Tylers Kneipe Foren-Übersicht Tylers Kneipe

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste     RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
Zum ChatSkypen

Nach dem Brexit – Europäische Politik III
Zurück  1, 2, 3 ... 30, 31, 32, 33, 34 ... 39, 40, 41, 42  Weiter Alle
 
Neues Thema eröffnen  Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Special: Off-Topic
 
 
Autor Nachricht
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 46206
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 21.11.2017, 23:15                                  +/-

Ich weiß, es hat auch was skurril-befriedigendes, aber muss man sich mit deren verzweifelten Hirnkrämpfen beschäftigen? Die peilen ja gar nix mehr. April 45 im Führerbonker, sach ich mal.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 22.11.2017, 08:55                                  +/-

Es ist nur so, dass diese Einstellungen demnächst endgültig mit der Realität kollidieren werden. Ich wollte das hier erstmal skizzieren. Bin tatsächlich gespannt, was Dezember so passiert.


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Euseppus



Beiträge: 9035
Wörter pro Beitrag: 64
Wohnort: Winterkatingen
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 22.11.2017, 08:57                                  +/-

"Tore Keller": rolling on the floor... hähö


_________________
"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 42575
Wörter pro Beitrag: 38

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 24.11.2017, 10:27                                  +/-

Die heutigen Top-Meldungen zum Brexit:

Empörung in Großbritannien
Britische Städte können nicht mehr EU-Kulturhauptstadt werden


You no say?? Überrascht

Brexit-Polster
Britische Regierung legt drei Milliarden Pfund beiseite

Kommentar: Ungefähr so, als wenn jemand mal 100 € beiseite legt, für den Fall dass er arbeitslos wird.

Es bleibt unterhalltsam hähö


_________________
Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 11:33                                  +/-

Jetzt große Aufregung wegen einschneidenden Kürzungen im Militärhaushalt, die nun anscheinend bevorstehen. Ein Staatssekretär im Verteidigungsministerium droht angeblich mit Rücktritt. Am verärgertsten sind natürlich ausgerechnet die Brexit-Befürworter...


Wer hätte all das ahnen können???


Ich sags euch:



_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


Beiträge: 12589
Wörter pro Beitrag: 44
Wohnort: Aachen
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 28.11.2017, 21:48                                  +/-

Der Guardian meldet, das UK endlich eingeknickt ist was das Geld angeht und jetzt von 57 Mrd Pfund an Scheidungskosten ausgeht: https://www.theguardian.com/politics/2017/nov/28...ch-57bn?CMP=fb_gu

Währenddessen eskaliert die Nordirlandfrage aber immer mehr, und es ist mir völlig unklar wie es da zu einer Lösung kommen soll. Irland wird jede Form von harter Grenze klar ablehnen, und ohne so eine Grenze kann UK den Binnenmarkt nicht verlassen.


_________________
Schwarz und Gelb sind unsere Farben
Die wir in den Herzen tragen
Für immer
Für immer
Für immer
BVB!
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 29.11.2017, 18:49                                  +/-




_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 01.12.2017, 23:41                                  +/-

Sieht so aus, als würden Großbritanniens Eier in den nächsten Tagen in irischen Händen ruhen.


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 18:11                                  +/-







Welch Überraschung. hähö

Gepostet am 08.12.2017, 18:14:

Vor allem der letzte Punkt: Wenn die Briten keine Lösung für das unlösbare Nordirland-Problem finden, bleiben sie insgesamt dauerhaft den Regeln des europäischen Binnenmarktes und der Zollunion verhaftet (auch wenn sie kein festes Mitglied sind), ohne natürlich wirklichen Einfluss darauf zu haben.


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 42575
Wörter pro Beitrag: 38

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 18:20                                  +/-

Sie könnten Irland annektieren.


_________________
Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 18:39                                  +/-

Oder es gibt eines Tages eine irische Wiedervereinigung.


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Tyler Durden
Administrator


Beiträge: 23107
Wörter pro Beitrag: 48

Private Nachricht senden E-Mail senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 19:53                                  +/-

Also „soft Brexit“ und im Binnenmarkt bleiben. Ist das nicht auch das was Briten wollten?


_________________
Actually, throughout my life, my two greatest assets have been mental stability and being, like, really smart.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 46206
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 20:05                                  +/-

Irgendwelche Briten sicher, aber nicht die, von denen Mays Regentschaft abhängig ist.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


Beiträge: 12589
Wörter pro Beitrag: 44
Wohnort: Aachen
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 20:15                                  +/-

Die Brexiteers wollen den Binnenmarkt deluxe: Freier Waren+Güterverkher ohne Personenfreizügigkeit, Mitgliedsgebühren und Regulation aus Brüssel. Dass das völlig absurd ist, versucht die EU ihnen seit anderthalb Jahren einzutrichtern...


_________________
Schwarz und Gelb sind unsere Farben
Die wir in den Herzen tragen
Für immer
Für immer
Für immer
BVB!
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 08.12.2017, 20:45                                  +/-

Thanil
Irgendwelche Briten sicher, aber nicht die, von denen Mays Regentschaft abhängig ist.


Und die jetzt - wie Farage - einen Sturm der Entrüstung lostreten (bis auf die Brexiteer-Kabinettsmitglieder, die brav ihre Chefin loben, während sie heimlich ihre Messer wetzen). Mal sehen, ob May dem Gegenwind aus dieser Richtung trotzen kann. Sie ist von Juncker heute sehr ausdrücklich gelobt worden (den Verhandlungsgegner erst fast überall zu Zugeständnissen zwingen und dann jovial auf die Schulter klopfen), was in den Ohren der Hardliner natürlich völliges Gift ist.

Das ist alles sehr sehr demütigend, aber wenn man am Ende die Verhandlungen abgebrochen und ohne irgendeinen Deal mit der EU dagestanden wäre, wie es die Hardliner im Sinne von "No deal is better than a bad deal" gefordert haben, wäre die Situation für Großbritannien dramatisch geworden. Darum hatte man auch nie wirklich irgendeinen echten Verhandlungsspielraum, auch wenn ständig so getan worden ist.

Wobei das "No-Deal"-Szenario theoretisch immer noch passieren kann. Die eigentlichen Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen etc. werden ja erst nächstes Jahr losgehen. Man hat die ersten 9 Monate praktisch für den "leichten" Teil der ganzen Brexit-Gespräche verschwendet. Und der hat nach all dem aufgeblasenen Getue auf britischer Seite am Ende fast genau mit dem Ergebnis geendet, das die EU von Beginn an angestrebt hat. Wie das nun 2018 alles weitergehen wird... mal schaun.

Das Unterhaltungspotential bleibt jedenfalls groß. Smilie


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 46206
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 08:45                                  +/-

Der Volkswille in GB hat sich jetzt eindeutig geändert, 51 Prozent der Wählerinnen und Wähler möchten in der EU bleiben, nur noch 41 Prozent weiterhin austreten:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/brex...uropaeische-union

Was sagen die Theoretiker der direkten Demokratie dazu? Was sagt das über die Verbindlichkeit des Referendums vor 1,5 Jahren aus? Müsste man jetzt, da viel mehr Menschen klar geworden ist, wie problematisch der Austritt ist und wie gering die zu erringenden Vorteile, einfach erneut abstimmen? Oder sollte sich das Parlament letzten Endes doch über das Ergebnis des Referendums hinwegsetzen unter Hinweis auf das geänderte Meinungsbild und die falschen Voraussetzungen des Referendums?

Für mich einfach ein Beleg dafür, dass direktdemokratische Instrumente in DIESER Form ungeeignet sind. Man hätte vielleicht einen konkreten Plan zur Abstimmung stellen können, aber nicht eine so schwammige Entscheidung wie »Status Quo unverändert beibehalten« vs »in IRGENDEINER Form austreten«. Unter dem Brexit hat sich wohl jeder vorgestellt was er gerne wollte, da war jede Menge Fantasie drin.


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Euseppus



Beiträge: 9035
Wörter pro Beitrag: 64
Wohnort: Winterkatingen
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 13:59                                  +/-

Sehe ich ganz anders.
Ein Teil der Briten hat sich schlichtweg nicht informiert (Internet???, anyone???) und haben sich lieber von populistischen Fascho-Schreihälsen volllügen lassen, weil Wutbürger-Sein immer die leichtere Lösung ist.
Der andere Teil ging nicht zur Wahl, weil basstjascho.

Beide Teile sind ihrer demokratischen Verantwortung nicht nachgekommen, hatten aber jede (!) Möglichkeit dazu.

Punkt. Kaas gessn.


_________________
"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
Nach oben
Antworten mit Zitat
Thanil
Iniesta de Toto


Beiträge: 46206
Wörter pro Beitrag: 42
Wohnort: ...
Private Nachricht senden
Skype Name Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 14:09                                  +/-

Wann gäb‘s für dich denn einen neuen Kaas? Nach 3 Jahren? 5 Jahre? 10? 20? 100?


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
Nach oben
Antworten mit Zitat
Euseppus



Beiträge: 9035
Wörter pro Beitrag: 64
Wohnort: Winterkatingen
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 14:44                                  +/-

Ich will damit sagen, dass ich keinen Grund sehe, diese Abstimmung zu kippen oder das Instrument als den Schuldigen auszumachen.
Über Volksabstimmungen kann man streiten. Ich bin bestimmt kein Fan davon. Aber eine Abstimmung, innerhalb derer das Volk die volle Verantwortung in die Hand bekommt, über die Zukunft des Landes zu entscheiden, wieder rückgängig zu machen, halte ich aus ganz ganz vielen Gründen für fatal.
Der Brexit ist die beschissenste aller möglichen Welten, für GB, für Europa und die Welt, und hier ist höchstens noch zusätzlich das Parlament zu verdammen, das in dieser Hintertürchen-Regelung seine Chance nicht ergriffen und die Scheiße gekippt hat.
Aber basisdemokratische Abstimmungen würde ich nicht generell verdammen wollen. Hier hatten - wie geschrieben - die Briten alle Möglichkeiten, ein kluges Meinungsbild abzuliefern.
Ich meine: Verdammtnochmal, die Bevölkerung anderer EU-Staaten haben sogar Liebesbriefe ans britische Volk geschickt!
Nur weil das Ergebnis nicht passt (oder nachweislich das worst-case-scenario darstellt), kann ich nicht das Ergebnis kippen.
Übrigens: Bei dem Wissensstand, den die Briten inzwischen selber über den Brexit und seine Folgen haben - also jetzt, wo das Gekreische der Populisten wieder verklungen ist und man seit Monaten bloß noch Katerstimmung ob der wahren Fakten haben kann -, angesichts dieses Wissensstandes sind es immer noch nur 51 %, die den Brexit eventuell nicht so geil finden? Ernsthaft?
Da ist die "leidende Bevölkerung" nach wie vor kein Grund dafür, hier an etwas zu drehen. Ein Kippen der Abstimmung wäre nach wie vor eine Entscheidung gegen einen immens hohen Anteil der Bevölkerung.
Natürlich würde ich den Brexit selber lieber gestern als heute rückgängig gemacht sehen.
Aber ich sehe aus demokratischer Sicht überhaupt keinen Spielraum, hier irgendetwas zu kippen.
Die negativen Folgen für alle Beteiligten sind natürlich immens. Und angesichts dieser irrwitzigen Konsequenzen darüber nachzudenken, ob das nun wirklich sein muss, finde ich naheliegend. Aber letztlich war die Abstimmung als solche auch ein Statement eines Landes für direkte Demokratie, das ist per se nichts Schlechtes. Wenn halt die, die wählen, zu sehr großen Teilen blöde sind, kann das Instrument nichts dafür.


_________________
"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 16:02                                  +/-

Natürlich könnte man den Brexit stoppen. Zur Demokratie gehört es auch, seine Meinung ändern zu können. Das Referendum ist nicht unumstößlich und in Stein gemeißelt. Zudem sind viele Wähler belogen worden bzw. davon ausgegangen, dass man in jedem Fall im Binnenmarkt verbleiben würde.

Das Parlament hat sich das Recht erkämpft, am Ende über das Ergebnis der Verhandlungen (sollte es denn eins geben) abzustimmen. Ob das die Option beinhaltet, auch gegen den Brexit als solchen zu stimmen, ist aber so weit ich das sehe noch nicht klar. Alles andere wäre eine Wahl zwischen dem Verhandlungsergebnis und dem unkontrollierten Fall über eine Klippe.

Es wäre natürlich grundsätzlich ungünstig, wenn das Ergebnis des Referendums durch das Parlament ausgehebelt werden würde, aber letztlich ist es nicht rechtlich bindend gewesen, sondern konsultativ. Viele Wähler, die sich für den Brexit entschieden haben, würden sich dennoch betrogen fühlen.

Es gäbe dann aber ja außerdem die Möglichkeit eines zweiten Referendums mit der Option, in der EU zu verbleiben nach dem Ende der zweiten Verhandlungsphase. Dazu müssten die Umfragen aber konstant über einen gewissen Zeitraum in diese Richtung deuten. Und so etwas müsste vorbereitet werden etc. Die Zeit dafür wird knapp werden, aber es würde reichen, Anfang 2019 abzustimmen.

Oder aber die Regierung zieht die Aktivierung des Artikels 50 vor März 2019 wieder zurück. Das ist definitiv möglich. Man müsste nur das Zauberwort sagen und die EU müsste zustimmen.

Für wahrscheinlich halte ich es aber nicht, dass der Brexit noch gestoppt wird. Zum einen wird sich die Regierung dagegen sträuben, zum anderen ist die Opposition bislang nicht entschieden genug für einen Exit vom Brexit eingetreten. Man darf nicht vergessen: Auch bei den Sozialdemokraten gibt es Brexit-Befürworter.

Letztlich wird es die Wahl sein zwischen

A: Dem Norwegen-Modell. Heißt, man verbleibt in Binnenmarkt und Zollunion als Efta-Mitglied (sofern die Efta GB wieder aufnimmt) , das dann Zugang zum EWR erhält, hat aber als Nicht-EU-Mitglied keinen großen Einfluss mehr auf die Spielregeln. Man müsste zudem Freizügigkeit bei der Zuwanderung aus der EU akzeptieren.

oder

B: Einem klareren Cut mit einem Freihandelsabkommen a la Kanada, das den Zugang zum europäischen Binnenarkt aber weitgehend einschränkt und schlechter für die Wirtschaft wäre. Zudem müsste man viele EU-Regularien weiterhin kopieren, um eine "harte" Grenze in Irland zu verhindern und das Karfreitagsabkommen nicht zu verletzen.

Bislang steuert die britische Regierung auf B zu, hofft aber noch auf ein Sahne-Freihandelsabkommen. Das dürfte es aber kaum geben, da die übrigen Staaten, mit denen die EU Freihandelsabkommen geschlossen hat, dann wohl Nachverhandlungen zu ihren Gunsten einfordern würden (und laut Verträgen auch könnten), wenn die Briten völlig übervorteilt würden.

Für A bräuchte es einen U-Turn der Regierung, dann würden allerdings die Zuwanderungsgegner Sturm laufen.


_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Celebrian
Katen-Löwin


Beiträge: 5456
Wörter pro Beitrag: 67

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 17.12.2017, 16:31                                  +/-

Kurz was anderes: Dieser Artikel über den internationalen Schulterschluß der Rechten ist zwar schon über ein halbes Jahr alt, aber hat mir endlich klar gemacht, warum die Rechte sich Putin so anbiedert - dessen Apparat ist ja wohl eigentlich der Inbegriff des fiesen Establishments, welchselbiges zu bekämpfen die Neurechte so gern vorgibt:

Heute erreicht zwar kein nationalistischer Anführer Mussolinis Strahlkraft. Die Nationalisten Ungarns und Polens, der Niederlande und Österreichs sind zu schwach. Donald Trump ist mächtig, aber ein Dilettant. Die naheliegende Führungsfigur Marine Le Pen müsste erst einmal gewählt werden. Wladimir Putin ist in die Lücke gestoßen. Er mag eigene Ziele verfolgen, aber er hat den starken Anführer ins 21. Jahrhundert geholt und an seinem Gesellschaftsmodell richten sich andere Parteien aus.


Das ist schlicht der Föhrer. Die sind wirklich so autoritätsabhängig. Überrascht

Nach oben
Antworten mit Zitat
Bard
Ewig Erste Liga


Beiträge: 11067
Wörter pro Beitrag: 33
Wohnort: Kiel
Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 19.12.2017, 20:49                                  +/-




_________________
Strong, not entirely stable, leadership.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Special: Off-Topic Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Zurück  1, 2, 3 ... 30, 31, 32, 33, 34 ... 39, 40, 41, 42  Weiter Alle
Seite 32 von 42

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Impressum. Powered by phpBB © 2001, 2006 phpBB Group. Deutsche Übersetzung von phpBB.de