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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 19.10.2013, 20:47                                  +/-

Das ist ja toll!

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Desdemona



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BeitragVerfasst am: 19.10.2013, 20:50                                  +/-

Zum Spazierengehen kann ich auch das Schweinstal in der Pfalz empfehlen., da gibt's nämlich mindestens 10 kleine Seen und allerlei Skultpuren auf dem Skulpturenweg zu sehen.



?????


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"Ich bin 32 und habe den Körper einer 20jährigen."
"Ach ja? Wo denn?"
"Hinten...im Kofferraum."
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Leuchtkeks



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BeitragVerfasst am: 19.10.2013, 22:39                                  +/-





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Shame on you! Ugly baby judges you.
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Desdemona



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BeitragVerfasst am: 20.10.2013, 10:08                                  +/-

Angeblich ist's eine Steinblume.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 01.02.2014, 21:51                                  +/-

Eine, momentan teilweise rutschige und matschige, kleine Runde bei Albstadt-Onstmettingen ist der Traufgang Zollernburg Panorama. Man startet am besten beim Nägeleshaus und lässt den südlichen Teil um den Parkplatz Stocken aus. (okay, man kann ihn auch gehen, wenn man will). Aber völlig egal, wie man geht: die Ausblicke auf die Burg Hohenzollern sind wunderschön.

vom Zeller Horn

IMG_0024.jpg von himmelundblau auf Flickr


IMG_0026.jpg von himmelundblau auf Flickr






Allgemein sind alle Traufgänge sehr schön. Smilie

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 30.03.2014, 16:15                                  +/-

Bei dem schönen Wetter kann ja keiner drinnen bleiben, also ging es ab nach draußen. Landschaftlich fand ich die heutige Route zwar eher "meh...", aber von den Ortsnamen her großes Kino:

Los ging es über den Druidensteig:




Und dann habe wir auch noch gelernt, daß die sportlichen Anstrengungen der letzten Zeit sich gelohnt haben und wir jetzt von Dickendorf nach Elben weiterziehen dürfen:



Und der lustigste Hund der Welt hatte auch Spaß:


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 03:50                                  

Ich will Berge sehen, Gandalf, Berge...



Es begann von der Bahnstation Kongsvold Fjellstua Richtung Reinheimen gegen 13 Uhr - Wetter gut, alles gut. Die Schneekuppe zeigte sich schneebedeckt, wie es sich gehört. Eine herrliche Wanderung, ich sehe Moschusochsen, aber zu weit weg für ein sinnvolles Foto. Mir kommen etliche Wanderer entgegen, vom Tagesausflug zu den Ochsen. Ich erreiche gegen 19 Uhr Reinheimen. Übermütig beschließe ich noch, den Pass Richtung Amotdalen zu nehmen, das gute Wetter ausnutzend. Ich empfehle aber nicht, abends noch einen 1600m-Pass zu queren, das war Unfug. Ich krabbelte auf der letzten Kraftreserve über Schneefelder und Geröll - immerhin belohnte mich die andere Seite mit einer schönen Abendstimmung und einer Rentierherde, die meinen Weg kreuzte (auch wieder zu weit weg).



Ich schlage mein Zelt gegen halb zehn im Amotdalen auf, einige Kilometer vor der Hütte, mit einem herrlichen Blick ins Tal.



Die Amotsdalhytta passiere ich am nächsten Tag und weiter geht es Richtung Grovudalen bergauf. Ich lerne nicht aus Fehlern und steige gegen Abend noch den Pass hinauf bis auf 1415 Metern. Dort oben ist alles noch Eis und Schnee, eine abweisende Welt. Ich finde doch noch einen windgeschützten Platz hinter einem Felsen, mit mehr Glück als Verstand. Die Nacht wird doch noch ganz ok.



Der Abstieg am nächsten Tag hält noch einige Finessen bereit - zwei kleinere Seen wollen über schräge, nasse Geröllfelder umgangen werden. Ich schwitze Blut und Wasser, während ich mit Händen und Füßen über die Felsen klettere, 6 Meter über dem eiskalten Wasser, mit dem schweren Rucksack auf dem Rücken. Zwischendurch aber gibt es großartige Momente beim Queren großer Schneefelder, ich renne durch den Schnee und ich möchte jubeln und schreien, alles fühlt sich unwirklich an, wie aus einem Film, wie aus "Into the wild" oder einem Bergsteigerdrama... nur ich und der Schnee und die Berge.

Der weitere Abstieg führt durch verwunschene Birkenwälder und Sumpf und eine ziemlich Mittelerde-artige Gegend ins grüne und fruchtbare Grovudalen. Leider regnet es fast durchgehend und so übernachte ich in der Hütte, obgleich das Grovudalen genug schönen Campground bietet. Die Hütte ist wahnsinnig gemütlich, freundliche Norweger haben bereits das Feuer angeheizt und mit einer Tasse Tee vor dem Kamin sieht die Welt schon wieder anders aus.



Am nächsten Morgen geht es steil bergauf nach Süden, dann entscheide ich, nicht die Nordroute über die Raubergshytta zu nehmen, da diese mich nochmal über einen 1500m-Pass führen würde und die Norweger in der Hütte von reichlich Schnee dort oben berichteten. Ich gehe also südwärts Richtung Aursjohytta. Es wird ein herrlicher Wandertag, die Sonne lacht und ich laufe auf 1300m immer geradeaus, kaum Steigungen, es ist ein Traum.



Später regnet es noch mal, die Luft ist eiskalt, ich hole Fleecehandschuhe und Strickmütze raus, dann kommt noch ein schöner Abstieg ins Aursjodalen, immer einen natürlich terrassierten Hang runter, voller Teiche. Dort treffe ich auch Menschen, Angler meist. Tagsüber bleibe ich meist ganz allein, treffe Menschen nur an den Hütten und in den Tälern, überlaufen ist das Dovrefjell nicht gerade.

Nach einer schönen Nacht am unteren Ende des Abstiegs quere ich am nächsten Tag rasch das nicht so schöne Tal - eine Straße, eine Hochspannungsleitung, zahlreiche Ferienhäuser und die Aursjohytta erinnert auch eher an einen Roadstop als an eine Berghütte... das reißt mich schon etwas raus aus der Fjellromantik. Die Nordroute über die Raubergshytta wäre sicherlich landschaftlich interessanter. Aber ich gehe gleich weiter, wieder bergauf, Richtung Reinvassbua. Diese zweite Tageshälfte ist nochmal superschön, ein Sonntagsspaziergang, immer höher in die Berge. Auf ca. 1000 Meter endet das Tal in einer kreisrunden Hochebene und dort schlage ich das Zelt auf, ein Zeltplatz mit phantastischem Panoramablick.



Am nächsten Tag geht es weiter bergauf, das Wetter ist mittlerweilen trocken und heiß, erstmals kommen die Mücken und plagen mich. Auf dem Pass oben ist der Blick phänomenal, ein Highlight.



Den ganzen Tag geht es über einen sonnendurchfluteten Bergrücken bis runter zum Stausee Reinvasnet. Dort angekommen bin ich so überhitzt, das ich erstmal reinspringe. Das erfrischt!



Kaum erreiche ich die leerstehende Reinvassbua schlägt das Wetter schon wieder um, Regen kommt aus dem Westen. Um mein Budget zu schonen, schlage ich das Zelt neben der Hütte auf und wetter ab, wie man so sagt. Die Hitze und die Mücken haben mich geschafft. Gut möglich, dass ich einen leichten Sonnenstich habe. Falle wie ein Stein ins Bett.



Am Morgen scheint schon wieder die Sonne, wie ab nun bis zum Ende meines Urlaubs. Beim schönsten Wetter der Welt geht es nochmal etwas höher nach Westen, mit jedem Höhenmeter werden die Mücken weniger, ein Wind frischt auf, es wird immer schöner. Dieses letzte Stück ab der Reinvassbua bis zum Abstieg nach Vike ist eines der schönsten Stücke meiner Tour, ein Traum. Es gibt hinter jeder Biegung neue großartige Ausblicke auf die Bergwelt ringsum.



Im Westen ragt derweil das beeindruckende Massiv der Romsdaler Alpen auf, jenseits des Eikesdalsvatnets.



Dann kommt der Abstieg...



Ich muss dazu sagen, sehr schräge Ebenen sind meine Achillesferse... wenn sich mein räumliches Sehvermögen verwirrt und ich nicht mehr weiß, wird mich der nächste Schritt noch tragen oder als menschliche Gerölllawine talwärts schicken? Besonders das erste Viertel des 900m-Abstiegs ist völlig krank... nur loses, nasses, rutschiges Geröll, wer das je als Weg deklariert hat, gehört eingeliefert... ich habe das Stück mehr rutschend als gehend verbracht und Blut und Wasser geschwitzt... bin immer wieder weggerutscht und habe Steinschlag ins Tal gesandt... einmal hab ich mich überschlagen und einen Purzelbaum abwärts gemacht, aber der Rucksack hat wohl den Schlag abgefangen, mir ist nichts passiert. Es war alles nicht schön. Möchte ich nicht nochmal machen.

Das Gefälle nahm nie ab, als hätte jemand eine gerade Linie mit dem Lineal gezogen, vom Seeufer bis zum Pass hoch. Irgendwann erreichte ich den Birkenwald, ab da war es zumindest nicht mehr lebensgefährlich, irgendein Baum hätte mich schon aufgehalten. Ich habe für den Abstieg fast 3 Stunden gebraucht, die ganze Tagestour gab meine Karte mit 4 Stunden an. Als ich mit zitternden Knien endlich die Straße erreichte, war ich dem Hitzschlag ebenso nahe wie dem Nervenzusammenbruch, aber ich hatte es geschafft.



Es war mir da völlig klar, dass ich das nicht am Gegenhang wieder hochgehen werde, um es dann nochmal runterzusteigen, Richtung Isfjorden. Das hätten meine Knie nicht mehr mitgemacht. So trampte ich zum Eikesdalen Campingplatz und erklärte die Tour für beendet. Sie war großartig und hat mir viel Freude gebracht, aber mich auch an meine Grenzen. Ich würde sie nicht nochmal alleine gehen, das war etwas leichtsinnig. Die Wege waren zum Teil wenig begangen und ziemlich einsam, trotz all der Hütten ringsum. Die hohen Pässe waren noch schneereich und die Wasserläufe voll Schmelzwasser, Mitte Juli. Jetzt sieht das vielleicht schon ganz anders aus.

Ich kann das Dovrefjell auf jeden Fall empfehlen, schöne, lange Hochflächen, wenig begangen, wilde Tiere. Die von Strommasten durchgezogenen Täler stören aber etwas. Ist eben nicht Lappland. Dafür ist An- und Abreise extrem einfach, wenn man Flug und Zug richtig bucht, kann man morgens in Deutschland starten und am selben Abend schon am Beginn des Wanderwegs das Zelt aufstellen. Ich habe am zweiten Urlaubstag bereits Moschusochsen und Rentiere gesehen, Schneefelder gequert und einsam im Fjell gezeltet... am zweiten Tag, wo man sonst grad mal die Koffer auspackt und auscheckt, welche Liege am Pool am günstigsten zur Bar liegt.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 02.08.2015, 15:43, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 07:22                                  +/-

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 08:35                                  +/-

Sauschön!!! Und gut, daß Du heil wieder da bist, Jung, wat machstu für Sachen!!

Wie schwer ist eigentlich Dein Rucksack bei solchen Touren?

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 08:52                                  +/-

Ich bewundere es ja, wie Du nach so einem irren Monstererlebnis diese kurzen, lakonischen Sätze drüber so hinwerfen kannst. Schon fast poetisch das...

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 09:28                                  +/-

Wirklich sehr toll, pk. ! Smilie

Bei der Sache mit den Abstiegen bin ich total Deiner Meinung.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 10:13                                  +/-

"Sehr schräge Ebenen waren seine Archillesferse", das wäre ein hübscher Spruch für den Grabstein geworden. Wenn man die Leiche überhaupt gefunden hätte.

Bin trotzdem froh, daß nichts passiert ist, denn die mitgebrachten Bilder sind außerordentlich schön und spektakulär.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 15:23                                  +/-

@Celebrian:
Am Anfang war alles Gepäck zusammen wohl so bei 25 Kilo. Dabei Essen für 10 Tage, viel zuviel, denn die Tour ging nur 7 Tage und man kann in den Hütten Trockennahrung kaufen. Aber es war auch so eine Art Selbstversuch, ob ich so lange autark sein kann. Es geht, ist aber schon mühselig. Später habe ich noch einiges weggeworfen bzw. nach Deutschland geschickt. Egal wie oft ich so Touren mache, ich nehme immer zuviel mit. Ich denke, man kann unter 20 Kilo bleiben. Mein fester Vorsatz fürs nächste Mal.

Wichtigster Ausrüstungsgegenstand:
Der Teleskop-Wanderstock aus dem Outdoorladen in Oslo. Ich bin ja eher der traditionelle Ein-Stock-Wanderer, aber ohne geht gar nicht. Da wandert auch keiner ohne Stöcke, das wär lebensmüde. Ohne den Stock könnte ich das jetzt nicht schreiben, sondern würde irgendwo im Fjell verrotten. Er hat mir so oft den Arsch gerettet, ich habe ihn Samweis genannt. Im Notfall hätte er uns auch beide zum Schicksalsberg getragen.

Unsinnigster Ausrüstungsgegenstand:
Die Taschenlampe. Denn es wurde nie dunkel.

Vermisster Ausrüstungsgegenstand:
Eine Schlafbrille. Denn es wurde nie dunkel.

Totaler Fehlkauf:
Die Gamaschen. Umständlich in der Handhabung, rutschten dauernd runter, man schwitzt an den Waden und bekommt trotzdem nasse Füße. Fott damit!

Lohnendste Anschaffung:
Mein neuer Daunenschlafsack, den ich mir nach dem kalten Hebridenurlaub gekauft habe. Ich habe nie gefroren damit, nicht mal oben am Pass zwischen gefrorenen Seen und Schneefeldern. Das war so schön. Die sehr dicke und teure Isomatte aus geschlossenporigem Schaum spielte auch eine Rolle. Daran sollte man nicht sparen. Ich habe diesmal immer gut geschlafen, während mich der Schlafmangel auf den Hebriden zunehmend zermürbt hatte.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 02.08.2015, 16:47, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 15:38                                  +/-

Uff, Respekt. Überrascht Ich weiß schon, warum ich das nie versuchen werde, meine Schultern würden nach einem Tag streiken. Vor zwei Monaten in den USA hatte ich mein komplettes Gepäck auf 5 Kilo gedrückt, das war ideal und fühlte sich wunderbar frei an. In Sachen Autarkie natürlich ein kreditkartenbasiertes Trugbild, naja, Einbildung ist alles. Smilie

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 17:03                                  +/-

Die Schultern waren nicht das Problem, sondern die Knie. Ich schlepp ja eh noch reichlich Übergewicht mit mir rum, plus Rucksack, dafür sind die eigentlich nicht ausgelegt. Habe Angst, dass die eines Tages schlapp machen und meine Wanderkarriere beenden... Traurig

Am meisten Bedenken hatte ich ansonsten beim Zelt - es ist ja immer noch das 50€-Billigzelt, das auch Glaurung besitzt. Mit nur einer Stange ist das eigentlich recht wacklig, hat aber auf den Hebriden auch schweren Wind ausgehalten. Muss halt immer in der Windrichtung ausgerichtet sein, es ist ja sehr windschnittig, aber seitenwindanfällig. Diesmal hatte ich keinerlei schwierigen Wind, es wurde nicht gefordert und hat alles klaglos mitgemacht. Hier mein Lieblingsfoto von unterm Stein hähö



Das werde ich mir rahmen und aufhängen, zum Angeben. Man sieht hier auch gut meine komplette Ausrüstung.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 02.08.2015, 18:31                                  +/-

Schickes Bild. Spitze
Meine Knie sind anscheinend meine Sollbruchstelle. Traurig Zur Zeit melden sie sich zuverlässig jedes Mal, wenn ich's übertreibe, ob Kinderstemmen, Autofahren mit Stau oder Kampfsportives. (Allerdings nicht beim US-Wandern, seltsam, vermutlich fehlte der Streßfaktor.) Ich arbeite auf mehreren Fronten dagegen an, Gewichtsabnahme, Radeln und Schwimmen, gezieltes Dehnen, konsequentes "Nein, Kinder, Mama hat Knie-Aua, ihr lauft, verdammte Hacke", das scheint zu funktionieren.
Wie auch immer, ist nicht schön, wenn so entscheidende Gelenke verschleißen, paß gut auf die Deinigen auf...

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 06.08.2015, 13:48                                  +/-

Ich bin hin und weg von den Bildern und der wunderschönen Beschreibung, aber bei der Vorstellung, was du alles hinter dir hast, wird mir eiskalt vor Schreck. Solch eine Wanderstrecke völlig allein - für mich absolut undenkbar (aber ich hab auch Höhenangst und stoße schon in den Tiroler Kalkalpen schnell mal an meine Grenzen). Was für ein Glück, dass du heil wiedergekommen bist!

Das Erlebnis, sich über Tage so frei und autark ganz alleine herumzutreiben, stelle ich mir aber schon sehr beeindruckend vor.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.08.2015, 20:14                                  +/-

Ach, ich hab auch dick aufgetragen. Diese Strecken laufen Norweger mit ihren Kindern (ungelogen) sowie als rüstige Rentner. Ich war völlig untrainiert, hab mir am Anfang zuviel zugemutet und dann noch lange dann rumlaboriert. Ich hab immer noch leichte Schmerzen beim Treppensteigen und das Abheilen der Fußwunden war auch recht unangenehm, hat gejuckt wie Sau. Ich hab im Prinzip alles falsch gemacht. Und ich habe bereits einen Extra-Tag in die eigentlich 6-Tage-Strecke eingebaut. Keine Ahnung, wie die Wanderkarten das berechnen, die haben unmögliche Zeitangaben.

Das war eine relativ leichte Strecke voller Hütten, deswegen hab ich sie auch gewählt. Ist aber eben doch was anderes als Wandern in Schottland, das musste ich schmerzhaft erfahren. Einfach viel steiler und mehr Gekletter und Gestolper, und natürlich Schnee. Gibts in Schottland im Juli auch eher selten, also gar nicht.

Ich hätte auch woanders das Dovrefjell verlassen können, ohne den 900m-Abstieg. So machen das auch die meisten, als Rundtour mit Abstieg zu einer Bus- oder Bahnstation auf 700 oder 800m. Nicht runter auf 30 wie ich *dum*

Man lernt dort wirklich das Höhenmeterzählen, Höhenmeter sind sehr wichtig. Am besten läuft es sich zwischen 900 und 1300 m, oberhalb der Sümpfe und unterhalb des Schnees. Wenn man auf 800 m startet und endet und die Strecke gut legt, kann man ganz entspannt zwischen diesen Höhen rumeiern, möglichst viel über die Hochebenen. Da liegen auch die meisten Hütten. Naja, das nächste Mal.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 23:42                                  

Urlaub vor der Haustür



Nach dem Wanderfiasko auf Korfu bin ich, um die teuren Trekkingschuhe, die ich mir extra dafür angeschafft hatte, zu nutzen, nun jeden freien Tag gewandert, und zwar hier in der Gegend. Und es gefällt mir sehr gut. Erstmal sind die Schuhe toll (von Meindl), sie sehen aus wie dicke, hässliche Joggingschuhe, sind federleicht und erfüllen ihren Zweck perfekt - meine Bergstiefel für Norwegen und Schottland trage ich hierzulande einfach ungern, weil so klobig. Die Trekkingschuhe könnte ich theoretisch auch im Alltag tragen, so angenehm sind sie an den Füßen. Das war eine gute Anschaffung.



Dann ist hier der Essener Süden sehr hügelig, sehr. Das vergisst man oft, wenn man hier wohnt, weil die Innenstadt und der Norden so komplett flach sind. Aber das Gebiet zwischen Essen und Wuppertal heißt nicht umsonst die Elfringhauser Schweiz. Da geht es nur hoch und runter. Zuerst bin ich den neu eingeweihten Baldeneysteig gewandert, aber in zwei Etappen, weil sehr viele Höhenmeter. Man wandert einmal um den See, zusammen 26 km. Die Nordroute fand ich noch ok, die Südroute hat mich richtig geschlaucht, aber die großartigen Ausblicke entlohnen dann wieder.



Dann bin ich von Hattingen nach Kupferdreh gewandert, wieder quer über die Hügel, dabei hab ich mich böse auf Downhiller-Wegen verlaufen. Die Downhill-Biker, die hier auftreten wie die Fliegen, erschaffen Wege,die Wanderwegen täuschend ähnlich sehen, aber letztendlich nirgends hinführen, ähnlich den Ziegenpfaden in Griechenland. Es geht ja nur darum, irgendwo hochzukommen, um dann wieder runterzufahren, meist denselben Weg. Dafür waren die ca. 15-jährigen Downhiller, denen ich begegnet bin, total höflich, haben mich gesiezt und vorbeigelassen, obwohl ich ja dumm auf ihren Wegen rumgelatscht bin. So nette Jungs.

Eine kleinere Tour am 3. Oktober führte mich durch den Park der Villa Hügel, immer wieder ein Erlebnis. Das muss eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands sein, und ich kann den Besuch nur empfehlen, auch wenn es Eintritt kostet. Die Krupps haben da keine halben Sachen hingestellt. Die Vorstellung, dass dieses weitläufige, hügelige, teilweise dicht bewaldete Areal mit den riesigen importierten Koniferen mal der ganz private Garten einer bürgerlichen Familie war, vor dem Einfamilienhaus quasi, ist beinahe verstörend. Wie kann man so reich sein? Warum gab es nicht viel mehr Revolutionen in Deutschland?



Habe dann direkt mir in der ZDF-Mediathek eine Folge der Serie "Krupp - eine deutsche Familie" angeschaut, aber enttäuscht wieder abgesetzt, weil die echte Villa Hügel gar nicht auftaucht, sondern durch irgendsoein biederes norddeutsches Backsteinschloss dargestellt wird. Die größenwahnsinnige Grandezza dieses Anwesens kam so gar nicht zur Geltung. Das waren ja keine Adligen, sondern neureiche Protzbürger. Donald Trump würde die Villa Hügel lieben.

Heute bin dann wieder los, beim schönsten Wetter der Welt, und lief von Werden nach Kettwig, durch die Hügel natürlich. Und entdeckte eine Gegend, die ich gar nicht kannte, da war ich echt noch nie gewesen. So schön. Verwunsche Pfade, viele Pferde und eine ganze Reihe mitten im Wald liegender ansehnlicher Gehöfte. Da leben die Reichen, das sieht man (daher wohl auch die Pferde, die zum Teil recht teuer aussahen). Da war so manches Anwesen dabei, das auch hätte eine tragende Rolle in einer Derrick-Folge spielen können. Es gibt auch heute noch viel Geld hier, aber man versteckt es besser als damals. Dabei verschätzte ich mich etwas in der Zeit und war erst gegen halb neun wieder Zuhause, reine Wanderzeit von zwei bis sieben, doch immerhin. Ich starte immer erst Nachmittags um dann in die Abendsonne zu laufen. Aber spätestens nach der Zeitumstellung muss ich den Startpunkt wohl deutlich vorverlegen.



Das heute war dann ein Etappe des Ruhrhöhenwegs, der in 10 Etappen von Duisburg bis nach Winterberg führt. Die Duisburg-Etappe kommt als nächstes, dann habe drei davon schon weg. Vielleicht wird das ein neues Langzeitprojekt. Teile meiner Wege liefen auch auf dem ebenfalls sehr neuen Neanderlandsteig, der von Leverkusen bis Essen geht. Der ist wohl eher flacher, dafür sehr gut ausgeschildert.

Wandern ist grad echt mein neues Ding. Bin diesen Sommer einfach genug Rad gefahren. Und was ich mag am Wandern ist, dass man so seinen Gedanken nachhängen kann, weil man sich nicht ständig konzentrieren muss wie beim Radfahren. Das ist echt eine Blitzentspannung vor der Haustür, daher auch der Titel oben. Ich fahr ein bisschen S-Bahn hin und zurück und dazwischen liegen mehrere Stunden, wo ich das Gefühl habe, sonstwo zu sein, obwohl ich zum Beispiel heute das Essener Stadtgebiet gar nicht verlassen habe. Als Radler kenne ich die all kleinen Waldwege auch nicht, wird Zeit, diese zu entdecken. Und sehr schön ist auch, dass selbst die perfekt ausgeschilderten und beworbenen Steige kaum begangen sind, während die Radwege an der Ruhr an einem Tag wie heute überquellen. Wandern ist wohl grad nicht im Trend, wahrscheinlich, weil es noch keinen E-Motor für die Beine gibt *ätzender Spott* Da kann man echt lange laufen, ohne jemanden zu treffen. Und wenn, grüßt man sich, wo gibt es das denn sonst noch? So oldschool grins

Mein Tipp an euch also: geht wandern. Das billigste Hobby der Welt.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 07.10.2018, 11:02                                  +/-

Was war das denn für eine Lannister-Intrige? 3 Milliarden Vermögen gegen 3 Millionen jährlich einzutauschen?

Nach dem Tod von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach am 30. Juli 1967 und durch den Erbverzicht seines einzigen Sohnes Arndt von Bohlen und Halbach ging das gesamte Vermögen der Familie in die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung über.


Ursprünglich war er (Arndt Krupp), der Unternehmenstradition folgend, als Nachfolger und Alleinerbe vorgesehen. Zwischen 1962 und 1966 änderte der Vater jedoch offenbar seine Ansicht. Berthold Beitz gelang es, den künftigen Erben am 16. September 1966 zu einem Erbverzicht zu bewegen, der eine Woche später in einem Schweizer Notariat beurkundet wurde.

Durch seinen Erbverzicht wurde Arndt von Bohlen und Halbach nicht zum Inhaber der Firma Friedrich Krupp. Daher war es auch bis zu seinem Tode umstritten, ob er den Familiennamen „Krupp“, der dem jeweiligen Alleinunternehmer vorbehalten war, seinem Namen voranstellen durfte. Dieses Vorrecht stammte von Wilhelm II. in seiner Eigenschaft als König von Preußen ....
Dies bedeutete, dass Arndt von Bohlen und Halbach auf ein Erbe von – je nach Erbform – 2,5 Milliarden bzw. 3,5 Milliarden DM verzichtete zugunsten einer garantierten jährlichen Zahlung von mindestens 2 Millionen DM, die sich aus einer Förderrente der ehemaligen Krupp-Zechen Rossenray, Rheinberg und Pattberg einerseits sowie einer garantierten Million aus dem Krupp-Konzern selber zusammensetzte

Arndt von Bohlen und Halbach bezahlte seinen Erbverzicht teuer, denn sowohl der Erlös, den er aus seinem Erbverzicht erzielte, als auch die ungeklärte Steuerfrage, dazu die Tatsache, dass die Zahlungen ausschließlich an seine Person gebunden waren, machten es ihm nach eigener Aussage sein Leben lang nicht möglich, langfristig zu planen und Vorsorge zu treffen, weil die Höhe der sogenannten „Förderrente“, die sich am Markt für Steinkohle und anderen betrieblichen Entwicklungen orientierte, extremen jährlichen Schwankungen unterlag. Auch führten die kostspieligen Liegenschaften in Tirol, Marrakesch und Palm Beach dazu, dass er gegen Ende seines Lebens nahezu zahlungsunfähig wurde.

Nach seinem frühen Tod im Frühjahr 1986 musste ein Konkursverfahren eröffnet werden. Bis dahin hatten sich die Finanzbehörden und Gerichte nicht über den zu zahlenden Steuersatz einigen können. Den Steuerrechtsstreit beendete der damalige Verfassungsrichter Roman Herzog 1989 in einem Vergleichsvorschlag zur eingereichten Verfassungsbeschwerde, den Arndts Witwe Henriette von Bohlen und Halbach sowie das nordrhein-westfälische Finanzministerium akzeptierten.


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Actually, throughout my life, my two greatest assets have been mental stability and being, like, really smart.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 07.10.2018, 11:20                                  +/-

Ach come on. Kann mir nun wirklich keiner erzählen, dass man mit einer Millionenrente in einer schwierigen Lage ist. Der hat‘s verbockt.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Gimli



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BeitragVerfasst am: 07.10.2018, 23:19                                  +/-

PK
Wandern ist wohl grad nicht im Trend, wahrscheinlich, weil es noch keinen E-Motor für die Beine gibt *ätzender Spott* Da kann man echt lange laufen, ohne jemanden zu treffen. Und wenn, grüßt man sich, wo gibt es das denn sonst noch? So oldschool

Sprich für deine Ecke da, hier würdest du dich auf den ganzen Wanderwegen totgrüßen, wenn du all die Menschen grüßen tätest. hmmmm

Nicht im Trend my ass.


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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