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Musical Madness
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 07.04.2005, 21:56                                  +/-

Avenue Q – ein politisch nicht ganz korrektes Musical



Dies ist das erste Bild, daß ich Mitte 2003 aus diesem Musical sah und das mich bewog, mich nicht näher mit dem Stück zu befassen, denn es machte auf mich den Eindruck, es mit einer Bühnenfassung der Sesamstrasse zu tun zu haben. Und die Sesamstrasse als Musical gehört zu den Dingen, die ich nicht haben muss. Ehrlich.
Ostern 2005 überkam mich die grosse Langeweile und ich entschied, mir mal wieder einen Überblick über die aktuellen Broadwaystücke zu verschaffen. Tja, da war es dann wieder, das Sesamstrassenstück, offenbar nicht unterzukriegen und von aller Welt geliebt. Diesmal fiel mein Blick allerdings auch auf die Tracklist der CD, ein mittelschwerer Lachkrampf war die Folge, denn schon die Titel haben es in sich, folglich musste ich sie mir anhören. Es ging nicht anders. Und es war das Opfer wert!

Zum Inhalt:
Princeton, ein Collegeabsolvent, kommt nach New York, kann sich aber keine „anständige“ Wohngegend leisten und landet in der Avenue Q, Avenue A – P waren leider zu teuer. Dort trifft er auf andere Bewonhner, unter ihnen
- Kate Monster, eine Lehrerin
- Trekkie Monster, internetsüchtiges, nerdiges Wesen
- Brian, ein arbeitsloser Komiker
- Christmas Eve, dessen asiatische Verlobte, eine Therapeutin
- Nicky und dessen Mitbewohner Rod
- und Gary Coleman, den Hausmeister.
Handlung im eigentlichen Sinne hat das Stück nicht viel, es werden kleine Geschichten aus dem wahren Leben erzählt. Das aber auf sehr respektlose Art, die man am Broadway nicht unbedingt vermutet hätte, Avenue Q hat dort mittlerweile sogar eine Art Kommentatorenfunktion und verarbeitet alles, was bei 3 nicht weit genug außer Sichtweite geflohen ist, hier z.B. eines der Avenue-Q-Wahlplakate aus der Zeit der amerikanischen Präsidentschaftswahlen:

Und ja, die haben ihre eigene Presidential Debate mit Puppen durchgezogen, auf dem Times Square.

Hier nun also die Tracklist der CD:

The Avenue Q Theme
Das Intro. Nett. Sesamstrassestil.

What Do You Do with a B.A. in English?
It sucks to be me. Die Bewohner stellen sich vor und streiten sich, wem es am schlechtesten geht. Gemeinerweise muss man drüber lachen.

If You Were Gay
Wunderbares Spiel mit den gängigen Klischees und Toleranzphrasen.

Purpose
Lückenfüller. Aber nötig, um doch noch ein kleines bißchen Inhalt in die Show zu bekommen und den Bogen von einem Stück zum anderen zu spannen.

Everyone's A Little Bit Racist
PRINCETON: Christ, do I feel good!
GARY COLEMAN: Now there was a fine upstanding black man!
PRINCETON: Who?
GARY COLEMAN: Jesus Christ!
KATE MONSTER: But Gary, Jesus was white!
GARY COLEMAN: No, Jesus was black.
KATE MONSTER: No, Jesus was white!
GARY COLEMAN: No, I'm pretty sure Jesus was black!
PRINCETON: Guys -- Jesus was Jewish!

In Deutschland dürfte man den Witz wohl nicht bringen. Egal, ich hab gelacht.

The Internet Is For Porn
Kennt ihr das Manamanalied aus der Sesamstrasse? Ja? Das hier ist die Erwachsenenversion davon, ein wirklich gottverdammter Ohrwurm, den man nie wieder los wird, mit Lyrics, bei denen es in einer amerikanischen Show eigentlich peepen müsste. Tut es aber nicht und so muss man sich hinterher arg auf die Zunge beissen, um das nicht laut zu singen, was einem einen leicht schrägen Blick seiner Mitmenschen eintragen würde. Aus all diesen Gründen habe ich meine Mitmenschen schon fast alle mit diesem Lied verdorben, jetzt bin ich wenigstens nicht alleine mit dem Problem.
Was wir dabei außerdem feststellten: Englisch eignet sich beim Thema Porno eindeutig besser zum Reimen, auf deutsch geht das nicht. Oder fällt euch ein adäquates Äquivalent zu „Grab your dick and doubleclick!“ ein? Mir nicht.

Mix Tape
Ach, das waren noch Zeiten, als man Mix Tapes zusammenstellte

I'm Not Wearing Underwear Today
Yeah, your wild and free.

Special
Auftritt der Diva, die ganz links ist's, wer sonst?

You Can Be as Loud as the Hell You Want
(When You're Makin' Love)

Genau, es geht um Sex. Puppensex! :schock:

Fantasies Come True
Hier geht's entgegen der Vermutung nicht um Sex, sondern um Lebensträume

My Girlfriend, Who Lives in Canada
Ja, nee, ist klar.

There's a Fine, Fine Line
*schnüff* Ein wunderschönes melancholisches Lied

There Is Life Outside Your Apartment
Ich fühle mich ertappt. Wer noch?

The More You Ruv Someone
Nein, kein Tippfehler

Schadenfreude
Eine seltsame Auswahl von Worten wurden aus dem Deutschen ins Englische übernommen, finde ich.

I Wish I Could Go Back to College
Ja, früher war nämlich alles besser und sowieso und überhaupt.

The Money Song
Geld regiert die Welt auch in diesem Stück.

School for Monsters/The Money Song (Reprise)
Gehört zum Lied obendrüber. Danke, Trekkie, für die Erklärung, wie man im Internet Geld verdienen kann.

There's A Fine, Fine Line (Reprise)
s.o.

For Now
The End.


Auf der offiziellen Homepage kann man übrigens in die Lieder reinhören und sich Clips angucken.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 07.04.2005, 22:07                                  +/-

Porn porn...*sing*


Mist, jetzt hab ich nen Ohrwurm...*gnaaaaaaaa*.

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 14.04.2005, 13:50                                  +/-

Rüberkopiert aus der Boardykneipe:

Ein Kinobesuch der Verräterdamen in epischer Breite. Müsste eigentlich wie Kaylees King Arthur Besprechung über verschiedene Threads verteilt werden, aber dafür bin ich zu faul.

Begonnen hat alles kurz vor Silvester, als mein Freund und ich eigentlich beide das Phantom der Oper gucken wollten. Er wurde von Freunden in die deutsche Fassung geschleift, ich habe mich geweigert, mir diesen Film in der Synchro anzutun und... ähm.... ja, ich gebe zu, ich habe sehr gelacht, als er mir hinterher erzählte, daß der Film zwar toll aussehen würde, aber in der Synchro wäre er akustisch unerträglich.
Ein paar Wochenenden später telefonieren titania und ich miteinander und sie erwähnt beiläufig, daß das Phantom in Mannheim in der OV laufe, sie aber keinen hätte, der mitgehen würde. Daraufhin beschließe ich spontan, daß ich das restliche Wochenende ja auch bei meinem Freund verbringen könnte, der normalerweise grob gesehen in der Gegend wohnt, und wir sonntags abends ja gemeinsam ins Kino könnten. Moses wird spontan einfach miteingeplant, einem spießigen Pärchenkinobesuch steht somit nichts mehr im Wege. Dachten wir. Dann folgt ein bißchen Chaos, mein Freund kann leider wegen zuviel nicht erledigter Arbeit nicht mit, Moses will nicht mit und somit mußten wir leider, leider einen Frauenabend daraus machen. (was im nachhinein eindeutig ein Glücksfall war...)

Also auf nach Mannheim, wir finden sogar das Kino für unsere Verhältnisse recht schnell und haben – entgegen sonstiger Verräterdamengewohnheiten – massig Zeit bis Filmbeginn.Popcorn oder nicht Popcorn? Natürlich Popcorn, es ist ein Frauenabend, da gehört was zum Mampfen dazu. Wenn Kino, dann richtig Kino.
„Hast Du noch 20 cent klein?“
„Moment...“ *such* *fünfzigcentstückindertaschefinde* „Wenn Du jetzt noch 30 cent drauflegst, dann reicht’s für die größere Tüte.“
*kram* *wurschtel* „Ich habe noch 47 cent!“
„Warte mal....“ *weiterwühl* *nochmehrkleingeldfinde* (Frauen haben ECHT viele Taschen!) „Hey, wir können uns den Rieseneimer leisten.“
Was wir dann auch taten.

Noch immer ist viiiiiiiiiiiel Zeit bis Filmbeginn, wir gehen jedoch schon nach oben und besetzen die perfekte Beobachterposition auf ein paar Barhockern. Guter Plan, denn schon das inoffizielle Vorprogramm zum Film ist sehenswert: Publikum angucken und schubladisieren. Außer uns besuchen offenbar nur Germanistikstudentinnen im typischen Outfit diese Vorstellung: Hochsteckfrisur, Hornbrille, Strickkostüm. Oder Pärchen, die alle 5 Jahre Sonntags mal ins Kino gehen, wenn die Oma auf den Nachwuchs aufpaßt. Wir fallen schon alleine durch unsere gute Laune auf, noch mehr durch unseren Dressed-in-black-Stil und am allermeisten durch die Tatsache, daß wir es toll finden, daß die Musik aus Blues Brothers und aus Grease gespielt wird. Welche Kombination!

Eine Viertelstunde später sitzen auch wir im Saal, die beiden Germanistinnen, denen wir vorher in Gedanken das Goldene Klischee des Jahres verliehen haben, sitzen natürlich neben mir. Danke.


The Phantom of the Opera – Ein klassischer Menarchefilm

Die junge Christine, Tochter eines berühmten Violinisten, kommt als Waise an die Pariser Opéra Populaire, um dort Ballett zu studieren. Sie wird vom Phantom, einem mysteriösen Unbekannten, in Gesang ausgebildet. Besagtes Phantom der Oper hat im Laufe vieler Jahre die heimliche Herrschaft über das Opernhaus an sich gerissen und macht diesen Umstand beim Wechsel der offiziellen Betreiber des Opernhauses noch einmal deutlich, indem es bei einer Probe Kulissenteile vom Schnürboden auf die Bühne rauschen läßt. Carlotta, erster Sopran und Diva par excellence, ist darüber so echauffiert, daß sie das Opernhaus stehenden Fußes verläßt und Christine abends ihre Partie in der Opernaufführung singen muss. Zunächst ein Triumpf für das Phantom, welches Christine als neuen Star der Oper etablieren will, jedoch befindet sich im Publikum auch der junge Vicomte Raoul de Chatigny, der Christine noch aus ihrer Kindheit kennt und sich prompt in sie verliebt. Das Phantom wird natürlich eifersüchtig und Christine kann sich die nächsten zwei Filmstunden nicht zwischen beiden entscheiden.
Bei der Bühnenfassung gebe ich zu, daß ich normalerweise auf Seiten des Phantoms bin, Raoul ist einfach der totale Schleimer und Langweiler, das Phantom ist da trotz leichter Mängel in der Optik eindeutig der interessantere Part. Und nachdem ich nur Filmfotos gesehen habe, auf denen Raoul bei mir keinen Blumentopf gewinnen würde, war ich mehr als skeptisch, aber...............
Man kann ihn anschmachten, vor allem an einem Frauenabend. Singen kann er auch noch und er sieht lange nicht so geleckt aus wie auf den Fotos, feine Sache. titania und ich überlegen, ob wir unsere Angewohnheiten verraten können und uns diesmal innerlich auf die Seite des Vicomte schlagen sollen.

Dann irgendwann trat natürlich auch das Phantom in Erscheinung und ich muss sagen: Jaaaaaaaa, doch....


*rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*

Okay, wir schlagen uns somit wieder auf die Seite des Phantoms, können bei dessen Abwesenheit von der Leinwand auch Raoul anschmachten und sind froh, daß wir einen Frauenabend machen, denn dies ist eindeutig ein Frauenfilm.

Ansonsten: Ein wahnsinnig detailverliebter Film mit traumhaften Sets und Requisiten, von der verfallenen, zugestaubten Oper über das prächtig für den Maskenball geschmückte Foyer bis hin zum verschneiten Friedhof. *schmacht*
Angenehm fallen auch die ganzen Nebenrollen und Charaktere im Hintergrund auf, man hat nicht das Gefühl, daß einfach haufenweise Statisten durch das Bild geschoben werden, sondern auch dort ließ man den Schauspielern Raum, um Charaktere zu schaffen. So sieht man z.B. während der Proben zu Hanniball, daß sich ein paar Bühnenarbeiter im Hintergrund die Hucke vollsaufen (die Szene kommt auch in der Bühnenversion vor) und es gibt zwei Putzfrauen, die sich jedesmal, wenn Carlotta eine Arie anstimmt, Watte in die Ohren stopfen. Letzteres ist besonders lustig, weil den beiden Germanistinnen neben mir der Film zu laut ist und die sich ständig Stöpsel in die Ohren stecken und bei den Dialogszenen wieder herausnehmen.

Und wo wir gerade so schön bei Carlotta sind: Alleine wegen Minnie Driver in dieser Rolle muss man in den Film gehen. Es ist ein absolutes Highlight, wie sie mit italienischem Akzent und dramatischen Temperamentsausbrüchen einen Hofstaat an Perückenmachern und Pudelpflegern durch die Gegend kommandiert und alle zu einem Kniefall vor ihrem armen, zerbrechlichen Divenego befiehlt. Schade, daß sie dafür keinen Oscar bekommen wird, es war im vergangen Jahr die beeindruckendste Darstellung, die ich im Kino gesehen habe.
Dann wären da noch Firmin und André zu nennen, die neuen Betreiber der Oper, ebenfalls herrlich skuril, und der Dirigent und musikalische Leiter der Oper, einfach knuffig, mit welchem Elan der immer seinen Taktstock schwang.

Nach dem Film hatten wir noch einen kleineren Lacher, als wir feststellten, daß der Film buchgetreuer ist als das Original. Obwohl der Film eine Verfilmung des Bühnenstückes ist, fanden diverse Buchszenen in den Film, die nicht in der Bühnenfassung enthalten sind, z.B. die Rückblende in die Kindheit des Phantoms und wie dieses in die Oper gelangte. Oder das Spiegelkabinett, in welchem sich Raoul beim Maskenball plötzlich wiederfand.

Definitiv ein Film, den ich mir auf DVD zulegen werde, und wehe die bringen hier nur so eine komische Fassung mit deutscher und ohne englische Tonspur raus.

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Triskel
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BeitragVerfasst am: 14.04.2005, 20:25                                  +/-

Loth, entschuldige bitte den Spam, aber das hier muss einfach unter einen Beitrag wie deinen:


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 14.04.2005, 20:53                                  +/-

*kicher* *wegspeicher*

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 15.04.2005, 22:32                                  +/-

No one mourns the WICKED

Es war einmal in einem Reich namens Oz...



Eins vorneweg: Dieses Musical ist nur witzig für Leute, die die Geschichte um den Zauberer von Oz kennen. Man kann der Handlung zwar auch ohne Vorwissen folgen, aber viele kleine Gags bleiben dann auf der Strecke.
„Wicked“ beruht auf dem Buch „Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West“ von Gregory Maguire und erzählt die Vorgeschichte und einen kleinen Teil der Nachgeschichte von „Der Zauberer von Oz“.
Es beginnt mit der Verkündung vom Tod Elphabas, der bösen Hexe des Westens. Glinda, die gute Hexe, erinnert sich an die Vergangenheit und beginnt zu erzählen:
Sie und Elphaba besuchten gemeinsam das College von Oz und bildeten ein sehr ungleiches Gespann: Elphaba, klug aber Außenseiterin durch ihre grüne Hautfarbe, und Glinda, blonde Schönheit, beliebt, aber ein bißchen dumm. Anfangs Erzfeindinnen werden sie bald zu guten Freundinnen. Dritter im Bunde ist Fiyero, gutaussehender Prinz mit etwas zweifelhaftem Ruf, der lieber Party macht als zur Schule zu gehen. Eines Tages werden Elphaba (und Glinda, weil Elphaba diese mitschleppt) zum großen Zauberer von Oz gerufen, der Elphabas Fähigkeiten auf die Probe stellt. Bei dieser Gelegenheit erkennt Elphaba allerdings, daß der Zauberer selber nur über geringe Fähigkeiten verfügt und sie mißbrauchen möchte, um die Tiere von Oz in Käfige zu sperren, weil dies verhindert, daß sie sprechen lernen. Elphaba überwirft sich mit dem Zauberer und muss fliehen, woraufhin die Jagd auf sie startet und sie als „wicked“ verschrien wird. Fiyero wird zum Anführer der Truppen ernannt, die Elphaba finden und stellen sollen, eine Gelegenheit, die Glinda nutzt um ihn mit ihrer gemeinsamen Verlobungsfeier zu überrumpeln. Was sie nicht weiß: Fiyero sucht Elphaba nicht, um sie „der Gerechtigkeit“ zu überantworten, bei einer Begegnung verhilft er ihr zur gemeinsamen Flucht und gesteht ihr seine Liebe. Glinda, tief verletzt, bringt den Zauberer und dessen Beraterin Madame Morrible, ehemalige Schulleiterin, auf den Gedanken, daß Elphabas einzig verletzbare Stelle ihre geliebte und schöne Schwester Nessarose ist. Der Zauberer und Madame Morrible spinnen diese Idee weiter und Madame Morrible, spezialisiert auf Wetterzauber, beschwört einen Wirbelsturm herauf, welcher ein Haus aus einer anderen Welt durch die Luft wirbeln und geradewegs auf Nessarose fallen läßt. Elphaba eilt von düsteren Ahnungen getrieben zur Unglücksstelle und trifft dort auf Glinda, die schockiert ist, was sie mit ihrer Eifersucht in Gang gesetzt hat. Wachen erscheinen, um Elphaba festzunehmen, in letzter Sekunde kann Fiyero sie retten, gerät jedoch selber in Gefangenschaft. Elphaba muss dies hilflos mitansehen, ihre Zauberkunst reicht nicht, um ihn vor Folter und eventuellem Tod zu bewahren, und sie schwört Rache.



Zauberer-von-Oz-Kenner erfahren außerdem, warum es die „yellow brick road“ gibt, woher die geflügelten Affen kommen und warum Vogelscheuche, Blechmann und Löwe so sind, wie sie nun einmal sind.

Die Musik von „Wicked“ bietet ein paar bombastische Ensemblenummern, die den musikalischen Leiter wahrscheinlich zur Verzweiflung treiben durch diverse gegeneinanderlaufende Chorstimmen und andere Nettigkeiten, sowie jeweils auf die Einzelcharaktere abgestimmte Solonummern, Glinda darf mit glockenklarem Sopran trällern, Fiyero bekommt ein beschwingtes „Dancing through life“ und Elphaba ist eine echte Herausforderung. Ich habe mich beim Hören der CD in das Lied „No good deed“ verliebt, Elphabas Racheschwur, und hatte arge Probleme dabei, auch nur ansatzweise die Noten rauszuhören. Seit heute habe ich die Noten vorliegen und weiß auch warum: Die Tonart wird insgesamt 6 mal gewechselt, wobei 17 Noten noch Sonderbehandlung durch zusätzliche oder wegfallende Vorzeichen bekommen und der Takt wechselt innerhalb des Liedes ganze 16 mal, und da ist vom 2/4-Takt bis zum 5/4-Takt alles dabei. Danke dafür, ich werde wohl die nächsten Wochen mit Üben verbringen. Was von Lloyd-Webber wäre einfacher, warum kann ich nicht Cats mögen? Wahrscheinlich, weil Cats unglaublich blöd ist. Wicked hat außerdem noch intelligent geschriebene Texte, sehr wohltuend im Vergleich zu vielen Stücken, die hier so gespielt werden.

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 17.04.2005, 14:55                                  +/-

Eigentlich sollte hier jetzt ein längerer Beitrag zu Chess stehen, aber mein PC war dagegen und so gibt es jetzt die Superkurzfassung:

In Chess geht es - wie der Name schon fast vermuten läßt - um Schach. Außerdem um den kalten Krieg, Intrigen, zwei Männer und zwei Frauen. Die Musik ist von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, die das "BB" in ABBA bildeten. Bekanntestes Lied dürfte "One Night in Bangkok" sein, welches in einer grauenhaften Technocoverversion gerade die CHarts stürmt.

Näheres zu Inhalt und Hintergründen gibt's hier.

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titania



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BeitragVerfasst am: 30.04.2005, 10:12                                  +/-

Da. Ein Musicalthreadbeitrag.

Scarlet Pimpernel ist mir gerade zu traurig, alle anderen MusicalCDs hat sich mein werter Bruder unter den Nagel gerissen, so dass cih demnächst mit viel Muße und Fencheltee aus dem Gedächnis heraus "Singing in the Rain" nicht gerecht werden werde :androhung:


_________________
Der menschliche Körper enthält sechs Liter Blut: genug, um eine große Wohnung anzustreichen.
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 30.04.2005, 11:03                                  +/-

titania
Da. Ein Musicalthreadbeitrag.


Spitze

titania
[...]so dass cih demnächst mit viel Muße und Fencheltee aus dem Gedächnis heraus "Singing in the Rain" nicht gerecht werden werde :androhung:


Isch freue misch.

Das gilt übrigens auch für die anderen: Ich würde mich wirklich freuen, wenn hier sonst noch wer was schreibt. "Man of la Mancha" anyone?

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 07.05.2005, 23:32                                  +/-

Auf nach Frankreich:

Notre-Dame de Paris



Eines vorneweg: Diese Fassung hat nichts mit der Disneyversion gemeinsam außer ein paar Namen der Hauptfiguren, wer fröhliche Menschen und ein Happy End erwartet: Nicht weiterlesen, nicht dieses Stück anhören und schon gar nicht dieses Stück angucken. Dies ist näher an Victor Hugos Romanvorlage und der schrieb nun einmal eher weniger lustige Kindergeschichten.


Gringoire

Zu Beginn des Stückes entführt der Straßenpoet Gringoire, der die ganze Zeit mal mehr, mal weniger als spöttischer Erzähler in Erscheinung tritt, den Zuschauer ins Paris zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Dort tobt gerade das Fest der Narren, bei dem der bucklige Glöckner von Notre-Dame zum Narrenpapst gewählt wird. Frollo, dem Dompropst, mißfällt dies und er läßt Quasimodo auf ein Folterrad fesseln.



Die Zigeunerin Esmeralda ist die einzige, die sich erbarmt und dem Gefolterten Wasser zum Trinken bringt und Quasimodo verliebt sich in die exotische Schönheit. Ebenfalls verliebt in Esmeralda: Frollo selber sowie Phoebus, Hauptmann der Wache, der jedoch mit Fleur de Lys, einer jungen und reichen Dame aus der Pariser Oberschicht, verlobt ist.


Esmeralda

Eines Tages gerät Gringoire, der Straßenpoet, auf den „Cour des Miracles“, den „Hof der Wunder“, wo ihn Clopin, der Herrscher über die dort ansässigen Ausgestoßenen, gefangen nimmt. Nur die Heirat mit einer Zigeunerin kann ihn aus dieser Gefangenschaft befreien, und so nimmt Esmeralda ihn zum Mann, obwohl sie eigentlich Phoebus anhimmelt. Dumme Nuss, wo Gringoire doch viel charismatischer und intelligenter ist.


Nochmal Gringoire

Hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Esmeralda und seiner unbedingten Pflichterfüllung inkl. Keuschheitsgelübte, verfällt Frollo zunehmend dem Selbsthass und Wahnsinn und er läßt Esmeralda gefangen nehmen. In seiner Verzweiflung stellt er sie vor folgende Wahl: Entweder, sie liebt ihn oder er übergibt sie der Inquisition. Letzteres geschieht, jedoch kann Quasimodo sie mit Hilfe der anderen Ausgestoßenen befreien und in der Kathedrale Notre-Dame verstecken. Fleur de Lys – wir erinnern uns: die Verlobte von Phoebus – ist nicht ganz das blonde, liebe und naive Püppchen, als das sie sich in ihren gesellschaftlichen Kreisen präsentiert, weil die damalige Rolle der Frau das so wollte. Nein, die Dame entpuppt sich als knallhart und so nimmt sie sich ihren Verlobten zur Brust: Er möge Esmeralda an den Galgen bringen oder aber sie wird seine gesellschaftliche Stellung ruinieren. Herrliche Szene, zuerst erzählt sie ihm, wie toll und prächtig er doch als Hauptmann auf seinem Pferd aussieht, dann versichert sie ihm, daß sie ihn auf immer und ewig lieben wird, wobei sie genüßlich nach und nach das ganze Arsenal der Waffen einer Frau auspackt, und wenn Phoebus nur noch mit einem anderen Körperteil als seinem ohnehin nicht großen Hirn denkt, präsentiert sie die klitzekleine Klausel, daß er das alles erst bekommt, wenn Esmeralda am Galgen ist.
Und weil Phoebus ein oberflächliches Arschloch ist und gesellschaftlich ehrgeizig, landet Esmeralda auch am Galgen, nach einem Aufstand, bei dem Clopin um sein Leben kommt. Quasimodo stürzt daraufhin Frollo die Treppen von Notre-Dame hinunter und stirbt selber am Grab Esmeraldas.


Quasimodo

Fazit:
Tote: Esmeralda, Quasimodo, Clopin, Frollo
Überlebende: Fleur de Lys, Phoebus, Gringoire

Somit disneyuntauglich, da die Sympathieträger alle sterben. Abgesehen davon, daß ein paar Tanzszenen zu erotisch wären... *pfeif*



Musikalisch bietet das Stück große Balladen und Uptempo-Nummern mit jeder Menge Trommeln, die dem Stück eine unheimliche Dynamik verleihen. Das Ensemble teilt sich in Sänger/Schauspieler für die Hauptrollen und Artisten/Tänzer für die Gaukler, Ausgestossenen, Zigeuner,...
In der Originalinszenierung erinnerte das Stück stark an die Produktionen des Cirque du Soleil mit großartigen, sehr poetischen Akrobatiknummern.


Ich würde dabei umfallen.

Warum musste in Deutschland die Disneyversion in einer nicht funktionierenden Bühnenadaption gespielt werde, mit einem unwahrscheinlichen Technikeinatz und klinisch toter Ausdrucksstärke?


Auf der offiziellen itaienischen Seite gibt es ein paar Videoausschnitte aus der DVD der französischen Produktion zu sehen, nicht die besten Szenen, aber immerhin:
Belle
Bohémienne
Les Sans-Papiers

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Waldelb



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BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 18:25                                  +/-

Find ich toll, wie du hier einen klasse Beitrag nach dem anderen niederschreibst! Spitze

Leider habe ich mit Musicals so gar nichts am Hut. Dabei kann ich noch nicht mal sagen, dass sie mir nicht gefallen würden, ich kenne einfach keine. Ich hatte ja schon öfter den Verdacht, dass ich eigentlich ein Musical Typ sein müsste, weil ich die Idee von gesprochenen Liedern und gesungenen Dialogen klasse finde. Aber irgendwas hat mich immer davor zurück schrecken lassen.

Hast du eigentlich was von den drei Musketieren gehört? In dem letzten Bahn Magazin, war ein wirklich begeisterter Artikel über die Premiere in Berlin. Hat sich sehr nett angehört...


_________________
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 18:42                                  +/-

Danke für das Kompliment!

Waldelb
Hast du eigentlich was von den drei Musketieren gehört? In dem letzten Bahn Magazin, war ein wirklich begeisterter Artikel über die Premiere in Berlin. Hat sich sehr nett angehört...


Ich habe bei zwei Leuten (deren Geschmack ich normalerweise trauen kann) nachgefragt, weil ich die Geschichte mag, deren Reaktion war aber... sage wir mal... verhalten.

"Was, Du willst Dir den Mist angucken? Krank? Fieber? Vom Wahnsinn besessen? etc..." (Liste läßt sich fortsetzen)

Nach etwas Nachbohren bekam ich dann genauere Kritiken:
In dem Stück wurde sich wohl etwas in der Handlung verzettelt, es gibt zig Nebenaktionen und Nebencharaktere, aber keine klare Linie mehr, so wurde z.B. D'Artagnans Diener Planchet gestrichen, dafür aber ein Diener für den Herzog von Buckingham eingeführt, der dann halt eine Rolle mehr auf der Bühne ist, aber keine Funktion für die Handlung hat, etc.
Musikalisch ist es Einheitsbrei, ich habe die CD der holländischen Originalproduktion hier, es klingt nett, tut nicht weh, ist aber nichts Besonderes und es bleibt nichts hängen.

Mag allerdings auch sein, daß ich etwas härter urteile als es ein "normaler" Zuschauer das tun würde, dafür kenne ich einfach zu viele gute Musicals zum Vergleichen.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 00:29                                  +/-

Waldelb
Ich hatte ja schon öfter den Verdacht, dass ich eigentlich ein Musical Typ sein müsste, weil ich die Idee von gesprochenen Liedern und gesungenen Dialogen klasse finde.

Apropos, gibt es eigentlich eine Definition? Also "Was ist Musical", was muss erfüllt sein um von einem Musical zu sprechen? *fragendzulothschaut*

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 10.05.2005, 00:29                                  +/-

Jein. "Musical" ist eigentlich nur eine Abkürzung, früher sprach man von "musical comedy", "musical tragedy", etc., also von Theaterstücken mit Musik. Irgendwann fing man an, den Begriff "Musical" für alles zu verwenden, was irgendwie in diese Schublade paßte. Musical unterschied sich von der Operette ursprünglich dadurch, daß zum Erzählen einer Geschichte Elemente aus verschiedenen Theaterformen und Musikrichtungen verwendet wurden: Jazz, Swing, Revue, Operette, Vaudeville, Sprechtheater,...
Dann kamen die großen Filmmusicals mit unheimlich viel Steptanz, irgendwann Ende der 60er die Rockmusicals, in den 80ern die ganzen Lloyd-Webber-Stücke und in den 90ern die Concept Musicals (hm... vielleicht auch früher, aber ab da waren sie recht erfolgreich). Das waren jetzt so die wichtigsten Richtungen, da fehlen noch mindestens 34875845056 Unterarten. Das Einzige, was alle Musicals gemeinsam haben (*hüstel* oder besser: haben sollten): Musikalische Elemente sollen der Unterstützung der Handlung dienen, nicht umgekehrt.
Von einer einheitlichen Kunstform "Musical" zu sprechen ist daher unmöglich, Film ist ja auch nicht gleich Film, nur weil man ihn theoretisch im Kino gucken könnte und jemand spricht, da gibt es ja auch unzählige Stilrichtungen.
Was ich allerdings erheiternd finde: Geht man von dieser Originaldefinition des Musicals aus, dann fallen fast alle Stücke, die man hier kennt, raus. Fast alle sind durchkomponiert und bei sehr vielen Stücken wurden ein paar nette Songs geschrieben und die Handlung drumherum gestrickt. Strenggenommen sind das Opern mit moderner Musik.

Unheimlich vereinfachte Kurzdefinitionen:
Operette: Dialoge und Musiknummern im Wechsel, aber Musik ist wichtiger als Text und Handlung. Daher meist ziemlich hohle Stücke, aber mit Ohrwürmern. Normalerweise "heile Welt" als Thema.
Musical: Dialoge und Musiknummern im Wechsel, Musik zur Untersützung der Handlung. Ab Mitte des letzten Jahrhunderts wurde damit begonnen, in Musicals auch kritische und provokante Themen zu behandeln, aber außer "Hair" und der "West Side Story" wird davon in Deutschland nur selten etwas gespielt, hier importiert man fast nur die Popcornmusicals.
Oper: im Prinzip alles, was durchkomponiert ist, mit Arien, Chorsätzen, Rezitativen und Ballett.

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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 12.05.2005, 21:58                                  +/-

Bis zum 22. Mai läuft im Berlin ein Ramones-Musical, mit all den dreiakkordigen Hits! Leider werde ich nicht hin können...



...andererseits ist es bestimmt nicht true...


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 12.05.2005, 22:02                                  +/-

SPON hat eine Kritik dazu veröffentlicht, aber mehr weiß ich auch nicht drüber.

EDIT: *lach* Aufgrund der reineditierten Bilder schließe ich, daß wir beide bei SPON drüber gestolpert sind.

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 16.05.2005, 19:25                                  +/-

tick... tick... BOOM!

"tick... tick... BOOM!" (nachfolgend ttB genannt) ist kein Stück im eigentlichen Sinne, sondern war ursprünglich als One Man Show konzipiert. Genauer gesagt hat sich der Komponist Jonathan Larson in der Woche vor seinem dreißigsten Geburtstag seinen Frust darüber von der Seele geschrieben, daß es in seinem Leben nicht ganz so läuft wie er das wohl geplant hatte. Herausgekommen sind ein paar Lieder, die ziemlich oft den Nagel auf den Kopf treffen. Einige Jahre nach seinem Tod und dem phänomenalen Erfolg von "Rent" (über dieses Stück wollte ich eigentlich schreiben, bin aber gerade zu faul dazu) hat man auch ttB wieder ausgegraben und die Rollen auf drei Schauspieler verteilt, so daß sich nicht mehr einer alleine furchtbar abhampeln muss.

Hier nun das Lied, das mich gestern spontan sehr zum Lachen brachte:

THERAPY

SUSAN:
Are you saying we can't talk?

JONATHAN:
Are you saying we are not talking?

SUSAN:
What are you saying?

JONATHAN:
What are you saying?
I'm saying:

I feel bad, that you feel bad
About me feeling bad, about you feeling bad
About what I said, about what you said
About me not being able to share a feeling

SUSAN:
If I thought that what you thought
Was that I hadn't thought about sharing my thoughts
Then my reaction to your reaction
To my reaction
Would have been more revealing

JONATHAN:
I was afraid that you'd be afraid
If I told you that I was afraid of intimacy

If you don't have a problem with my problem
Maybe the problem is simply co-dependency

SUSAN:
Yes I know that now you know
That I didn't know that you didn't know
That when I said "No"
I meant "Yes, I know"
And that now I know that you knew
That you knew you adored me

JONATHAN:
I was wrong to

SUSAN:
Say you were wrong to

JONATHAN:
Say I was wrong about

SUSAN:
You being wrong

JONATHAN:
When you rang to say that

SUSAN:
The ring was the wrong thing to bring

JONATHAN:
If I meant what I said
When I said "rings bore me"

JONATHAN AND SUSAN:
I'm not mad that you got mad that I got mad
When you said I should go drop dead

JONATHAN:
If I were you and I'd done what I'd done
I'd do what you did when I gave you the ring
Having said what I said

--- OVERLAPPING ---

JONATHAN:
I feel bad, that you feel bad
About me feeling bad, about you feeling bad
About what I said, about what you said
About me not being able to share a feeling

I thought you thought I reacted shallowly
When I reacted to you

I'm not mad
You got mad
Go drop dead

If I were you and I'd done what I'd done
I'd do what you did when I gave you the ring
Having said what I said

SUSAN:
I feel badly about you
Feeling badly about me
Feel badly about you

If I thought that what you thought
Was that I hadn't thought about sharing my thoughts
Then my reaction to your reaction
To my reaction
Would have been more revealing

I'm not mad that you got mad that I got mad
When you said I should go drop dead

If I were you
But I'm not you
Said what I said

--- END OF OVERLAPPING---

JONATHAN:
But now it's out in the open

SUSAN:
Now it's off our chest

JONATHAN AND SUSAN:
Now it's four am
And we have therapy tomorrow
It's too late to screw
So lets just get some rest


*breitgrins* Wie war das doch gleich mit Männern und Frauen und einer gemeinsamen Sprache?

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 22.06.2005, 12:03                                  +/-

BARE - A Pop Opera

Bare ist eines dieser Stücke, die mal wieder die Taktik des "Stücks im Stück" aufgreifen, ein lange nicht mehr gesehenes Stilmittel, mir fallen gerade noch "Man of la Mancha" und natürlich "Kiss me, Kate" ein, die dies ebenfalls erfolgreich tun. Im Fall von Bare hat man dazu "Romeo und Julia" gewählt, welches von der Theatergruppe einer Schule aufgeführt wird.

Bare selber handelt vom Leben, der Liebe und den Problemen, die eine Gruppe von Teenagern eben damit hat:

Da wären Peter und Jason, eigentlich ein Paar, aber nicht geoutet. Ivy, Schulschwarm und in Jason verliebt. Und Matt, Klassenkamerad, eifersüchtig auf Jason, weil er selber was von Ivy will. Außerdem noch ein paar andere, aber die sind für die Handlung nicht sooo wichtig.
Nun wird an dieser Schule also Romeo und Julia aufgeführt, mit folgender Besetzung:
Romeo = Jason
Julia = Ivy
Mercutio = Peter
Tybalt = Matt

Es entspinnt sich eine dramatische Liebesgeschichte, bzw. mehrere Liebesgeschichten, da es in dieser Fassung ja nicht nur um Jason (Romeo) und Ivy (Julia) geht, die eher so etwas wie eine lose Affäre haben, sondern hauptsächlich um Peter (Mercutio) und Jason (Romeo), das eigentliche Paar. Es geht um die Konflikte, die sich mit Eltern und Kirche/Glauben ergeben, um die Unterschiede zwischen gelebtem Image und wirklichem Leben, um jede Menge Irrungen und Wirrungen und am Ende ist Romeo tot.
Merkt man, daß ich gerade zu faul bin, um die Handlung zusammenzufassen?

Hier kann man sich ein paar Lieder aus dem Stück anhören (legal, es sind allerdings nur Demo-Aufnahmen, also ein bißchen spärlich orchestriert), besonders anspielenswert finde ich:
Role Of A Lifetime
See Mee
Warning
All Grown Up

Mir sind beim Hören vor allem die wirklich guten Stimmen der Sänger/innen aufgefallen, weshalb ich die Namen mal nachgeguckt habe und Staunen musste: Ivy wird von Jenna Leigh Green gespielt, der Libby aus dieser Teeniefernsehserie "Sabrina".

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 05.07.2005, 17:12                                  +/-

Ich muss mal kurz sinnfrei durch die Gegend dopsen:

RENT, mein Lieblingsmusical, wird nach jahrelanger Abwesenheit endlich mal wieder in Europa gespielt und zur Abwechslung mal nicht in London, sondern in Frankfurt. Noch dazu im Englischen Theater, nix mit deutscher Übersetzung!

YEAHAAAAAH!!!!!!

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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 08.07.2005, 21:10                                  +/-

Arbrandir
Gimli
Der König der Löwen! Can You Feel The Love Tonight!! *schmacht* !!!




Werter Zwerg,

Ihr überrascht mich immer wieder. Jetzt teilen wir uns schon den Sinn für schönen Kitsch...



It's enough to make kings and vagabonds
Believe the very best.



Werte Herren,

darf ich diese Gelegenheit ergreifen, um dezent auf den Musicalthread hinzuweisen?

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 08.07.2005, 21:14                                  +/-

Ich verweigere mich dem König Der Löwen Musical, der Film ist unschlagbar und alles was ich bisher gesehen habe sah albern aus. Zunge


@ Arbrandir: Tja, wenn es um Walt Disney geht, kommt der altmodische Romantiker in mir durch. Wobei es beim König Der Löwen ja sogar eine starke Frauenrolle ist, also irgendwie schon wieder modern.


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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BeitragVerfasst am: 08.07.2005, 21:17                                  +/-

Gimli
Ich verweigere mich dem König Der Löwen Musical, der Film ist unschlagbar und alles was ich bisher gesehen habe sah albern aus. Zunge


a) Dann schreib das doch.
b) Und der Film ist kein Musical?

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