Tylers Kneipe Foren-Übersicht Tylers Kneipe

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste     RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
Zum ChatSkypen

Nach dem Brexit – Europäische Politik III
Zurück  1, 2, 3, 4 ... 28, 29, 30, 31  Weiter Alle
 
Neues Thema eröffnen  Neue Antwort erstellen Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Special: Off-Topic
 
 
Autor Nachricht
Wolter



Beiträge: 4300
Wörter pro Beitrag: 119
Wohnort: Hamburg
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2015, 23:55                                  +/-

Thanil
Jetzt können wir uns ja darauf einigen, dass das nicht erstrebenswert ist und eine Vision entwickeln, wie es stattdessen laufen soll.

Ach, diese Vision ist doch easy: Mond wird zum Telefon greifen, all die profilneurotischen Jungs – Putin, Lukaschenko, Erdoğan, Assad, Chamene’i, Kim, Əliyev, Xi, Orbán, Kaczyński, Trump (ugly wenn er Präsident wird) etc. etc. – plus das profilneurotische Mädchen Le Pen (????? vielleicht auch schon bevor sie Präsidentin wird) zu einem Stuhlkreis in seiner Zweizimmerwohnung versammeln, ihnen dort das Schicksal ihrer schweren Jugend bewußt, d. h., sie dadurch zu besseren Menschen machen — und sie aus dieser Séance schließlich mit dem Auftrag entlassen, ab jetzt voll liep zu sein.
Gewalt ist keine Lösung Alles wird gut, Fall gelöst. Yes


_________________
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 09.12.2015, 00:01                                  +/-

hähö


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Mond



Beiträge: 2188
Wörter pro Beitrag: 57

Private Nachricht senden
Skype Name

BeitragVerfasst am: 07.01.2016, 14:58                                  +/-

Das war lustig. Sogar ich habe gelacht. Smilie

Nun schau dir doch aber mal dieses Interview mit dem Psychoanalytiker Arno Gruen an.



_________________
The Art of Happiness
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41174
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.01.2016, 15:01                                  +/-

Es muss endlich eine Altersobergrenze im Fernsehen geben. Es muss!


_________________
You met me at a very strange time in my life.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.01.2016, 15:05                                  +/-

Ich glaub das alles erst, wenn Richard David Precht das bestätigt hat. Vorher geht gar nichts. Sorry, aber da bin ich streng.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Gimli



Beiträge: 23153
Wörter pro Beitrag: 35

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.01.2016, 15:24                                  +/-

Gibt es das in schriftlicher Form? Das lahmarschige Geseiere kann man sich doch keine 6 Minuten antun!


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wolter



Beiträge: 4300
Wörter pro Beitrag: 119
Wohnort: Hamburg
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 21.02.2016, 18:50                                  +/-

Wir Deutschen werden die Franzosen wohl erst dann vollständig verstehen, wenn auch wir – was leider irgendwann fällig sein dürfte – solche Anschläge wie letztes Jahr im Januar und im November in Paris traumapsychologisch zu bewältigen haben.

Zwischen den 5-Uhr-Nachrichten und halb Sechs hat Gila Lustiger im DLF über das, was derzeit in Frankreich passiert, gesprochen. Anlaß ist ihr Buch "Erschütterung", das im nächsten Monat herauskommt.



Gila Lustiger: Erschütterung (Leseprobe v. d. Verlagsseite)
In den ersten Tagen nach den Attentaten vom 13. November 2015 in Paris tat ich nichts anderes, als mich zu informieren. Ich las Zeitung, hörte Radio, sah die zahllosen Fernsehberichte, durchstöberte das Netz nach Meldungen und Bildern, die unter diversen Hashtags verbreitet wurden, und diskutierte mit Freunden die jeweils neuen Ermittlungsergebnisse, die Liveticker der Nachrichtenagenturen hinaus in die Welt schickten. Ihre Informationen erreichten mich im Minutentakt, und ich gab mich ihnen hin von frühmorgens bis spät in die Nacht.
Ich tat es aus Erschütterung. Weil ich verstehen wollte, was eigentlich geschehen war, was uns da überrollte und was es zu bezwingen galt. »Denn Wissen selbst ist Macht«, zitierte ich bei jeder Gelegenheit den englischen Philosophen Francis Bacon, wenn meine Familie mich fragte, was zum Teufel mit mir los sei, und verlangte, auch einmal ohne die Stimme der Radiojournalisten von France Culture und France Inter aufzuwachen. Keiner wusste besser als ich, wie falsch es war, sich von dieser Informationsflut mitreißen zu lassen, schließlich hatte ich in Israel gelebt, einem Land, in dem Attentate zum Alltag gehörten. Dort erklärten Psychologen, dass solche Informationen nie der Kommunikation dienten, kein Wissen vertieften, keine Erkenntnis lieferten, ja, dass eine Überfülle an Meldungen die Angst nicht mindere, ganz im Gegenteil, sie schüre sie nur und ließe die Menschen in Passivität versinken. Mehr als eine Stunde pro Tag solle man sich nicht informieren, es sei denn, das Leben hinge davon ab. Stattdessen solle man sich auf seinen Alltag konzentrieren.
Hätte ich den Rat beherzigt, so hätte ich meine Familie und meine Freunde wohl besser täglich bekocht, und selbst endlich einmal mein Büro aufzuräumen, wäre vernünftiger gewesen, als auf die Push-Meldungen meines Smartphones zu warten. Seit den Attentaten steckte das Mobiltelefon immer in meiner Hosentasche, lag vor mir auf dem Tisch oder nachts neben meinem Bett. Und zwar immer laut gestellt. Selbst zum Joggen im Jardin du Luxembourg nahm ich es mit, denn man wusste ja nie. Ich war informationssüchtig geworden, und mein Suchtmittel war im digitalen Zeitalter sofort verfügbar. Ich musste nicht einmal wie José, der Clochard in unserer Straße, zum Supermarkt gehen, um den billigen Fusel zu erstehen. Ich setzte mich einfach an den Schreibtisch und öffnete den Browser. Mit nur wenigen Mausklicks bekam ich meinen Stoff.
»Ein Kriegsakt«
Die meisten Meldungen kamen im Konjunktiv daher. »Nach Informationen unserer Fernsehkollegen …«, hieß es, oder: »Wie die Zeitung Libération meldete, könnte …«, oder: »Unter Berufung auf Augenzeugen hätte …«, oder: »Laut einem Bericht der Washington Post sei …«. Schon am zweiten Tag hatten die Nachrichten den Weg einmal rund um die Welt gemacht. Hatte einer der vielen sich in der Stadt aufhaltenden Journalisten, eine Information, ein Bild, eine Anekdote aufgeschnappt, hatte er gar einen neuen Augenzeugen aufgetan, eine neue Auskunft unter der Hand ergattern können, so wurde er von seinen Kollegen sofort zitiert. CNN berichtete, was AFP bekanntgegeben hatte, wo man sich wiederum auf Mediapart berief – die Spirale endete nirgendwo, denn die polizeilichen Ermittlungen benötigten nun mal die Zeit, die polizeiliche Ermittlungen benötigen, die ganze Welt jedoch lechzte nach Handlung und Ergebnissen. Und vor allen Dingen ersehnte sie, über effiziente Maßnahmen benachrichtigt zu werden. Maßnahmen, die sie vor dem schützen sollten, was Präsident Hollande per Twitter-Account des Élysée-Palasts einen »Akt absoluter Barbarei« und einen »Kriegsakt« genannt hatte. »Was sich gestern ereignet hat, ist ein Kriegsakt«, hatte er schreiben lassen, »und dem gegenüber muss das Land die angemessenen Entscheidungen treffen«.
Was aber waren »angemessene Entscheidungen«? Auch darüber wurde sofort und weltweit diskutiert, fortan las ich Analysen und Gastbeiträge von Terrorexperten, Psychologen, Soziologen, Philosophen, Sozialarbeitern, Müttern von Dschihadisten, Vätern von Opfern, Islamwissenschaftlern, Nahostspezialisten und Politikern, die herangezogen wurden, um uns zu erklären, was geschah und was noch geschehen könnte.
»Ein Haifisch und ein Elefant«
Dass Dschihadisten Journalisten, Karikaturisten und Juden hassen, damit hat sich die Zivilgesellschaft schlechten Gewissens abgefunden. Mit den Attentaten vom 13. November geriet jedoch unsere gesamte Gesellschaft ins Visier. Paris sei »die Hauptstadt der Abscheulichkeit und der Perversion«, hieß es im Bekennerschreiben des sogenannten Islamischen Staates, und dass »diese Attacke nur der Anfang des Sturms (sei) und eine Warnung für alle, die daraus Lehren ziehen wollen«.
Die linke Regierung zog ihre Lehren schnell. Bereits am nächsten Tag verhängte Präsident François Hollande den Ausnahmezustand. Grenzkontrollen wurden eingeführt, Reservisten einberufen, Soldaten mobilisiert, Hausdurchsuchungen durchgeführt. Am dritten Tag nach den Anschlägen verkündete Hollande in einer Rede vor den versammelten französischen Abgeordneten und Senatoren im Schloss von Versailles ein ganzes Bündel weiterer Maßnahmen, darunter die Verlängerung des Ausnahmezustands, ein Treffen mit den Präsidenten Obama und Putin, um eine Koalition gegen den IS zu schmieden, die Intensivierung von Luftangriffen gegen Stellungen der Terrormiliz im Irak und in Syrien, eine Zurücknahme des geplanten Personalabbaus bei der Armee, die Verlegung des Flugzeugträgers Charles de Gaulle nach Syrien und eine Gesetzesreform, aufgrund derer gebürtigen Franzosen mit doppelter Staatsbürgerschaft nach einer Terrorismus-Verurteilung der französische Pass entzogen werden könne.
Ich kann mich sehr gut an einen kurzen Wortwechsel zwischen einem Freund und mir erinnern. Wir standen in einem Bistro, in dem man Lotto-Wetten abschließt, an der Theke, tranken Limonade und lauschten jener Rede im Fernseher über dem Kopf des Wirtes.
»Frankreich ist im Krieg«, begann Hollande, »die am Freitag begangenen Attentate sind Kriegsakte. Wir werden den Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern … Aber dieser andersartige Krieg gegen einen neuen Gegner erfordert ein verfassungsmäßiges Dispositv, das ein Krisenmanagement ermöglicht...«
»Was wird denn das, bitte schön?«, flüsterte ich meinem Freund entsetzt zu.
Und er antwortete: »Jetzt ist aber gut, Gila. Ich will nichts mehr hören. Genug ist genug!«
Ich sagte kein Wort mehr. Und als das gesamte Bistro, inklusive der Gewohnheitstrinker, im Anschluss an die Rede gemeinsam mit den französischen Abgeordneten und Senatoren die Marseillaise anstimmte, blickte ich verlegen auf meine Turnschuhspitzen. Volksempfinden flößt mir Angst ein. Doch zwei Tage später flennte auch ich, als ich während der Liveübertragung aus dem Londoner Wembley-Stadion mitverfolgte, wie nahezu 70 000 Menschen beider Nationen vor dem Fußball-Länderspiel die französische Nationalhymne anstimmten.
»Ein Haifisch und ein Elefant können sich nicht begegnen und keinen Krieg führen. Aber schon was im selben Wasser lebt, hat – ob es will oder nicht – eine Einheit, in der Krieg oder Verstehen möglich ist«, erklärt Ernst Bloch in Abschied von der Utopie. Lebten der IS und wir nun im selben Gewässer? Und wer hatte das beschlossen, der IS oder Frankreich? Ja, musste Präsident Hollande unbedingt das gleiche Vokabular benutzen wie diese Terroristen, die doch nichts anderes wollten, als einen Bürgerkrieg in Europa heraufzubeschwören? Wir waren also im Krieg. Na wunderbar, dachte ich. Und wer, bitte schön, hatte uns, das Volk, gefragt?

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Ich nehme mir fest vor: wenn in Deutschland meschuggenen Terroristen welcher gemeingefährlichen Spinnerorganisation auch immer ein ähnlich schockierender Anschlag gelingt, werde ich nicht die BREAKING-NEWS-Dauerschleife von einem der – natürlich ausnahmslos vor Ort befindlichen und zum Verwechseln ähnlich um vermeintliche Aktualität bemühten – CNN-Klone laufen lassen, sondern mich höchstens alle zwei Stunden (na gut, vielleicht auch stündlich) über die fünf Minuten Radionachrichten darüber informieren, was seit den vorherigen Nachrichten an einigermaßen gesicherten Fakten hinzugekommen ist. Yes

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Oh ach so, weil ich da gerade Monds Video sehe: weißt Du eigentlich überhaupt, wer Arno Gruen ist bzw. war? Bitte nur mit ja oder nein antworten, okay? Smilie


_________________
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 12:58                                  +/-

Bard
Glaurung

Und natürlich muss der Prozess langsam und bedacht verlaufen, um Schocks zu minimieren. Dass die EU unter Oberekelpaket Schulz jetzt richtig auf die Tube drücken will, spricht wohl dafür, dass man sich dort für eine maximale Bestrafung des Verräters entschieden hat und für den Machterhalt der EU, statt für das Wohl Europas.


Die EU ist kein Staat und der Austritt Großbritanniens ist keine Sezession. Es trägt aber gewisse Züge davon und die meisten politischen Abspaltungen in der Geschichte sind nicht besonders schiedlich-friedlich über die Bühne gegangen. Lincoln hat den Südstaaten auch nicht "So long and thank you for the fish" hinterhergerufen. Davon abgesehen würde jede politische Union zusehen, ihren Zusammenhalt und ihre Fortexistenz abzusichern. Den Briten überall entgegen zu kommen, würde da eher kontraproduktiv sein, übertrieben drakonische Härte wohl ebenso.

Letztlich haben wir eine eng verflochtene Gruppe von Staaten, deren Interessen allesamt durch den Brexit auf unterschiedliche Art und Weise berührt sind. Es wird Länder geben, die eher nach einem harten Umgang mit Großbritannien rufen werden (La France) und Länder, die tendentiell wohl eher den Ölzweig hinhalten, wie Deutschland, auch aus ganz schlichten wirtschaftlichen Erwägungen heraus. Man wird sich, wie üblich, auf eine bestimmte gemeinsame Haltung einigen. Großbritannien wird nicht viel übrig bleiben, als das zu schlucken, was ihm von dem "neuen", ziemlich großen Nachbarn mit über 400 Millionen Einwohnern angeboten wird. So ist es halt, wenn man "unabhängig" ist. Eine Sonderbehandlung muss man nicht erwarten, letztlich ist man als Ex-Mitglied genauso außen vor wie die Türkei, Albanien oder die Ukraine. Nebenbei ein Ex-Mitglied, in dem die Befürworter des Brexit offen über den angeblichen Tod der EU jubeln und ihre Brüder im Geiste zur Nachahmung anstacheln. Einerseits den Stinkefinger unter die Nase halten, andererseits die andere Hand ausstrecken, um einen Deal abzusichern? Hmmmm.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 13:30                                  +/-

Zitat:
Liam Fox, britischer Ex-Verteidigungsminister und führender Brexit-Befürworter, bringt den 1. Januar 2019 als Austritts-Datum ins Gespräch. Der BBC sagte er, er sei für einen Zeitplan bei den Austritts-Verhandlungen, der auf ein Ausscheiden Anfang 2019 hinauslaufe.


Das heißt, man möchte sich schon alleine sechs Monate Zeit nehmen, um formal den Austrittsprozess anzustoßen. Kann mir nicht vorstellen, dass dieser Vorschlag in der restlichen EU zu Begeisterungsstürmen führt.

Gepostet am 26.06.2016, 14:31:

PS: 3,2 Mio Petitions-Unterzeichner. Und hier ist ne Karte: http://petitionmap.unboxedconsulting.com/?petition=131215


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Olmops



Beiträge: 5694
Wörter pro Beitrag: 54
Wohnort: Kölle
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 13:48                                  +/-

Lothiriel
Für den Unterhaltungswert:
England wollte vor einiger Zeit Schottland nicht gehen lassen und drohte, daß Schottland im Falle einer Trennung nicht mehr in die EU könne.
Jetzt will sich England von der EU trennen. Der Premierminister ist aber zurückgetreten und wird das nicht unterschreiben, jeder Nachfolger wird sich nicht alleine die Finger an diesem Dokument verbrennen wollen, sondern das wird wohl durch's Parlament gehen. Wo Schottlands Veto (aus schottischer Sicht natürlich berechtigterweise, denn Schottland wählte "Remain" im Referendum) den Breit blockieren könnte.
http://www.bbc.com/news/uk-scotland-scotland-politics-36633244


Booooring! hähö
D.h. die Briten können gar nicht selbstständig austreten? Das wird ja immer bescheuerter.

Oder man könnte formulieren:
sie haben in weiser Voraussicht den Schotten genug Macht übertragen, um sich später von denen vor ihrer eigenen Blödheit schützen zu lassen.

Diese Frau Sturgeon scheint allerdings auch kein so richtig klares Konzept zu haben bzw. scheint sich noch in die Materie einzuarbeiten.
Gestern wollte sie noch die Unabhängigkeit Schottlands.


_________________
Urge to grill rising.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Lothiriel
Wissende


Beiträge: 7629
Wörter pro Beitrag: 56
Wohnort: Here in my room
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 13:56                                  +/-

Olmops

Booooring! hähö
D.h. die Briten können gar nicht selbstständig austreten? Das wird ja immer bescheuerter.


Jein. Das Prozedere ist einfach gerade überhaupt keinem klar. Cameron unterschreibt nicht und… äh… ja… *kopfkratz*…

Nix genaues weiß man nicht. Oder so. hmmmm hähö

Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 13:57                                  +/-

Nein, falsch. Sie wollte schon immer die Unabhängigkeit. Daran hat sich nichts geändert. Gestern hat sie gesagt, dass sie jetzt die Gesetzgebung in Gang setzt, um ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abzuhalten. Parallel prüft sie alle Optionen, Schottland in der EU zu halten. Wenn man das über ein Veto im Parlament schaffen kann – fein. Wenn man das über eine Sonderregelung mit der EU und London schaffen kann – fein.

Das Ziel ist klar und sie will alle Optionen nutzen.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Olmops



Beiträge: 5694
Wörter pro Beitrag: 54
Wohnort: Kölle
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 14:01                                  +/-

Ich finde, man sollte Cameron schnellstmöglich aus der EU ausschließen. Der verursacht nur Kosten.

Gepostet am 26.06.2016, 15:04:

Das ist überhaupt ein gutes Beispiel für einen effizienten politischen Prozess:

1. Voten
2. Konsequenzen der gewählten Handlungsoption analysieren
3. Abstimmung auf politische Relevanz prüfen

rolling on the floor...


_________________
Urge to grill rising.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 14:33                                  +/-

Ich sehe es wie Olmops. Da muss man jetzt durch. Das muss Konsequenzen haben. Versucht man jetzt, das Ganze durch politische Tricks zu umgehen, radikalisiert man die Leute noch viel stärker. Dann würde ich Bürgerkrieg oder zumindest ernsthafte Gewalt nicht mehr ausschließen. Und ich könnte es den "hardcore" Brexiteers nicht mal verdenken.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Glaurung



Beiträge: 27621
Wörter pro Beitrag: 49

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 14:40                                  +/-

Wieso denn das? Gestern wolltest du doch noch die Demokratie abschaffen, wenn die Leute falsch wählen. Wieso dann nicht einfach das Referendum ignorieren, wenn das mit irgendwelchen Tricks möglich ist.

Brexit alleine ist natürlich gar nicht mal so toll. Da hoffe ich auf Welleneffekte in der EU. Wenn die ausbleiben, wird UK wohl letztlich doch durch Angst gefügig gemacht werden und am Ende sitzen die EU-Ketten fester denn je.


_________________
I have come here to chew bubble-gum and kick ass. And I'm all out of bubble-gum.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:03                                  +/-

Ich bin da wirklich zwiegespalten. Konsequenzen hat das Votum ja in jedem Fall. Es ist nicht rückgängig zu machen. Es rollen ohne Ende Köpfe, die Spannungen zwischen den Landesteilen sind massiv. Das Misstrauen zwischen England und Schottland ist gewachsen.

Es geht unter Umständen um Größeres als ein Referendum und den Respekt vor einer isolierten und in einer fürchterlichen Situation getroffenen Entscheidung, die noch dazu mit gerade einmal 4 Prozent knapp genug war.

Wenn die Alternativen lauten »Referendum missachten« versus »Großbritannien zerbricht und stürzt Europa in die nächste Wirtschaftskrise«, dann sollte man erwägen das Referendum zu missachten.

In jedem Fall sind jetzt echte Staatsmänner und Staatsfrauen gefragt. UK braucht jetzt einen neuen Churchill. Schluss mit den Chamberlains.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41174
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:07                                  +/-

Die Queen könnte mit Rücktritt drohen.


_________________
You met me at a very strange time in my life.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:07                                  +/-

Lieber gleich mit dem Kriegsrecht.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:08                                  +/-

Thanil
Ich bin da wirklich zwiegespalten. Konsequenzen hat das Votum ja in jedem Fall. Es ist nicht rückgängig zu machen. Es rollen ohne Ende Köpfe, die Spannungen zwischen den Landesteilen sind massiv. Das Misstrauen zwischen England und Schottland ist gewachsen.

Es geht unter Umständen um Größeres als ein Referendum und den Respekt vor einer isolierten und in einer fürchterlichen Situation getroffenen Entscheidung, die noch dazu mit gerade einmal 4 Prozent knapp genug war.

Wenn die Alternativen lauten »Referendum missachten« versus »Großbritannien zerbricht und stürzt Europa in die nächste Wirtschaftskrise«, dann sollte man erwägen das Referendum zu missachten.

In jedem Fall sind jetzt echte Staatsmänner und Staatsfrauen gefragt. UK braucht jetzt einen neuen Churchill. Schluss mit den Chamberlains.


100% disagree. Das geht (wenn überhaupt) nur über ein 2. Referendum. Alles andere wäre eine Schande.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 45008
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:09                                  +/-

Ein zweites Referendum wäre nicht ohne Beispiel. Gleichzeitig wäre es eine Missachtung des Ersten zwinkern

Gepostet am 26.06.2016, 16:16:

Und zum Thema »Schande«: der gesamte Prozess hin zu diesem Referendum, der dreckige Wahlkampf, die jahrelangen populistischen Beschimpfungen der EU durch die Tories und das gesamte unwürdige Schauspiel seit dem Ergebnis waren bereits eine riesige Schande. Das Umschlingeln des Ergebnisses würde dem die Krone aufsetzen, aber es ist nicht so als würde eine Schande auf eine Sternstunde der Demokratie folgen.

Ich sage nicht, dass das meine bevorzugte Lösung wäre. Ich wünsche mir lediglich, dass die jetzt ihren Scheiß sortiert bekommen und verhindern, dass es in einem gesamteuropäischen Desaster endet. Bevor es so endet, lieber in irgendeiner Form neu abstimmen.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Lothiriel
Wissende


Beiträge: 7629
Wörter pro Beitrag: 56
Wohnort: Here in my room
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:18                                  +/-

Oxford
Thanil
Ich bin da wirklich zwiegespalten. Konsequenzen hat das Votum ja in jedem Fall. Es ist nicht rückgängig zu machen. Es rollen ohne Ende Köpfe, die Spannungen zwischen den Landesteilen sind massiv. Das Misstrauen zwischen England und Schottland ist gewachsen.

Es geht unter Umständen um Größeres als ein Referendum und den Respekt vor einer isolierten und in einer fürchterlichen Situation getroffenen Entscheidung, die noch dazu mit gerade einmal 4 Prozent knapp genug war.

Wenn die Alternativen lauten »Referendum missachten« versus »Großbritannien zerbricht und stürzt Europa in die nächste Wirtschaftskrise«, dann sollte man erwägen das Referendum zu missachten.

In jedem Fall sind jetzt echte Staatsmänner und Staatsfrauen gefragt. UK braucht jetzt einen neuen Churchill. Schluss mit den Chamberlains.


100% disagree. Das geht (wenn überhaupt) nur über ein 2. Referendum. Alles andere wäre eine Schande.


Das ist der Punkt, wo dann wieder diese Petition ins Spiel kommt. Dort steht unter der Überschrift:
"We the undersigned call upon HM Government to implement a rule that if the remain or leave vote is less than 60% based a turnout less than 75% there should be another referendum."

Noch ein paar Millionen Unterschriften und das bietet eine Möglichkeit, auf die sich eine Übergangsregierung oder die nachfolgende Regierung berufen kann.

Aktuell ist nämlich jede Handlung in irgendeine Richtung pures Gift, dafür war der Ausgang des Referendums nicht klar genug. Was auch immer jetzt getan wird: Man hat ungefähr die Hälfte des Volkes gegen sich.

Jetzt noch ein paar Wochen rumeiern, dem Pfund beim Fallen zugucken und die anderen Probleme immer deutlicher zu spüren bekommen… und ich sehe bei einem eventuellen Folgereferendum deutlichere Mehrheitsverhältnisse, weil die Protestwähler vielleicht doch nochmal anfangen mit dem Nachdenken und weil Nichtwähler gelernt haben könnten, daß ihre Stimme doch etwas zählt und wählen gehen wichtig ist.

Auch wenn ich Olmops zustimmen muss:
Olmops
Das ist überhaupt ein gutes Beispiel für einen effizienten politischen Prozess:

1. Voten
2. Konsequenzen der gewählten Handlungsoption analysieren
3. Abstimmung auf politische Relevanz prüfen

rolling on the floor...


Total.

Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2016, 15:36                                  +/-

Das ist der Punkt, wo dann wieder diese Petition ins Spiel kommt. Dort steht unter der Überschrift:
"We the undersigned call upon HM Government to implement a rule that if the remain or leave vote is less than 60% based a turnout less than 75% there should be another referendum."


Solche Regeln muss man vorher festlegen. Dies im Nachhinein zu machen, ist mehr als unredlich.

Wem Morde wie an Jo Cox egal sind, der wird weiter versuchen, durch politische Tricks das Ergebnis zu unterwandern.

Denn selbst wenn 5-10% der Brexit-Befürworter eigentlich gar keinen Brexit wollten, so werden es diejenigen, die den Brexit ernsthaft wollten, nicht hinnehmen, so um ihren Erfolg zu gebracht zu werden. Und ich könnte es ihnen nicht mal verdenken.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Special: Off-Topic Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Zurück  1, 2, 3, 4 ... 28, 29, 30, 31  Weiter Alle
Seite 2 von 31

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Impressum. Powered by phpBB © 2001, 2006 phpBB Group. Deutsche Übersetzung von phpBB.de