuschka" suchte, stieß ich auf dieses Video.

Erster Gedanke: Ui toll, ein neuer russischer Propagandafilm!

Eine erste Googlerecherche zeigte allerdings, dass das ein Film ist, den es eigentlich nicht geben kann - Kooperation zwischen Russland und der Ukraine (!), 2015 (!) erschienen. Inspiration für den Film war dabei Ljudmila Pavlitschenko, die erfolgreichste weibliche Scharfschützin, die nach der Invasion der Nazis einen wesentlichen Beitrag zur - zumindest zeitweisen - Verteidigung von Sevastopol/der Krim geleistet hat. Später war sie Teil einer sowjetischen Delegation, die in den USA um Unterstützung warben. Das es sowas gab, war mir ja komplett neu, dazu kommt noch, dass Pavlitschenko dabei auch länger mit Eleanor Roosevelt unterwegs war und auch nach dem Krieg noch einmal von ihr in Moskau besucht wurde.

Das waren dann so viele Kuriositäten auf einmal, dass ich mir diesen Film doch mal ansehen musste... und siehe da, wenn man zusammenarbeitet, kommen da ja ganz solide Leistungen heraus!

Der Film beginnt mit Pavlitschenkos Reise durch die USA, ihre Geschichte wird in Rückblicken erzählt. Dabei ist der Film bei Weitem nicht so kitschig, wie es oben verlinktes Video suggeriert, sondern vielmehr eine bittere Darstellung des Kriegsalltags, die wenig verschönt und mit dem Verhalten der Sowjets auch öfters hart ins Gericht geht. Der Fokus liegt auf der zunehmenden Verrohung von Pavlitschenko, die im Grunde nur zufällig zu ihrer Rolle als Scharfschützin gefunden hat (heißt: aufgrund von Talent verpflichtet wurde) und nach ihren Erfolgen als Propagandamittel missbraucht wird - nicht nur im Kampf, sondern auch auf ihrer Tour durch die USA, wo ihre Freundschaft mit Eleanor Roosevelt immer wieder zu einem Problem wird. Natürlich gibt es dazwischen auch ein paar Liebesgeschichten, die aber auch immer gleich vorbei sind, weil eine Granate oder so dazwischenkommt.

Das hätte ich mir nicht erwartet. Das ist kein heroisches Epos über die Meisterleistungen der Sowjets, man verliert auf ganzer Linie, Helden gibt es keine und auch der Feind bleibt faktisch komplett anonym. Vielmehr handelt es sich um eine mitunter recht explizite Erzählung über Grausamkeiten des Kriegs, die auch durch die eigenen Leute vorangetrieben werden.

Und gerade der im gegebenen Kontext doch durchaus kritische Umgang mit dem eigenen Handeln im Krieg hat mich in Anbetracht aktueller Stimmungslagen in Russland sehr verwundert. Mit Recht, wie dann eine post-Guck-Recherche ergeben hat, in Russland haben sich wohl viele darüber aufgeregt. Wurde dann aber wohl bald durch die Aufregung um Matilda abgelöst, darüber echauffiert sich die Elite und die Kirche schon gefühlt seit einer Ewigkeit.

Was allerdings schon so ein bisschen durchschimmert, ist, dass eine Frau ja nicht in den Krieg sollte und die wahre Erfüllung im Kinderkriegen und Tragen von Kleidern liegt. Nunja.

Also sicherlich kein Meisterwerk des Kriegsfilms, das man unbedingt gesehen haben muss, aber kann man sich bei Interesse am aktuellen russischen Film doch mal angucken - wobei ich nicht weiß, ob der jemals synchronisiert oder korrekt untertitelt wurde.

Fun Fact am Rande: Hab mir den auf Russisch reingezogen, weil aber unverständlicherweise nicht alle Personen in meinem Umfeld Russisch sprechen, mussten wir den mit Untertiteln gucken, die wohl hauptsächlich von Google Translate stammten. LOL. Besonderes Highlight: Wenn eine Koseform von Boris immer als "Wrestling" übersetzt wird. "Hello, this is my son Wrestling" "This is doctor Wrestling" Gab dem ganzen dann auch wieder einen humoristischen Charakter.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 24.10.2017, 19:43                                  +/-

Wir schauen jetzt – am letztmöglichen Tag – Blade Runner 2049. In OmU. Ohne 3D-Scheiß. I face it not! I‘ll keep you posted.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 24.10.2017, 22:45                                  +/-

Bin gespannt, was Du davon hältst. Smilie


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 26.10.2017, 15:15                                  +/-

Ich werde noch was dazu schreiben, aber im Moment komme ich zu nix 😞


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 25.12.2017, 23:14                                  +/-

Sehe gerade dass auf Sat1 Titanic kommt. Bis nach Mitternacht! 3 Stunden Film, 1 Stunde Werbung, supernervig. Privatfernsehen war schon ne bescheuerte Idee.

Gepostet am 25.12.2017, 22:15:

Edit:
Egal, ich mag eh nicht sehen wie die dumme Kuh ihn untergehen lässt: Oh Jake ich liiiebe dich - und jetzt stirb!
Da hätte locker eine Kleinfamilie plus Hund auf diese dumme Tür gepasst!


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 25.12.2017, 23:24                                  +/-

GEnau. Lieber Leo als Mad Max


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 25.12.2017, 23:27                                  +/-

Mad Max ist nicht familientauglich. Ohje, auf ZDF ist die Helene Fischer Show. Ich muss wohl meinen inneren Oxi channeln!


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