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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 18:26                                  +/-

Ist das tatsächlich von dir?? Spitze Ich finds klasse. Echt.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 18:27                                  +/-

Es ist aber auch widerwärtig niedlich.


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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 18:28                                  +/-

Sorry, Mike, da bist du nicht die Zielgruppe, fürcht ich. grins

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Gimli



Beiträge: 23155
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BeitragVerfasst am: 05.11.2005, 11:37                                  +/-



Es ist abartig.


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Schmendrick



Beiträge: 521
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BeitragVerfasst am: 05.11.2005, 12:46                                  +/-

hähö

Ach übrigens:
Zitat:
Geister vom Wind umhergepustet
Natürlich meinte ich "umhergeweht". "Umhergepustet", wie klingt das denn? hmmmm
Da ich aber um Absätze reinzumachen, gleich zweimal editiert habe, werde ich es so lassen müssen.

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Ramujan



Beiträge: 6284
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Wohnort: Böggelte bei Meppen
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BeitragVerfasst am: 05.11.2005, 19:20                                  +/-

Helcaraxe
Es ist aber auch widerwärtig niedlich.


Ja, aber auf eine witzige Art und Weise. *daumenhoch*


_________________
😱
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Helcaraxe



Beiträge: 15839
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BeitragVerfasst am: 13.11.2005, 21:32                                  +/-

Dieser Handlungsstrang ist zu lang und zu depressiv für den Meereswahnsinn.


Katzenmenschen





Ein unerwarteter Brief

Es klingelte an der Tür. Herr H. ging, sie zu öffnen. Doch dann besann er sich, einer plötzlichen Eingebung folgend, eines besseren. Er erwartete weder Besuch noch Pakete oder Einschreiben, ferner pflegte er mit der Nachbarschaft ein Verhältnis des freundlich-distanzierten Umganges. So war das Schellen an der Haustür an einem Samstagvormittag zumindest ungewöhnlich. Vorsichtig linste er hinter dem Vorhang am Küchenfenster hervor, denn von dort war der Eingangsbereich des Reihenhauses direkt einsehbar. Was er erblickte, verblüffte ihn einigermaßen: Kein dienstfertiger Bote des United Parcel Service, kein Zeuge Jehovas begehrte Einlass. Genau genommen war überhaupt niemand zu sehen -- stattdessen parkte eine schwarze, amerikanisch anmutende Limousine mit laufendem Motor direkt in der Einfahrt. Unschlüssig beobachtete H. den Wagen. Aufgrund der getönten Scheiben war kein Insasse auszumachen. Offenbar war dem Klingelnden die Warterei zu langweilig geworden, vielleicht auch zu kalt, denn das Thermometer und Reif auf den Ästen der Bäume kündeten schon den nahen Winter an. H. kam allerdings nicht in Verlegenheit, sich zwischen Neugier und Vorsicht entscheiden zu müssen. Erst kaum merklich hatte sich der Wagen in Bewegung gesetzt; dann rollte er die abschüssige Einfahrt hinab, hinter der nächsten Kurve verschwindend. H. öffnete die Tür. Auf der Schwelle lag ein braunes Kuvert. Schweres Papier. Gediegen. Sein Name stand in goldenen, leicht erhabenen Lettern darauf.
Der Inhalt entpuppte sich als noch seltsamer als der Briefumschlag oder die Umstände seiner Anlieferung. Zunächst einmal war der Text in angenehm altmodischer Sütterlinschrift abgefasst, für die H. eine Schwäche hegte. Er konnte sie fließend lesen und vermittels eines Füllfederhalters seiner Großmutter oder eines angespitzten Gänsekiels auch schreiben. Doch merkwürdig - fast schien es, als habe der geheimnisvolle Absender um jenen Spleen gewusst und die äußere Form der Nachricht entsprechend darauf abgestimmt. Der Text lautete:

Zitat:
Werter Herr!

Sind Sie unzufrieden mit Ihrem bisherigen Dasein? Wollen Sie am liebsten alles umstoßen? Wollen Sie erfolgreich, unabhängig und nicht länger sexuell frustriert durchs Leben schreiten? Wollen Sie die Antwort auf den Sinn des Lebens? Eine Antwort, die Gott und ähnliche esoterische Deutungsversuche aus dem Spiel lässt? Wenn Sie mindestens drei dieser Fragen eindeutig mit JA beantworten können, dann zögern Sie nicht - besuchen Sie noch heute die Einführungsveranstaltung für Novizen in unserem Clubgebäude. Sie verpflichten sich zu nichts, aber der Besuch wird ihr Leben schlagartig und für immer verändern!


Darauf folgte eine Anfahrtsskizze, die den Weg in die nahe Kreishauptstadt wies, einschließlich der recht vagen Entfernungsangabe: "Sechzehn Kilometer wie die Krähe fliegt, fünfundzwanzig wie der Wolf läuft." H. musste grinsen. Ein richtiger Absender fehlte natürlich, aber die Straße in der Adresse beinhaltete den Namen eines ehemaligen Bundeskanzlers, der, obgleich in diesen Zeiten allgemein geschmäht und unpopulär, zu H.s Idolen zählte. Er wertete dies als gutes Omen.
Ganz klar, bei dem Brief handelte es sich um ein typisches Lockvogelangebot. H. verachtete Menschen, die auf derartig plumpe Tricks hereinfielen. Anderseits konnte er alle Fragen in dem Brief nur heftig kopfnickend bejahen. Ja, er wohnte noch bei seinen Eltern, besaß aber nicht die Mittel, noch wusste er Wege, dies in naher Zukunft zu ändern. Ja, er wollte, viele gute Vorsätze fassend, zu einem verantwortungsbewußteren, unabhängigeren Menschen werden. Und was die letzten zwei oder drei Aspekte anging, so war er ja in der Tat ein Suchender, der wie ein Verdurstender in der Wüste schon beinah jegliche Hoffnung hatte fahren lassen. Außerdem: Was riskierte er schon? Das Angebot klang halbwegs seriös; um monetäre Belange ging es schließlich nicht. Sollte man es wagen, ihm irgendwelche Kaffeeservice oder Tupperware anzudrehen, würde er sich eben beharrlich weigern oder einfach nach Hause gehen. Auch war niemand da, der ihm den einmal gefassten Plan hätte ausreden können. Seine Eltern waren an die Ahr gefahren, um dort, wie in jedem Herbst, Wein einzukaufen. H. überprüfte die Abfahrtszeiten der Buslinie im Internet, denn ein eigenes Fahrzeug besaß er nicht.


Busfahrt des gemäßigten Grauens

Die Fahrt in die Kreishauptstadt war lang und eintönig. Da der Bus nur über Landstraßen fuhr, hielt er in jedem noch so unbedeutenden Kaff an, um Scharen von Großmüttern einerseits, Cliquen von bereits angeheiterteren Vertretern der Landjugend andererseits entweder auszuspeien oder aufzunehmen. Die alten Frauen redeten über das Wetter, ihre Enkelkinder oder körperliche Beschwerden. Gelhaarige Jungendliche besprachen tumbes Zeug. So versteckte H. sich hinter einem Buch oder einer Zeitschrift, wie er es meistens tat. Und immer wieder betrachtete er die Einladung, um sich ein bisschen an der Formulierung zu belustigen, die Gott und Esoterik in einem Atemzug nannte. Dies entsprach zutiefst seiner eigenen agnostischen Weltanschauung. Wie immer stellte er fest, dass Skeptizismus, Zynismus und ein scheinbar angeborener Hang zum Pessimismus zu den Grundpfeilern seines Charakters gehörten. Aber die wenigen Mädels in H.s Studiengang hatten übereinstimmend erklärt, Ismen herzlich zu verabscheuen. Nun, vielleicht war diese Einladung seine Eintrittskarte in ein besseres Leben unter Gleichgesinnten. Wenn auch… Da waren sie schon wieder, die altbekannten Zweifel, die ihn immer dann plagten, wenn eine Sache nicht hundertprozentig niet- und nagelfest war. Warum, so fragte H. sich, wurde in dem Schreiben der eher ungebräuchliche Begriff Novizen verwendet?

Er kam nicht dazu, den Gedanken zu Ende zu führen. Soeben bestieg ein H. bekannter Mensch das öffentliche Verkehrsmittel. Der junge Mann namens T. trug ein dümmliches Feixen zu Schau. Unter seiner Jacke aber trug ein verwaschenes Che Guevara T-Shirt. "Hallo H!", grüßte er und grinste rabiat. H. wusste, dass er sich jetzt das unausgegorene Sozialgeschwafel über die inhärenten Ungerechtigkeiten des derzeitigen Wirtschaftssystems würde anhören müssen. "Guten Tag, Knab", gab er etwas linkisch zurück und lies den erwarteten Redeschwall über sich ergehen, während er sich im Geiste konvenable Foltermethoden für sein Gegenüber ausmalte. Man müsste den Knaben einmal in ein "Erwin Rommel"-Shirt zwängen! Früher hatte er T. immer gefragt, was an Che Guevara eigentlich so toll gewesen sei. Der andere hatte dann stets geantwortet: "Er war ein mutiger Mann!" Nun, der Wüstenfuchs war ebenfalls ein mutiger Mann gewesen, der andere Menschen für seine Ideale umgebracht hatte. Genau wie Che Guevara! Aber hier maßen die Linken - wie so oft - mit zweierlei Maß, indem sie den einen vielfachen Mörder verdammten, den anderen zum Heiligen stilisierten.

Während H. Herrn T. geflissentlich ignorierte, hatte der Bus die Grenze zur Kreisstadt erreicht; mittlerweile war es früher Nachmittag geworden. Doch aufgrund des schlechten Wetters und des Nebels begann es schon zu dunkeln. Der ewige Nebel war ein typisches Phänomen der Gegend, das ihr den Scherznamen "Fogville" eingebracht hatte – nach einem extrem erfolgreichen Horrorfilm über dämonische Invasoren aus dem Weltall, die interessante wissenschaftliche Experimente mit gerade entjungferten Mädchen anstellten.
Hier hatte H. auszusteigen. Wortlos, T. weiterhin weltklug ignorierend, tat er dies. Die letzten drei Kilometer würde er zu Fuß zurücklegen.


Sex, Völlerei und Gewalt

Trotz der ungünstigen Witterung war der Fußmarsch im Vergleich zu den vorhergehenden penetranten Indoktrinationsversuchen des Herrn T. eigentlich sehr angenehm. Die feuchte Luft roch sauber und der Lärm der Stadt drang nur gedämpft herüber. Unter seinen Schuhen raschelte das farbenfrohe Laub der Eichen. Es ging jetzt langsam bergauf, eine Allee entlang. Das Ziel seiner Odyssee war ein im klassizistischen Stil errichtetes Gebäude auf einem bewaldeten Hügel am Stadtrand. Dieses ehemals öffentliche Bauwerk, im Grunde mehr ein kleineres Palais, war vor einigen Jahren von einem unbekannten ausländischen Investor aufgekauft worden. H. fragte sich, was ihn erwartete. Den Wegesrand säumten immer wieder geschmackvolle Bronze-Plastiken, die allesamt Menschen beim Vollzug des Geschlechtsverkehrs darstellten. Nackte, engumschlungene Leiber waren in verschiedenen Stellungen und Stadien des Geschlechtsaktes eingefroren. Sie sahen sehr lebensnah aus, fand H. Die Darstellung des weiblichen Körpers erinnerte ihn an die ausdrucksstarken Gemälde Luis Royos.

Zu guter Letzt erreichte er das von Fackeln illuminierte Portal des Hauses. Auf dem Kieswege davor stand ein Wagen wie man ihn von Wanderzirkussen kannte; ein Wagen, der dazu diente, wilde Tiere einzusperren! Und richtig, hinter den Gitterstäben ging ein weißer Königstiger fieberhaft auf und ab. H. wagte nicht, noch näher an die Vergitterung heranzutreten - der freie Bereich zwischen Haustür und Käfig war schmal genug. Was sollte es auch bringen, die eingesperrte Großkatze unnötig zu reizen? Aber er dachte nun doch ernsthaft darüber nach, auf dem Absatz umzukehren. Er hatte eine Veranstaltung des verfeinerten Geschmacks und der Vernunft erwartet; stattdessen setzte man ihm hier einen weißen Königtiger vor, der ihn an die beiden homophilen Zauberkünstler aus Las Vegas erinnerte.
Da öffnete sich leise die Eingangspforte. Eine junge Frau, die etwa in seinem Alter sein mochte, trat ihm entgegen. Vielleicht war sie einige Jahre jünger, möglicherweise älter. Sie wirkte irgendwie zeitlos. Ansonsten sah das Mädchen ungefähr wie eine jüngere Kopie der bekannten Schauspielerin Michelle Pfeiffer aus.
"Gefällt er dir? Er ist schon fast zu so etwas wie einem Familienmitglied geworden. Möglicherweise wirst du ihn im Verlauf des Abends noch besser kennenlernen. Doch nun komm."
Das Mädchen nahm den sprachlosen Studenten kurzerhand am Arm, geleitete ihn ins Innere des Palais. Als sie die Vorhalle betraten, an deren gegenüberliegender Seite eine mächtige Freitreppe in die oberen Geschosse führte, kamen ihnen, immer die Treppe hinab, mindestens zwei Dutzend der prächtigsten weißen Angorakatzen entgegengelaufen, die H. je gesehen hatten. Er fühlte sich an einen Lawinenabgang in den Bergen erinnert, als sich die lebendige Brandung zu seinen Füßen plötzlich maunzend teilte und dann hinter ihm im Flur über die Schwelle entwich, die das Draußen vom Drinnen trennte. Das Mädchen, das sich mittlerweile als Katrin vorgestellt hatte, beachtete dies kaum, sondern sie brachte ihn in ein Speisezimmer.
"Iss", entschied sie, "du musst bei Kräften bleiben. Die Einführung für Novizen findet sowieso erst in den Abendstunden statt."
H. wollte der Sache mit den Novizen jetzt ein für allemal auf den Grund gehen, doch kam er gar nicht dazu, weitere Fragen zu stellen. Katrin drückte ihn sanft, aber unwiderstehlich auf einen Stuhl an einem für ihn allein viel zu groß geratenen Tisch herab. Ein anscheinend stummer Hausdiener tischte ihm einen Gang nach dem anderen auf. Es waren erlesene Hochgenüsse. Die Vorspeise: Spargelsuppe mit Spitzen vom Grünen Spargel. Das Hauptgericht: Lammrücken in Sauce Bernaise, dazu Kroketten und gemischter Salat. Die erste Nachspeise: Erdbeeren mit Sherry-Creme. Zweite Nachspeise: Gebratene Bananen in einem Mantel aus Mandelsplittern und einem Hauch Zimt. H. merkte nicht, wie die Zeit verging. Während und nach dem Essen hatte er sich angeregt mit dem Mädchen über verschiedene Dinge unterhalten, etwa den Ratgeber "Wirken Aphrodisiaka?". Dieses Buch hatte Katrin gerade gelesen.
Schließlich sagte sie schlicht: "Es wird Zeit." H. wurde in einen weiteren Raum geführt, in dem weinrote Gewänder an Kleiderhaken hingen. Die meisten Roben waren anscheinend schon vergeben, denn fast alle Haken waren leer. Er hatte sich schon gewundert, was für ein seltsames Gewand mit Kapuze Katrin da trug.
Sie brachte ihn nun in einen fensterlosen, spärlich erleuchteten Teil des Gebäudes, den er vorher noch nicht gesehen hatte. Dies schien der Hauptraum zu sein. Um eine sicherlich drei Meter hohe Pyramide in seinem Zentrum hatten sich weitere rotbemäntelte Kapuzenträger eingefunden. Ihr Wortführer stand etwas erhöht auf einer Brüstung in Höhe der Pyramidenspitze; sein Gesicht war, wie das aller Anwesenden, unter dem Stoff nicht zu erkennen.
"Heil Pudicitia!" proklamierte er soeben. Offenbar hatte der Mann etwas sehr Geistreiches gesagt, was H. mit seinen rudimentären Lateinkenntnissen jedoch nicht verstanden hatte. Jedenfalls bogen sich die bestimmt dreißig Anwesenden nur so vor Heiterkeit.
"Komm", flüsterte Katrin in sein Ohr, einen ihrer schlanken Arme um seine Schultern legend. "Es wird dir gefallen. Wir werden dich töten."
Was war das denn gewesen? Hatte das liebe freundliche Mädchen eben tatsächlich das gesagt, was er zu hören geglaubt hatte? Nein, das konnte nicht sein. Sicherlich hatte er sich nur verhört. Weshalb hätte sie so etwas sagen sollen?

"Liebe Freunde, werte Neuankömmlinge", setzte der Sprecher gerade wieder an. "Ihr wisst, warum wir hier versammelt sind. Dies ist unser Abgesang auf die post-post-moderne Scheißgesellschaft, in der wir zu leben verdammt sind. Doch niemand kann uns zwingen, ihre Normen oder Ideale auch zu akzeptieren. Die alten 68er sind gescheitert. Ebenso die Esoterik-Welle und die Heinis der Friedensbewegung, die mit ihren parteilich verzerrten Ansichten weitaus Schlimmeres als jeder Diktator des Nahen Ostens anrichten könnten, so man sie denn gewähren ließe. Der gesamte Individualimus-Kram ist gescheitert. Auf jeden, der im Leben das erreicht, was er sich vorstellt, kommen hunderte, die es nicht schaffen. Auf einen Gewinner kommen dutzende Verlierer. Kann ich mir ein tolles Auto leisten, sind meine Nachbarn unglücklich und neidisch. Kauft sich ein Kollege ein besseres Auto, bin ich unglücklich und neidisch. Die Verlierer flüchten sich in irgendwelche obskuren Weltanschauungen, Religion, Ironie oder eben Esoterik. Der Gewinner triumphiert, bis er selber verliert. Es gibt nur eine Lösung aus dem ganzen Dilemma. Diese Lösung heißt Sex! Sex gibt es aber nur für die tollen, reichen, mächtigen Gewinnermenschen, das ist also alles ein Teufelskreislauf. Wir propagieren deshalb die Abschaffung des Individuums und freien Sex für alle. Wir fangen sofort damit an!"

Ein Raunen ging durch die Menge. Offenbar war dies ein durchaus fester und erwarteter Bestandteil des Programms.
H. fühlte sich noch etwas benommen. Der Redner hatte all das in Worte gefasst, was er schon seit Jahren gedacht, aber nie laut ausgesprochen hatte. Er fühlte sich befreit. Dabei merkte er gar nicht, wie die Teilnehmer des Rituals ihre Gewänder abgenommen hatten. Es waren Männer und Frauen, und die weitaus meisten standen jetzt hüllenlos da - auch auf Katrin traf dies zu. Bewundernd musterte H. die junge Frau. "Donnerwetter", entfuhr es ihm. Glücklicherweise hatte er nie zu den Leuten gehört, die wirklich attraktive Menschen in unbekleidetem Zustand für weniger begehrenswert halten.
Bei dem, was nun in einem der unzähligen Zimmer des Palais folgte, stellte er sich erwartungsgemäß zunächst etwas ungeschickt an, doch mit der Zeit wurde er immer besser. Katrin war einfach wunderbar. Ihr Körper, wie Wachs unter seinen Händen, war wunderbar. Er selbst war auch wunderbar. Überhaupt war alles wunderbar, toll, fantastisch. Er verbrachte die wunderbarste Nacht seines Lebens. Erst gegen Morgen schliefen er und Katrin engumschlungen ein.

Die Sonne war bereits aufgegangen, als er erwachte. Katrin war fort, aber der Panther in der Ecke des Zimmers beobachtete ihn argwöhnisch. Dann sprach er.
"Hallo Mensch", verkündete er im Plauderton. "Na, ausgeschlafen? Aber ich vergesse mich - geschlafen hast du bestimmt nicht viel, wenn man den Erzählungen Katrins Glauben schenken darf. Schau mich nicht so an. Gelobt hat sie dich, in den höchsten Tönen. Anfangs, meinte sie, seiest du noch ziemlich dilettantisch zu Werke gegangen. Dilettantisch, aber irgendwie auch süß. Süß! Was sagt man dazu?"

"Man sagt dazu: Du redest zu viel, lieber Bruder. Wie immer!"
Dies war Katrins Stimme gewesen, sie kam wohl gerade aus der Stube nebenan. Aber nein, ein weiterer Panther kam jetzt, die Tür mit einer Tatze öffnend, zu ihm ans Bett.

"Überrascht, Mensch? Meinen Bruder Adrian hast du ja schon kennengelernt. Er ist es, der gestern Abend gesprochen hat. Du musst nämlich wissen, dass wir Katzenmenschen sind. Und jetzt verrate ich dir noch etwas, sozusagen unser zweites großes Familiengeheimnis: Die Angehörigen unserer Familie dürfen Sex nur mit den eigenen Geschwistern haben, sonst verwandeln sie sich binnen weniger Stunden von einen Menschen in einen Panther oder eine andere Großkatzenart. Eine ziemlich beschissene Situation."

Katrin kicherte leise. "Sicher hast du das nicht erwartet, falls du überhaupt etwas vom gestrigen Tag erwartet hast. Aber so und nicht anders ist es schon immer gewesen. Unsere Eltern waren übrigens ebenfalls Geschwister und unsere Großeltern vor ihnen. Man weiß nicht, wie und wann die Kette begann. Die Rückumwandlung in einen Menschen kann jedenfalls erst dann erfolgen, wenn der Mensch, mit dem der Beischlaf vollzogen wurde, getötet wird. Das, so fürchte ich, wird bald geschehen. Aber wir lassen dir einen Vorsprung."

"Genau! Wir Anthropofeliden richten uns nicht nach Regeln, die uns aufgezwungen wurden. Wir sind frei wie der Wind. Aber wir sind schließlich keine Unmenschen. Harharhar! Wir lassen dir einen Vorsprung von exakt fünf Minuten. Lauf, Mensch! Lauf!"

"Mach's gut, lieber H."

Aber das hörte H. kaum noch, denn da war er schon zur Tür hinaus. Auf den weißen Tiger, der gerade die Frau zerfleischte, während sein makelloses Fell sich rötlich färbte, achtete er kaum. Er lief nach draußen, in den ewigen Nebel hinein. Das nasse Laub unter den nackten Füßen war glitschig und klatschte gegen seine Unterschenkel. Nach zwei oder drei Minuten - so genau konnte er das nicht sagen - fing er an zu keuchen. Natürlich, er würde sterben. Er war einfach zu unsportlich, um zwei mordlustigen Anthropofeliden laufend zu entkommen. Nein, die drei Kilometer bis zur Bushaltestelle würde er niemals schaffen. Trotzdem konnte er über die eigene Dummheit und seine gestrige Leichtgläubigkeit nur noch lachen.

ENDE


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Zuletzt bearbeitet von Helcaraxe am 13.11.2005, 23:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 13.11.2005, 22:33                                  +/-

Spitze

Jetzt wird's kafkaesk, meine Herren!

Erinnert mich auch an "Eyes wide shut". Aber ich finde schon, dass es in den Meereswahnsinn gepasst hätte.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 00:02                                  +/-

Wenn mein beschissenes Leben eben so kafkaesk ist?
Und ja, "Eyes wide shut" ist auch drin. Ich glaube, ich habe noch nie in einer Geschichte so viel geklaut, wie in dieser. Wer weitere Anspielungen findet, bekommt einen Lolly.

Zitat:
Aber ich finde schon, dass es in den Meereswahnsinn gepasst hätte.

's war auch erst so geplant. Nach Ramujans Beitrag lief halt alles etwas aus dem Ruder.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 00:53                                  +/-

Die Katzenmenschen auf der Jagd erinnern mich an Terry Prattchets Werwölfe. Yes


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 01:36                                  +/-

Interessant! Yes

Gimli
Die Katzenmenschen auf der Jagd erinnern mich an Terry Prattchets Werwölfe. Yes

Und mich erinnern die Katzenmenschen irgendwie an die Katzenmenschen aus dem Film "Katzenmenschen". hähö

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 10:05                                  +/-

Arwen_gegen_den_Vulkan
Interessant! Yes

Das ist immer der diplomatischste Kommentar.

Also, an die Werwölfe Terry Prattchets hatte ich überhaupt nicht gedacht.
Aber Arwen hat ein bisschen recht. Bei den Katzenmenschen hatte ich die Katzenmenschen aus dem Film "Katzenmenschen", der ein Remake des Films "Katzenmenschen" von 1942 ist, im Sinn. Im Remake spielt Nastassja Kinski die Katzenfrau. *knicknack*


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 11:27                                  +/-

Und... sollen wir die Story jetzt nach Singender-Feder-Art zerlegen?


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 11:36                                  +/-

Nö.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 11:38                                  +/-

Ooch...


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 11:46                                  +/-

Wenn du möchtest, kannst du es natürlich trotzdem tun. Ich bin ja recht empfänglich für Kritik und kann mich dadurch allenfalls verbessern. Deine Frage klang nur etwas genervt. So wie ... "jetzt fischt er schon wieder nach Komplimenten." Mit den Augen rollen


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 11:53                                  +/-

grins

I wo, ich find es immer toll, wenn jemand was schreibt. Aber die Singende-Feder-Art finde ich nervig, die schlagen für einzelne Wörter Verbesserungen vor, da würd ich schnell zickig werden. Spontan fiel mir der Lammrücken mit Sauce Bernaise auf, klingt irgendwie barbarisch, aber es scheint sowas zu geben.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 12:00                                  +/-

Tja, jetzt hast du vorgelegt, jetzt musst du auch. Smilie

Ich find's ganz gut, wie die Federn das machen. Auf den ersten Blick wirkt es pingelig, manchmal ist es auch einfach nicht zutreffend oder Geschmäcker prallen aufeinander. Aber im Prinzip ist es das größte Kompliment, was man jemandem machen kann, wenn man sich so intensiv mit seinem Text auseinandersetzt. Da darf dann auch die Kritik ruhig etwas derber ausfallen.

Und natürlich gibt es wenig, was so gut wie Sauce Bernaise schmeckt. Zu allen Gerichten.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 12:20                                  +/-

Ach, da hab ich jetzt nicht die Zeit für Mit den Augen rollen

Aber erstmal ein dicker Pluspunkt für das Bild. Es macht was her Spitze

Dass der Protagonist nur einen Buchstaben als Namen hat, gefällt mir nicht so, das ist so verbraucht und erinnert an öde Kafka- und Brecht-Interpretationsmarathons in der Schule. Da fand ich Ramujans Konzept mit den Städtenamen oder deins mit den Anagrammen besser (ich erwäge, mir www.url-aktenpfeifer.de zu sichern).

Allzuviel Autobiographisches find ich immer etwas problematisch, wirkt manchmal exhibitionistisch und wird in nicht so tollen Geschichten gerne verwendet, um Rumzuheulen und Mitleid zu erhaschen, also bei so Kleinmädchengeschichten und so :-DAF: Und dann will ich das auch alles gar nicht so wissen. Mir würde hier mehr dichterische Freiheit besser gefallen.

Die Sexszene ist geschnitten, dafür gibt es einen Minuspunkt, aber einen dicken.

Den Schluss versteh ich nicht, wer frisst jetzt wen genau auf und warum?

Ich empfinde die Geschichte als latent katzenfeindlich, das missfällt mir.

Ich hätte gerne einen Dialog zwischen H. und T. im Bus gehabt, man erwartet, dass sie nun reden, aber es passiert nicht, zumindest nicht in wörtlicher Rede. Ein launiges Streitgespräch über Che Guevara versus Erwin Rommel klingt verlockend, da könnte man was rausholen.

Mir gefällt die neblige, herbstliche Stimmung und der Kontrast in der kuschligen Villa. Im Haus könnten mächtige Feuer brennen und alles könnte noch etwas altmodischer und üppiger sein, dicke Teppiche, schwere Vorhänge, dunkler Wein.. Draußer könnte es noch unwirtlicher werden, Regen, Graupel, Nacht.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 13:27                                  +/-

Zitat:
Allzuviel Autobiographisches find ich immer etwas problematisch, wirkt manchmal exhibitionistisch und wird in nicht so tollen Geschichten gerne verwendet, um Rumzuheulen und Mitleid zu erhaschen, also bei so Kleinmädchengeschichten und so :-DAF: Und dann will ich das auch alles gar nicht so wissen. Mir würde hier mehr dichterische Freiheit besser gefallen.



Aber ich bin der Meinung, dass dieser Stil in Verbindung mit der ironischen Brechung und einem Schuss Überheblichkeit einiges hermacht. Mir gefällt er recht gut. Nur Rumheulen wäre natürlich doof.

Zitat:
Die Sexszene ist geschnitten, dafür gibt es einen Minuspunkt, aber einen dicken.

Hör mal, es handelt sich immerhin um hohe Literatur und keinen der Ergüsse (hähähä), den man in der Bravo oder in Fickheftchen findet. Außerdem wirkt sowas immer leicht kitschig. D.h. es ist schwer, den Koitus auf dem Papier natürlich wirken zu lassen. Dir scheint das besser zu gelingen.

Zitat:
Den Schluss versteh ich nicht, wer frisst jetzt wen genau auf und warum?

Also, Herr H. soll getötet werden, damit sich Katrin wieder in einen Menschen rückverwandeln kann. Es ist ja offensichtlich, dass sie nicht enthaltsam leben will. Und mit dem eigenen Bruder kann man ja auch nicht immer, nicht wahr? Adrian wird wohl seine eigene, nicht näher genannte Sexualpartnerin erlegen. Und er hilft seiner Schwester beim Erjagen des Herrn H. Der weiße Tiger ist wohl ein Katzenmensch, der aus einem Zirkus befreit wurde. Man weiß es nicht so genau.

Zitat:
Ich empfinde die Geschichte als latent katzenfeindlich, das missfällt mir.

Sicher. Böse

Zitat:
Ich hätte gerne einen Dialog zwischen H. und T. im Bus gehabt, man erwartet, dass sie nun reden, aber es passiert nicht, zumindest nicht in wörtlicher Rede. Ein launiges Streitgespräch über Che Guevara versus Erwin Rommel klingt verlockend, da könnte man was rausholen.

Dieser Abschnitt beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. Es ist so, dass Herr H. Unmut und Ärger eher herunterschluckt als ausdiskutiert. So ist er eben gestrickt. Die Geschichte soll ein treffendes Bild seiner innersten Gedankenwelt abgeben. Außerdem war dieser Teil sowieso zu lang, es passiert ja nicht viel.

Zitat:
Im Haus könnten mächtige Feuer brennen und alles könnte noch etwas altmodischer und üppiger sein, dicke Teppiche, schwere Vorhänge, dunkler Wein.. Draußer könnte es noch unwirtlicher werden, Regen, Graupel, Nacht.

Stimmt.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 13:37                                  +/-

Zitat:
Auf den weißen Tiger, der gerade die Frau zerfleischte, während sein makelloses Fell sich rötlich färbte, achtete er kaum.

Das versteh ich nicht, welche Frau? Und warum wollen die Katzen auch mit Menschen Sex haben, wenn es doch so fatal für sie ist, das wird nicht geklärt.

Ich mag wörtliche Rede, sie lockert jeden Text auf. Man vergisst das beim Schreiben leicht, weil es einfacher ist, alles in einem Fluss runterzuschreiben, als den Plot immer wieder für Dialoge zu unterbrechen. Ich muss beim Meereswahnsinn immer aufpassen, dass überhaupt wörtliche Rede drin ist. Aber sie macht viel her und man kann anders als im Text auf lustige Weise derb werden oder Stile einbauen, die völlig rausfallen und so.

Für mehr wörtliche Rede!


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.11.2005, 13:48                                  +/-

Nichtraucher
Zitat:
Auf den weißen Tiger, der gerade die Frau zerfleischte, während sein makelloses Fell sich rötlich färbte, achtete er kaum.

Das versteh ich nicht, welche Frau?

Hmpf.
H. war eben nicht der einzige Gast an diesem Abend, was aber nur angedeutet wird. Der weiße Tiger ist ein Katzenmensch, der als Mensch vor längerer Zeit Sex mit einer Frau hatte. Irgendwie scheint diese Frau entkommen zu sein, aber sie wurde von der "Familie" wieder aufgespürt. So wie auch H. als passendes Opfer ausgewählt wurde.

Nichtraucher
Und warum wollen die Katzen auch mit Menschen Sex haben, wenn es doch so fatal für sie ist, das wird nicht geklärt.

Es ist nicht fatal. Es bereitet ihnen Freude, dieses Tabu zu brechen. Sie töten quasi zum Vergnügen und sie frönen der freien Liebe zum Vergnügen. Du hast wohl Adrians Anprache nicht genau genug gelesen.

Nichtraucher
Ich muss beim Meereswahnsinn immer aufpassen, dass überhaupt wörtliche Rede drin ist.

Weiß ich doch. So geht es mir doch auch. Traurig


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