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Oper
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 21:45                                  +/-

[Da ich es unökonomisch finde, extra einen Opern-Thread aufzumachen, kapere ich den hier und schlage eine Titelmodifizierung in Richtung Gesangsstimmen, Operngesang, Musikdrama (oder so) vor... ]

Craggan
Zitat:
Don Giovanni - die Oper aller Opern


Nein, das ist immer noch Mozarts Penis Mysticus (zu deutsch die Zauberflöte)

Det hatte ich ja schon eher erwidern wollen, also:
Nix gegen den musikalischen Wert der Zauberflöte, aber für die "Vollkommenheit" dieses Werks fehlt ihm ein literarisch wertvolles Libretto! Da sind die da-Ponte-Opern eben doch viel reifer und püschologischer! Yes (Schikaneder, wer ist das schon?)
Ich komme jetzt darauf, weil ich immer noch den NDR höre, in der Sendung "Welt der Musik" hat eine der vorgestellten norddeutschen Sängerinnen über die Vielschichtigkeit der Donna Elvira oder der Fiordiligi gesprochen (????? hatse auch Pamina erwähnt...? zwinkern). Jetzt wird eine weitere Sängerin vorgestellt - eine Klassenkameradin von mir (mit der ich aber nicht näher befreundet war), jetzt gerade singt sie als Rusalka das "Lied an den Mond". Spitze

(Übrigens, findest Du den "Wortwitz" nicht leicht pubertär?)


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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 21:53                                  +/-

Wolter

(Übrigens, findest Du den "Wortwitz" nicht leicht pubertär?)


Die Frage stellst Du Craggan? hähö


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Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 21:55                                  +/-

Immerhin habe ich diese Frage nicht in den Mittelpunkt gestellt! zwinkern


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 23:52                                  +/-

Wolter
Da ich es unökonomisch finde, extra einen Opern-Thread aufzumachen, kapere ich den hier und schlage eine Titelmodifizierung in Richtung Gesangsstimmen, Operngesang, Musikdrama (oder so) vor


Agreed! Leider kann ich (obwohl Threaderöffner) den Threadtitel bzw. Eingangsbeitrag nicht (mehr) editieren. Da müssten dann Triskel oder Tyler Hand anlegen.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Craggan



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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 00:42                                  +/-

howdie Wolti! Ich finde den Wortwitz auch pubertär, was vor allem daran liegt, dass er in der Tat aus der Zeit meiner Pubertät stammt!

Ich finde es generell schwer, irgendeine Oper als "die Mutter aller Opern" auszuzeichnen! Don Giovanni? Ein Meilenstein, zweifelsohne! Die Zauberflöte? Hat natürlich auch Schwachstellen! Der Ring? Ist das überhaupt eine Oper? Schwierig, schwierig! Einigen wir uns darauf, dass Du die behauptung zurücknimmst, Don Giovanni sei das einzig besonders herausragende Werk, ok?


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 01:13                                  +/-

Craggan
Einigen wir uns darauf, dass Du die behauptung zurücknimmst, Don Giovanni sei das einzig besonders herausragende Werk, ok?

hähö

Na gut zwinkern.

(Verlegen Ich nehme jetzt sogar die Ankündigung zurück, noch vor dem Schlafengehen mit meinen Antworten im Theo-van-Gogh-Streit fertig zu werden... [kann ja nix werden, wenn wieder eine halbe Seminararbeit herannwächst Echt schlimm] *PfeifengehtinSchnarchenüber*)


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Athene



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BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 17:54                                  +/-

Opernbanausin* Athene wird sich heute in den "Rigoletto" begeben. Yes




*Grundsätzlich verweigerte ich mich bisher Opern, einzig akzeptabel war für mich stets die Zauberflöte, da ich sie bereits als Kind auf Schallplatte hatte. So etwas prägt.


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Eternity is a terrible thought. I mean, where's it going to end?
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 18:46                                  +/-

Wie der Jonas Kaufmann wieder (dieses Mal den Don José) singt: - Seit einer reichlichen halben Stunde live aus der Mailänder Scala (über den BR-Klassik-Stream)!

????? Und ob Opernbanausin Athene wohl mal irgendwo als Mitglied der Freunde der italienischen Oper
"Wir war'n bei Rigoletto!" sagen konnte?

edit: Eine 25-Jährige, dem Namen nach Georgierin, singt die Carmen: Anita Rachvelishvili. Von ihr wird man in den nächsten Jahren wohl noch eine Menge hören! Spitze Yes
(Und Erwin Schrott, der Ehemann der Netrebko, singt auch mit: den Escamillo.)


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 20:04                                  +/-

Sollte mit zeitlicher Verzögerung auf arte zu sehen sein...


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 21:50                                  +/-

Tatsächlich! (manchmal ist es doch schade, die Glotze abgeschafft zu haben...) - Mit den Augen rollen Aber einfach so zu behaupten, arte würde live übertragen, ist ja ein bißchen dreist; und dumm zudem, da sich in der durchelektronisierten heutigen Welt das Gegenteil schnell feststellen läßt!

Ich bin übrigens erst vor knapp 20 Minuten wieder zur Carmen zurückgekehrt, weil ja jeden zweiten Montag für mich von 20.03 bis 21.30 Levin-Zeit ist...


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

edit: Uff, wider Erwarten die plöde Hoffnung hat Don José die Carmen auch diesmal wieder gemeuchelt! Traurig
Zwischen dem Applaus auch deutlich vernehmbar laute Buhs, na, da wird doch nicht der Jonas gemeint sein...? Gewalt ist keine Lösung

Im ersten Pausengespräch hat Kauifmann übrigens ein paar sehr kritische Worte über die in seinen Augen in Italien extrem schlechten Bedingungen für so kostenintensive Kulturprojekte, wie es die Oper (Solistenbezahlung, Orchester, Chor, Bühnenbilder...) nun einmal ist, gefunden: von der Scala abgesehen, die als nationales Symbol (übrigens war Staatspräsident Napolitano anwesend, weshalb vor Aufführungsbeginn vom Orchester die italienische Hymne intoniert wurde - sollten wir in Deutschland übernehmen! Spitze) noch einen gewissen Schutz genießt, kann man bei Produktionen an anderen Orten nie völlig sicher sein, ob diese Inszenierung nicht zwei Wochen vorher wegen Geldmangels abgesagt wird...


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Domino



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BeitragVerfasst am: 16.12.2009, 13:33                                  +/-

Hi allerseits,

darf ich mich in euer Gespräch einklinken?

Mir gefällt Oper im Fernsehen niemals, es kommte für mich einfach gar nicht 'rüber.
Meine Besuche in New York lege ich, wenn möglich, immer in die Opern-Saison und lasse mir dann einen Besuch in der Metropolitan Opera nicht entgehen. Das ganze Flair drum herum gehört für mich auch zum Operngenuss dazu. Zu meinen Lieblings-Opern gehören La Bohème und Tosca.
LaTraviata hab ich live noch nicht gehört, aber das Ticket ist schon in meiner Tasche und am 20. April nächsten Jahres sitz ich wieder in der Met *freu*

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 16.12.2009, 13:48                                  +/-

Seas!, Domino.
Mit Oper ist es in der Tat wie mit Theater:
Da fehlt auf Film so ziemlich alles. Das muss schon sehr gut und speziell abgefilmt sein, damit es FLUMP machen kann.
Wie kommst DU POSER ( Smilie ) dazu, Dir Opern in der Met anzuschauen?

Achja, Du darfst nicht, Du solltest gefälligst auch posten und mitreden. Tu Dir keinen Zwang an. Yes
Besser als nur stumm mitzulurken.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 16.12.2009, 15:16                                  +/-

Wolter! Euse!

Was haltet ihr eigentlich von Philip Glass?
Bisher hatte ich keine besonders hohe Meinung von seiner Musik, habe kürzlich aber seine Oper "Kepler" gesehen, die mich sehr für ihn eingenommen hat.

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 16.12.2009, 19:54                                  +/-

Domino

Mir gefällt Oper im Fernsehen niemals, es kommte für mich einfach gar nicht 'rüber.
Meine Besuche in New York lege ich, wenn möglich, immer in die Opern-Saison und lasse mir dann einen Besuch in der Metropolitan Opera nicht entgehen. Das ganze Flair drum herum gehört für mich auch zum Operngenuss dazu.


So? Wieso dann die Met? Den Flair sah ich da nicht. Hat noch gefehlt, dass die Leute Popcorn mit reinnehmen. Das beste Opernhaus, mit dem besten drumherum und absoluten Topaufführungen, ist imho Wien. Mailand kenne ich nicht.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 01:01                                  +/-

Morgi
Wolter! Euse!

Was haltet ihr eigentlich von Philip Glass?
Bisher hatte ich keine besonders hohe Meinung von seiner Musik, habe kürzlich aber seine Oper "Kepler" gesehen, die mich sehr für ihn eingenommen hat.

????? Nanu, anderen inzwischen gelesenen Beiträgen von ihm zufolge hätte Eusebio schon antworten können... Dann eben ich.

Ulkiger (mysteriöööser) Zufall: Überrascht gerade kürzlich habe ich mir einen bis dahin vernachlässigten Mitschnitt einer Glass-Oper angehört (gesendet vor einem reichlichen Monat), und... ????? gut anzuhören ist es zweifelsohne.
Wenn mir sein Stil und insbesondere das wunderbare und wundersame Violinkonzert nicht bereits vertraut gewesen wäre, wäre ich vielleicht hellauf begeistert gewesen. Nun aber stellte ich bedauernd fest (vorbehaltlich weiterer mir noch unbek. Werke, die mir wiederum das Gegenteil zeigen würden), daß seine Art der Minimalistik - es gibt ja auch noch Steve Reich (*1936) und John Adams (*1947) - in den Überraschungsmöglichkeiten zu eingeengt ist. Igor Strawinsky (1882-1971) hat mal boshaft (und unberechtigterweise, wie mir so manches Nicht-Vierjahreszeiten-Werk eindrucksvoll gezeigt hat) über Antonio Vivaldi (1678-1741) gelästert, er hätte das gleiche Stück einfach dreihundert Mal komponiert. Wenn mir nicht in absehbarer Zeit ein Glass-Stück
Teekesselchen *g* begegnet - und wer weiß, vielleicht ist die von Dir gehörte Oper ja das akustische Überraschungsei für mich - dann werde ich dieses Bonmot wohl auf Glass transferieren müssen. *virtülldroh*
Die (mir bekannten) Stücke der beiden anderen, Reich und Adams, sind auf jeden Fall viel abwechslungsreicher! Dessenungeachtet ist Glass die Kreation eines unverkennbaren/unverwechselbaren Personalstils gelungen, und die ist eine durchaus zu würdigende Leistung. Spitze

edit: zum Glass'schen Musikstil fällt mir noch eine Charakteristik - oder besser: eine Funktion - ein, die ja Erik Satie (1866-1925) für seine Musikstücke gelten lassen wollte, nämlich die als akustische Äquivalente zu dem Materiellen, das eine Wohnungsinneneinrichtung ausmacht, also v.a. zum Mobiliar.
Wenn man eine bis dahin unbekannte Wohnung betritt, dann kuckt man sich anfänglich natürlich noch alles ganz aufmerksam an; diese Aufmerksamkeit verschwindet mit wachsender Vertrautheit mit der Umgebung, die dann nur noch die "Hintergrundwahrnehmung" darstellt. So wollte Satie seine Werke (zumindest manche davon) wahrgenommen wissen - und Glass' Musik lädt durch die Gemächlichkeit des Geschehens (Motive werden im Laufe ständiger Repetition mehr oder weniger unmerklich einem Veränderungsprozeß unterworfen) von selbst dazu ein, denn wenn man nicht genau hinhört, scheint sie statisch, und das ist - wenn nicht ausnahmsweise mal eine Blumenvase runterfällt oder so zwinkern - ja auch eine Mobiliar-Eigenschaft. Man ist also versucht, das genaue Hinhören durch ein Nebenbeihören zu ersetzen.
Und vielleicht tue ich deshalb dem Philip Glass (*1937) auch ein wenig Unrecht, falls es mir einfach an der ausreichenden Konzentration fehlt, die Schönheit im Detailprozeß, und durch das Detailhören wiederum die Verschiedenheit der einzelnen Opera (ontopic grins) wahrzunehmen... ?????


P.S. Gerade höre ich übrigens Orgelmusik von Morton Feldman (1926-1987), und danach folgt Giacinto Scelsi (1905-1988)!
ugly Das sind vielleicht zwei Spezis:
Ersterer hat u.a. ein Werk notiert mit einer extremst langsamen Tempoangabe, so daß die Musik, real gespielt, erst nach mehreren hundert (????? 800?) Jahren beendet sein würde. Und siehe da Überrascht, hier in Deutschland in Halberstadt (????? glaube ich, war das) hat sich tatsächlich eine Orgel gefunden, in der das Werk seit ein paar Jahren am Laufen ist! hähö Immer, wenn nach mehreren Monaten der Akkord wechselt, wird das in den Lokalnachrichten vermerkt! Spitze

edit: Verlegen auwei, wie peinlich: Halberstadt stimmt zwar, die (639 Jahre dauernde) Komposition allerdings ist von John Cage (1912-1992) (????? aber irgendwas Verrücktes gab es auch von Feldman, hmmmm)...
___________________
Und Letzterer ist von altem italienischen Adel, der viel seiner Werke in den Grundzügen zwar entwarf, aber den Kleinkram der Detailnotation dann seinen Lakaien Jüngern überließ! Eine seehr ökonomische Arbeitsweise , und das Verblüffende dabei, die Resultate sind teilweise mirakulös schön!
In übertragenem Sinne bieten die beiden also durchaus ontopic passend große Oper! Yes
Nach dem vielen Schreiben sind die beiden Stücke natürlich schon vorbei...

Bei der Gelegenheit offtopic: Sorry Morgi, während dieser Sitzung schaffe ich es nicht mehr, Dir in seriöser Ausführlichkeit in Sachen Europa/USA/Nationalismus Antwort (und sei versichert zwinkern, Widerspruch) zu geben. Nebenbei: Wie wäre es, obwohl Ausgangspunkt Deine Huntingtonsche Buchlektüre ist, das Ganze in den Europathread zu verlegen?


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Domino



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 16:23                                  +/-

Thanks Euseppus.

Hallo Oxford, ich weiß ja nicht, was du so in der Met erlebt hast, für mich jeden falls hat dieses Opernhaus was. Natürlich darf man am Ticket unter gar keinen Umständen sparen - frei nach dem Motto lieber ein billiger Platz und Hauptsache mal drin gewesen. Da sollte man echt nicht aufs Geld schauen, dann hat man auch den vollen Genuss.
Mailand ist übrigens auch okay, aber in der Scala war ich selber auch erst ein einziges Mal drin.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 16:42                                  +/-

@Morgi und Wolter:
Sorry, habe gestern erst die "Neueste-Beiträge"-Funktion erläutert bekommen... Verlegen

Gegen Philip Glass lästere ich gerne und ausdauernd. Dazu ist aber von Wolter schon das Wesentliche gesagt worden.
Minimalisten wie z.B. John Adams haben es geschafft, noch viele andere Ideen zusätzlich zur schlichten Minimal-Idee des Ursprungs zu entwickeln, Adams hat sogar ein tolles Musical geschrieben.
Das Handwerk, das Glass herzeigt ist - äm - freundlich gesagt "dürftig". Das kann jeder halbwegs interessierte Arrangeur nach einmal Anhören sofort für jede beliebige Besetzung adaptieren.
Und ich gehe JEDESMAL beim CD-Großhandel mit einer anderen Glass-CD zur Hörstation, um mich eines besseren belehren zu lassen (so offen bin ich dann doch noch...), aber:
Der Phil lässt mir keine Chance... Geschockt
Es ist alles die gleiche Soße. Aber vollständig.
Natürlich ist die Musik hübsch, nett, manchmal meditativ, sie tut keinem weh.
Sie ist nur leider ziemlich billig. Und dass ein Komponist der zeitgenössischen Moderne, der ja nun wirklich einem immensen Ansturm an Beeinflussungsfaktoren ausgesetzt ist, in einer Zeit, in der es ALLES gibt und wir alle Musik aller Zeiten und Orte zur Verfügung haben, es schafft, hier seit 40 Jahren auf seinem Goldesel sitzen zu bleiben - das bringt mich offengestanden vollständig gegen diesen Komponisten auf.
So wenig Lust zu haben, sich neu zu entdecken, Neugier zu haben auf neue Experimente, auf ein Neuentdecken von neuen Wegen in einem Selbst (was zumeist der BESTE Grund ist, um zu komponieren), auf ein Neuentdecken der Welt in der Musik - das stößt mich ab.
Ich kanns leider nicht weniger emotional formulieren (weil mir die Materie sehr nahegeht).

(Gegenbeispiele: Immer wieder die Suche nach Neuem bei Ligeti oder Nono, sehr große Geister der Musik des 20. Jahrhunderts.)

Dass Glass als Filmmusik-Komponist immer wieder Ehrungen (auch Oscars) erhält, ist für mich ein Mißverstehen von Leistung seitens der Juries:
Verdient hätte den Oscar der Regisseur oder Produzent, der Glass gezielt als Komponisten ein gesetzt hat: Man weiß nämlich genau, was man kriegt - da es genau dasselbe wie immer ist.
Zu einem Film wie "The Hours", in dem es viel um Zeitvergehen und Zeitebenen geht, ist Glass´ Musik perfekt; da mus man als künstlerischer Leiter halt drauf kommen.

In den USA ist Glass immer noch sehr gehypt; man darf dabei auch nicht die esoterische Ecke vergessen, aus der Minimal (Indische Raga-Musik, etc.) auch kommt; Glass hat dort inzwischen Guru-Qualitäten erreicht. Je schlichter die Botschaft, desto überzeugter der Gläubige.
Ich glaube, diesen Erfolg gönne ich ihm nicht, sehe darin ein vollkommenes Unverständnis der Idee von Komposition und bin deswegen auch so stinkig, wenns um Glass geht.
Da hast Du schon so ein Thema rausgepickt, Morgi... zwinkern


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 17:14                                  +/-

@Domino. Gehst du eigentlich in die Oper, weil du dich für Musik interessierst, oder weil du es als ein social event betrachtest?
Ich würde theoretisch aus musikalischem Interesse gerne regelmäßig in die Oper gehen (Besonders, wenn man in Wien lebt...), bekomme aber beim Anblick des typischen elitären und strunzreaktionären Publikums, das ausschließlich zur sozialen Repräsentation dort hingeht, schnell starken Brechreiz.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 17:21                                  +/-

@ Morgi: Postest Du eigentlich aus Interesse an der zwischenmenschlichen Kommunikation, oder um andere User zu diskriminieren? Oder warum meinst Du, schreibt Domino

Zitat:
Zu meinen Lieblings-Opern gehören La Bohème und Tosca.
??

Weil dahin immer die besonders elitären und strunzreaktionären Typen gehen?

So Fragen wie die Deine sind so wie die Eier vom Papst: Überflüssig!


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 17:23                                  +/-

Zitat:
So Fragen wie die Deine sind so wie Craggan: Überflüssig!


Stimme zu Spitze

Aber ohne Quatsch: Ich kann es in Opernhäusern wirklich nicht lange aushalten, weil sich dort die Creme aller konservativen, reaktionären und faschistoiden Gesellschaftsschichten versammelt, die sich einen Scheiß für Kunst interessieren und durch ihre Anwesenheit nur ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse demonstrativ zur Schau stellen wollen. Hier in Wien ist das ganz besonders widerlich ausgeprägt.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 17:27                                  +/-

dann geh doch einfach nicht hin. Oder geh so hin, wie Du willst! ICh war in der Berliner Philharmonie Jahrelang 2 x die Woche in Jeans und Lederjacke. So what?


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 17:28                                  +/-

Zitat:
dann geh doch einfach nicht hin.


Das Dumme ist ja, dass ich durchaus gerne hingehen würde, wenn das faschistoide Gesindel, von dem man dabei permanent umgeben ist, nicht beständig den Wunsch in mir auslösen würde, eine Handgranate ins Publikum zu werfen Yes

Zitat:
ICh war in der Berliner Philharmonie Jahrelang 2 x die Woche in Jeans und Lederjacke.


Mit den Augen rollen

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