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A Song of Ice and Fire [SPOILER]
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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 22.07.2005, 20:35                                  +/-

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Aber ich glaube, außer Gimli liest hier niemand die Bücher [Song Of Ice And Fire]


Die Reihe lohnt sich für alle, die spannende und perfekt erzählte Bücher suchen. Daneben wirkt Herr der Ringe wie von Enid Blyton geschrieben.



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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 22.07.2005, 20:42                                  +/-

Der Vergleich JRRT/GRRM ist in etwa so sinnvoll, wie Homer mit Hemingway zu vergleichen zwinkern


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Ramujan



Beiträge: 6284
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BeitragVerfasst am: 22.07.2005, 21:01                                  +/-

Wenn man das richtige Bezugssystem wählt, kann man eigentlich fast alles vergleichen. Tolkien hat eine sehr komplexe, sehr "tiefe" Welt erschaffen (er hat ja auch schon Jahre vor dem Herrn der Ringe angefangen, sich mit Mittelerde zu beschäftigen); dazu gehören bekanntlich eine eigene Historie, eigene Sprachen, usw ... Das macht viel von der Faszination seiner Werke aus, finde ich. Für einen begnadeten Geschichtenerzähler halte ich ihn nicht, um ehrlich zu sein. Martin dagegen schon: A Song Of Ice And Fire ist so ziemlich mit das Spannendste, was mir einfällt, da kommt kein Krimi, kein Kinofilm ran. Dafür interessiert Martin sich nicht so stark für den Ballast des Drumherums - er hat zwar immer dann ein paar exotische Fremdwörter eingestreut, wenn die Geschichte es erforderte, neue Sprachen hat er nicht kreiert. Seine Stärken sind komplexe Plots, überraschende Wendungen und ein interessantes Figurenkabinett.

Ich habe übrigens auch nichts gegen Enid Blyton: als Kind habe ich sowohl die Fünf-Freunde-Serie, als auch alle Abenteuer-Bücher mit Begeisterung gelesen (inzwischen würden mich ihre eindimensionalen Darstellungen aber wohl eher langweilen).

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 23.07.2005, 15:34                                  +/-

Jetzt findet sogar schon Ramujan die Bücher gut. Mit den Augen rollen

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Schmendrick



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BeitragVerfasst am: 23.07.2005, 19:45                                  +/-

Ich hab sie nicht gelesen, aber jetzt bin ich interessiert. Hast du sie denn gelesen, Helcaraxe, und was meinst du?

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 24.07.2005, 18:26                                  +/-

Ich nicht, aber Ramujan, der mal was schönes dazu schreiben wollte.
Ich teile das Thema hier und verschieb's in das Literaturforum.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 24.07.2005, 19:17                                  +/-

Also ich habe sie bisher zweimal gelesen. Beim nächsten Mal fange ich auf Englisch an, den ersten Originalband habe ich schon in meinem Besitz.


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 10:24                                  +/-

Habe die Bücher auch gelesen. Da können sich wirklich nur ganz wenige Fantasy-Bücher mit messen. Die würden sogar Raxe gefallen. Hoffentlich wird die Reihe noch zu meinen Lebzeiten beendet. Yes

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 12:38                                  +/-

Hmkay, ich werde mir den ersten Band mal zulegen.
Ich bin eigentlich nur deshalb etwas skeptisch, weil die Reihe im DAF so hochgejubelt wird. Normalerweise ein schlechtes Zeichen.

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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 12:48                                  +/-

Ich habe die ersten beiden auf Englisch hier liegen, bin aber noch nicht zum Lesen gekommen.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 12:50                                  +/-

Also um es nochmal all den Nichtlesern zu sagen: Es ist genial!! Also lest es ruhig. Spitze


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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 11:57                                  +/-

A Song of Ice and Fire vereint vordergründig so ziemlich alles, was Bücher ausmacht, die man lieber meidet:

1.) Wir haben es hier mit einer (Endlos-)Serie zu tun: Es gibt bereits drei Bücher, mindestens sieben werden es wohl werden, wahrscheinlich kommen noch mehr. Im Deutschen sind es bereits sechs Bände, weil die englischen Bücher für den hiesigen Markt noch einmal geteilt wurden.

2.) Die Titelbilder der deutschen Ausgaben sind schlimm, die Klappentexte noch schlimmer. Damit erreicht man höchstens Leute, die Xena-Fanfiction lesen und die eine SAT1-Fantasy-Produktion für das TV-Highlight des Jahres halten. Übelster Trash.

3.) Es handelt sich um klassische Fantasy, also um eine semihistorische, mittelalterliche Welt mit Königen, Prinzessinnen, Rittern, Turnieren, Schlachten und so ziemlich allem, was die Klischees dieses Genres vorschreiben.

Aber:George R.R. Martin ist ein mit allen Wassern gewaschener Schriftsteller. Die Bücher sind spannend; und damit meine ich, so spannend, dass man sich am Abend vornimmt, noch eben ein Kapitel zu lesen, das Buch dann aber erst weglegt, wenn die Vögel zwitschern und die ersten graugelben Sonnenstrahlen durch das Fenster strahlen (und dann auch nur, um schnell - sehr schnell - die Zähne zu putzen und danach weiter zu lesen). Martin entwirft gewiefte Intrigen, brillante Macht- und Ränkelspiele, komplexe Strategien, ein gewaltiges Hin- und Her zwischen Häusern, Herrschern und Gefallenen, so umfangreich, dass man sich fragt, wie er hier bloß den Überblick behalten kann.

Er entwickelt eine sehr plastische, brutale, europäisch mittelalterliche Welt (und parallel dazu eine sehr exotische, fernöstliche, auf der sich ebenfalls Teile der Geschichte abspielen), lockt den Leser auf falsche Fährten, verfügt über ein großes, sehr vielschichtiges Figurenkabinett und er weiß ganz allgemein, wie man die Leser an der Leine hält.

Natürlich ist das keine Literatur im feuilletonistischen Sinne: Marcel Reich-Ranicki und MorgothDerGrosse würden die Bücher nicht mit Grillzange und Schutzanzug anfassen; wer perfekte (perfekter geht es kaum) Unterhaltung auf (bisher) konstant hohem Niveau sucht, der ist hier aber richtig.

Nachteile: Ich bin ganz sicher kein Feind von Übersetzungen, erschließen sie mir doch Bücher, die ich andernfalls nicht lesen könnte, aber hier sollte man zu der Originalversion greifen. Die hiesigen Ausgaben sind sehr schlecht, die Übertragung ins Deutsche scheint mir schlampig und Zeit für ein vernünftiges Lektorat war vermutlich auch nicht vorhanden. Ich habe damals ziemlich schnell die Sprache gewechselt - es hat sich gelohnt. Auf Englisch kommen die Werke atmosphärisch dichter rüber, der Text stolpert nicht so trivial daher wie im Deutschen - ganz im Gegenteil. Außerdem umgeht man so, hässliche Bücher mit hässlichen Cover-Graphiken (siehe oben) im Regal stehen zu haben. Dafür ist die Papierqualität der amerikanischen Ausgabe schlechter.

Dann: An Martin ist sicher kein großer Humanist verlorengegangen. Ihm geht es darum, eine Geschichte zu erzählen, nicht um Belehrung. Und das bedeutet für ihn, der Mensch ist in erster Linie eine böse, hinterhältige, gemeine Kreatur, so ist's halt spannender. Wer sich über Foltermethoden informieren will und American Psycho schon dreimal gelesen hat, der ist hier sicher richtig aufgehoben. (Das kann man natürlich auch positiv sehen: Ich halte eine kranke Phantasie in Büchern durchaus für ein Qualitätsmerkmal!)

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 17:07                                  +/-

Die Umschlagillustrationen sind mit das lächerlichste was ich kenne und der Geschichte in keinster Weise angemessen. Ähnlich grausam wie die Horde an schlechten Herr der Ringe Illustrationen.


(Das Geschmackloseste was je auf meinem Küchentisch lag.)

Mein Favorit: Der blonde Jüngling mit Vokuhila, der so auch direkt einem 70er Jahre Schwulenporno entstiegen sein könnte. Echt schlimm

Ich kenne bisher nur die ersten zwei Bücher, habe aber die letzte Woche bei Gwethil einen ganzen Stapel an Feuer&Eis Bücher entdeckt. *freu*

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 17:15                                  +/-

Ramujan

Nachteile: Ich bin ganz sicher kein Feind von Übersetzungen, erschließen sie mir doch Bücher, die ich andernfalls nicht lesen könnte, aber hier sollte man zu der Originalversion greifen. Die hiesigen Ausgaben sind sehr schlecht, die Übertragung ins Deutsche scheint mir schlampig und Zeit für ein vernünftiges Lektorat war vermutlich auch nicht vorhanden. Ich habe damals ziemlich schnell die Sprache gewechselt - es hat sich gelohnt. Auf Englisch kommen die Werke atmosphärisch dichter rüber, der Text stolpert nicht so trivial daher wie im Deutschen - ganz im Gegenteil. Außerdem umgeht man so, hässliche Bücher mit hässlichen Cover-Graphiken (siehe oben) im Regal stehen zu haben. Dafür ist die Papierqualität der amerikanischen Ausgabe schlechter.


Dann sollte ich es vielleicht irgendwann nochmal mit dem Original versuchen. Ich hatte es irgendwann mal auf Deutsch angefangen, weil alle die Bücher so toll fanden und jeder meinte, sie mir empfehlen zu müssen, aber....
... meine Güte, war die Sprache grottig. Ich hab's dann ziemlich schnell zur Seite gelegt, weil ich's nicht zum Aushalten fand.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 17:27                                  +/-

@ Tyler: Also ich finde ja den zweiten Band am schlimmsten. Dieser halbnackte Barbar mitten im Winter mit diesem total albernen gehörnten Wikingerhelm auf. Das ist echt übel. Echt schlimm

Aber Ramujan erwähnte auch die Klappentexte und die sind auch ganz ganz schlecht. Beim zweiten wird erstmal ganz frech erwähnt, wer wichtiges gestorben ist (dabei sterben die erst im Laufe des Buches!) und bei den anderen Bänden sind die Beschreibungen so sehr am Buch vorbei, dass man das Gefühl hat, dass da jemand aus der Erinnerung an eine Zusammenfassung von jemandem der das Buch vor zehn Jahren mal gelesen hat, einen Text verfasst hat. Gruselig.

Allerdings denke ich nicht, dass es wirklich über die gesetzte Zahl von sieben Bänden (im Original) hinausgehen wird, denn irgendwie habe ich schon das Gefühl, dass Martin ein festes Ziel vor Augen hat. Auch wenn es alles immer etwas hin und her zu gehen scheint, so bekommt man doch den Eindruck, dass all die Fäden am Ende zusammenlaufen werden. Und da Martin bei Vollendung des siebten Bandes eh so alt ist, dass er kurz danach stirbt, müssen wir uns auch nicht wirklich Sorgen machen, dass es weitergeht. Und wenn dann doch jemand weiterschreibt, muss man es ja nicht lesen, denn das eigentliche Ende ist dann ja schon geschrieben.

Was die Übersetzung angeht kann ich noch keinen Vergleich anstellen. Ich besitze zwar wie gesagt den ersten englischen Band, aber über die ersten zwei Seiten bin ich noch nicht hinausgekommen. Allerdings finde ich die deutsche Version auch gar nicht so schrecklich, wie sie immer von vielen daregstellt wird. Zwar habe ich das Original auch aus dem Interesse heraus gekauft, ob die ganzen vulgären Ausdrücke auch im Englischen so Überhand nehmen (wobei die auch immer Seite an Seite mit sehr umschreibenden Begriffen verwendet werden, sehr zwiespältig), aber so stark sind mir Qualitätsunterschiede bei Übersetzungen oder Synchronisationen noch nie aufgefallen. Ich bin halt nicht so ein Synchrohasser, von denen es unter Filmfans ja sehr viele gibt. zwinkern

MfGimli


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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 18:16                                  +/-

Zitat:
Allerdings denke ich nicht, dass es wirklich über die gesetzte Zahl von sieben Bänden (im Original) hinausgehen wird


Meines Wissens waren ursprünglich drei Bücher geplant. Martin hat beim Schreiben des ersten Bandes gemerkt, dass er mehr Seiten braucht als bei der Planung gedacht. Also hat er den Inhalt des ersten Buches auf drei Bücher aufgeteilt (eben die Bände, die sich derzeit im Handel befinden). Wenn er das mit dem Rest der Geschichte ähnlich handhabt, kommen wir auf neun Bände. Das kommende vierte Buch ist allerdings auch nur ein Bindeglied zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Ursprungsgeschichte, das er aus dramaturgischen Gründen noch eingeschoben hat. Womit wir bei zehn Bänden wären. Uha ... Eigentlich hasse ich sowas. Hoffentlich kann er den Rest schneller erzählen!

Zitat:
Zwar habe ich das Original auch aus dem Interesse heraus gekauft, ob die ganzen vulgären Ausdrücke auch im Englischen so Überhand nehmen (wobei die auch immer Seite an Seite mit sehr umschreibenden Begriffen verwendet werden, sehr zwiespältig), aber so stark sind mir Qualitätsunterschiede bei Übersetzungen oder Synchronisationen noch nie aufgefallen. Ich bin halt nicht so ein Synchrohasser, von denen es unter Filmfans ja sehr viele gibt. zwinkern


Den ersten Band habe ich hier nur auf Deutsch, die anderen beiden Bände nur auf Englisch. Ich kann also nicht direkt vergleichen. Allerdings fand ich die englischen Ausgaben "stimmiger"; dabei bin ich selber kein exzessiver Übersetzungs- und Synchronhasser.


Ich habe mal im Archiv des Ringe-Forums gewühlt und dort einen Thread über Gewalt in Fantasy-Büchern und insbesondere in ASoIaF gefunden, den ersten Teil hat Cirdan, den zweiten Teil der Kneipenmeister persönlich eröffnet. Man sollte wissen, denke ich, dass man sich bei ASoIaF auf ziemlich brutale Schilderungen und eine zunehmend düstere Story-Entwicklung einlässt. Bei Martin sind alle Menschen erst einmal schlecht, manche können die Schlechtigkeit nur besser unterdrücken als andere.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 18:56                                  +/-

Ach ja, der Thread von Cirdan, ich erinnere mich, er warf dem Autor einiges vor und in erster Linie ging es um die Vergewaltigung Minderjähriger. Wobei Cirdan ja nicht das speziell gestört hat, sondern wie es rübergebracht wird, nämlich so, dass das Mädchen es am Ende ja doch irgendwie will, also ihr Einverständnis gibt. Das hat in dem Thread hohe Wellen geschlagen und bald war Martin ein perverser Schreiberling, der seine sexuellen Gelüste in seinen Büchern auslebt. Echt schlimm

Einzig Positive an dem Thread: Ich bin so zu den Büchern gekommen! grins


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 22:26                                  +/-

Na prima, wegen euch bin ich jetzt ganz heiß auf die Bücher.

Die Gewaltdarstellung wird mich wohl nicht stören, bin ja nicht Cirdan, der bei sowas sofort herumpienst. zwinkern
Übrigens ist "Das Schwert der Wahrheit" von Terry Goodkind in dieser Hinsicht der abartigste Fantasy-Zyklus. Glaub nicht, dass G.R.R. Martin das toppen kann. Seitenlang und über mehrere Kapitel hinweg wird da beschrieben, wie jemand mit einem magischen Folterinstrument, dem sogenannten "Strafer", konditioniert wird. Wurde das in Cirdans/Tylers Thread eigentlich auch erwähnt? Egal, ist eh übelster Schund. Nicht empfehlenswert.

Die verlinkte Seite hat lustige Bewertungskriterien:

Zunächst einmal ist der Roman sehr leicht zu lesen, denn die Formulierungen sind sehr flüssig geschrieben und oft in kurze Sätze gepackt. Das erweist sich als sehr hilfreich, die doch recht komplizierten Verhältnisse und Vorgänge zu erfassen. Warum eine schwierige Sache noch schwieriger machen?

hmmmm

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 23:15                                  +/-

Helcaraxe
Wurde das in Cirdans/Tylers Thread eigentlich auch erwähnt?

Ei, hast du überhaupt mein Posting durchgelesen? Übrigens lustig wenn man etwas von sich liest woran man sich selbst nicht mehr erinnert. Ich wusste gar nicht mehr, dass ich mir die Mühe gemacht hatte die Entjungferungsszene abzutippen.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 28.07.2005, 23:28                                  +/-

Warum wird hier wild in Beiträgen herumeditiert? zeter und mordio

Tyler Durden
Ei, hast du überhaupt mein Posting durchgelesen?

Da muss ich ja so viel lesen! zeter und mordio

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 29.07.2005, 10:20                                  +/-

Helcaraxe

Übrigens ist "Das Schwert der Wahrheit" von Terry Goodkind in dieser Hinsicht der abartigste Fantasy-Zyklus. Glaub nicht, dass G.R.R. Martin das toppen kann. Seitenlang und über mehrere Kapitel hinweg wird da beschrieben, wie jemand mit einem magischen Folterinstrument, dem sogenannten "Strafer", konditioniert wird.


Terry Goodkind muss wirklich eine unnatürliche Neigung zu Schmerzphantasien haben. Das ist quasi das zentrale Element seiner Saga. Die angesprochenen Szenen mit dem Strafer kommen ja mindestens ein- bis zweimal pro Roman vor, dazu gesellen sich noch weitere Folterszenen, meist sexuell getönt.

Diese Buchreihe ist, glaube ich, der Hauptgrund, warum mir die Gewaltdarstellung bei SOIAF nicht übertrieben vorkam, wie es sonst viele Leser berichten. Auffällig in Martins Büchern war dagegen für mich zum einen der Amoralismus, und zum anderen das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Letztere werden nicht nur vergewaltigt und es gefällt ihnen, es kommen auch elfjährige Mädchen vor, die mehrere Leute umbringen, ohne dass es auch nur kritisch bewertet würde.

Der Amoralismus ist allerdings auch so ein Trend der letzten zehn Jahre in der Fantasy-Literatur. Neben Martin und Goodkind findet man den z.B. auch bei Eddings. Einerseits finde ich diesen Trend ganz erfreulich, da man sich erstmal von der tolkienschen Saubermann-Norm befreien musste. Mitunter wirkt der Amoralismus aber auch aufgesetzt und erzwungen.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 28.08.2005, 11:55                                  +/-

Ramujan bat mich, meine Eindrücke zum ersten Buch "A Game Of Thrones" zu schildern, damit dieser Thread ein bisschen belebt wird. Kann ich gerne machen, obwohl ich erst 400 Seiten gelesen habe und er mich dezent darauf hinweisen musste, dass ich ja erst beim Prolog sei und noch knapp 3000 vor mir habe. zwinkern

Was soll ich sagen? Normalerweise meide ich Endlos-Serien wie der Newbie die Rechtschreibkorrektur. Schon bei "Otherland" hat mich die Hinhaltetaktik des Autors trotz des spannenden Plots etwas gestört. Oder hat jemand von euch die Shannara-Serie gelesen? Zäh wie Kaugummi und mit endlosen Wiederholungen! G.R.R. Martin scheint seine Handlungsstränge bislang besser im Griff zu haben. Vor allem aber ist die Ereignisdichte dermaßen hoch, dass ich mich langsam frage, wie er das Tempo über die noch kommenden Bücher durchhalten will.
Zugegeben, sein Ansatz ist interessant: Im Gegensatz zum anderen R.R. gibt es hier keine epischen Schilderungen von Landschaften oder Schlachten. Die sind bei ihm beinahe lakonisch, wie die Familie der Starks, die im Zentrum des Romans steht. Vielmehr zieht das Buch seine Faszination fast ausschließlich aus der extrem genauen Charakterisierung des gesamten Figurenkabinetts, bis hin zu den Randfiguren. Ich befürchte nur, es wird mit der Zeit etwas unübersichtlich werden, wenn wirklich jede der sieben Familien aktiv am Geschehen teilnimmt. Gibt es irgendwo eine Liste aller Charaktere, eventuell mit kurzen Beschreibungen?
Auch das große Teile der Handlung aus der Sicht von Kindern erzählt werden (die vielleicht alle etwas zu weise und welterfahren daherkommen) gefällt mir bislang. Dem Leser geht es nämlich nicht anders als ihnen: Er weiß noch nicht, was er von diesen ambivalenten Charakteren, die regelmäßig auftauchen und wieder verschwinden, eigentlich halten soll. Gut und Böse sind nicht einfach unterscheidbar, auch das spricht für den Roman und seinen Autor. Nicht zuletzt gibt es keinerlei Firlefanz mit Magie oder anderen Rassen, was viele Fantasieserien so unlesbar macht. Nein, "Das Lied von Eis und Feuer" könnte genauso gut in einem fiktiven Mittelalter auf der Erde spielen. Mir gefällt's. Yes



Zuletzt bearbeitet von Helcaraxe am 28.08.2005, 12:35, insgesamt einmal bearbeitet
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