Tylers Kneipe Foren-Übersicht Tylers Kneipe

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste     RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
Zum ChatSkypen

User stellen Alben vor
Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Weiter Alle
 
Neues Thema eröffnen  Neue Antwort erstellen Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Discothèque
 
 
Autor Nachricht
hatata



Beiträge: 1956
Wörter pro Beitrag: 51

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 09.05.2006, 17:18                                  +/-

Akt
ich glaube sie spielt auf die falsche form "solos" an. das hat doch mit amis nichts zu tun

Doch, weil die können keine alten Sprachen und so.


_________________
Kids.. if you really want to piss off your parents, buy real estate in an imaginary place.. oh yes.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41116
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 23:37                                  +/-

Nach 3 Tagen Weld-hören rund um die Uhr sag ich mal... sehr geile Mucke Gewalt ist keine Lösung

Wie erwähnt kenne ich das meiste bereits in anderen oder ähnlichen Versionen, Überraschungen sind nicht drauf, naja, vielleicht "Blowing in the wind" in der Jimmy-Hendrix-Gedächtnis-Fassung, damit hätte ich nun nicht gerechnet.

Ansonsten eben alles wie man es kennt... ein Katzenkonzert asynchron gestimmter E-Gitarren, der unwechselbar näselnde Gesang des Meisters, endlose Instrumentalphasen, eine Handvoll simpler Melodeien wechseln sich in ewigem Kreislauf ab wie die Jahreszeiten.. ich verstehe, wenn man Neil Young nichts abgewinnen kann.

Wenn jemand Johnny Cash oder Tom Waits nicht mag, wird er von mir auch schon mal zwangsmissioniert, aber bei Young bleib ich locker. Den muss man nicht mögen. Ich weiß manchmal selber nicht, was mir daran so gefällt. Ich glaube, es ist der Klangteppich, der hier gewebt wird. All das Getrümmer formt sich nach und nach auf geradezu wunderbare Weise zu einer dichten Sounddecke, einer Klangglocke, die sich über die Ohren stülpt und alles Böse und Verwerfliche draußen hält, alle Probleme dieser Welt und all den Unsinn. Neil Young ist die beste Musik, die ich kenne, um alles fernzuhalten, mit dem man sich gerade nicht beschäftigen will. Hört man Young, hört man nichts anderes mehr. Muss natürlich ordentlich laut sein, klar. Muss man laut hören. Und obwohl alles so laut und roh ist, ist es nie schnell und aggressiv, immer sehr laid back. Die wahrscheinlich lauteste Entspannungsmusik der Welt grins

Der Opener rockt natürlich wie Sau, ist auch richtig so, den er heißt ja "Hey hey, my my, rock'n roll will never die" und nicht "While my guitar gently weeps" oder "Der Junge mit der Mundharmonika". Muss rocken, Herr Young zerschlägt mehrere Gitarren auf dem Kopf des ahnungslosen Hörers und legt damit die Grundrichtung fest.

"Crime in the city" ist ziemlich toll. Treibender Beat, und es geht irgendwie um böse Jungs. Solche wie Neil, der schlimme Finger. Dann folgt das erwähnte Dylan-Cover, untermalt von Bomben- und Maschinengewehrgewummse, war wohl auf den Golfkrieg von '91 gemünzt. Wirkt etwas angestaubt, Woodstock kommt in den Sinn, fast schon rührend, ein Rocker, der noch an die politische Kraft des Rock'n rolls glaubt..? Neil Young spielt sowieso immer so, als ob es die letzen 30 Jahre nie gegeben hätte, passt schon. Eine lebende Zeitmaschine, der Mann.

"Welfare mothers" ist ziemlich schräg.. das kannte ich noch nicht. Sechseinhalb Minuten, ziemlich eintönige Melodik, nach viereinhalb Minuten schreien mehrere Leute rum, keine Ahnung.. "I'M HUNGRY!" ugly Dann wird noch etwas weitergeknüpelt. Naja. "Love to burn" ist sehr solide, und das fast zehn Minuten lang. "Cinnamon girl" ist natürlich ganz toll, ein Klassiker Spitze

"Mansion on the hill" ist mein Favorit auf dieser Seite des Doppelalbums. Ich liebe es. Das meinte ich mit perfekter Grillmusik - "There's a mansion on the hill, psychedelic music fills the air...", das in einer warmen Sommernacht, ein Bierchen in der Hand, Leute liegen im Halbdunkel auf der Wiese rum, nur ihre Kippen glimmen wie Glühwürmchen... könnte mir stundenlang sowas anhören. Kann ich auch, muss ja nur "Weld" hören hähö

Die erste Scheibe schließt mit "Fuckin up", wüst hingerotzt, greift das Gitarrengewitter von "Hey hey my my" nochmal auf, ein schöner Bogenschluss. Man hat einfach das Gefühl, dass es den Jungs auf der Bühne viel Spaß macht, ihre Instrumente zu quälen. Stundenlang geht das so. Tja. Muss man mögen. Neil Young halt Yes

Scheibe zwei dann ein andermal.


_________________
It seems like a good time for a drink, and a cold calculated speech with sinister overtones.

Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 12.05.2006, 17:47, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Antworten mit Zitat
hatata



Beiträge: 1956
Wörter pro Beitrag: 51

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 23:59                                  +/-

So leid mir das für dich tut, muss ich dir leider fast Wort für Wort zustimmen.


_________________
Kids.. if you really want to piss off your parents, buy real estate in an imaginary place.. oh yes.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41116
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 00:02                                  +/-

Traurig


_________________
It seems like a good time for a drink, and a cold calculated speech with sinister overtones.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41116
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 14:13                                  +/-

thrasherswheat.org
Neil Young's lyrics have always been deceptively simple yet intricately complex. It is this simple complexity which make Young's lyrics so intriguing. Many argue that Neil is no Bob Dylan and this is quite true. Where Dylan's lyrics are often downright inscrutable yielding innumerable interpretations, Young's can sometimes border on trite and cliche or even downright silly.

Lyrics like "Welfare mothers make better lovers" or "Got mashed potatoes, got no T-Bone" are often cited as examples of Neil's lack of lyrical sophistication. But for every Welfare Mothers or T-Bone, there are lyrical triumphs like Powderfinger, Thrasher, Captain Kennedy, After The Goldrush, or Pocahontas.

hähö

Ich mag ja besonders die Lyrics zu "Farmer John"...

Farmer John, I'm in love with your daughter
Yeah the one, with the champagne eyes
I love the way she walks, i love the way she talks
I love the way she wiggles, she wiggles when she walks


Das wird dann noch ein paar mal wiederholt, mit minimalen Abwandlungen, und fertig ist das Gartenhäuschen. Überhaupt spielen Wiederholungen auf der "Weld" eine wichtige Rolle, immer und immer wieder kommen dieselben Strophen, von mehrminütigen Rückkopplerorgien unterbrochen. Die Texte scheinen eher als Gerüst zu dienen, zu dem die frei experimentierenden Gitarren immer wieder zurückfinden, als Herz und Aussage eines Songs zu sein. Die Wiederholungen erleichtern zudem nicht hat nur das Mitsingen auch im fortgeschritteneren Stadium, sondern schaffen in den Live-Aufnahmen einen Ritualcharakter, wie eine kirchliche Liturgie, deren festgelegter Ablauf die Gemeinde zusammenfügt... Neil Young zelebriert quasi eine Rock'n Roll-Messe Yes


_________________
It seems like a good time for a drink, and a cold calculated speech with sinister overtones.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Kaylee



Beiträge: 6078
Wörter pro Beitrag: 29

Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 14:17                                  +/-

Das hast du doch jetzt abgeguckt. hähö


_________________
Ha! You afraid to get wet?
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41116
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 17:28                                  +/-

Also... das Grillgut ist verputzt, die Bäuche voll und die Köpfe leer, über die Wiese weht der Duft illegaler Genussgifte und jemand hat die zweite Scheibe der Weld eingelegt. Eine einsame Gitarre leitet "Cortez the killer" ein, einer von Youngs größten Hits, ein großartiges Stück musikalischer Geschichtsklitterung: "Hate was just a legend, war was never known".. naja, ganz so friedlich waren die Azteken dann doch nicht, aber wie gesagt, die Texte von Young sollte man eher poetisch verstehen.

Ach, ein schönes Lied, waber, waber.. Smilie Regelrecht harmonisch, unendlich langsam, manchmal scheint es komplett stehenzubleiben, dann treiben es leise grummelnde Gitarren doch wieder voran und Neils hier fast melodisch zu nennende Stimme schraubt sich über die Begleitung. Richtig langer Text auch. Ab Minute sieben schwingen sich die Musikanten zu einem unerwarteten Crescendo auf, um dann alles doch ganz sanft über den Köpfen der Menge ausrollen zu lassen. Hach...

Aber wer jetzt weggenickt ist, wird gleich von "Powderfinger" wieder aufgeweckt, die Moritat über einen jungen Mann, dessen Heim von einem Boot angegriffen wird.. ????? Er muss es verteidigen, mit Daddys rifle, denn er ist der einzige Mann im Haus. Dann kommt das Boot näher, er legt an und BUMM, alles wird schwarz, er ist tot. Oder so. Keine Ahnung. Wurde er erschossen? Hatte er einen Rohrkrepierer? Um was geht's? Um das Schusswaffenproblem? Amerikanische Wagenburgmentalität? Outlaws gegen das Gesetz? Oder macht sich Young einfach nur über doofe Rednecks lustig? Egal, es ist eine kraftvolle Ballade, die irgendwie gefährlich klingt und den Gitarren mal wieder gut zu tun gibt.

Mit "Love and only love" folgt ein waschechtes Liebeslied, es kreist um den zentralen Satz

Love and only love will endure
Hate is everything you think it is
Love and only love will break it down
Love and only love, will break it down

Gewalt ist keine Lösung

Viel mehr muss man nicht sagen, wenn man eine E-Gitarre in der Hand hat. Ein schönes, positives Lied mit einem starken Beat. Es geht voran, bläst die Marihuanaschwaden weg und leitet damit direkt über zu "Rockin in the free world", das ich ja leider nicht so mag. Hier aber, in der Liveversion, gewinnt es, der stumpfe Beat wird in der zweiten Hälfte von sich zerfasernden Gitarrencrescendi aufgelockert, das Tempo wird angezogen und dann wird schon mal ausprobiert, wie lange man einen Ton halten kann und solche Sachen hähö Ein bißchen kindisch, diese Freude am elektrischen Gerät, aber sympathisch. "Weld" klingt so als ob sie alle nach dem Konzert ihre Gitarren weggeworfen haben, oder vielleicht haben sie auch mit Gitarren gespielt, die eine andere Band vorher weggeworfen hat, schwer zu sagen.

Dumpfes Hubschrauberwummern leitet den längsten, tollsten und größten Lovesong ein, den ich von Young kenne, "Like a hurricane", gigantisch! Eigentlich fußt alles auf einem einzigen Gitarrenriff, aber was für einem! "Once I thought I saw you in a crowded hazy bar.." waahh, Gänsehaut! Neil mag den Song auch, keinem widmet er mehr Zeit. Wieviele Gitarren sind da eigentlich auf der Bühne? Klingt wie ein halbes Dutzend und jede darf mal das Thema durchnudeln. Eigentlich ist es ja ein trauriges Liebeslied, sie ist zwar ganz toll, aber es hat wohl nicht so recht geklappt. Ein Satzfetzen geht mir immer im Kopf rum:

I am just a dreamer,
but you are just a dream,
You could have been
anyone to me.


Irgendwie todtraurig und zugleich trotzig. Nach sieben Minuten rollen dann die Instrumente aus, Rückkopplungen pfeifen über die Bühne, ein Klacken und Klappern im Hintergrund, bauen die Roadies schon ab? Und gerade wenn man seine Decke einrollen und die Bierflaschen einsammeln will, legen sie nochmal los und spielen nochmal sieben Minuten. Verarscht! grins Gegen Ende bleibt von der elegischen Weise nicht mehr viel übrig, gründlich wird der Song nach allen Regeln der Kunst defragmentiert. Die letzte Minute steht unter dem Motto "Geräusche, die man auch noch mit E-Gitarren machen kann" ugly

Hier folgt ein Hit dem nächsten, die zweite Seite lässt Scheibe eins deutlich hinter sich, jetzt kommt es richtig dicke! "Farmer John", ein kurzer Song, so roh und kantig wie aus einem Holzstamm gehauen, und zwar mit einem Vorschlaghammer. "Tonight's the night", ein weiterer Klassiker, den ich in der Studioversion nicht mehr gut hören kann, irgendwie abgenudelt. Hier aber funkelt er in neuem Glanz, Neil singt (für seine Verhältnisse) punktiert und sauber und wird sehr zurückhaltend begleitet. So ab Minute sechs geht's dann doch wieder zur Sache, klar. Letzter Song des Doppelalbums ist "Roll another number", ich glaub, da geht's um Fußball, kann mich aber auch irren Mit den Augen rollen Ein richtiggehendes kleines Country-Liedchen, oder eher Country Trashpunk, wie eine Kritik Youngs Stil mal bezeichnete. Ein Mittwipp-Rhythmus, eine fröhliche Gitarre, sehr sehr entspannter Gesang, jetzt wird alles geraucht, was nicht weglaufen kann Yes

Und so wird man, windelweich geprügelt, aber glücklich und mit debilem Grinsen im Gesicht, vom Meister in die Nacht entlassen Smilie

10 von 10 explodierten Verstärkern


_________________
It seems like a good time for a drink, and a cold calculated speech with sinister overtones.
Nach oben
Antworten mit Zitat
hatata



Beiträge: 1956
Wörter pro Beitrag: 51

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 13.05.2006, 21:17                                  +/-

Haha.. ich hab dem pk einen ihm tatsächlich gefallenden Platten-Tip gegeben.. hähö


_________________
Kids.. if you really want to piss off your parents, buy real estate in an imaginary place.. oh yes.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 41116
Wörter pro Beitrag: 37

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 13.05.2006, 21:26                                  +/-

Wo bleibt eigentlich deine lang angekündigte WELD-Review?


_________________
It seems like a good time for a drink, and a cold calculated speech with sinister overtones.
Nach oben
Antworten mit Zitat
hatata



Beiträge: 1956
Wörter pro Beitrag: 51

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 13.05.2006, 21:29                                  +/-

Hm mal gucken. Deine war doch schon sehr nett. Spitze


_________________
Kids.. if you really want to piss off your parents, buy real estate in an imaginary place.. oh yes.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wichtel



Beiträge: 18026
Wörter pro Beitrag: 28

Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 16.05.2006, 21:03                                  +/-



Der Versuch eines live-Berichts. Mal sehen, wie schnell ich tippen und gleichzeitig denken kann.

Garbage hörte ich das erste Mal am 14.09.1996. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich da in Birmingham aus dem Flieger stieg, um mein Auslandssemester anzutreten. Und Birmingham begrüßte mich mit Stupid Girl. Vom Album Garbage, dem mit den rosa Federn. Überhaupt haben Garbage ausgesprochen interessante eyecatcher Albencover. Rosa, Orange, die zerspringende Rose, nur das letzte sieht leider aus wie viele andere auch. Einige Kurse des örtlichen Unisportangebots bevorzugten Only Happy When it Rains in den für einen selber hart werdenden Minuten des Konditionstrainings. Vom Effekt her vergleichbar mit dem ersten Stück von beautifulgarbage,

Shut Your Mouth
Schon mal geschwommen, wenn im Bad Musik läuft? Also nicht Mineralbadschwimmen, sondern so richtiges? Wo einem, je nach Fitnessgrad, nach den ersten 200 bis 1000 Metern die Arme schwer werden, man aber schon in einem nicht-aufhören-können-Zustand ist? Man funktioniert nur noch. Und immer, wenn man auftaucht, um seinem Körper neuen Sauerstoff zuzuführen, dringt einem Musik ins Ohr. Die einem neuen Schwung gibt. So ein Lied ist das.

Androgyny
Irgendwelche Jungs in Mädchenzimmern und andersrum. Nettes Lied. Aber ein wenig zu gleichmäßig.

Can't Cry These Tears
Das klingt strenggenommen wie das Hochzeitslied von ABBA. *fuchtel* Das, was bei Muriel's Hochzeit gespielt wird. Aber nur am Anfang, dann entfernt es sich von dem Kitsch (außer bis auf die Glöckchen) und wird zu Garbage mit gezerrten Gitarren und … Glöckchen halt. *ggggg*

Till The Day I Die
Das gefällt mir! Heißt das nicht scratchen, wenn man die LP so mit den Fingern … ? *keinenPlanhab* Egal, so beginnt es, und anschließend fordert es zu Bewegung auf, wenn man Zeit dafür hat.

Cup Of Coffee
Es beginnt mit Klavier und darin einstimmenden Sirenengesang. Zumindest stelle ich ihn mir so vor, wenn ich es höre. Vorher habe ich mir allerdings nie darüber Gedanken gemacht. Dann steigt Shirley ein. Das Ganze verschmilzt zu einem langsamen Stück mit den Sirenen. Obwohl es doch um Kaffee geht. Spannend finde ich, wie Shirley ihre Stimme spielen lässt - mal so hoch wie das Geheule, dann wieder tiefer.
Silence Is Golden
Klingt wie ein Klischee-Mädchen-Rockband-Stück. Softe Stimme, leicht tiefergelegt, hinterlegt mit monotonem Gitarrengeklampfe, das plötzlich wild wird. Um dann wieder abzuflauen und wieder zu rocken. Klassisch. Klischee. Egal. Am Ende ziehen sie voll durch, ohne soft und Shirley schreit nochmal, dass silence golden ist.

Cherry Lips (Go Baby Go!)
Ich stelle gerade fest, dass die ersten Takte entscheidend sind. Von wegen erster Eindruck und so. *gg*
Hier gefällt mir dieses poppige "Treppensteigen" oder "wirr durch die Gegend rennen" der Töne. Ich kann's nicht besser beschreiben, ich assoziiere es so. Nach dem Gepoppe kommt dann wieder die rockende Gitarre und … schwupp … plötzlich ist das Lied zu Ende.

Breaking Up The Girl
Anfang klingt nach "schalala", zum Glück nicht lange, und Shirley kommt. Was täte Garbage ohne ihre Stimme? Mehr kann ich zu dem Lied nicht sagen. Es fügt sich anstandslos in das Album ein, aber ich finde es vergleichsweise langweilig.

Drive You Home
uaa, im Vergleich zu dem vorangehenden spartanisch. Langsam. Schön. Eine Ballade? Irgendwann werde ich anfangen, nicht erst beim tausendsten Hören bewusst auf den Text zu achten.

Parade
Ich kann nicht mehr. Eine CD bewusst anzuhören, um sie zu beschreiben ist ganz schön schwer. Vielleicht auch deshalb, weil ich sie schon so oft hörte und mir die Lieder schon zu vertraut sind?
Egal, hier der Teil des Refrains, den ich mitsinge: As far as I can tell It doesn't matter who you are If you can believe there's something worth fighting for. Rhythmus so, dass mein Kopf auf und nieder wippt. *nicknick*

Nobody Loves You
Das Album ist irgendwie … glatt? Kein Wunder, dass ich dabei hervorragend arbeiten kann. Gerade dringen sphärische Klänge an meine Hörorgane, das klingt ein wenig so, wie LSD-Trips in Filmen oft hinterlegt werden.

Untouchable
Aaah, ein vergleichsweise fröhlicher Takt. Disco-orientiert? Nein, nicht wirklich. Auch hier gut verteilte, regelmäßige Tempo- und Lautstärkenwechsel. Ich mag das, wenn Lieder nicht wirklich langsam sind. Aber auch nicht konstant hetzen oder rumlärmen. Ich glaube, ich bin ein Popper.

So Like A Rose
Zum Abschluss eine nach Strand klingende Melodie. Nach seligem Nichtstun hört sich das an. Alles wird langsam, beruhigt sich … wie, als ob ich am Meer liege. Ich spüre förmlich die Sonne auf mir und merke, wie meine Knochen, Muskeln usw. wohlig schwer werden. Vielleicht kann man es auch auf irgendeinem Gipfel hören, auf dem man sich vom Aufstieg erholt und die Aussicht genießt. So oder so, Entspannung pur. *abdrift*


Alles in allem kommt beautifulgarbage nicht an garbage ran. Wenig experimentell, sehr am Durchschnitt orientiert. Keine besonderen Auffälligkeiten. Könnte bedauerlich sein, wenn man Alben bewusst hört. Aber da ich das ja nicht tue, trifft mich das wenig und werde weiterhin nebenbei unabgelenkt andere Dinge tun können.
Ich bin allerdings froh, dass ich die CD schon besitze, denn kaufen würde ich sie mir wahrscheinlich nicht mehr.



Zuletzt bearbeitet von Wichtel am 16.05.2006, 22:34, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wichtel



Beiträge: 18026
Wörter pro Beitrag: 28

Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 16.05.2006, 21:10                                  +/-

Cherry Lips habe ich gar nicht genug gelobdopst. Tolles Stück, so ohne den Druck einer Beurteilung.

Nach oben
Antworten mit Zitat
Diamond Dog



Beiträge: 1171
Wörter pro Beitrag: 36

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:22                                  +/-



Der Mojo Club ist bzw. war ein Club in Hamburg, der jahrelang Hort und Pilgerstätte der Anhänger der Northern Soul, Rare Groove, Latin-, Funk- und Jazzszene war. Der Akzent lag dabei stets auf dem Wörtchen "tanzbar"... Seit 1992 nun bringt man (fast) jährlich eine CD heraus mit sorgfältigst ausgewählten Perlen aus oben genanntem Soundspektrum. Das ganze nennt sich dann Mojo Club Dancefloor Jazz, wobei klassischer Jazz eher selten vertreten ist.

Von loungigem Schunkelboogie über melancholische Sambasongs auf portugiesisch bis hin zu tiefschwarzem Trommelfunk mit Arschtrittgroove und orchestralen Discosounds findet man hier alles was das Herz eines wahren Musikconnaisseurs begehrt. Alles da von herzzereissend bis himmelhochjauchzend und von James Brown bis Dusty Springfield. Trotzdem wird man nie beliebig oder "mainstreamig"... Für Laien in diesen Genres seien als Vergleich die Soundtracks diverser Tarantino-Filme herangezogen, wie z.B. "Jackie Brown" - soundmäßig ganz ähnlich...

Ich darf behaupten dass es kaum eine Compilation-Serie gab, die meinen musikalischen Horizont stärker erweitert hat als diese. Easy listening for sophisticated people - genau das richtige für die Kneipenuser grins

Anhören kann man das ganze auch auf der Seite des Clubs. Hier z.B. die aktuelle Compilation "feeling good" -> http://www.mojo.de/recordings/dfj12.htm
(edit: ich sehe gerade, dass das die soundfiles von Vol.11 sind, habe die Seitenbetreiber mal informiert... Ist aber auch nicht weiter schlimm, da jede Folge der Reihe toll ist!)

hier noch eine offizielle Amazon-Rezension der aktuellen Ausgabe der Reihe:
Zitat:
Es gibt wohl kaum eine vergleichbare Compilation-Reihe in Deutschland, deren Macher über die Jahre mit so viel musikalischen Sachverstand geglänzt haben. Nach einer Pause von drei Jahren enttäuscht auch die zwölfte Ausgabe der "Mojo Club"-Serie nicht, auch wenn das immer noch groß auf dem Cover verankerte Etikett "Dancefloor Jazz" nur bedingt passt. Wieder hat das Team um Mojo-Gründer Korthals mit viel Sorgfalt längst vergessene Songperlen ausgegraben, die sonst nur noch passionierte Sammlern und Insidern kennen. Recht programmatisch fällt auch gleich der Opener aus, das von Lainie Kazan, der Tocher des berühmten Regisseurs Elia Kazan wundervoll gesungene Titel "Feeling Good". Der Song stammt ursprünglich aus dem englischen Musical "The Roar Of The Greasepaint, The Smell Of The Crowd". Die hier vorliegende Version, von Don Costa kongenial produzierte Version, wurde erstmals 1966 auf Lainie Kazans Debütalbum "Right Now!" veröffentklicht. Und nicht weniger beschwingt geht es gleich mit Suzanne Gabriellos federleichter Ode "Z'Avez Pas Lu Kafka" weiter, der Frau, die einst Jacques Brel das Herz brach und ihn zu dem Song "Ne me quitte pas?" inspirierte. Uns so ließe sich mühelos zu jedem Song auf Mojo Club Vol. 12 - Feeling Good eine interessante Geschichte finden. Es ist schon erstaunlich, dass das Mojo-Team nach dieser langen Zeit immer noch mühelos das hohe Niveau halten kann. Die zwölfe Ausgabe weist jedenfalls, trotz der 24 vorgestellten Songs, keinerlei Schwachstellen auf. Im Gegenteil ,wieder einmal reiht sich ein Höhepunkt an den anderen, angefangen bei der wundervollen Funk-Hymne "Stand Up And Be Counted" von The Flames über die von James Brown produzierte Nummer "Pick Up The Pieces One By One" von A.A.B.B. (Above Average Black Band) bis hin zu phantastsichen Rhythm & Blues-Songs wie "Long Skirt Baby Blues" von dem unvergleichlichen T-Bone Walker.


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen


Zuletzt bearbeitet von Diamond Dog am 23.05.2006, 19:26, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49257
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:25                                  +/-

Klingt sehr, sehr gut. Da werde ich mal reinhören.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Diamond Dog



Beiträge: 1171
Wörter pro Beitrag: 36

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:27                                  +/-

Oxford
Klingt sehr, sehr gut. Da werde ich mal reinhören.

ich konnte sogar den ollen Daurin dafür begeistern grins

irgendwie wird der eigene Musikgeschmack halt irgendwann auch erwachsen, oder er weitet sich zumindest auf mehrere Genres aus. Musikalische Monokultur ist langweilig und teeangerhaft zwinkern


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49257
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:27                                  +/-

Schade, so 30 Sekunden Clips bringen ja nicht viel. Aber einiges kommt mir doch zumindest ansatzweise bekannt vor. Ziemlich geil. Da könnte ich glatt drüber nachdenken, die mal zu kaufen. Oder hat die hier vielleicht irgendjemand und kann mir dir brennen *flöt* hähö


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Diamond Dog



Beiträge: 1171
Wörter pro Beitrag: 36

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:28                                  +/-

Oxford
Schade, so 30 Sekunden Clips bringen ja nicht viel. Aber einiges kommt mir doch zumindest ansatzweise bekannt vor. Ziemlich geil. Da könnte ich glatt drüber nachdenken, die mal zu kaufen. Oder hat die hier vielleicht irgendjemand und kann mir dir brennen *flöt* hähö


*ggg* check pm Mit den Augen rollen grins


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen
Nach oben
Antworten mit Zitat
Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49257
Wörter pro Beitrag: 34

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 23.05.2006, 19:30                                  +/-

Och, ich hab begeistere mich schon länger für Jazz und auch dezente Dubgrooves oder wie immer man das schimpft sind ganz nett, besonders auf Partys.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Diamond Dog



Beiträge: 1171
Wörter pro Beitrag: 36

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 09:43                                  +/-

hat das sonst jetzt echt niemanden interessiert, waren da zu wenig Gitarren und Schalmaien dabei, oder war es einfach nur falsch, dafür einen neuen thread aufzumachen? ?????


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen
Nach oben
Antworten mit Zitat
Kaylee



Beiträge: 6078
Wörter pro Beitrag: 29

Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 09:48                                  +/-

Nee, keine Sorge. So ist das hier. Auch schöne und sinnvolle threads (wie dieser hier) werden nicht sofort kommentiert oder benutzt. Aber irgendwann garantiert wieder ausgegraben, sobald jemand nicht weiss wohin mit seiner Begeisterung für seine neue CD. Solche Sachen musst du hier eher wie einen Blogeintrag zur allgemeinen Erbauung sehen.


_________________
Ha! You afraid to get wet?
Nach oben
Antworten mit Zitat
Lothiriel
Wissende


Beiträge: 7624
Wörter pro Beitrag: 56
Wohnort: Here in my room
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 16:19                                  +/-

Kann auch daran liegen, daß es hier eigentlich schon einen anderen Alben-Thread gibt, in den ich diesen Thread jetzt schieben werde.

[/verschiebeterror] hähö

Nach oben
Antworten mit Zitat
Diamond Dog



Beiträge: 1171
Wörter pro Beitrag: 36

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 16:35                                  +/-

boahey... das ist kein Album das ist eine Compilation, ein für Musikliebhaber geradezu himmelweiter und kategorischer Unterschied! Gewalt ist keine Lösung Na warte...


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen
Nach oben
Antworten mit Zitat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Discothèque Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Weiter Alle
Seite 2 von 12

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Impressum. Powered by phpBB © 2001, 2006 phpBB Group. Deutsche Übersetzung von phpBB.de