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USA - what the actual f*ck is going on??
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 16:37                                  +/-

Thanil
Es sind Verbrechen, für die Trump jahrelang im Knast landen kann.


Gegenmeinung: Der NYT Artikel dreht sich ja hauptsächlich um die saftige, aber auch arg wunschdenkende Frage, ob ein Präsident im Amt verurteilt werden kann (er kann ja nicht mit dem nuclear football in seiner Zelle sitzen), was mit Impeachment ist etc, und erst am Ende wird eingeräumt, dass Edwards bei einer ähnlichen Anklage freigesprochen wurde bzw sich die Jury nicht einigen konnte.

Denn was ist der Vorwurf? Dass Trump das Schweigen seiner Affären mit Pornosternchen Stormy Daniels (“He made me watch Shark Week!”) und dem Playboy Karen McDougal (“a consensual, loving relationship”) erkauft hatte um “primär” die Wahl zu beeinflussen. Das ist unglaublich flimsy! Trump hat nicht das Geld bezahlt um seine Ehe zu retten? Damit Melania oder seine Kinder es nicht erfahren? Oder weil er generell um sein Image bemüht war?

Und fühlt sich das wirklich als ein Verbrechen an? Ehrlich gesagt für mich nicht. Meine Prognose: Ich bezweifle das eine Jury das groß verurteilen wird. Ich bezweifle sogar dass die amerikanische Öffentlichkeit es Trump übel nehmen wird. Als Clinton wegen dem Blowjob und seiner Affäre impeacht wurde gab es einen Backlash gegen die Republikaner. Die Demokraten sollten vorsichtig sein nicht in die gleiche Falle zu tappen.

Ich weiß nicht wie juristisch stichfest das folgende Post ist, aber da es das einzige war was sich substantiell mit den Vorwürfen selbst beschäftigt hat, anstatt mit politischem Fallout, habe ich danach meine Meinung gebildet:

Zitat:
Basically, AFAICT, the crime was that a corporate expenditure was used to try to influence an election in coordination with a campaign. There are three important moving parts which implicate three important counterfactuals. First, "to try to influence an election". No one thinks that paying off porn stars for their story (even if the purpose is to prevent its publication) is illegal on its own. Everyone could have done everything that was alleged, but in 2015, and there would have been nothing illegal.

Second, "in coordination with a campaign". Due to Citizens United, corporations are allowed to make their own expenditures to influence an election. So, if the magazine that tipped off Cohen about the story was run by a rich Trump supporter who, on his own accord, decided to buy and bury the story in exactly the same fashion, then nothing would have been illegal.

Third, "a corporate expenditure". This seems to be a matter of boxes. Trump's best defense is probably to just say that he's pissed at Cohen for giving him bad legal advice. "Dude, I could have paid this via the company, via campaign funds, or out of my own pocket. If the first is illegal, but the latter two are legal, just tell me, and I'll do it that way."

Citizens United v. Fed. Election Comm’n, 558 U.S. 310 (2010) (overturning part of its earlier decision in McConnell v. Fed. Election Comm’n, 540 U.S. 93 (2003) and all of its decision in Austin v. Michigan Chamber of Commerce, 494 U.S. 652 (1990)). In doing so, however, the Court continued to recognize the important governmental interest in preventing corruption and the appearance of corruption, it upheld FECA’s disclosure requirements, and it did nothing to disturb the Court’s prior findings that limits on corporate and union contributions, as opposed to expenditures, appropriately further that interest. [emphasis added]


From my memory of the arguments around Citizens United, it was explicitly about corruption. The main question was, "What counts as corruption?" The conservatives focused on quid pro quo, while the liberals championed a more expansive concept, whereby rich corporate interests could "corrupt" the electoral process by spending large amounts of money and indirectly influencing politicians. Wherever you stand on that argument, the important thing to note is that none of that is possibly present here. Donald Trump runs the Trump Corporation. Donald Trump is the "rich corporate interest". Donald Trump is also the politician! There is no corruption or appearance of corruption for Donald Trump possibly influencing Donald Trump by spending corporate money in order to aid Donald Trump's campaign. This goes hand-in-hand with the, "Dude, if you just told me I had to pay it out of my pocket instead of the Corporation, I would have," argument. There's no extra corruption-y thing going on when Donald Trump decides to pay it out of one box instead of another box.

If we shine this as much as possible in Trump's favor, it's a technical violation of the rules that has nothing to do with the reason why we have those rules in the first place, and it's a violation that was easily avoidable with competent advice from his so-called lawyer.


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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 16:42                                  +/-

Hätte er mal lieber Saul Goodman angeheuert.





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Olmops



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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 16:51                                  +/-

Blah. Da passiert nix.

Trump ist ein toller Typ, alles andere sind Fake News!


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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 17:19                                  +/-

Tyler Durden

Denn was ist der Vorwurf? Dass Trump das Schweigen seiner Affären mit Pornosternchen Stormy Daniels (“He made me watch Shark Week!”) und dem Playboy Karen McDougal (“a consensual, loving relationship”) erkauft hatte um “primär” die Wahl zu beeinflussen. Das ist unglaublich flimsy! Trump hat nicht das Geld bezahlt um seine Ehe zu retten? Damit Melania oder seine Kinder es nicht erfahren? Oder weil er generell um sein Image bemüht war?


Wie flimsy das ist, haben Gerichte zu entscheiden (aber wohl eher, nachdem Trumps Präsidentschaft geendet hat, wann immer das sein wird...). Ich bin kein Experte, was US-amerikanische Gesetze im Hinblick auf Zahlungen zu Wahlkampfzeiten betrifft. Allerdings hat Cohen explizit vor Gericht ausgesagt, dass das Ziel war, die Story aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Cohens Aussage allein reicht wohl noch nicht aus, es kommt auch darauf an, das zu belegen. Aber das solche Schweigeldzahlungen vor diesem Hintergrund klare Gesetzesverstöße wären und dabei keineswegs eine Lappalie, das scheint mir eher der Konsens zu sein, jedenfalls in den Diskussionen der Rechtsexperten in den amerikanischen Medien.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 18:27                                  +/-

Ludy
Ich bin ja auch ganz fasziniert von Omarosa und ihren Tonbändern.


"Omarosa is dropping more tapes than Lil' Wayne." (DL Hughley bei Daily Show) grins

Gepostet am 22.08.2018, 19:29:

Tyler Durden


Löl?


grins Unfacebar...


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 18:29                                  +/-

Duders und Duderinnen, ich hab nicht gesagt, dass es das jetzt für Trump war oder er gar in den Knast wandern wird. Der von mir verlinkte Artikel zeigt lediglich die Schwere möglicher Konsequenzen auf.

Ich selbst rechne damit, dass Trump eine volle Amtszeit mit guten Chancen auf eine zweite regieren wird. Damit er zurücktritt müsste noch so einiges geschehen. Stichwort Republikaner.

Gepostet am 22.08.2018, 19:32:

Die von Tyler zitierten „Argumente“ zu seiner Entlastung sind jedoch ziemlicher Bullshit. Erstens schützt Unwissenheit nicht vor Strafe. (Hinzu kommt, dass Trump sehr wohl bescheid wusste. Es gibt ja auch handfeste Beweise, wie z. B. das Tonband.) Zweitens ist es nicht egal, ob man die geklauten Brötchen auch problemlos ganz legal hätte bezahlen können. Gesetz ist Gesetz, und wenn zwei von drei halbwegs (!) wirkungsgleichen Handlungsalternativen legal gewesen wären, dann ist die gewählte Handlung noch immer illegal und somit strafbewährt.


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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 18:35                                  +/-

In der Washington Post stand, dass der wohl nicht angeklagt werden kann (als "sitting president") und es nur über ein Impeachment gehen kann, das wohl nur in Angriff genommen wird, wenn die Dems im November das "House" holen.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 18:47                                  +/-

Das ist aber nicht geregelt und daher umstritten.


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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 18:51                                  +/-

Die herrschende Rechtsmeinung der "legal experts" ist aber wohl, dass es nicht geht.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 19:00                                  +/-

Danach geht‘s aber nicht. Was passieren wird hängt allein davon ab, was die handelnden Personen als am höchsten wahrscheinliches Ergebnis ansehen. Sollte dies beispielsweise in den Augen der „Ankläger“ ein Verfahren vor dem Supreme Court sein, das entgegen der vorherrschenden Meinung von Rechtsexperten eher pro Anklage eines regierenden Präsidenten entscheiden wird, dann wird man das so angehen.

Ich selbst kann das natürlich nicht beurteilen.

Meine Annahme ist, dass es nur eine politische Lösung geben kann, und in die könnten strafrechtliche Aspekte hineinspielen. Genau wie bei Nixon.

Beispielsweise könnte die Drohung einer Anklage des Präsidenten in Kombination mit der Schwere der mutmaßlichen Vergehen die Republikaner zu einem Kurswechsel in Sachen Impeachment verleiten. Aber dann allein aufgrund einer Kosten-Nutzen-Rechnung bezüglich des politischen Kapitals. Was schadet mehr? Ein Präsident, der kurz vor einem Strafprozess steht und Rückhalt in der Bevölkerung und bei moderaten Wählern der Republikaner verliert, oder der mögliche Liebesentzug von hartkernigen Trumpisten im Republikaner-Lager?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.08.2018, 23:25                                  +/-

Thanil
Zweitens ist es nicht egal, ob man die geklauten Brötchen auch problemlos ganz legal hätte bezahlen können. Gesetz ist Gesetz, und wenn zwei von drei halbwegs (!) wirkungsgleichen Handlungsalternativen legal gewesen wären, dann ist die gewählte Handlung noch immer illegal und somit strafbewährt.


Hey! Ich fand das keine Bullshit-Argumente, sonst hätte ich sie ja nicht zitiert. Die Brötchen wurden auch nicht geklaut, eine biblische Sünde bei der man nicht nur in die Hölle kommt sondern auch intuitiv weiß dass es falsch ist, sondern nur falsch abgerechnet. Das emotionalisiert das Lizard Brain deutlich weniger. Und dann fand ich die Erklärung erhellend, dass es zwar technisch illegal sein mag, aber der Geist des Gesetzes eigentlich dazu gedacht war Korruption zwischen 2 Akteuren zu unterbinden, eine Hand wäscht die andere, aber in diesem Fall wäscht Trump ja sich selbst.
Warum denke ich ist das relevant? Weil bei einem Prozess vor einer Jury die Geschworenen eher nicht nach juristischer Spitzfindigkeit entscheiden würden. Und es wurde ja laut NYT schon einmal vor Gericht getestet, bei John Edwards, und da ging es um deutlich höhere Summen und er wurde frei gesprochen. (Die Anklage hatte allerdings auch keinen Kronzeugen wie Cohen jetzt.)

Und dann glaube ich die Grundprämisse einfach nicht. Beispiel:
Es ist legal Brötchen zu kaufen, aber nur wenn man wirklich hungrig ist, nicht wenn man sie nur aus Langeweile essen will. Es kommt also auf die Absicht an. Jetzt sehen wir jemanden den wir nicht mögen ein Brötchen essen und zeigen auf ihn "der ist gar nicht hungrig, sondern hatte nur ein bisschen Appetit, der Brötchenkauf war ein kriminelles Verbrechen!". Das ist bequem, aber wenn man einen Schritt zurücktritt, hält das einem objektiven Urteil stand? Wie will man das überhaupt beweisen?

Oder anders: In einem Paralleluniversum in dem er nicht im Rennen um die Präsidentschaft ist, er verlor die Primary gegen Jeb Bush oder trat nie an, wie wahrscheinlich ist es dass Donald Trump trotzdem $130000 an Stormy Daniels zahlt, damit seine Frau Melania nicht von der Affäre erfährt und sich scheiden lässt oder ihn ins getrennte Schlafzimmer verbannt? Ich glaube nahezu 100%. Und wäre wirklich jemand überrascht, falls es schon vor Trumps politischer Karriere solche Zahlungen gegeben hätte? Ich nicht.

Hier bin ich kurz selbst skeptisch geworden, weil es ziemlich sicher ist dass ich Recht, schon gar nicht amerikanisches Recht, nullkommagarnicht verstehe, ob ich die Newsartikel richtig verstanden hatte, und ob diese hypothetische Frage überhaupt relevant ist. Scheint aber wirklich so zu sein. Bob Bauer Rechtsberater im Weißen Haus von Präsident Obama:

https://www.lawfareblog.com/michael-cohen-plea-a...gn-finance-counts

The sort of payments at issue in the Daniels and McDougal matters can present tricky issues of motive: How much was Trump moved to silence these women to spare himself personal as well as political pain? Only a motivation materially if not wholly shaped by political objectives would implicate federal campaign finance law in a situation like this.


Das ist einfach bizarr und absurd für mich! Wenn Trump das Geld bezahlt hat, ja auch über seine Firma, aus reinem persönlichem Narzissmus, dann ist es legal. Hat er das Geld bezahlt aus politischem Kalkül, dann ist es illegal.

Und auch:
[...] Prosecutors by and large would not consider violations of this nature—involving hush money to hide affairs—to be “heartland” offenses of a law designed to redress the evils of big money in politics.


Wenn DAS die Sache ist die zu Trumps Impeachment führt, bin ich skeptisch ob es nicht eher wie bei Bill Clinton endet, und nicht wie bei Richard Nixon.

To be fair @Nixon:
Bauer schreibt im verlinkten lawfare blog auch:
"the campaign, like the candidate, is now clearly in separate legal jeopardy. The similarities between Trump’s problems and those of Richard Nixon continue to grow."


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BeitragVerfasst am: 23.08.2018, 14:45                                  +/-

Brötchenkauf ist in Amerika legal? hmmmm


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BeitragVerfasst am: 23.08.2018, 17:57                                  +/-

Ich darf allerdings auch daran erinnern, dass die Zahlung an Stormy Daniels nur wenige Tage vor der Wahl 2016 erfolgt ist. Und kurz nach dem "Access Hollywood"-Skandal ("Grab 'em by the pussy!"), der ihm beinahe die Wahl gekostet hätte, wären da nicht Comey und Hillarys E-Mails gewesen.

Oder anders: In einem Paralleluniversum in dem er nicht im Rennen um die Präsidentschaft ist, er verlor die Primary gegen Jeb Bush oder trat nie an, wie wahrscheinlich ist es dass Donald Trump trotzdem $130000 an Stormy Daniels zahlt, damit seine Frau Melania nicht von der Affäre erfährt und sich scheiden lässt oder ihn ins getrennte Schlafzimmer verbannt? Ich glaube nahezu 100%. Und wäre wirklich jemand überrascht, falls es schon vor Trumps politischer Karriere solche Zahlungen gegeben hätte? Ich nicht.


Unabhängig von der Relevanz: Ich könnte mir vorstellen, dass die Zahlung grundsätzlich geflossen wäre. Aber eher, um Trumps Ansehen (hüstel...naja...) nicht zu beflecken. Bei der Masse an angeblichen und tatsächlichen Sex-Skandalen, die er bislang auf dem Kerbholz hat, muss Melania eh längst von dem einen oder anderen Vorfall gewusst haben.

Edit: Es gibt einen eigenen Wikipedia-Artikel zu dem Thema. Und der deckt einfache Affären nicht mal ab.


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BeitragVerfasst am: 23.08.2018, 20:19                                  +/-

Wie würden die US-Medien und die Politik reagieren, wenn Präsident Trump tatsächlich einen gewissen Jemand einfach auf der 5th Avenue erschießen würde? ?????


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 27.08.2018, 02:37                                  +/-




Jon Stewart beendete seine Daily Show immer mit einem kurzen repräsentativen Video als "Moment of Zen". Das hätte da gut gepasst.


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BeitragVerfasst am: 27.08.2018, 08:51                                  +/-

Was für ein beschizzaner Übergang.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 27.08.2018, 09:27                                  +/-

Das ist schon Schnee von gestern, einmal weil das Treffen am Anfang von Trumps Präsidentschaft statt fand und der verlinkte Artikel von vor zwei Wochen ist, aber trotzdem: Bei einem Treffen mit Omarosa und Vietnam-Veteranen:

https://www.thedailybeast.com/trump-and-omarosa-...with-vietnam-vets

During the course of the meeting, Weidman brought up the issue of Agent Orange, an extremely notorious component of the U.S. herbicidal warfare on Vietnam. Weidman was imploring the president and his team to permit access to benefits for a broader number of vets who have said they were poisoned by Agent Orange.

Trump responded by saying, “That’s taken care of,” according to people in the room.

His reply puzzled the group.

Attendees began explaining to the president that the VA had not made enough progress on the issue at all, to which Trump responded by abruptly derailing the meeting and asking the attendees if Agent Orange was “that stuff from that movie.”

He did not initially name the film he was referencing, but it quickly became clear as Trump kept rambling that he was referring to the classic 1979 Francis Ford Coppola epic Apocalypse Now, and specifically the famous helicopter attack scene set to the “Ride of the Valkyries.”

Source present at the time tell The Daily Beast that multiple people—including Vietnam War veterans—chimed in to inform the president that the Apocalypse Now set piece he was talking about showcased the U.S. military using napalm, not Agent Orange.

Trump refused to accept that he was mistaken and proceeded to say things like, “no, I think it’s that stuff from that movie.”

One clue belying the president’s insistence is that the famous Robert Duvall line from the scene in Apocalypse Now, “I love the smell of napalm in the morning,” is not “I love the smell of Agent Orange in the morning.”

He then went around the room polling attendees about if it was, in fact, napalm or Agent Orange in the famous scene from “that movie,” as the gathering—organized to focus on important, sometimes life-or-death issues for veterans—descended into a pointless debate over Apocalypse Now that the president simply would not concede, despite all the available evidence.

Finally, Trump made eye contact again with Weidman and asked him if it was napalm or Agent Orange. The VVA co-founder assured Trump, as did several before him, that it was in fact napalm, and said that he didn’t like the Coppola film and believed it to be a disservice to Vietnam War veterans.

According to two people in attendance, Trump then flippantly replied to the Vietnam vet, “Well, I think you just didn’t like the movie,” before finally moving on.




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BeitragVerfasst am: 04.09.2018, 21:15                                  +/-

Watergate-Enthüllungsjournalist Bob Woodward hat ein neues Buch herausgebracht, basierend auf Interviews mit zahlreichen Mitarbeitern im Weißen Haus.

Link zum Artikel in der Washington Post

Ein paar Auszüge:

John Dowd was convinced that President Trump would commit perjury if he talked to special counsel Robert S. Mueller III. So, on Jan. 27, the president’s then-personal attorney staged a practice session to try to make his point.


In the White House residence, Dowd peppered Trump with questions about the Russia investigation, provoking stumbles, contradictions and lies until the president eventually lost his cool.

“This thing’s a goddamn hoax,” Trump erupted at the start of a 30-minute rant that finished with him saying, “I don’t really want to testify.”


Later that month, Dowd told Trump: “Don’t testify. It’s either that or an orange jumpsuit.”

But Trump, concerned about the optics of a president refusing to testify and convinced that he could handle Mueller’s questions, had by then decided otherwise.

“I’ll be a real good witness,” Trump told Dowd, according to Woodward.

“You are not a good witness,” Dowd replied. “Mr. President, I’m afraid I just can’t help you.”

The next morning, Dowd resigned.


Überrascht





Witch hunt!!!111


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BeitragVerfasst am: 27.09.2018, 14:57                                  +/-

Noch knapp 5 Minuten bis zur Anhörung von Brett Kavanaugh and Christine Ford vor dem Senat auf CNN.

https://edition.cnn.com/politics/live-news/kavan...earing/index.html

Was immer in der deutschen Politik geschieht: Das kann damit nicht mithalten. In den letzten Tagen war ich öfter versucht eine Zusammenfassung zu schreiben, aber jeden Tag ist mindestens eine Sache passiert die es nochmal weiterdrehte. She said vs He said. Psychiater-Protokolle von 2012 vs Erinnerungen heute! False memories! Kalendereinträge! Jahrbuch-Schmock-Jocks! Frauenfeindliche Frat Boys. Neue Anschuldigungen bei Trinkspielen im College! Die damalige beste Freundin der Anschuldigerin die vehement Anschuldigungen bei Trinkspielen im College widerspricht! Dutzende Freunde und Freundesfreunde die für Kavanaugh bürgen. Dutzende Freunde und Freundesfreunde die für Ford bürgen. Mystery-Täter-Verschwörungstheorien. Dirty play bei den Demokraten. Dirty play bei den Republikanern. Die Animal House Partykultur der 80er mit Büstenhalter-Flaggen. Der benannte einzige andere Zeuge Mike Judge, der heute fehlt. Mike Judge Ex-Girlfriend. Schmierige Anwälte. Tiger Mom Chao und Feminismus! Supreme Court Clarence Thomas und Anita Hill und Schamhaare auf Coladosen! Anschuldigungen von Vergewaltigungs-Orgien-Parties! Alyssa Milano vor Ort!


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 27.09.2018, 15:01, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 27.09.2018, 15:01                                  +/-

Joa. Gibt eigentlich gar nicht so viel dazu zu schreiben. Gibt halt eine Partei in den USA, die sexuelle Gewalt ganz ok findet, Hauptsache der Täter stimmt nachher gegen Roe v Wade.


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BeitragVerfasst am: 27.09.2018, 15:11                                  +/-

Du machst dir das zu einfach Eiraion. Vorwürfe gegen Weinstein wurden jahrzehntelang abgebügelt weil er viel Geld für die Demokraten spendete genauso wie die Vergewaltigungs/Belästigungsvorwürfe gegen Bill Clinton.

Ich sehe das mehr unter dem epistemologischen Gesichtspunkt wie, und ob, man nach 35 Jahren die Wahrheit herausfinden kann? Das von der NYT fand ich gut:

https://www.nytimes.com/2018/09/26/opinion/brett...andals-1990s.html

But it’s also quite possible that what we know now is roughly what we’ll know when all of this is over. In which case we can expect that normal people (probably a third of our increasingly deranged country, and shrinking fast) will maintain a radical uncertainty about Kavanaugh’s guilt and innocence, while everyone else — the professional partisans, the political junkies, the Extremely Online, the kind of people who read newspaper op-eds — will bear a powerful certainty, a nearly-beyond-a-reasonable-doubt conviction, about who’s lying and who’s telling the truth.

[...]

And I’m here to tell you, as difficult as it may be to believe in this partisan moment, that most of the people who held these diametrically opposed perspectives were intelligent, thoughtful and above all well-informed. Indeed it was precisely because they were well-informed that they were able to hold their opposing certainties so firmly: They had access to a wealth of detail, a rich trove of information, plus in some cases (once I reached Washington, especially) personal knowledge, that could be sifted through at a moment’s notice to pull up a plausible rebuttal to any argument that threatened their certainty.

[...]

And the importance of uncertainty is what this excursion into the 1990s should convey. If you are a partisan, an activist, a politics obsessive, any certainty you feel about Brett Kavanaugh right now is probably too strong. And any mystification or bafflement or anger that you feel about someone else’s certainty — how it simply must be cynical, manufactured, malign — should be tempered by a recognition that your own certainty might have to be revised 20 years from now, that how you read the evidence in the heat of a polarized moment might not be the only way to read it, and that not every historical controversy or scandal gets settled cleanly or wrapped up in a neat moralistic bow.

Again, I apologize for the lecturing tone. Now back to your corners for the hearings.


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BeitragVerfasst am: 27.09.2018, 15:44                                  +/-

Jaja, bla bla. Vergleich mal bitte den Umgang der Dems heutzutage mit Al Franken mit dem Umgang der Reps mit Trump, Roy Moore oder jetzt Cavanaugh. Die sind einfach moralisch völlig bankrott.


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