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Schalk



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BeitragVerfasst am: 23.08.2006, 01:24                                  +/-

Fizzy Fresh - fizzing for compliments






Meine erste und, abgesehen von den Nachfolgern, die zweifelsohne kommen werden, warscheinlich auch einzige HipHop-CD. Der Herr ist ein Bekannter von mir. Eine großartige CD, eine kleine, aber technisch einwandfreie Produktion, voller Wortspielereien, Witz und Kreativität. Ich bin begeistert und will deshalb etwas Werbung für ihn machen. Erinnert euch daran, wenn er umschwärmt und mit Preisen überhäuft wird. Gewalt ist keine Lösung


leider hat er seine Homepage noch nicht aufgebaut.


Gepostet am 23.08.2006, 02:58:

Troll0815 hat mich freundlicher Weise darauf hingewiesen, dass es dazu diese Seite gibt, auf der man auch in drei Lieder hineinhören kann. No title liegt mir weniger, auch wenn da einer meiner besten Freunde mitmacht, aber die Idee für Kopfschmerz ist geradezu genial.


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Der Wahn betreugt.
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 22:47                                  +/-



Hör mich gerade durch Johnnys Cashs Monumental-Abschiedswerk Unearthed, das noch zu Lebzeiten geplant wurde, aber erst nach seinem Tod erschien. 67 nie gehörte Cash-Aufnahmen, das braucht ne Weile...

Erstaunlichkeiten so far: einige trockene Rock'n-roll-Stücke, die echt gut abgehen, Respekt! Ein tolles Cover von Neil Youngs Heart of gold, was für ein schönes Geschenk an den Godfather of grunge! Ich bin mir sicher, Neil hat geweint. Dann ein Duett mit Tom Petty, sein Enkel im Geist. Tom haben wir die American Recordings ja angeblich alle zu verdanken, da Rick Rubin ihn eines Tages gefragt haben soll:

R: "Du, Tom..?"
T: "Mhhh.." *Mundharmonika putz*
R: "Ich hätte die Gelegenheit, Johnny Cash unter Vertrag zu nehmen.. weiß nicht... was würdest du machen?*
T: "WAAAS??? KREIIIISCH!!!" *alles fallen lass*

grins

Eine ziemlich fragwürdige Version von Cohens Bird on a wire mit einem kompletten, geigenseligen Streichorchester Geschockt Ein Cover von Bob Marleys genialem Redemption song, im Duett mit Joe Strummer (!), dem Ex-Clash-Sänger, der bald darauf verstarb. Man kann Cash wirklich keine Berührungsängste vorwerfen, der Countrysänger, der Punk und der Rastafari, toller Mix.

Ein superschönes Cover von Cat Stevens Father and son, zusammen mit der ca. 200 Jahre jüngeren Fiona Apple. Man gönnt sich ja sonst nichts grins

Eine erste, noch recht zahme Version von When the man comes around, da merkt man, was das Arrangement ausmachen kann. Als Gegenstück ein extrem wuchtiges, geradezu sakrales Cover von You'll never walk alone, ja, sowas konnte er, der Johnny hähö

Aber nicht nur Cover sind im Nachlass, mitnichten. Zahllose Cash- und alte Folknummern wollen gehört werden, da ist vom Gospel bis zur Moritat alles vertreten, was Johnny ausmachte, allesamt Aufnahmen aus den letzten 10 Jahren seines Schaffens.

Insgesamt ist "Unearthed" weniger sorgfältig und bewusst arrangiert wir die American recording-Alben, man merkt, dass es, nun, nicht gerade der "Ausschuss" ist, aber viele Songs blieben eher roh und unbearbeitet, und Live- und Studioaufnahmen, wo schon mal jemand reinredet, lassen das Monsteralbum etwas unrund, aber auch überraschend frisch und lässig wirken. Kein Pathos, sondern eine Wagenladung Musik von jemandem, der einfach nichts anderes konnte, als Musik zu machen, und das dann eben gemacht hat, 50 Jahre lang. Da kommt schon was zusammen Smilie

So, jetzt muss ich weiterhören.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 23:21                                  +/-

Wenn man mal sehen will, wie das aussah, wenn sich Cash irgendwo hinsetzte und gesungen hat, nur mit seiner Gitarre. "Redemption" (nicht der Bob Marley-Song), aus den 80ern würde ich schätzen. Gänsehaut Spitze

Gepostet am 26.08.2006, 01:58:

Befinde mich voll in der "Cash-Blase", komme da so schnell auch nicht wieder raus...

Wozu auch? Alles außerhalb ist eh nur fader Pop... Dreck und Letten.. Pepsi... not the real stuff...

Fürchtet euch!

Mich im Moment auf eine Party einladen, würde keinen Spaß machen. Ich würde "My Mother's Hymn Book" einlegen und Schluss wär mit lustig..

"Look at me, I'm old but I'm happy..."

Das Doofe ist, hört man zuviel Cash, verliert man etwas die Freude an Popmusik. Sie klingt so.. beliebig. Seicht. Unbedeutend... Geschockt


Schönes Zitat: Nach "You are my sunshine" lacht jemand aus der Band und sagt:

"Well.. this was a nice short version, I think... but okay.. a nice short version of the song.."

Dann sagt Johnny in seinem unnachahmlichen Südstaatensingsang:

"Well.. if I feel like my song is sung.. I don't care with 'short'... if I feel like my song is sung.. how long was it? Two minutes? I've recorded songs with two minutes.."

"Yes, you did.."

grins


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 26.08.2006, 11:50                                  +/-

Zitat:
Das Doofe ist, hört man zuviel Prog, verliert man etwas die Freude an Popmusik. Sie klingt so.. beliebig. Seicht. Unbedeutend...


grins


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 26.08.2006, 14:20                                  +/-

"Well.. if I feel like my guitar solo is still going on.. I don't care with 'endless'... if I feel like my guitar solo is still going on.. how long was it? 20 minutes? I've recorded solos with 20 minutes.."

hähö


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 29.08.2006, 23:17                                  +/-

Laut Youtube ist das Johnny Cashs letzter gefilmter Liveauftritt, 2 Monate nach June Carters Tod und zwei Monate vor seinem eigenen. Er ist nur noch das Gespenst seiner selbst, aber sollte Youtube recht haben, wäre "Ring of Fire" das letzte Lied, dass Johnny in seinem Leben live performte, das Lied, das ihm June einst schrieb, was für ein Bogenschluss!



Gepostet am 30.08.2006, 01:12:

Exakt 40 Jahre vorher sah das so aus. Dazwischen liegt nur ein Leben.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 08.09.2006, 09:50                                  +/-



Höre gerade die zweite Scheibe von Razorlight, schlicht "Razorlight" benannt. Bin angetan, kraftvoll-melodischer ja was.. Britpop? Die eine Bandhälfte sind Briten, die andere Schweden, damit vereint Razorlight die beiden derzeit kreativsten und produktivsten Landsmannschaften des Popuniversums, ein cleverer Schachzug Spitze

Passt erwartungsgemäß auch prima zu aktuellen Popgrößen wie Mando Dia, Hives, Franz Ferdinand... teilweise schön retro, hört euch mal "Who needs love" an, die ganzganzganz jungen Stones lassen grüßen.. Smilie dann wieder etwas lauter, aber im Schnitt eher entspannt und tanzbar. Gut, sie haben das Poprad nicht neu erfunden, aber so schöne Gute-Laune-Musik auf so hohem musikalischen Niveau, das ist zu loben. Was ich hiermit tue.

Der Vorgänger "Up all night" ist etwas krachiger, muss ich aber noch genauer erforschen.


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Casablanca



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BeitragVerfasst am: 08.09.2006, 11:09                                  +/-

Nichtraucher
hört euch mal "Who needs love" an

Ok.

edit: Jap, angenehm. zwinkern
Ansonsten kenn ich von dem Album noch "in the morning", was ich sehr sehr toll finde, schöne Melodie. "Kirby's House" kannte ich schon vom Sampler "Help! a day in the life" und fand' ich da auch besser. Und dann kenn' ich noch "Pop Song 2006" und fand' irgendwie erschreckend, als ich beim Hören plötzlich klatschend vor'm PC saß. Das wirkt für mich wohl sehr animierend. grins

Ansonsten hatte ich bisher noch nicht viel Zeit, aber das Album liegt hier...

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Sunny



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BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 15:14                                  +/-

So, dann will ich mal mein beharrliches Schweigen zum neuen Muse Album Blackholes and Revelations brechen.



Unter den Fans, oder den Leuten die gerne Muse hören gibt es große Meinungsdifferenzen über diese CD. Es würde nicht mehr nach Muse klingen, alles viel zu elektronisch, zu kitschig, man hätte lieber den altgewohnten Sound gehabt und so weiter.
Man kann das auch nicht abstreiten, ich finde diesen Schritt aber gut. So sehr mir der Vorgänger "Absolution" gefallen hat, fehlte es auch an neuen Ideen. Diese gibt es auf "Blackholes and Revelations" zu genüge. Nicht immer sind sie auch gelungen, aber immerhin sind sie da.

Fangen wir mal mit den schlechten Seiten an. "Supermassive Blackhole" sticht da ganz groß heraus. Eine Tanznummer wollten sie damit schreiben, weil sie so toll in den New Yorker Nachtclubs gefeiert haben und da auch mal was von sich hören wollten. Aha. Für mich klingt das Lied wie eine Mischung aus JJustin Timberlake und dem Künstler den man mal unter dem Namen Prince kannte. Sowas sollte man nicht machen.

Zum Glück fällt diese Nummer aus dem Rest des Albums deutlich raus. Da finden sich mit dem tollen Opener "Take a Bow", dem süßen "Invincible oder dem rockigen "Exo-Politics" Lieder die mit zum besten der Bandgeschichte gehören.
Besonders hervorheben möchte ich das Abschlußlied "Knights of Cydonia", für mich die Muse Interpretation von "Bohemian Rhapsody" grins

Insgesamt vielleicht kein Meilenstein, aber der Schritt in die richtige Richtung. Man (naja ich zumindest) will ja nicht immer wieder das gleiche Album vorgesetzt bekommen. Bin schon sehr gespannt wie es musikalisch weitergeht mit dieser Band.


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Waldelb



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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 17:59                                  +/-

Ich habe neulich in einer Zeitung eine sehr gute Kritik des Ablums gelesen. Am meisten wurde dort gelobt, dass die Band vieles Neues ausprobiert. Es klang zwar ein wenig durch, dass manche Stücke wirklich auch nach "ausprobieren" klingen, aber insgesamt war es ein positiver Artikel (von einem Nicht-Fan geschrieben)!


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 01.11.2006, 23:21                                  +/-



Du erinnerst mich so sehr an Torsten Schmidt

Ich würde jetzt wortreich das Album Unausgesprochen von Annett Louisan vorstellen, aber die mag hier ja niemand, daher die Kurzfassung: Ich finde es gut, noch einiges besser als das Debütalbum. Eigenwilliger deutscher Chanson, der seinen ganz eigenen Vorbildern folgt und sich nicht um aktuelle Trends schert. Könnte man wohl als "retro" bezeichnen, Hildegard Knef grüßt aus der Ferne.

Die Texte gefallen mir auch, da werden diese ganzen bescheuerten, haaurausraufendwollendmachenden Frauendingszeugsmechanismen recht hübsch seziert:

Zeig keine Schwäche für mich,
behalt dein Verlangen für dich,
sei still.
Denn, wenn es so wär,
dann wärst du nicht mehr der,
den ich will.


Mit den Augen rollen

Oder auch:

Habe diesen Punkt, der mich berührt ,
mit viel Missachtung demonstriert,
habe überdeutlich nichts gesagt
und dir damit mein Leid geklagt.
Habe dich gewarnt, mit keinem Laut,
hab auf dein Feingefühl gebaut,
du musst doch wissen, wenn ich schweig,
dann ist das auch Fingerzeig!


hähö

Außerdem muss ich Lieder, die Textzeilen haben wie "Ich lebe von meinem Aszendent leider getrennt" einfach gern haben Smilie

-----------------------------------------------

9 von 10 Poplolitas

User, denen "Unausgesprochen" gefallen könnte: pk, Mond
User, die es hassen werden: Gimli, Waldelb


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 00:16                                  +/-

Oh wie ich diese dämliche Lolita hasse, da kannst du aber einen drauf lassen! grins

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Gast




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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 00:42                                  +/-

Mein Weltbild fällt zusammen! Überrascht Traurig
Nichtraucher steht auf musikalische Massenvernichtungswaffen. *grusel* *würg*
Allein schon "Wer bin ich wirklich" ist eine Zumutung! Echt schlimm Echt schlimm

@NR
Stehst du auch auf Hansi Hinterwäldler?

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 01:31                                  +/-

Waldelb
Es klang zwar ein wenig durch, dass manche Stücke wirklich auch nach "ausprobieren" klingen, aber insgesamt war es ein positiver Artikel (von einem Nicht-Fan geschrieben)!

Genau das finde ich bei "Black Holes and Relevations" toll, keine Routine, wie sie bei Absolution irgendwie doch durchkam.
Wobei es tatsächlich zum ersten Mal ein Lied gibt, das ich gar nicht hören kann, nämlich "Soldier's Poem". Der Text an sich ist gut, aber die Umsetzung ist unerträglich.
"Supermassive Black Hole" ist seltsamerweise eine Singleauskopplung. Das ist so seltsam wie bei "Nemo" von Nightwish, beides hat jeweils mit dem Rest des Albums nichts zu tun, bei "Supermassive Black Hole" ist das noch deutlicher.
?????

Ansonsten hatte mich schon die Eröffnung mit "Take a bow" wirklich vom Hocker gerissen. Nach eher negativen Bemerkungen vor dem Release hatte ich etwas ziemlich anderes vom Album erwartet.

Sunny
Besonders hervorheben möchte ich das Abschlußlied "Knights of Cydonia", für mich die Muse Interpretation von "Bohemian Rhapsody"

Und ich fühle mich immer beim Hören in einen Spaghettiwestern zurückversetzt. grins
Großartig sind auch "Map of the Problematique" oder "City of Delusion".


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How many miles to Babylon?
Three-score and ten.
Can I get there by candle-light?
Yes, there and back again.
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#18



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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 01:42                                  +/-

Zitat:
Stehst du auch auf Hansi Hinterwäldler?


Da kam doch erst letztes Wochenende im Ersten eine große Schow mit dem. Da lief der Hansi in Tracht durch Kitz, und hat Kaiser aus dem Plastikbecher getrunken Yes .


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Wann kommt er?
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 09:32                                  

Cuchulainn
Mein Weltbild fällt zusammen! Überrascht Traurig
Nichtraucher steht auf musikalische Massenvernichtungswaffen. *grusel* *würg*
Allein schon "Wer bin ich wirklich" ist eine Zumutung! Echt schlimm Echt schlimm

@NR
Stehst du auch auf Hansi Hinterwäldler?

Ich weiß gar nicht, wer du bist, daher ist es mir egal, was du sagst.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 10:25                                  +/-

Nichtraucher

Ich weiß gar nicht, wer du bist, daher ist es mir egal, was du sagst.


Mein großes Vorbild ist zurück *schneuz* Traurig Smilie

Jetzt weiß ich auch endlich, warum ich in letzter Zeit diesen Scrubs-Wahn entwickelt habe. pk (=mein Dr.Cox) war weg... endlich hat sich alles geklärt! Mein Mentor ist wieder da!


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 25.12.2006, 18:11                                  +/-



Alles ist ganz wunderbar

Ich hör seit Tagen Mittelpunkt der Welt rauf und runter, das letzte Album von Element of Crime. Es gibt wohl keine bessere Musik für die kurzen, trüben Tage zwischen den Jahren und um Tee mit einem Schuss Whisky zu trinken. Perfekt. Handwerklich noch ausgefeilter, die Jungs werden immer besser, man merkt, dass hier gestandene Musiker mit Jahrzehnten an Übung zugange sind. Ah, diese Bläser... da bekommt man schnell dat Pipi in die Augen Yes

Ansonsten natürlich nichts Neues, aber genau das erwartet der Freund akustischer Klänge von einem EOC-Album. Bitte bloß keine Experimente! Die Welt ist verrückt genug, man braucht etwas, worauf man sich verlassen kann, und das ist die herzzereißend trübsinnige Musik mit den wundervoll verspulten Texten von Sven Regener. Oder wie auf amazon einer schrieb, Regener würde auch noch aus einem Lottogewinn ein trauriges Lied machen hähö

Die Single "Delmenhorst" ist schon mal wunderbar, eine Liebeserklärung an die Langeweile der deutschen Provinz, Balsam für das gebrochene Großstadtherz:

Ich bin jetzt immer da, wo du nicht bist
Und das ist immer Delmenhorst
Es ist schön, wenn’s nicht mehr weh tut
Und wo zu sein, wo du nie warst.


Hier dazu die Delmenhorst-Webcam.

Mein Favorit ist bisher "Finger weg von meiner Paranoia", ein richtiger kleiner Knaller:

Dem Postmann mach ich nicht mal mehr im Bademantel auf
Seit ich weiß, daß er für alle spioniert
Die wissen wollen was mich in meinem Leben
so verdammt zufrieden macht.


Auch schön beschwingt kommt die "Straßenbahn des Todes" daher, und wenn du einsteigst bin ich dann schon eng befreundet mit den Leuten die auf meinen Füßen stehn.. Da könnte man fast gute Laune bekommen, also schnell weiter zu "Still wird das Echo sein", so trostlos, wie man es erwarten darf, wenn Regener stellvertretend für uns alle liebesleidet:

Die Frage ist nur was du reden sollst
wenn der Angeberquatsch nichts mehr bringt
und du merkst dass der Klang deiner Stimme mir
keine Liebeslieder mehr singt.


Aber manchmal klappt's auch mit den Frauen, wie im kleinen, hochromantischen Juwel "Die letzte U-Bahn geht später":

Draußen ist alles klar
der letzte Sportsfreund, da geht er
die letzte U-Bahn geht später
und du bist immer noch da.

Genau da wo ich dich das erste Mal sah
was damals vor fünf Minuten war
und alles ist ganz wunderbar
du bist immer noch da.


*herzchenaugen*

Element of Crime sollten vom Arzt verschrieben werden. Bin überzeugt, dass diese Musik Koronarerkrankungen vorbeugt und ganz allgemein das Immunsystem stärkt, gerade in der kalten Jahreszeit ganz wichtig! Eine EOC-Scheibe, eine Tasse Tee, ein Sofa, mehr braucht man nicht. Da kann einem der ganze Wellnessquatsch gestohlen bleiben.

10 von 10 ins Klo geworfenen Briefen


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BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 18:10                                  +/-


99 Luftballons...lalala...

Dover: Follow the city lights (2006)

Das neue Album der spanischen Indie-Rock-Formation ist lustig Smilie Ich glaube, sie haben zu tief ins Glas mit knallbunten Alkopops geguckt, weiß der Teufel was sie geritten hat, sie haben mal eben alle ihre Gitarren verkauft und eine knallbunte, penetrant fröhliche Elektropop-Platte gemacht. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.

Einst war Dover mal eine Punkrockband, dann wurden sie, je besser sie ihr Handwerk verstanden, melodiöser, ohne je auf ordentlich krachende E-Gitarren zu verzichten. Höhepunkt dieser Entwicklung war das letzte Album "The flame", eine Pop-Rock-Perle mit furchtbaren Ohrwürmern, die gut abgeht. Jetzt gibt's statt Gitarren eklig fiese Synthies direkt aus den frühen 90ern rübergebeamt, das Cover sagt eigentlich schon alles, eine Kritik beschreibt das in der Sache schon richtig:

Zitat:
Generell ist der Sound von „Follow The City Lights“ viel zu fröhlich ausgefallen und besitzt zu keiner Sekunde Tiefgang: Stücke wie „Do Ya“ (mit einem Handclap-Beat!!!) und „Tonight“ gefallen nicht nur der kleinen Schwester, sondern können auch dem Kinderfasching in der Grundschule ordentlich einheizen. Ganz dick kommt es mit dem erwähnten “Tonight”, welches nach Klingeltonwerbung, Autoscooter und Aerobicstunde mieft und auch ebenso gut von den Chips oder den A-Teens kommen könnte. Es ist wirklich unglaublich.

Herrlich, dieses nackte Entsetzen hähö Es klingt wirklich nach japanischen Zeichentrickserientitelsongs, da werden Erinnerungen wach. Volle Kanne retro. Ihre eingängigen Riffs sind noch da, man muss sie zwar suchen unter den "Autoscooter"-Loops, die drübergehauen wurden, aber es geht alles gut ab. Tiefgang my ass grins Ich will Spaß! Ich sehe Partys in der Schulaula vor mir, als Roxette und die Eurythmics den gutgelaunten Ton angaben. Das Ganze ist eigentlich klassischer Partypop und als kleiner Ausflug in fast vergessene Klanggefilde wirklich witzig. Sollte vielleicht nicht zur Gewohnheit werden. "Follow the city lights" wird aber definitiv der Sound meiner nächsten Party, ich freu mich schon auf die Gesichter Yes

Ich gebe mal 6 von 10 Wodka/Red-Bull für das Album an sich und noch einen für die schrullige Idee.

Könnte folgenden Usern gefallen: Wetterhexe, Mond.


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BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 19:35                                  +/-

Roger Cicero - Männersachen



Zu Weihnachten schenkte mir mein Vater dieses wundervolle Album in der Platin Edition mit zahlreichen Audio- und Video-Boni.

Roger Cicero ist der deutsche Newcomer des Swings. Seine Songs varieren von der einfühlsamen Ballade bis zum swingenden Popstück inkl. Mitwippgarantie. Im Stile Frank Sinatras sind seine Stücke mit einer kraftvollen, absolut überzeugenden und groovenden Big-Band arrangiert. Die meisten Stücke sind absolute Ohrwürmer und man pfeift oder summt unwillkürlich mit. Roger Cicero liefert frischen, modernen Deutsch-Swing, der trotzdem den Flair der großen weiten Welt verbreitet.

Das absolute Highlight sind aber seine Texte. Wie der Albumtitel schon vermuten lässt, handelt es sich um eine "Männer-CD". Frech und treffend besingt Cicero die typischen Männerproblemchen (besonders die mit Frauen zwinkern). Man fühlt sich einfach verstanden und sieht sich selber mit einem guten Freund in einem Jazzclub bei einem Whisky sitzen, während Roger Cicero auf der Bühne das Mann-sein bes(w)ingt.

Einmal ist er "Kein Mann für eine Frau" und verkündet Ich bin kein Typ, der deine Eltern besucht; der Sonntags kegelt und Pauschalreisen bucht und den Jahrestag weiß; ich glaub ich bin für so'n Scheiß - nicht gemacht. Dann wiederum enthüllt er das ewige Glück einer tollen Beziehung in dem gegenseitigen Arrangement mit "Kompromissen". Er lamentiert (wie jeder Ehemann), dass seine Frau ihm ständig sagt Zieh die Schuh aus, bring den Müll raus, pass aufs Kind auf und dann räum hier auf, aber nicht erkennt, dass er doch eigentlich der Macher, Beschützer, Jäger und Sammler, Intellektueller, Dichter, Denker, Sänger, Lover, Forscher, Retter und ein Don Juan ist. Die Frauen erkennen ja nie die wahre Größe eines Mannes zwinkern

Männern, die von ihren Frauen gelöchert werden, gibt er in "Wenn sie dich fragt" Tipps für den reibungslosen Umgang mit Selbiger. Wenn sie dich fragt, warum du der Frau da hinterher siehst, Sag: aus Mitleid, denn sie kommt nicht an dich ran. Und Schwarz und Weiß und auch kalt und heiß, das ist nicht das, was sie gerne hört. Wenn es geht, bleibe unkonkret grins Doch auch Männer begehen Fehler und sind manchmal Hornochsen. "Ich Idiot ließ dich gehen" und "Ich atme ein" verkörpern Liebeskummer in perfektem Gewand.

Auf der Platin Edition findet man u.a. noch geniale Live-Coverversionen von "Tausend mal berührt" und "König von Deutschland". Als ich dies vor dem ersten Durchgang las, dachte ich noch, das kann nichts werden, doch ich wurde eines besseren belehrt. Er hat sowohl Arrangement wie auch die Texte verändert. Man erkennt die Songs fast nicht wieder, da kaum mehr bleibt, als die Refrains.

So geil, Berlin!

9 von 10 Männerhüten, eine unerwartet gute Mischung aus Frank Sinatra und Laith Al-Deen hähö


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Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 22:00                                  +/-

Und ich dachte grad, klingt irgendwie wie die männliche Fassung von Annett Louisan, und tatsächlich, haben denselben Texter und Komponisten. Hört man. Ich glaube, eine Freundin von mir hat mit ihm im Bundesjugendjazzorchester gespielt, die hat den schon mal erwähnt, dass er jetzt so abgeht.

Aus dem Gästebuch:

Zitat:
Nina (12) schrieb am 30.12.2006
Hi Roger..... meine Schwester hat ne CD von deiner Musik zu Weihnachten bekommen, andauernt sucht sie die CD, weil ich sie immer hab. Deine Musik is der Hammer, ich hör sie Tag und Nacht an. Hab auch schon in Bayern 3 für euch abgestimmt. Und ganz vielen Freunden hab ich auch schon von deiner geilen Musik erzählt =) Mach so weiter!!!!!!! Hab dich lieb Nina 8)

Süß Smilie So führt man die Kinder an Bigbandmusik ran. Schadet sicher nichts. Ich finde ihn etwas glatt, etwas zu cool. Tja, vielleicht auch nur, weil er ein Mann ist, bei einer Frauenstimme würde ich da sicher mehr hinhören, siehe Annett Louisan. Von der lass ich mir gern was über Liebe und Männer/Frauenkram erzählen, aber Männer reden da doch nicht miteinander drüber..oder? Äh.. irgendwie so.

Dabei fällt mir ein: die Instrumentalversion der "American Dad"-Titelmelodie, die immer im Abspann kommt, ist soo geil! So richtig knackegeiler Swing mit allem Drum und dran, ich liebe es. Also, die Bigbands find ich toll, nur Gesang stört mich dabei eher. Mag ich lieber intrumental, das klingt dann immer nach alten Filmen.


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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 16:18                                  +/-


Recorded on a Sony walkman

Michelle Shocked, The Texas campfire tapes, 1986

Man kann auch Folk hören, der nicht von alten Männern gemacht wird. Daran habe ich mch erinnert, als ich mal wieder die Campfire Tapes rausgekramt habe. Schöne Geschichte: die 24jährige Songwriterin und Politpunk Michelle Shocked war nach einer Rumtreiberzeit in der europäischen Hausbesetzerszene wieder in ihre texanische Heimat zurückgekehrt. Sie fuhr zu einem kleinen Folkfestival, neue Lieder im Gepäck, kam aber nicht dazu, aufzutreten. Der Talentscout eines englischen Indie-Labels wurde auf sie aufmerksam und hat ihr angeboten, ihre Songs abends am Lagerfeuer mit seinem Sony-Walkman aufzunehmen, er würde sie mal seinem Boss zeigen. Gesagt, getan.

Man hört die Grillen zirpen, ab und an fährt ein Auto vorbei und die Soundqualität ist, freundlich ausgedrückt, äh... authentisch. Aber was für tolle Songs! Die Kleine geht gut ab, nur mit Gitarre und Gesang schlägt sie eine Schneise quer durch Folk, Blues, Swing und all die Musik des tiefen Südens, mit der sie aufwuchs, singt dazu schnoddrige Texte, die von ihrem Herumtreiberleben erzählen.

In England hatte das Tape das Glück, genau in die gerade angesagte Singer/Songwriterinnen-Schiene zu passen, ihr wisst schon, Susanne Vega, Tracy Chapman und so weiter, und wurde, und das ist sicher ein Unikum, so wie es war gepresst. Ohne Michelle Shocked zu fragen übrigens oder sie auch nur davon zu informieren. Raue Sitten waren das. Sie erfuhr Wochen später zufällig davon, dass ein Song von ihr in England als Radiohit gespielt wird. He, dachte sie, ich habe nie einen Song aufgenommen, so dass er im Radio gespielt werden könnte.. ????? bis auf diesen Engländer mit dem Walkman.. hmm..

Die Platte war ein netter kleiner Erfolg, sie einigte sich mit der Plattenfirma, bekam einen Vertrag und das nächste, professionell aufgenommene Album "Short sharp shocked" verkaufte sich sehr gut. Seitdem ist sie eine feste Folkgröße. So kann man zum Star gezwungen werden..

Die Campfire Tapes sind mittlerweilen ein Klassiker, nicht nur wegen der schrulligen Geschichte dahinter. Sie sind einfach superschön. 12 kurze Songs über Geisterstädte, Katzen, Amsterdam und Piraten, traditionelle Musik mit modernen Texten. Für Michelle Shocked ist Folk nichts Altehrwürdiges, das hinter Glas ausgestellt wird, sondern einfach ihre Art, sich auszudrücken. "Bob Dylan's granddaughter" hieß es mal, ganz passend, auch wenn Bob soo alt auch noch nicht ist.

Ich mag ihre Stimme, leise zwar, aber mit viel Blues und diesem herrlichen Südstaatensingsang. Man hört ihn auf den kurzen Einleitungen, die sie den Songs voranschickt, unmöglich nachzuahmen. Klingt einfach toll.

10 von 10 Holzbeinen

User, denen diese Platte gefallen könnte: Ähm, außer mir? Schwierig... titania vielleicht.


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