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Western mit und ohne John Wayne
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.02.2019, 22:01                                  +/-

Kann isch dir Bluray ausleihen.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.02.2019, 22:03                                  +/-

Yeah baby!


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.02.2019, 22:32                                  +/-

Haddu Bluray-Player?


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.02.2019, 22:36                                  +/-

Klaaaaaaa


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.02.2019, 22:39                                  +/-

Das Bild der Bluray ist nicht perfekt, nicht so gut wie beim 18 Jahre älteren "How the west was won", aber viel besser als auf der DVD. Macht schon viel aus.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 23.02.2019, 19:49, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 23.02.2019, 13:15                                  +/-

Hier gibt es einen ganz interessanten Artikel der BBC über die künstlerische Wiederentdeckung von "Heaven's Gate" seit dem Director's cut von 2012:

From Hollywood desaster to masterpiece

Darin wird beschrieben, warum er so hart floppte und wie ungerecht und schwer nachvollziehbar das scheint, denn nichts daran ist wirklich misslungen. Das ist ein guter Film, und das Publikum kann lange, melancholische, anspruchsvolle Filme durchaus goutieren, immer wieder bewiesen. Alle paar Jahre gibt es einen Oskarregen für ein ähnlich ambitioniertes Drama, zuletzt war das vielleicht "12 years a slave" und 1990 "Dancing with wolves", der gleichzeitig auch noch ein großer Kassenerfolg war.

Gerade dieser Film hat so viele Parallelen mit "Heaven's Gate": Kevin Costner erfüllte sich einen Traum, lies sich nicht reinreden, überzog sein Budget und schuf am Ende ein 200-Minuten-Monster ohne einen einzigen bekannten Darsteller (außer ihm selber), mit einer USA-kritischen Sicht, die Seite der Schwächeren ergreifend, größtenteils in fremder Sprache, mit einem extrem langsamen Erzählrhythmus und schwelgend in Bildern, und alle Welt rannte rein. Was stimmte zehn Jahre vorher nicht? Ode was ist in den 80ern passiert, dass Costner ein Publikum fand, dass er 1980 sicher auch nicht bekommen hätte? Alle zehn Jahre will der Zuschauer was anderes, und 1980 halt nicht noch mehr sperriges Autorenkino mit traurigen Geschichten. Zehn Jahre später dann kein Rummsbumm-Kino mehr. Interessant. Nur die Superheldenfilme scheinen unausrottbar, wann sind deren zehn Jahre endlich mal um?


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 23.02.2019, 15:30                                  +/-

Nichtraucher
...mit einer USA-kritischen Sicht, die Seite der Schwächeren ergreifend...


Die Schwächeren waren bei Costner eine Gruppe, die gern mal ein wenig romantisiert wurden/werden, in Bezug auf deren Schicksal allmählich sowas wie Aufarbeitung anrollte, für die (u.a. deshalb) alle möglichen Leute ihr Herz entdeck(t)en und die grundsätzlich selbst von unbeteiligten Zuschauern als bestimmte Gruppe wahrgenommen wurden. All das waren slawische Einwanderer nie... ist sicher nur eine Facette, aber ich glaube, nicht unwichtig.

Schöne Besprechung aber weiter oben, habe jetzt auch Lust, den mal zu gucken.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 23.02.2019, 19:56                                  +/-

Klar, Indianer sind ja DAS romantische Topos im Westerngenre. Ich wollte halt ein paar der sichtbaren Parallelen aufzeigen, von zwei so völlig unterschiedlich angenommenen Filmen. Im BBC-Artikel klingt das ja auch so an, dass man eigentlich gar nicht weiß, was damals falsch gelaufen ist. Das war eine merkwürdige Kombi von ersten Kritikerverrissen mit den lustigen Geschichten von den chaotischen Dreharbeiten und den Marotten des Regisseurs, der als größenwahnsinniger Egomane dargestellt wurde. Den Film dann nicht sehen zu wollen, war vielleicht so ne Art Strafe für die vermutete Hybris Michael Ciminos. Es war schick, "Heaven's Gate" als Totalausfall anzusehen und auszulachen.

Dabei ist Heaven's Gate nicht mal der größte Flop der Kinogeschichte, als der er heute noch oft bezeichnet wird. "Die Piratenbraut", "Der dreizehnte Krieger" und zuletzt "John Carter" sollen jeder mehr Geld verbrannt haben.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 24.02.2019, 00:54                                  +/-



Soleil rouge, 1971

Nach all dem Highbrow-Hollywood-Autorenkino nun mal was ganz anderes... eine französisch/spanisch/italienische B-Movie-Produktion, wo nur der Hauptdarsteller Amerikaner war. Mit einem Japaner als zweite Hauptrolle grins "Red sun" aka "Rivalen unter roter Sonne" ist sicher einer der schrulligsten Western ever. So eine Idee hat man nach fünf Bier, aber man setzt sie nicht um. Außer 1971 mit europäischem dumb money, einem Japaner, einer Schweizerin, einem Franzosen, gedreht in Spanien, die ganzen Settings standen ja noch rum von den Italowestern. So why not?



Ich hab den mal als Kind gesehen und sehr gemocht, denn er verbindet meine beiden geliebtesten Genres, Western und Samurais. Der japanische Botschafter wird auf dem Weg nach Washington von einer Bande Zugräuber unter Leitung von Charles Bronson überfallen, und sie stehlen das kostbare Schwert, das ein Geschenk für den Präsidenten der USA sein soll. Der Leibwächter (Japans Superstar Toshiro Mifune) muss das Schwert in sieben Tagen wiederbeschaffen, sonst muss er Harakiri begehen. Und Bronson wird von seinem zweiten Mann, dem sadistischen Gentlemanverbrecher Alain Delon(!), hintergangen und ausgebootet. Jetzt also vereint das Ziel, Delon zu stellen die beiden ungleichen Kämpfer. Ein charmanter Gangster und ein todernster Samurai. Wie kommt man auf so ne Idee??!!



Nun folgt ein klassisches Buddiemovie, irgendwie muss man sich ja zusammenraufen, mittendrin wird noch eine Hure mitgenommen (Ursula Andress), die Alain Delons Herzblatt sein soll, um ihn aus dem Versteck zu locken, und dann kommen die Komantschen, die bei der Taufe plantschen, und alle Gringos sind gezwungen, für kurze Zeit ihre Animositäten zu begraben und die Indianer zu bekämpfen. Was für ein Trash. Aber lustig, hatte durchaus Spaß. Sicher der einzige Film, in dem ein Samurai mit seinem Katana Indianer killt. Das sieht alles so billig aus, so sehr nach Italowestern, aber nicht die guten, eine Crossover-Klamotte, wie man sie kaum glauben kann. Aber schon unterhaltsam. Man darf den Film halt keine Sekunde ernst nehmen.

Random thoughts:

- Charles Bronson zieht sich in einer Szene obenrum aus, und meine Güte, war der ripped. Einen Hammer-Body hatte der, war in seiner Jugend auch Preisboxer und eine harte Kante. Der musste seine Rollen immer nur zur Hälfte spielen, zur Hälfte war er so. Niemand, mit dem man sich anlegen sollte.

- Wie zum Geier haben die als Komponisten Maurice Jarre bekommen?? Einer der größten Filmmusikkomponisten ever. Er imitiert hier auch sehr ironisch und geschickt die Musikstile des Italowestern und des klassischen US-Western. Glaube, auch Zitate aus OUATITW und Die Glorreichen Sieben herausgehört zu haben.

- Bronson war einer der Glorreichen Sieben, Mifune einer der Sieben Samurai. Schöner Zirkelschluss.

- Ursula Andress zeigt Boobies.

- Das sieht alles so furchtbar billig aus. Hatte ich zwar schon gesagt, muss ich aber nochmal festhalten.

- Alan Delon hatte übrigens auch einen Hammer-Body, den er hier zwar nicht zeigt, aber es gibt den Film "Farewell Friend", wo er und Charles Bronson die meiste Zeit halbnackt sind, und den ich geschlechtlich verwirrend fand, als ich ihn mal in zarter Adoleszenz im TV sah.

"Red sun" ist ein Film für Zwölfjährige jeden Alters, um noch mal das zu zitieren. Aus späterer Sicht schwerer zu goutieren, aber halt auch ein schräges Unikat des Genres. Gehört in die Sammlung. Ein bisschen komisch, dass Bronson zwei Jahre, nachdem er die Hauptrolle im größten Western aller Zeiten inne hatte, wieder so nen Trash gedreht hat. Aber war halt sein Job, Filme drehen. Ich glaube, Bronson war keiner, der da besonders vom künstlerischen Standpunkt ran ging, Job ist Job.


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Warg



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BeitragVerfasst am: 24.02.2019, 07:21                                  +/-

Ui, ein Film für mich.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 24.02.2019, 19:36                                  +/-

Auf jeden Fall, mach dir mal einen schönen Filmabend im Doppelpack mit Silverado, dann biste im Heaven Yes

Aber so schräg ist die Idee mit dem Japaner auch wieder nicht, wenn man bedenkt, dass "Die glorreichen Sieben" und "Für eine Handvoll Dollar" schamlose Ripp-offs von Samuraifilmen waren, Kurosawas Werk war ziemlich einflussreich auf die Western der 60er.

Ganz interessant fand ich hier, und man sieht es auch gut im Foto oben, wie deutlich anders die Pferde aussehen, im Vergleich zu den US-Western. Sehr viel eleganter nämlich, gedreht wurde in Andalusien, die haben Araberblut. Ich hab keine Ahnung von Pferden, aber die Mustangs in den US-Filmen sehen anders aus. Besonders schön fand ich das gefleckte Pferd, das Bronson reitet, ein echter Hingucker. Hat mehrmals fast die Szene gestohlen. Und Ursula Andress soll ihr Pferd direkt gekauft haben, weil sie es so toll fand. Aber dadurch sieht der Film auch nicht so richtig amerikanisch aus, das ganze Look-and-feel ist anders, Spaghettiwestern halt. Und die Landschaft ist so öde und staubtrocken, dass ich mich frage, wieso Spanien so ein beliebtes Reiseland ist. Es fehlt bei den Spaghettiwestern halt auch immer etwas die imposante Größe der amerikanischen Landschaft.

Gepostet am 24.02.2019, 19:55:

What a beauty...



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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 25.02.2019, 11:56                                  +/-

Ein weiteres Schmuckstück deutscher Filmtitelübersetzungen:



Original "Quigley down under"

Quigley ist Amerikaner. In Australien. Darum geht es gerade. Dass er kein Australier ist.

Ob ich den Film auch sehen muss, weiß ich noch nicht. Ein australischer Western? Wäre wieder so ne kleine Schrulligkeit für die Sammlung. Zumindest hab ich auch australische Countryplatten im Regal. Und mag Tom Sellek.


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Gurthang



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BeitragVerfasst am: 25.02.2019, 14:39                                  +/-

Ich find den recht gut.
Klar, zunächst aus der damaligen Perspektive des 12 Jährigen, aber auch heute würde ich ihn immer noch, ohne mit der Wimper zu zucken, ein weiteres Mal anschauen.
Magnum als Scharfschütze in Australien... gefällt mir...

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 26.02.2019, 15:26                                  +/-



For a fistful of dollars (1964)

Ich bin ja kein Freund des Italowestern. Das muss hier mal gesagt werden. Zu schmuddlig, sadistisch und zynisch, unhistorisch dazu, Landschaft ist öde, billigste Ausstattung, alle nur low lifes, niemand, zu dem man aufschauen kann und trashig ohne Ende. Ok, die Musik ist gut.

Dieser erste wichtige Leone-Film, der ja alles so umgekrempelt haben soll, ist so unfassbar trashig. Hatte nicht mehr auf dem Schirm, wie billig der gemacht ist. Wurde ganz ohne Ton gedreht, um dann für die verschiedenen europäischen Absatzmärkte synchronisiert zu werden, und weil die Darsteller aus ganz verschiedenene Ländern kamen und am Set keiner keinen verstanden hat und Clint Eastwood brauchte immer einen Kameramann als Übersetzer. Und man hört das so... die Mundbewegungen passen nicht zum Ton, denn es gibt ja keine OV. Es fehlen dauernd Geräusche, wenn keiner redet ist es manchmal totenstill, auch wenn sie rumlaufen und reiten und essen. Die Schussgeräusche kommen oft zu früh oder zu spät oder wurden ganz vergessen. Da die Statisten aus Geldgründen auch nicht alle Platzpatronen bekamen, sieht das dann mitunter so aus, dass jemand halt sein Gewehr in die Luft hochhält, und nichts passiert. Aber jemand anders fällt um.
Ich hab die Handlung nicht verstanden, weil alles mit der Heckenschere zusammengeschnitten wurde, ich bekam kein Gefühl für Zeit und Räume. Und die Nachtszenen wurden bei Tag gedreht und später abgedunkelt, eine übliche Praxis früher, sieht aber furchtbar aus. Und es gibt nur ein Setting, und die Räume sind weitgehend kahl, weil Möbel halt auch Geld kosten. Die Mexikaner tragen Patronengurte mit riesigen Patronen, die gar nicht zu ihren Waffen passen. Jeder kann so oft aus seinem Revolver schießen, wie er will. Das magische Maschinengewehr erschießt nur die Reiter, und trifft nicht die Pferde. Es gibt keine Einschusslöcher, aber man fällt halt trotzdem um. Gerade das hat mich gewundert, dass der ach so brutale Italowestern hier immer noch die blutleere Tradition der alten John-Wayne-Filme weiterführte, wegen Geld, nehme ich an. Die Schauspieler sind auch weitgehend echt mies, alle außer Eastwood. Oder wirken mies wegen der Synchro halt. Estwood war der einzige, der sich am Set seine Dialoge aufgeschrieben hat für die Nachvertonung, die anderen haben halt irgendwas gesagt.

Ok, der Film hat 200.000 Dollar gekostet, das ist wirklich fast nichts. Aber so sieht er halt auch aus. Und selbst die geniale Musik von Morricone hat mich irgendwann genervt, weil es echt fast nur eine Melodie ist, immer und immer wieder. Aber der Film war mega-erfolgreich und hat Filmgeschichte geschrieben und was weiß ich schon... Mit den Augen rollen






For a few dollars more (1965)

Hier wurde das Budget verdreifacht und plötzlich sieht alles halbwegs wie ein Kinofilm aus. So einigermaßen. Es gibt eine Eisenbahn und die übliche Westernstadt und mit Lee Van Cleef sogar noch einen zweiten Schauspieler, der den Namen verdient. Die Schurken werden aber wieder von denselben Italienern gespielt wie zuvor, obgleich die doch alle ins Gras gebissen hatten. So direkt hintereinander weggesehen wirkt "For a few dollars more" wie eine Geistergeschichte, Eastwood wird von den Gespenstern seiner Opfer verfolgt... wäre eine interessantere Geschichte geworden als der dämliche Kopfgeldjägerplot, der in all seinen Wendungen auch überhaupt keinen Sinn machte. Hab dann aufgehört, über die Logik nachzudenken. Ton und Bild sind besser, aber es wird immer noch vollkommen blutfrei gestorben. Da wird ein Knabe in einem schneeweißen Unterhemd erschossen, und dreht sich mehrmals theatralisch um die eigenen Achse, fällt tot um, Kamera nochmal voll drauf, alles immer noch schneeweiß. Und diese Szene wird gleich zweimal gezeigt, weil dramaturgisch wichtig. Und immer spielen die alles soooo theatralisch... diese italienische Lust am Barocken... naja, man kann sie dafür liebhaben. Irgendwie ja ganz süß. Aber... puh...

Die Musik ist besser, es gibt jetzt mehr als ein Thema. Dafür praktizierte Morricone jetzt sehr gerne seine nervtötende Marotte, nur ein, zwei Töne anzuspielen, immer und immer wieder. Jaja, Kunst, I get it.

Also, der zweite Film ist anschaubarer, aber unorigineller und vom Plot einfach langweilig. Wobei der erste Plot ja komplett von Kurosawas "Yojimbo" entliehen war, nur deswegen gab es wahrscheinlich überhaupt einen.

Nach diesen beiden sehr einträglichen Filmen, die zusammen ungefähr soviel Geld verdienten wie "Heaven's gate" verbrannte, konnte Leone dann Filme in der ersten Liga drehen. Und die sind ja auch dann sehr gut geworden. Aber es ist für mich kaum nachvollziehbar, wie er innerhalb so weniger Jahre von so einem Trash wie "A fistful of dollars" zu einem Meisterwerk wie OUATITW kommen konnte. Eine beeindruckende Metamorphose und ein Stück Filmgeschichte. Hatte halt Talent (und Morricone). Die alten, billigen Spaghettifilme sind aber für mich nur schwer erträglich.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 28.02.2019, 12:09                                  +/-

Sag mal, wird es auch eine Review von Winnetou 1 (Mario Adorf!) und 2 (Klaus Kinski und Karin Dor) geben? Was ist mit den antikolonialistischen Western der DEFA, die lange vor Hollywood die Indianer selbst als Protagonisten hatten? Oder ist das zu deutsch?



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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.02.2019, 12:30                                  +/-

Nä.... ich brauch schon echte US-Landschaft. Schnauze voll von Euro-Western. Wobei, die Musik von Martin Böttcher war spitze. Aber irgendwie haben die alle für mich kein Westernfeeling, das sind eher so Kinder-Abenteuerfilme. Karl May hatte ja auch keine Ahnung vom Wilden Westen.

Und Lederstrumpf ist eh kein Western, weil er das Kriterium "westlich des Mississippi" nicht erfüllt. Ebenso "Der letzte Mohikaner".


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BeitragVerfasst am: 28.02.2019, 13:11                                  +/-

Aber ich muss die Dollar-Trilogie ja noch abschließen....



The good, the bad, and the ugly (1966)

Das Budget wurde nochmal verdreifacht und Leone machte ne Menge draus, das sieht schon nochmal besser aus. Er hat aus seinen Mitteln wohl immer das Maximum rausgeholt. Leider wurde alles immer noch in derselben Gegend gedreht, und ich meine, wirklich exakt dieselben Locations wie in "For a few dollar more", dieselbe Stadt, dieselbe Farm, dieselbe Hochebene, über die der Held reitet. Ich habe einzelne Kakteen wiedererkannt. Die Gegend bleibt öde, geradezu deprimierend öde, das sieht alles aus wie ein Braunkohletagebau. Und ich kann auch die verschwitzten, schnurrbärtigen sizilianischen Ziegenhirtengesichter nicht mehr sehen Mit den Augen rollen Wenigstens hat Leone nur noch wenige seiner italienischen Homies übernommen, man merkt richtig, wie seine Filme immer amerikanischer wurden. Hier gab es sicher auch professionelle Übersetzer am Set (Leone sprach immer noch kein Englisch).

Der Film ist sooo lang... 178 Minuten, warum? Ich finde nicht, dass er dazu die Story hat. Die ersten zwei Stunden lang passiert eigentlich immer dasselbe, Eastwoods und Wallachs Figuren quälen sich gegenseitig, teilweise ziemlich sadistisch, und Lee Van Cleefs Figur erschießt Leute. Ich komm auf diesen inszenierten Sadismus der Italowestern einfach nicht klar. Fahrt nimmt die Handlung eigentlich erst im letzten Drittel auf, als die Figuren in den New-Mexico-Feldzug der Konförderierten stolpern. Mit Bürgerkriegsszenarien bekommt man mich natürlich immer rum. Wobei die Schlacht um die Brücke, so eindrucksvoll sie auch aussieht, militärisch null Sinn ergibt, ich glaube, das war Leone komplett egal. War halt Kulisse. Und die spanischen Statisten als Soldaten sehen halt auch alle schon wieder so mediterran aus, Texaner, my ass. Und schon wieder Lee Van Cleef, der hier aber nicht seine Figur aus dem Vorgängerfilm spielt, scheiß auf Continuity ("The good, the bad, and the ugly" ist übrigens das Prequel zu den beiden ersten Dollarfilmen, ist aber eigentlich auch egal, da baut nichts aufeinander auf).

Das Ende ist natürlich klasse inszeniert, der Mexican-standoff, und hat Geschichte geschrieben. Aber die Trashelemente sind auch im teuersten Teil der Trilogie immer noch übermäßig vorhanden - der platte Humor, die Bud-Spencer-Prügelgeräusche, die abrupten Kamerazooms und -schwenke, hier nervtötend auf die Spitze getrieben mit einer sich minutenlang drehenden Kamera, immer noch passen die Mundbewegungen nicht perfekt, da immer noch nachsychronisiert (wenn auch weit besser als zuvor) etc. Es gibt schon einen Grund, warum der italienische Western eine so kurze Blütezeit hatte. Nutzt sich halt schnell ab, brauchte man irgendwann nicht mehr, eine Jahrmarktattraktion. Diese Filme wollten ja auch nie ernsthaft die Geschichte des Westens erzählen.

Es gibt aber auch einen gewichtigen Grund, warum "The good, the bad and the ugly" so deutlich herausragt, und das ist Morricones Musik. Her hat er sich selber übertroffen und einen der größten Soundtracks ever abgeliefert. Sogar noch etwas besser als OUATITW, finde ich. Extrem einfallsreich, mitreißend, bombastisch, zeitlos, "The Ecstacy of Gold" ist vielleicht sein größtes Werk, was für ein Stück Musik! Wenn man böse sein will, war Morricone zu gut für das Genre, dem er zu unangemessen viel Ruhm verhalf. Seine Musik klingt viel gewaltiger und bedeutender als die staubigen, oft so billig abgekurbelten Szenen mit verschwitzten B-Movie-Darstellern, die sie untermalt. Als hätte man Michelangeolo an der Hand für die Gestaltung des neuens Vereinsheims. Weil man ihn halt noch kennt, von früher.

Ich bin auch froh, dass sich Clint Eastwood und Sergio Leone bei den Dreharbeiten überworfen haben und Eastwood für OUATITW nicht mehr zur Verfügung stand, noch einen 3-Stunden-Film mit dieser eindimensionalen Figur hätte ich nicht mehr gebraucht. Leone wollte ja eh immer schon lieber Charles Bronson haben, aber das Studio verlangte ein bekannteres Gesicht. Im Prinzip sehen wir also erst in OUATITW den namenlosen Fremden so, wie ihn Leone im Sinn hatte.

BTW, hat jemand Interesse an den Blurays der Dollartrilogie zu einem Freundschaftspreis? Smilie


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BeitragVerfasst am: 01.03.2019, 08:45                                  



Once upon a time in the west (1968)

Nach der Dollartrilogie wollte Leone eigentlich keine Western mehr drehen, wurde aber von Paramount dazu gezwungen, mit Geld. Paramount gab Leone ein A-Klasse-Budget an die Hand, ließ ihm weite künstlerische Freiheit, genehmigte ihm seinen geliebten Bronson, beschaffte ihm aber dazu noch den Weltstar Henry Fonda und ließ ihn im geheiligten Land, dem Monument Valley, und in englisch drehen. Paramount wollte so sehr den in Europa so merkwürdig erfolgreichen Italowestern nach Amerika bringen, wo er bis dahin ein Nischendasein führte. Italowestern sollten der neueste heiße Scheiß werden. Leider floppte der Film dann in den USA weitgehend und spielte gerademal seine Produktionskosten wieder ein und blieb der einzige "amerikanische Italowestern". Er hätte also eine Fußnote der Geschichte werden können, wurde aber in Europa zum Kassenknüller und Kultfilm, besonders in Frankreich und Deutschland, wo er in manchen Kinos jahrelang lief. Er wurde mit knapp 60 Millionen Dollar Einspielergebnis zum in Europa erfolgreichsten Western überhaupt und erst von "Dancing with wolves" überholt. Eine schöne Ironie - Paramount wollte den US-Markt öffnen und alles, was sie erreichten, war den Europäern einen sehr teuren Italowestern zu schenken. Danke, Paramount, danke, danke, danke Spitze



OUATITW ist der amerikanischste aller Italowestern, sogar die unvermeidliche Rolle des jovialen Mexikaners, Cheyenne, wurde mit einem Amerikaner besetzt, Italiener sind weitgehend nur noch in Statistenrollen ohne Dialog im Einsatz, thank god. Die Trash-Elemente sind beinahe völlig verschwunden, es gibt Außenaufnahmen in den echten USA, allein der Bau der Westernstadt war teurer als die meisten der Vorgängerfilme, diesmal sollte alles richtig gut aussehen. Der Großteil des Film wurde zwar immer noch in Südspanien gedreht, aber nicht mehr im zerklüfteten Geröllgebirge, sondern in einer weiten, staubigen Ebene, die der Kamera endlich mal Luft zum Atmen, einen Horizont und schöne satte Gelbtöne gibt. Könnte mit etwas Phantasie fast als Prärie durchgehen. Geht doch.



Der Rest ist Geschichte. Ich hatte wirklich Angst, dass mir der Film, so frisch nach der Dollartrilogie gesehen, nicht mehr gefällt, weil ich überall die Trash-Elemente und die nervigen Marotten des Italowesterns sehen würde. Aber puh, gut gegangen. OUATITW ist immer noch ein Ausnahmefilm, einer der ganz Großen. In Abwandlung eines Zitats würde ich sagen, klar ist OUATITW der beste Western aller Zeiten, ist er doch der fucking beste Film aller Zeiten grins



Über den Film selber wurde ja schon genug geschrieben, ich mag besonders Eiranions Review, da steckt alles Wichtige drin. Die Bilder! Die Musik! Die Gesichter! Und sogar die Story ist intelligent, komplex und behandelt die ganz großen Themen des Westerns, die Eroberung des Landes und den Übergang vom Zwischenstadium der Barbarei zur Zivilisation. Man merkt, dass am Drehbuch neben Leone noch weitere große Namen beteiligt waren, das hat ganz andere Qualität als die Scripte der Dollartrilogie. Da traf die frische Energie der Italiener auf Hollywoods perfekte Professionalität.



Eine starke Frauenfigur steht im Zentrum, völlig unüblich sowohl für das Genre Western, wie auch besonders für Italowestern, diese fiesen Macho-Produkte. Und die Frau, die Hure, die hier für Amerika steht, und auf deren Kosten sich alle bereichern wollen, gewinnt das Spiel und blickt goldenen Zeiten entgegen, während die gewalttätigen Männer, die das Land erschlossen, im Wind verwehen wie totes Laub. Die finale Szene, wenn der erste Zug in die neue, wuselige Stadt Sweetwater einfährt, ist sicher einer der größten Momente der Filmgeschichte, eine Szene, an der ich mich nie satt sehen kann. Irgendwo wurde der Film mal als "Apotheose des Westerns" bezeichnet, die "Vergöttlichung". Da ist was dran, das ist alles symbolisch aufgeladen und herrlich offen für überkluge Interpretationen. Unterm Strich sehr beeindruckend, welche Metamorphose hier Sergio Leone in nur 5 Jahren(!) und mit Budgets von 0,2-5 Millionen Dollar hingelegt hat. Geld ist eben doch die beste superpower grins

Mir rennt der Film mit seiner Amerikanisierung natürlich offene Türen ein, aber bei imdb ist er doch tiefer gerankt als "The good, the bad and the ugly". Echte Spaghettiwestern-Fans lassen sich da wohl nicht vom Mammon blenden.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 01.03.2019, 17:38                                  +/-

Ich mag besonders das Detail, dass der Mann mit der Harmonica mit einer Reisetasche aus dem Zug steigt. Ich mag die Vorstelllung, dass der namenlose Rächer immer ein Set frische Unterwäsche und seine Zahnbürste dabei hat Smilie


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 01.03.2019, 17:55                                  +/-

Ich muss den mal wieder glotzen.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 01.03.2019, 23:27                                  +/-

Nichtraucher

Es gibt aber auch einen gewichtigen Grund, warum "The good, the bad and the ugly" so deutlich herausragt, und das ist Morricones Musik. Her hat er sich selber übertroffen und einen der größten Soundtracks ever abgeliefert. Sogar noch etwas besser als OUATITW, finde ich. Extrem einfallsreich, mitreißend, bombastisch, zeitlos, "The Ecstacy of Gold" ist vielleicht sein größtes Werk, was für ein Stück Musik! Wenn man böse sein will, war Morricone zu gut für das Genre, dem er zu unangemessen viel Ruhm verhalf. Seine Musik klingt viel gewaltiger und bedeutender als die staubigen, oft so billig abgekurbelten Szenen mit verschwitzten B-Movie-Darstellern, die sie untermalt. Als hätte man Michelangeolo an der Hand für die Gestaltung des neuens Vereinsheims. Weil man ihn halt noch kennt, von früher.


Ach was, das ist gar nicht von Metallica? rolling on the floor...


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 02.03.2019, 09:48                                  +/-

Ok, musste mich jetzt doch noch mal näher mit dem Italowestern beschäftigen, da hab ich eine Bildungslücke. Vielleicht schaue ich doch mal die wichtigsten drei oder so. Der Original-Django mit Franco Nero ist wohl wichtig, "Il grande silenzio" mit Klaus Kinski war Vorbild für Tarantinos "Hateful eight", und aus "Il Mercenario" stammt das geniale "L'arena" von Morricone, bekannt aus "Kill Bill". Überhaupt schlummern hier natürlich noch viele Musikperlen Morricones.

Aber die Filme werden hart... man muss sich nur mal den damaligen deutschen Trailer von "Leichen pflastern seinen Weg" (Il grande silenzio) anschauen, Trash ist gar kein Ausdruck mehr. Das waren C-Movies. Puh. Echt hart... hähö


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