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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 16:41                                  +/-

Bring mich nicht auf die Idee, den Thread auch noch umzubennen. Böse

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Diamond Dog



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BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 16:46                                  +/-

Lothiriel
Bring mich nicht auf die Idee, den Thread auch noch umzubennen. Böse


wieso eigentlich nicht? dann wäre der Verschiebeterror wenigstens nachträglich gerechtfertigt zwinkern


_________________
Erste Regel
für den Notfall
am Computer:
Null Emotionen

Die Verwaltung
warnt besonders
in den Nächten
vor Visionen
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Tritonus



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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 11:04                                  +/-

Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium



Das aktuelle Album der Chili Peppers ist vor einigen Tagen erschienen. Jeder, der sich zumindest etwas für Musik interessiert, sollte das bemerkt haben. Wenn nicht, jetzt wisst ihr es.

Nach einigen Jahren und einem für Peppers Maßstäbe eher mittelmäßigem Vorgängerwerk, (sowohl musikalisch als auch finanziell gesehen) beschreitet Stadium Arcadium konsequent den Weg der erfolgreicheren und meiner Meinung nach besseren Alben der Band. Allen voran Californication. Die bewehrt gute Mischung aus relativ harten Funkrockstücken und balladesk anmutenden Liedern findet sich auf Stadium Arcadium wieder. Die Chili Peppers haben in den vielen Jahren seit ihrem ersten Album erstaunlich viel dazu gelernt. Mittlerweile haben sie, wie kaum eine andere Band, den Dreh raus wie man erfolgreiche Musik produziert. Nach den feinsten Regeln der populären Musikkultur strukturiert und komponiert, kommt hier ein Titel nach dem anderen aus den Boxen und nahezu jeder einzelne dieser 28 Titel hat Ohrwurmqualitäten. Es ist natürlich immer eine Geschmacksfrage, aber ich denke, objektiv gesehen kann man hier kein Lied wirklich als Fehlgriff bezeichnen.
Ebenso merkt man, das die 4 Musiker mittlerweile zu wahren Könnern auf ihren Instrumenten herangewachsen sind. Seien es die Drums, der Bass oder die Gitarre. Alle spielen, rocken und grooven (!!!) wie die Schweine. Besonders positiv überrascht war ich allerdings von Anthony Kiedis, seines Zeichens Sänger der Band. Ich war nie ein großer Freund seiner Sangeskunst, aber auf Stadium Arcadium kommt er absolut überzeugend daher und singt besser als er je zuvor gesungen hat. In diesem Fall spricht man wohl vom zweiten Frühling... Speziell in seinem Fall vielleicht auch schon vom dritten.

Also, wer gerne ein bißchen kalifornische Sommersonne sowie Westküstler Lebensgefühl bei sich einziehen lassen will und der Melancholie auch gerne mal den Stinkefinger zeigt, sollte getrost zugreifen. Dieses Album ist ein Meilenstein. Nicht der erste dieser Band.

10 von 10 Retrogitarrenverzerrern.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 17:23                                  +/-

Mir ist die Coverbild und der seltsame Name deletzt aufgefallen. 80er Retro-Style?

Für die roten Chilischoten konnte ich mich nie so recht begeistern, kenne auch nur die Lieder die in den Charts waren und im Radio/MTV gespielt wurden. Das liegt einmal auch am Gesang vom Frontmann, den ich immer nölig fand, und dann an einem traumatischen Erlebnis in der Pubertät: Als ich etwa 13 war fragte mich jemand, ob ich auch die Red Hot Chili Peppers hören würde. Ich bejahte, denn klar, man will ja in der coolen Clique sein, aber tatsächlich kannte ich die gar nicht! Mist. In der anschließenden Fachsimpelei machte ich deshalb keine gute Figur und musste herumlavieren. Nene, seitdem kenne ich sie zwar, es blieb aber ein bitterer Geschmack.

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parasite



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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 00:11                                  +/-

Hihi. Tja, in solche Fettnäpfchen tritt, wer cool sein will um dazuzugehören. Dennoch: Californication ist ein göttliches Popalbum, trotz des Genöhles. Allein Fleas unrealistischer Basseinsatz im Song "Parallel Universe"...What the fuck!? Selbst wenn er 4 Finger zum Saitenanschlag benutzt, bleibt mir die Tempokonstanz rätselhaft. Bass-o-mat, dieser Typ.
Was ich sagen wollte: ich kann verstehen, wenn man die RHCP gerade auch wegen ihres freakigen Frontmanns scheisse findet, dennoch gebührt ihnen demütige Dankbarkeit für die Funkpopperlen, die sie rausgehauen haben. Insbesondere Californication, welches ich gestern nochmal hörte. Ein echter Evergreen, den man noch lange hören wird, in Gedanken an seine Entstehungszeit schwelgend. Zum neuen Album kann ich aber noch nichts sagen. Bei Doppelalben bin ich skeptisch, ausserdem mag ich RHCP jetzt nicht so sehr (bis auf Californication) die müssen sich erst noch beweisen.
Oder? Hö? ?????

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Tritonus



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BeitragVerfasst am: 14.06.2006, 13:03                                  +/-

Tyler Durden
Mir ist die Coverbild und der seltsame Name deletzt aufgefallen. 80er Retro-Style?

Richtig. Genauer gesagt ist das Album voll von Zitaten der vergangen 5 Popjahrzehnten.

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 14:15                                  

Bela B. - Bingo



Öfter mal als das Soloalbum des zweiten Arztes bezeichnet, der auf eigenen Pfaden wandelt, aber diese Bezeichnung trifft auf das Album nicht ganz zu. Es ist ganz klar ein Album von Bela B., die Lieder stammten zu einem Großteil aus seiner Feder und er hat auch einen Großteil der Instrumente eingespielt, andererseits geben viele befreundete Musiker ein Gastspiel, insofern trifft "solo" im Sinne von "allein" nicht zu.

"Bingo" ist ein sehr persönliches Album, es gibt ein paar witzige Lieder, aber die meisten haben doch eine textliche Tiefe, die man so vielleicht nicht vermutet hätte. Klanglich erinnern gefühlte ein oder zwei Lieder an die Ärzte, der Rest zitiert munter aus allen Untiefen des Musikgenres, ohne dabei jedoch wild zusammengewürfelt zu klingen, es paßt letztendlich dann doch alles zusammen.

1. B - Vertüre
Abgedreht. *gg*

2. Gitarre runter
Das könnte ein Ärzte-Song sein. Belas Statement über Rockmusiker, live ein ziemlicher Kracher.

3. Tag mit Schutzumschlag
Ich liebe das Video. Das Lied dürften die meisten kennen, es ist die erste Single-Auskopplung, es rockt, aber es ist vom Klang her nicht besonders aussagekräftig für den Rest der CD, die anderen Lieder klingen irgendwie... lässiger? Gna, über Musik zu schreiben ist tatsächlich so, als ob man zu Architektur tanzen möchte, ich gebe zu, daß ich eigentlich schon seit Tagen etwas zu diesem Album schreiben möchte, aber das Gefühl habe, daß man ihm mit Worten nicht gerecht wird. Ich mache trotzdem weiter.

4. Irgendetwas bleibt
Irgendetwas bleibt immer, egal was man macht, egal wie sehr man dabei auf die Schnauze fällt.

"Denn wenn du ehrlich zu dir bist
Weißt du, wenn's noch mal so weit ist
Du würdest alles ganz genau so tun."


Ein echter Ohrwurm und die Backing Vocals von Lula fressen sich auf hinterhältige Weise ins Hirn, wo sie hängenbleiben und tagelang den Refrain vor sich hinsäuseln.

5. Traumfrau
*lach* Der Titel sagt schon alles aus.
Ein musikalischer Kampf zwischen Hormonen und Vernunft.
Spoiler:
Die Hormone gewinnen.


6. Letzter Tag
Das Lied ist einer Freundin gewidmet, der die Ärzte (nicht die Band, Mediziner) nur noch kurze Zeit zu leben gaben. Hier fehlen mir dann wieder die Worte, um dieses Lied zu beschreiben, sorry.

7. Was ist nur los...?
Ganz großes Beziehungsdramenkino, selten wurden Männerfrauenstreitigkeiten so treffend auf den Punkt gebracht.

8. Bela B. feat Charlotte Roche - 1.2.3...
Oh je, ganz furchtbarer Ohrwurm!
Bela macht sich zum Affen und Charlotte Roche gibt einen Gastauftritt, zu dem die babyblauen Hotpants, die sie bei Rock am Ring trug, hervorragend passen.

9. Sie hat was vermisst
Noch ein Beziehungslied, oder eher ein Beziehungbeendetlied, offenbar die Antwort auf einen Freund, der sich bei Bela B. ausgeheult hat. Irgendwie kommt mir die beschriebene Situation bekannt vor, und die Analyse treffend. Scheint also öfter vorzukommen.

10. Der Vampir mit dem Colt
Manche würden sagen, daß es schamlos bei "Ghost Riders in the Sky" geklaut ist, andere würden es als Hommage an Johnny Cash sehen, es ist mir egal, es ist ein tolles Lied. Unglaublich cool, obwohl eine Story von einem Vampir im Wilden Westen naturgemäß ein klein wenig albern erscheint.
Todsicherer Ohrwurm, man bekommt außerdem schon vom bloßen Hören einen unglaublich lässigen Gang, mich würde es nicht wundern, wenn jetzt etwas Tumbleweed diese Straße hinunterrollen würde.

11. Versuchs doch mal mit mir
Wer stellte die These auf, daß es für jede Situation im Leben einen Ärzte-Song gibt? Für viele Situationen gibt es jetzt auch noch Bela-Songs, diesen möchte ich jedem rummoppernden Single um die Ohren hauen.

12. Bela B. und Lee Hazlewood - Lee Hazlewood & das erste Lied des Tages
Oh, Lee Hazlewood! Der schrieb so tolle Lieder wie "Somethin' Stupid" und "These Boots Are Made for Walking" und war Produzent von Nancy Sinatra und zeitweise Dean Martin. Und so jemand taucht auf einem Bela-B.-Album auf? Ja, macht er. Herausgekommen ist der totale Ohrwurm, so cool, daß er ohne weiteres auch auf einem Tarantino-Soundtrack hätte landen können, und mit herrlich abgedrehten Lyrics. Die beiden beschweren sich darüber, daß man sich meist morgens einen Ohrwurm einfängt, den man nicht exorziert bekommt, haben aber gleichzeitig einen Heidenspaß, einen ebensolchen Ohrwurm zu fabrizieren.

13. Bela B. feat Lula - Hab keine Angst
Nick Cave und Kylie Minogue grüßen mit "Where the Wild Roses Grow", aber diese Version hier ist nicht so wildnaturromantisch, sondern spielt im Großstadtsetting, mit Lichtern, die sich im Fluss spiegeln.

14. ZappingsonG
Die Abrechnung mit dem Fernsehprogramm. Bela, du sprichst mir aus der Seele!

15. Wiehr thind sssuper
Ja, wir sind ja auch Deutschland. Und schon wieder fühle ich mich verstanden.

16. Baby läuft fort
EIn Frauenversteherlied. Bela, möchtest du mich heiraten?

17. Traumfrau again
Das Thema scheint ihn irgendwie zu beschäftigen. *gg*


Man sollte sich das Album übrigens in der Limited Edition gönnen. Da sind zwar nicht mehr Lieder drauf, aber man kann sich eine ganze Weile damit beschäftigen, der Frage auf den Grund zu gehen, wie man die CD aus der Hülle bekommt, und hat dann Spaß mit dem Artwork.

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 18:47                                  +/-

Ich stimme meiner Vorrednerin in allen Punkten zu.

Erwähnen möchte ich noch die tollen Fotos von Bela. hähö
Und an dieser CD-Hülle kann man echt lange dran rumfummeln, bis man den mechanismus rausfindet. Ich kann mir geradezu bildlich vorstellen, wie Bela vor einer Auslage möglicher CD-Hüllen steht, und zielstrebig die verspielteste aussucht. Zunge

Hach, Bela Gewalt ist keine Lösung


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:03                                  +/-

Bei so viel Belaanhimmlung kommt mir die Frage in den Sinn, wie muß Mann sein, dass er Frau gefällt?

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:07                                  +/-

So wie Bela.


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:08                                  +/-

Mist! hähö

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:46                                  +/-

Éomunds Tochter
Erwähnen möchte ich noch die tollen Fotos von Bela. hähö


Oh ja! Alleine das, was auf der linken Seite der Hülle zum Vorschein kommt. rolling on the floor...
Oder das vorne auf dem Booklet! *wegbrech*

Aber es sind auch schöne Bilder auf der Hülle, bzw. im Booklet.

Wie lange hast Du gebraucht, bis du kapiert hast, wie die Hülle funktioniert?

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 19:54                                  +/-

Im Saturn, wo ich natürlich nervös und aufgeregt die Platte ENDLICH in den Händen hielt, nachdem ich etwa 20 Minuten danach vergeblich gesucht hatte (wie immer war es meine bessere Hälfte, die die CD überhaupt erstmal fand, sie war exotisch eingeordnet Geschockt ) und verzweifelt versuchte, irgendwie an das innere zu gelangen, entriss mein Mann sie mir (zum Schutz der Hülle) und fummelte selber einige Minuten daran herum, bis er den Mechanismus herausfand.

Alles in allem ein demütigendes Erlebnis. Aber das zum Vorschein kommende Booklet entschädigte dann natürlich für alles! rolling on the floor...


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 20:03                                  +/-

Phuh! Mich hatte man vorgewarnt, daß die Hülle eine Herausforderung wäre, trotzdem habe ich sie mehrfach umgedreht, begutachtet, an immer anderen Stellen festgehalten, geschoben, gedrückt, gezogen, man könnte sagen, daß sie ein gewisses Maß an längst verlorengegangen geglaubter Kreativität in mir zutage förderte. Bis dann endlich das "Und sie bewegt sich doch!" Erlebnis eintrat.

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 20:11                                  +/-

Mich traf die Problematik völlig unerwartet. Ich war dermaßen erregt, ich hätte beinahe nach einem Messer gesucht, um diese musikalische Kokosnuß zu knacken. Verlegen
Gut, dass es verständnisvolle Gatten gibt. hähö


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 01.07.2006, 20:21                                  +/-

Ich war eher übervorsichtig, weil ich ja nichts kaputtmachen wollte.

Man hätte das eigentlich jeweils filmen sollen, das wären hundertpro sehr lustige Videos geworden. Mein Freund hat die Hülle zunächst auch etwas hilflos angestarrt. hähö

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 27.07.2006, 18:44                                  +/-

Also, da ich ja jetzt auch schon seit einigen Tagen die Limitierte Edition von Bingo habe, melde ich mich mal zu Wort.

Erstens - Die Hülle hatte ich nach ungefähr 5 Sekunden geöffnet. Neutral Ich hatte eigentlich mit dem Schlimmsten gerechnet, überall hörte man nur wie kompliziert es sein soll, nahezu unmöglich es zu öffnen und soweiter. Ich wendete die Hülle einmal nach rechts, einmal nach links, und dann zog ich halt Links an der Lasche. *hüstel* Nun ja, wahrscheinlich bin ich genetisch zurückgeblieben und habe noch Fähigkeiten zur Nahrungsbeschaffung, die auf steinzeitliches Wissen zurückgehen.
Jedenfalls ist die Aufmachung spitze, nicht nur die Verpackung sondern auch das allgemeine Design.

Zweitens - Der Stil gefällt mir, interessanterweise klingt Bela auf diesem Album nicht ganz so, wie bei den Ärzten. Während Farin auf seinem Album halt wie der Frontmann der Ärzte klingt, so scheint Bela mit Bingo seinen ganz eigenen Musikgeschmack ausgelebt zu haben.

Drittens - Und wo wir gerade beim Musikgeschmack sind, man hat auch das Gefühl, dass er all seinen Idolen und musikalischen Vorbildern gehuldigt hat. Yes

Viertens - Ein geiler Mix aus ruhigen und rockigen, abgedrehten und anspruchsvollen Liedern. Spitze


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 27.07.2006, 18:47                                  +/-

Gimli
Ich wendete die Hülle einmal nach rechts, einmal nach links, und dann zog ich halt Links an der Lasche. *hüstel* Nun ja, wahrscheinlich bin ich genetisch zurückgeblieben und habe noch Fähigkeiten zur Nahrungsbeschaffung, die auf steinzeitliches Wissen zurückgehen.

rolling on the floor... Spitze

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 03.08.2006, 00:15                                  



Julie Delpy - Julie Delpy

Das Dessou..Debütalbum der französischen Schauspielerin mit der Affinität zu amerikanischen Filmen. Entsprechend sind auch fast alle Songs auf englisch, hat den Vorteil, dass man sie versteht, den Nachteil, dass ihr Französisch einfach wunderschön ist, während sie mit Akzent immer etwas klingt wie Nico. Auch weil sie nicht so richtig geschult ist im Gesang, man merkt ihre Grenzen, sie ist eben kein Profi im Musikgewerbe, hat ja schließlich einen anderen Job. Dennoch, das ist sicher nicht das typische "Ich kann auch singen"-Album eines Leinwandstars, man merkt, Chansons sind ihr Steckenpferd, und wenn sie wirklich alle selber geschrieben hat, Hut ab.

Die CD ist recht abwechslungsreich, besonders die Instrumentierung spannt einen weiten Bogen vom funkig angehauchtem Rockbeat bis zur klassischen Stimme-und Gitarre-Nummer. Schwer in eine Schublade zu packen, moderner Chanson vielleicht noch am ehesten. Etwas poppiger als Carla Bruni, etwas leichtherziger als Heather Nova, an die sie mich mitunter erinnert, insgesamt auf charmante Weise natürlich, versponnen und mit dem Mut zur Lücke.

Einer meiner Favoriten ist Mr. Unhappy, die spöttische Abrechnung mit einem Ex, der ihr einfach irgendwann zu kompliziert wurde:

Zitat:
Mister Superficial
Mister "I am so special"
Mister "Something's wrong"
Let me sing you a song!

Mister Unhappy and Angry
Mister Sad and Dissatisfied
Mister Controlling and mind fucking
Grumpy and Complexity.

Mister Cool, Mister Often cruel
You're so unhappy and lonely
Always saying "something is wrong with me"
Well, something is wrong with you, man
because ever since it's over between you and I
I feel so... amazing!
Mister Unhappy...
Why didn't you let me be?

Ein Männerverstehsong der etwas gemeineren Art, aber ich fühle mich angesprochen, irgendwo.. ähm, gut Geschockt Nette, beschwingte Melodie dazu. Sie ist einfach drüber weg. Schön, mal was anderes als die Hinterherheulsongs zartbesaiteterer Chansonetten.


Ich kann wohl singen!

Ziemlich cool ist And together, könnte auch von einer angesagten Brit-Band stammen, treibende Gitarren und ein Ohrwurm-Refrain, fast tanzbar. Das rockigste Stück des Albums.

Gegen Ende kommen dann die beiden Songs, wegen denen man die Scheibe kauft, die Songs aus "Before sunset". Für den Film geschrieben, Songs einer fiktiven Person über eine andere fiktive Person, da lacht das Film-Nerd-Herz Zunge . Wobei An ocean apart die Sicht von Jesse einnimmt, A waltz for a night die von Celine. Beide rufen natürlich sofort die Bilder des Films ab, die Straßen Paris', der Park, das Café, die Seine, das Schiff... erfrischend unromantisch dabei die Lyrics:

Zitat:
You promised we'll never brake up over the telephone
You said our love was stronger than an ocean apart
Time goes by and people lie, everything goes too fast.


Der Song (An ocean apart) erzählt quasi, was sich Jesse denkt, wenn der Film vorbei ist und er wieder im Flieger sitzt. Der wunderbare, traurig-beschwingte Walzer "for a night" beschreibt hingegen minutiös Celines Erinnerungen an die Nacht in Wien vor neun Jahren. Ich mag ja Walzer Smilie Kann ich mir immer anhören, Walzer. Die herzzerreißendsten Storys lassen sich in einem Walzer charmant verpacken, Liebeskummer zum Mitwippen.

Zitat:
I have no bitterness, my sweet
I'll never forget this one night thing
Even tomorrow, another arms
My heart will stay yours until I die

Traurig

Fazit: Was für Leute, denen Carla Bruni und Linklaters "Before"-Filme gefallen. Für alle anderen immer noch gute Musik, um sie Mädchen auf Mix-CDs zu brennen.


P.S.: Als Film-Möger bleibt aber die Frage: Welches ist der Song über ihre Katze?


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Jule



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BeitragVerfasst am: 03.08.2006, 08:34                                  +/-

Nichtraucher


Julie Delpy - Julie Delpy


Schön schön. Auch Kulturzeit geschaut?

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 03.08.2006, 19:55                                  +/-

Nein. Was war da?


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Jule



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BeitragVerfasst am: 04.08.2006, 13:15                                  +/-

Letzte Woche oder so kam ein großer Bericht über sie... war ganz interessant. Ein nettes Interview und die Frau schien auch recht sympathisch zu sein. Jedenfalls bekam man Lust auf Reinhören.

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