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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 25.09.2017, 23:12                                  +/-

Ist es eigentlich Zufall, dass die AfD dort am stärksten ist, wo sich die Konservativen am wenigsten vom rechten Rand distanzieren, sondern sich ihm öffnen und anbiedern? Also in Ostdeutschland in Sachsen und in Westdeutschland in Bayern?

Gepostet am 25.09.2017, 23:22:

http://m.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl...ist-15217641.html

Hier kann man mal lesen, was für Gestörte der AfD in sächsischen Landesteilen zu über 40 (!) Prozent verholfen haben. Kauft sich ins Zukunftsbusiness »Tankstelle« ein, erleidet damit vorhersehbar Schiffbruch, ärgert sich dann über Freihandel, offene Grenzen und mangelnden Protektionismus zum Schutz seines Betriebs, hat natürlich rein gar nichts gegen Ausländer, aber dass die Flüchtlinge jetzt Markenklamotten und Handys geschenkt bekommen und er keine Tankstelle, das geht natürlich gar nicht, da kann man auch mal Rassisten und Neo-Nazis wählen, die natürlich anständige Leute sind. Und in den Städten ist eh die Hölle los.

Dem ist doch ne Dachlatte auf den Kopp geknallt. Wat is mit denen?


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Cirion



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 11:33                                  +/-

Man wird natürlich nicht die schrillen Forderungen der Linkspartei in der Sozialpolitik übertrumpfen können, und darauf sollte man sich auch gar nicht erst einlassen, das kann nicht gut enden. Es gibt aber sehr viele Unterscheidungsmerkmale zur Linkspartei, beispielsweise in der Wirtschaftspolitik und der Außenpolitik


Ah, genau, die SPD sollte also einfach weiter machen wie bisher und NOCH mehr auf die Punkte pochen, die sie im Vergleich zur durch und durch sozialdemokratischen Linksspartei wie eine völlig überflüssige zentristische Technokratenpartei dastehen lassen. Die SPD sollte dich glatt als nächsten Wahlkampfstrategen anheuern, da sind die 10% drin. Wie wärs mit dem Johannes Kahrs vom Seeheimer Kreis als nächstem Kanzlerkandidaten? Spitze

Aber was erwartet man von einem FDP-Vogel wie dir auch schon? hähö

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 11:49                                  +/-

Dir fehlt heute irgendwie der Biss.


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Cirion



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 11:55                                  +/-

Frag mal deine Mudda.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 12:08                                  +/-

Hast du keinen Saft mehr? Bitte gib dir zukünftig wieder mehr Mühe mit deinen Beleidigungen. Danke.


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Gurthang



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 14:18                                  +/-

In diesem Blogbeitrag wird die Situation in Bayern bezüglich der CSU und der AfD ziemlich gut und flüssig auf den Punkt gebracht. Besser kann ich es selbst auch nicht ausdrücken.
Da ist alles mit drin und alles gesagt...

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 14:20                                  +/-

Sorry, aber ich hör bei "Don Alphonso" schon auf zu lesen. Nerviger, selbstverliebter Möchtegern-Anti-PC-Revoluzzer der übelsten Sorte.

Gepostet am 26.09.2017, 14:23:

Naja, okay, ich les es schon, aber ich hab Vorurteile...

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 15:59                                  +/-

Wassn eigentlich mit Petry und Pretzell... machen jetzt den Lucke. Geht das jetzt immer so weiter, bis nur noch Adolf äh Bernd übrig ist?


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 16:12                                  

Bei der AfD ist es so wie bei diesen russischen Puppen, am Ende bleibt nur noch die NSDAP übrig.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 16:33                                  +/-

Wer ist der Nächste der aussteigt? Adolf "ich hab das alles nicht gewollt" Gauland?

Gepostet am 26.09.2017, 16:34:

Titanic

Fraukenschlag bei der AFD: Die Parteivorsitzende Petry tritt aus Fraktion und Partei aus – und gründet bestimmt schon bald einen neuen konservativen Flankenverein. TITANIC hat erste Namensvorschläge:

FPD (Frauke Petrys Deutschland)
UAFD
AAFD (AA für Deutschland)
AFD zero
Die Viertelnazis
Peta (Petrys Alternative)
Bündnis 17/Die Blöden
PETry - Die Flaschen
Die Frustrierten
Ich - Einfach unverbesserlich
NSDAPetry


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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 18:16                                  +/-

Thanil
Auf der aktuellen Startseite der ZEIT kommt »AfD« 17 Mal vor. Just sayin’.


Postillon: Irgendetwas über die AfD, um Klicks zu generieren!

Allgemein spürt man Anzeichen von einem Mitschuldeingeständnis der Berichterstatter. Ich befürchte nur, dass das nicht lange anhalten wird da Gauland bald wieder einen verbalen trockenen Furz liefern wird der jetzt unbedingt skandalisiert werden muss. Negative publicity war Strategie.

Nur kurz ein nicht angesprochener Punkt: Ich würde es dem Lindner zugute halten dass er mit seinem Wahlkampf in den letzten Wochen dafür gesorgt hat, dass so einige Bundestagssitze nicht durch weitere Spitzenkandidaten dieser Art in den Reihen der AfD besetzt wurden.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 18:35                                  +/-

Heiliger Dreck.
Mehr als drei der Kandidaten zu lesen habe ich nicht geschafft...


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 19:33                                  +/-

Ich habe mich hingegen gerade köstlich amüsiert.

Zitat:
Thomas Göbel (geb. 1971, Maler- und Lackierermeister)

Glaubt, AfD und Pegida verfolgten die gleichen Ziele. Erklärte im Juni bei einem Pegida-Auftritt in Dresden, die deutsche Volksgemeinschaft sei krank und leide „unter einem Befall von Schmarotzern und Parasiten“, welche dem deutschen Volk „das Fleisch von den Knochen fressen“ wollten. Sagt, es werde auf die „historische Schuld“ der Deutschen gepocht, damit „diejenigen, die nichts erlitten haben, auch in Zukunft weiter abkassieren können von denen, die nichts verbrochen haben“. Behauptet auf Facebook, die Bundesregierung hole Flüchtlinge absichtlich ins Land und setze sie als „Migrationswaffe“ ein, um eine „Vermischung“, „Umvolkung“ und letztlich den „Volkstod“ der Deutschen zu erreichen. Möchte jeden Bundestagsabgeordneten, der für die „Ehe für alle“ gestimmt hat, vor Gericht stellen lassen. Glaubt, die „Ehe für alle“ sei in Wahrheit gar nicht für Homosexuelle gemacht, sondern ein weiterer Schritt zur „Islamisierung des Landes“. Wahres Ziel sei die Legalisierung der Mehrfachehe, womöglich auch der Kinderehe, um es den muslimischen Flüchtlingen recht zu machen.



rolling on the floor... Alles hängt mit allem zusammen! Alle sind hinter ihm her! Und seinem deutschen Pimmel!

Ich hatte meinen großen Schock vor etwa fünf Jahren, angefangen mit Gamergate. Dann kamen Pegida und der Aufschwung der AfD und schließlich die Trump-Wahl. Seit Jahrzehnten brennen immer wieder Aylbewerberunterkünfte. Seit Jahrzehnten poppen regional rechtsradikale Parteien hoch (Republikaner, NPD), und alle sind entsetzt, für eine Weile. Ich kann mich nicht mehr aufregen. Die sind da, sie sind dämlich und aggressiv, und sie gehen so schnell auch nicht mehr weg. Seit Jahrzehnten gibt es einen rechtsradikalen Kern in Deutschland, der schon immer alles scheiße fand, alles scheiße finden wird, und an allem sind die anderen Schuld. Ich glaube allerdings nicht, dass dieser Kern in absehbarer Zeit weiteren Zulauf bekommen wird, dafür geht's uns zu gut. Das war's jetzt, der Peak.

Ich hoffe, dass die AfD sich in dieser Legislaturperiode soweit selber zerlegt, dass große Teile dieses Kerns wieder im Nichtwählerblock verschwinden, um dort frustriert die Faust zu schütteln gegen jeden und alles. Ich hoffe auch, dass Aufrufe zu Hass und Gewalt mit der vollen Wucht des Justizsystems geahndet werden, dass im Zweifel auch parlamentarische Immunitäten aufgehoben werden und die Abgeordneten bestraft werden, die jetzt glauben, sie dürften alles. Dämlich genug scheinen viele zu sein.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 19:59                                  +/-

Ich glaube allerdings nicht, dass dieser Kern in absehbarer Zeit weiteren Zulauf bekommen wird, dafür geht's uns zu gut.


Falsch. Die bekommen Zulauf, weil es uns zu gut geht.
Meine Meinung.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 20:29                                  +/-

Kannst du das ausführen? Ich sehe - außer einem konstruiert moralischen im Sinne von "Luxusproblemen" - keinen Zusammenhang. Ganz im Gegenteil:

1. Leute, die arbeiten, müssen in der Regel mit Kolleg*innen klar kommen. Ein Team besteht heute meistens nicht mehr nur aus deutschen, heterosexuellen Männern. Rassismus, Homophobie und Konsorten gedeihen besonders gut im luftleeren Raum. Arbeit kann (manchmal) halt doch klüger machen, und viele Leute in Deutschland haben zur Zeit Arbeit.

2. Totale Perspektivlosigkeit macht sauer und frustriert und wir tendieren dazu, die Schuld dann bei anderen zu suchen. Je mehr Perspektiven, desto weniger Frust, desto besser.


Zum Aufstieg der NSDAP trug anno dunnemal auch die Weltwirtschaftskrise und die Hyperinflation bei. Da sind sich heute glaube ich alle einig. Dass es heuer trotz des relativen flächendeckenden Wohlstands einige Trottel gibt, die sich ständig eifersüchtig mit denen vergleichen müssen, die "alles haben" oder "alles bekommen", stellt das Grundprinzip ja nicht in Frage. Denen hat halt jemand ins Gehirn geschissen.

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Sensemilla



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 20:30                                  +/-

Hat meine Tochter mir gerade geschrieben.

Ich habe heute Nacht geträumt, dass ich in die AfD eintrete, um die Nazis zu bekämpfen und dann hatte ich Angst vor den Nazis


Das arme Kind hat schon Albträume. hähö


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Bard
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 21:16                                  +/-

Mein Gott, sie redet schon im Fieberwahn.

Gepostet am 26.09.2017, 21:26:

einBaum
Ich habe mich hingegen gerade köstlich amüsiert.

Zitat:
Thomas Göbel (geb. 1971, Maler- und Lackierermeister)

Glaubt, AfD und Pegida verfolgten die gleichen Ziele. Erklärte im Juni bei einem Pegida-Auftritt in Dresden, die deutsche Volksgemeinschaft sei krank und leide „unter einem Befall von Schmarotzern und Parasiten“, welche dem deutschen Volk „das Fleisch von den Knochen fressen“ wollten. Sagt, es werde auf die „historische Schuld“ der Deutschen gepocht, damit „diejenigen, die nichts erlitten haben, auch in Zukunft weiter abkassieren können von denen, die nichts verbrochen haben“. Behauptet auf Facebook, die Bundesregierung hole Flüchtlinge absichtlich ins Land und setze sie als „Migrationswaffe“ ein, um eine „Vermischung“, „Umvolkung“ und letztlich den „Volkstod“ der Deutschen zu erreichen. Möchte jeden Bundestagsabgeordneten, der für die „Ehe für alle“ gestimmt hat, vor Gericht stellen lassen. Glaubt, die „Ehe für alle“ sei in Wahrheit gar nicht für Homosexuelle gemacht, sondern ein weiterer Schritt zur „Islamisierung des Landes“. Wahres Ziel sei die Legalisierung der Mehrfachehe, womöglich auch der Kinderehe, um es den muslimischen Flüchtlingen recht zu machen.



rolling on the floor... Alles hängt mit allem zusammen! Alle sind hinter ihm her! Und seinem deutschen Pimmel!


Homo-Imame gehorchen dem ewigen Juden und helfen den Pleitegriechen, um ein kapitalistisch-bolschewistisches Mischlingsregime in Germanien zu erschaffen, in dem der edle echte Doitsche nur noch an Ketten gefesselt im Zoo zu bewundern ist, während schwarze Buhlwichte blonde Jungfrauen vor seinen Augen schänden!

Edit: Danke, Merkel!


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 21:45                                  +/-

Sounds legit.

Gepostet am 26.09.2017, 21:45:

Rausländer aus!


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 21:56                                  +/-

einBaum
Kannst du das ausführen? Ich sehe - außer einem konstruiert moralischen im Sinne von "Luxusproblemen" - keinen Zusammenhang.


Es geht uns wirtschaftlich so gut wie noch nie. Daher sehe ich auch keine Notwendigkeit, Hitler-Deutschland zum Vergleich heranzuziehen. Mag sein, dass die ewig Abgehängten auch ihr Heil in der ewigen Verblödung einer AfD suchen. Aber je besser es einem geht, desto mehr herrscht auch die Angst, es wieder zu verlieren.
Und ja, ich unterstelle den fetten Deutschen Luxusängste und Luxusprobleme. Nicht allen, aber vielen.
Ich finde es widerlich und ekelerregend, in einem scheißreichen Land wie dem unseren mit "mimimi, der Afrikaner nimmt mir alles weg!" überhaupt als Idee entwickeln zu können.

Der Mensch ist nun mal so gepolt, dass er Hassobjekte braucht, an denen er sich abreagieren kann; eine gewisse Portion an Wut, an Frust muss anscheinend immer irgendwie raus, das gehört zum emotionalen Haushalt. Vielen Deutschen geht es so gut wie noch nie (Menschen irgendwo auf der Welt seit Beginn der Menschheitsgeschichte), das ist jetzt einfach mal ein Fakt. Aber glücklich werden, das ist nix für den Homo sapiens, immer braucht er wen zum Treten und immer braucht er einen, der ihn tritt (geklaut bei einem alten Konstantin-Wecker-Song).
Deshalb: Ja, ich glaube, dass es vielen hier viel zu gut geht, und dass da auch eine gehörige Menge an emotional nötigem Feindbild zwecks Triebabfuhr mit dabei ist. Das ist aber jetzt keine Rechtfertigung, ist finde es wie geschrieben ekelerregend.
Man nehme gerade gerade die vielen Akademiker, überhaupt die deutsche Mitte, die sich bei den AfD-Wählern und bei PEGIDA tummeln: Denen gehts gut, und denen geht es ohne und mit den Nechern gleich gut. Was in denen vorgeht, das erklärst Du nicht einfach mit den gleichen Argumenten wie bei den männlichen Hackfressen in Sachsen-Anhalt.
Sorry, wenn ich hier mit so einer abgefuckten Sicht auf den Menschen ankomme, aber ich bin der Überzeugung, dass die vielen Erklärungsversuche für den Erfolg der AfD nicht ausschließlich in rational nachvollziehbaren Bahnen verlaufen können (Fehler bei anderen Parteien, Ängste bezüglich Existenzverlust, Identitätsverlust, Kulturverlust), ich trau mich in der Tat, mich hinzustellen und zu behaupten:
Jawoll, hier geht es in der Tat (auch) um "Luxusprobleme". And that's why ich die AfD-Wähler außer den vielen bereits genannten Gründen zusätzlich noch zum Kotzen finde.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 22:43                                  +/-

Ich muss gestehen, dass ich bei deinen kulturpessimistischen und leicht misanthropisch klingenden Analysen immer sofort einen "Ja, aber..."-Reflex habe. Natürlich kann ich die Möglichkeit nicht ausschließen, dass die vielen Erklärungsversuche der linksliberalen Medien (und auch meine eigenen) eine Verklärung und Vernebelung der Tatsache sein könnten, dass Menschen sich manchmal absolut mies verhalten und aus niederen Motiven handeln. Was mir aber trotzdem immer wieder zu denken gibt, ist die Tatsache, dass der Grundtenor oft auf beiden Seiten ähnlich klingt. Genauso wie wir uns hier in unserer Filterblase über die AfD-Wähler echauffieren, echauffieren die AfD-Wähler sich über uns.

Epiktet würde jetzt sicher sagen, dass das einzige, was wir wirklich kontrollieren können, unser eigenes Denken und Handeln ist und es daher wenig zielführend ist, sich über das Denken und Handeln anderer Menschen aufzuregen. Umso wichtiger ist es jetzt, für die eigenen Werte einzutreten. (Wobei das die AfD-Wähler wahrscheinlich ganz genauso von sich sagen würden - also dass sie für ihre Werte eintreten.)

Unter dem von Gurthang verlinkten Artikel schrieb irgendjemand, es sei eine Schweinerei, dass niemand anerkenne, dass es in Deutschland eine schwarz-gelb-blaue Mehrheit gebe. Beim Lesen merkte ich sofort, welches Entsetzen die Vorstellung einer schwarz-gelb-blauen Regierung (jetzt nur mal ganz hypothetisch) in mir auslöste. Und gleichzeitig wurde mir klar, dass es den Schreibenden womöglich unter einer von mir im Zweifelsfall präferierten rot-rot-grünen Regierung vielleicht ganz ähnlich gehen würde. Es prallen an dieser Stelle einfach völlig unterschiedliche Wertesysteme aufeinander. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass 13% der Deutschen im Grunde ihres Herzens stramme Nazis sind, die bislang nur nicht aktenkundig geworden sind.

Die ZEIT und die Süddeutsche haben in den letzten Monaten mehrere Projekte gestartet, Menschen mit unterschiedlichen, ja, konträren Ansichten an einen Tisch und ins Gespräch zu bekommen. Fast immer war das Ergebnis, dass die Gräben sich im direkten Austausch als nicht so tief erwiesen, wie es zuvor befürchtet worden war. Vielleicht ist der Denkfehler von vornherein der, in Kategorien von "die" und "wir" zu denken, anstatt in Individuen. Wobei ich hinwiederum zugeben muss, dass ich vor gut einem Jahr am Mittagstisch mit einem Arbeitskollegen ebenfalls ein Gespräch hatte, bei dem mir beinahe der Appetit vergangen wäre, weil mir seine dezidiert vorgetragene Anti-Flüchtlings-Haltung so zuwider war. Und selbst mit meinem Liebsten bin ich in jener Zeit aneinandergeraten, weil selbst kleinere Meinungsunterschiede so stark emotional aufgeladen waren, dass sie rasch zu Eskalation führten. Insofern frage ich mich, ob nicht gerade dieser überemotionalisierte Diskurs der Kern des Problems ist - ohne dass ich eine Lösung dafür hätte, wie man diese starken Emotionen gesellschaftlich herunterregulieren könnte. (Systemisch gesehen könnte aber sogar dieser emotionale Diskurs womöglich eine Folge des nüchternen, emotionslosen Politikstils von Angela Merkel sein. Wo Politiker nicht mehr aufeinander eindreschen, übernehmen das vielleicht stellvertretend die Wähler.)

Es gibt eine Seite in mir, die es überhaupt nicht fassen kann, dass 13% der Deutschen AfD gewählt haben. Und es gibt gleichzeitig eine Seite, die sich dagegen sträubt, jetzt die gerade so beliebte Dichotomie 87% "gute" Menschen vs. 13% Arschlöcher aufzumachen. Schwarz-Weiß-Denken bringt uns ganz sicher nicht weiter.

Gepostet am 26.09.2017, 22:51:

Noch kurz etwas ganz anderes: Auf ZEIT-Online wird seit einigen Monaten nach der eigenen aktuellen Stimmung gefragt. Man kann anklicken "gut" oder "schlecht" und die eigene Stimmung dann noch mit einem markanten Adjektiv beschreiben. Im Juli habe ich dazu mal einen Analyse-Artikel gelesen, bei dem die Autoren verblüfft konstatierten, dass die Stimmung der Deutschen erstaunlich konstant sei. Was auch immer innenpolitisch oder weltpolitisch passierte, es waren immer rund 70% der Leser positiv gestimmt und 30% negativ. Die durchschnittliche Stimmung schien überhaupt nicht durch externe Ereignisse auslenkbar zu sein. Bis zum Sonntagabend. Um Punkt 18 Uhr stürzte die gesamtdeutsche Stimmung schlagartig in den Keller. Es ist das erste Ereignis seit Einführung der Messungen, das wirklich eine sichtbare Auswirkung hat.



Zuletzt bearbeitet von Arianrhod am 26.09.2017, 23:13, insgesamt einmal bearbeitet
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einBaum



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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 23:09                                  +/-

Was für ein Rant! Ich versuche mal aufzudröseln:

1. Ich sehe keinen Grund für Deutschen- oder gar Menschenbashing allgemein. Da bashe ich lieber die AfD-Wähler im Speziellen. Über 87% haben eben nicht AfD gewählt. Muss man auch mal festhalten.

2. Wirtschaftlicher Wohlstand und Glück sind NICHT ein und dasselbe. Eine gewisse Grundsicherung ist sicher notwendig, um Glück zu empfinden, aber darüber hinaus gibt es Dutzende andere potenzielle Störfaktoren. Stichworte sind Entfremdung, Dauerstress, Leistungsgesellschaft. Depressionen, Burn-Out und weitere psychische Störungen sind auf einem All-time-Hoch.

3. Ich glaube, du überschätzt den wirtschaftlichen Wohlstand Einzelner. Schuldenberge, Langzeitarbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitsverhältnisse können eine Psyche sehr wohl zerrütten (Stichwort Glück), und nicht immer ist nur der/die Einzelne an seinem/ihrem Elend Schuld. Altersarmut ist auch kein Spaß, auch in Deutschland nicht. Man lebt vielleicht, bis man 90 ist, aber wie?

4. Absolut einig bin ich mit dir, dass es uns im Schnitt wirtschaftlich noch nie so gut ging wie heute. Drum glaube ich eben auch nicht, dass AfD & Co in absehbarer Zeit noch mehr Zulauf erhalten werden. Das war's fürs Erste. Der Peak. Alle Deppen haben genau jetzt AfD gewählt. Da kommt außer den altersmäßig Nachwachsenden nichts Wesentliches mehr. Die These steht.

5. Genauso stimme ich in deinem Unverständnis überein, warum jemand angesichts der eigenen Unzufriedenheit zu einer "der Syrer ist Schuld!"-Attitüde abbiegen muss. Oder angesichts der eigenen Verlustängste in ein hypothetisches "der Muselmann könnte Schuld sein!!!drölf"verfallen muss. Da bin ich dann wieder beim gediegenen AfD-Wähler-Bashing. Smilie


Edit @ Arianrhod: Ich hatte denselben Reflex wie du. Anders als du glaube ich aber nicht mehr an meine gütliche Einigung mit AfD-Wählern. Ich habe jahrelang versucht, mit Gamergatern über ihren Hass gegenüber Minderheiten im Allgemeinen und Frauen im Speziellen zu reden. Seit ich denken kann, streite ich mit meiner Familie über "die Ausländer", "die Wirtschaftsflüchtlinge", "die Sozialschmarotzer". Von sehr wenigen Gesprächsversuchen abgesehen endeten alle in ad-hominem-Beschimpfungen oder völlig hypothetischen Horrorszenarien: "Du bist halt naiv." "Du bist viel zu gutgläubig." "Du wirst schon sehen, wenn du selbst vergewaltigt wirst."

Ich bin mittlerweile geradezu traumatisiert, was das Innenleben solcher Typen - und teilweise leider auch meiner Familie - angeht. Das Experiment der ZEIT, in der Paare mit möglichst unterschiedlichen Meinungen zusammengebracht wurden, fand ich damals auch klasse. Allerdings halte ich es in keiner Weise für auch nur annähernd repräsentativ: Wer sich bei sowas anmeldet, bringt in der Regel eine gewisse Verständigungsorientierung oder zumindest ein Interesse am gegenseitigen Austausch mit. Insofern ist es für mich ein Stück weit auch Selbstschutz, die Welt hier in Schwarz und Weiß einzuteilen. Ich muss mich nicht mit jedem oder jeder auseinandersetzen. Ich muss auch nicht jeden oder jede verstehen. Mit einigen will ich einfach nichts zu tun haben.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 23:33                                  

Gurthang
In diesem Blogbeitrag wird die Situation in Bayern bezüglich der CSU und der AfD ziemlich gut und flüssig auf den Punkt gebracht. Besser kann ich es selbst auch nicht ausdrücken.
Da ist alles mit drin und alles gesagt...


Hab den Beitrag gelesen. Für einen Don Alphonso-Beitrag war das ja noch erstaunlich sachlich, wenngleich natürlich trotzdem im Kern … wie soll ich sagen … inakzeptabel und nicht adäquat.

Frau Merkel hat eine überragende Priorität in ihrer Politik, und das ist das Festhalten an der europäischen Integration. Und das ist absolut im Sinne Deutschlands. Deutschland hat nur eine einzige Langzeitstrategie, und das ist aus sehr guten Gründen das Projekt der Europäischen Union. (Okay, ich mag ergänzen: plus die Westbindung im Rahmen der Nato.)

Was CSU, AfD und andere kurzsichtige Deppen fordern, ist eine graduelle bis radikale Abkehr von diesem Projekt. Und das wird es weder mit einer Regierung Merkel, noch mit einer wohl niemals eintretenden Regierung Schulz geben.

Der Blog-Beitrag von Don Alphonso liest sich ungefähr so weltmännisch und weitsichtig wie das Kneipengespräch der Hobbits über die Störer, die neuerdings ins Auenland eingedrungen sind.

Auf der Makro-Ebene zielt Merkels Politik darauf ab, durch Abkommen mit Ländern wie der Türkei, aber auch nordafrikanischen Ländern, die Migrationsströme einzudämmen, sowie Entwicklungspartnerschaften mit afrikanischen Ländern, die dazu führen sollen die Probleme vor Ort zu lösen, um Migrationsdruck zu reduzieren. Es wurde lange und ausgiebig über diese Politik diskutiert, aber ich sehe keine sinnvolle Alternative. Ich habe da noch keinen wirklich überzeugenden Alternativvorschlag gehört.

Schlagbäume runter ist die Devise bei den AfDeppen dieser Welt, notfalls dann halt auch losballern. Bescheuerter und menschenverachtender geht es gar nicht.

Ich verspüre wenig Lust die Diskussionen der Jahre 2015 und 2016 jetzt noch einmal neu aufzurollen. Es liegt alles auf dem Tisch und wurde x-fach hin und her gewendet. Man kann viele Unzulänglichkeiten kritisieren und auch zurecht bedauern, dass Deutschland von den meisten europäischen Partnern in der Krise allein gelassen wurde. Aber genau wie Merkel würde ich es genauso wieder machen. Der neue französische Präsident sieht das übrigens genauso und wird jetzt anbieten Deutschland zu unterstützen, was sehr begrüßenswert ist.

860.000 Flüchtlinge waren eine große Welle, aber sie sind in einem Land von über 80 Mio auch kein Problem, das nicht bewältigt werden kann. 1 von 100. Selbst wenn es jetzt noch einen Familiennachzug geben sollte. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es werden auch nicht alle bleiben, soviel ist klar. Nach dem Jugoslawien-Krieg sind die meisten Flüchtlinge auch wieder nach Hause gegangen. Menschen verlassen in der Regel nicht gern ihre Heimat.

Das Hauptproblem sehe ich ähnlich wie Euse: wir leben hier auf einer Insel der Glückseligkeit und mussten in den letzten Jahren unseren selbstbesoffenen Schleier mal ein bisschen heben, und siehe da, es gibt Elend in der Welt, das man nicht auf Dauer verdrängen kann, weil es uns irgendwann erreicht. Wir haben jahrzehntelang gepennt und jetzt muss aufgeholt werden. Die EU muss Friedensprozesse und Entwicklung in den Nachbarregionen schon aus Eigeninteresse viel stärker begleiten und forcieren. Das ist die Art von Außenpolitik, die von einem Wirtschaftsgiganten erwartet werden kann. Nicht die Lösung für Blinde und Dumme mit den Schlagbäumen.

Wenn Regionen innerhalb Deutschlands mit dem Problem der Erstaufnahme überfordert sind, dann tut mir das leid und dann schließe ich mich der Forderung an, eine gerechte Verteilung der Lasten vorzunehmen. Ich hätte gedacht, das sei auch inzwischen passiert. Ich gehe auch weiterhin davon aus und vermute, dass hier vor allem ein schöner Vorwand für Xenophobie und Nationalismus wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird.


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