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Battlestar Galactica - 1. Staffel
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 25.05.2005, 14:41                                  +/-

Ist doch echt typisch Amerikaner. Die denken immer nur an Krieg. Genau wie wir Deutschen vor hundert Jahren!

Anstatt die zivile Nutzung des Weltalls voranzutreiben, planen die schon die ersten Spacefighter - und das, obwohl weit und breit kein möglicher Feind zu sehen ist!

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 25.05.2005, 15:39                                  +/-

Gimli
Erinti

Mein Held war Rodney Rowland

Das war der coole Draufgänger, oder? zwinkern

Yes

Allerdings war er auch mit der Interessanteste dadurch, daß ein Invitro, bzw. Tank war und somit sich von den anderen abgegrenzt hat.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 25.05.2005, 17:54                                  +/-

Achjaaa, die Tanks! Der hatte auch so nen komischen Nippel im Nacken, richtig? Oh man, jetzt so langsam kommen die ganzen Erinnerungen an diese Serie wieder hoch. Man, die war richtig geil! Warum wurde die eigentlich abgesetzt?? hmmmm


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 25.05.2005, 18:45                                  +/-

Space 2063 war eine sehr teure Serie und die Einschaltquoten wurden schlechter. Die Fans sagen natürlich, FOX sei schuld, weil sie ständig den Sendeplatz verschoben haben. Die Serie mochte ich aber nie sonderlich. So sind die Aliens technisch überlegen dienen aber bald nur noch als Kanonenfutter und die Storyline sprach mich generell nicht an. Ich hoffe Galactica wird nicht in diese Richtung driften. Vor allem ging mir aber der ultrapatriotische Ton auf den Senkel. Für die Länge eines Films wie Starship Troopers mag das noch angehen, aber bei einer Serie ist mir irgendwann egal, ob das jetzt ironisch oder satirisch gemeint ist, es nervte mich ab der dritten Folge einfach nur noch.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.05.2005, 00:23                                  +/-

Ich kann mich leider nicht mehr an so viel von Space 2063 erinnern. Irgendwann wurde das glaube ich zu "Vietnam in Space". Die Serie war schon ziemlich militaristisch. BSG ist auf jeden Fall anders. Erstens sind und bleiben die Zylonen haushoch überlegen. Die Menschen fliehen ja auch vor ihnen. Zweitens geht es in BSG immer am stärksten um die Menschen und ihre Beziehungen zueinander. Drittens sind die Fronten in BSG nicht klar und eindeutig, sondern aufgeweicht. Inmitten der überlebenden Menschheit gibt es rivalisierende, sich bis auf's Blut bekämpfende Fraktionen. Es gibt Verräter. Es gibt Unsicherheit und oftmals auch Chaos. Zudem ist mir bis heute nicht klar, ob die Zylonen in BSG wirklich so "böse" sind. Ich meine, klar, der nukleare Holocaust war wirklich übelste Nazi-Scheiße. Aber in der Serie wird klar gemacht, dass auch Zylonen Individuen sein können und Gefühle haben und nicht alle gleichgeschaltete Blecheimer sind. Und außerdem beschäftigt sich die Serie mit solch wichtigen und zeitgeschichtlich relevanten Themen wie innerer Sicherheit, Religion, Bürgerrechten, Demokratie und Gewaltenteilung. Das imponiert mir sehr. Es ist aber nicht so, als würde hier eine Person als Idealbild in all diesen Bereichen stilisiert. Jeder irrt in BSG von Zeit zu Zeit. Und am Ende machen sie nicht immer das Richtige.

Genial übrigens - ich kann es nur immer wieder betonen - ist in BSG der virulente Wahnsinn von Gaius Baltar, der sich immer weiter ausbreitet. Seine Persönlichkeitsstruktur destabilisiert sich zusehends, doch die Menschen sind blind für diesen faulen Apfel, der da in ihrer Mitte heranreift.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 26.05.2005, 00:54                                  +/-

Mann thanil, jetzt sei mal nicht so beschissen nerdig und red lieber mit uns über "Woodstock" Gewalt ist keine Lösung

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 26.05.2005, 10:19                                  +/-

Die beste Serie wurde von euch noch gar nicht erwähnt:



Damals aufgrund zu hoher Produktionskosten eingestellt. rolling on the floor...


thanil.bernetar
Helcaraxe
Überhaupt: Auf der Galactica gibt es keine vernetzten Computer? Ah ja. Etwas töricht diese Erklärung.


Erläutere das mal. Ich finde es eigentlich einleuchtend.

Na ja, das ist schon irgendwie dumm, dass die Dinger da vollkommen monolithisch rumstehen sollen, oder? Ich hätte das gar nicht erwähnt und den Zuschauer seine eigenen Schlüsse ziehen lassen.

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Cowboy



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BeitragVerfasst am: 26.05.2005, 15:14                                  +/-

nun habe ich es endlich geschafft, mir die drei stunden zeit zu nehmen um den pilotfilm zu BSG zu sehen. urteil: hervorragend! Spitze

mein bittorrent glüht gerade... hähö

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.05.2005, 20:40                                  +/-

thanil.bernetar
Ich kann mich leider nicht mehr an so viel von Space 2063 erinnern. Irgendwann wurde das glaube ich zu "Vietnam in Space". Die Serie war schon ziemlich militaristisch.

Es war "Robert Heinlein in Space". Und ständig salutierte jemand in Marine Uniform vor Särgen. Ihr habt aber insofern recht, als das die Kampfszenen der Raumjäger mit Maschinengewehrfeuer mich auch an sofort an die Serie erinnert hat. Vom Stil, der Erzählweise und der Moralität der Geschichten ist Galactica aber ganz anders.

Zitat:
Drittens sind die Fronten in BSG nicht klar und eindeutig, sondern aufgeweicht. Inmitten der überlebenden Menschheit gibt es rivalisierende, sich bis auf's Blut bekämpfende Fraktionen. Es gibt Verräter. Es gibt Unsicherheit und oftmals auch Chaos.

Dazu Kooperation und Vertrauen. Zu Band of Brother hat Waldelb gesagt sie fände keine Figur an die sie sich "festhalten" könne. Das ist bei BSG natürlich ungleich sympathischer. Die stoische Ruhe von Commander Adama finde ich zum Beispiel großartig. Interessant dann wenn sein Sohn nach der Zerstörung der Olympic Carrier einen Satz der Rechtfertigung von ihm wortgetreu nachplappert aber von der Präsidentin eine ganz andere Sichtweise gezeigt bekommt.

Nette Trivia:
Richard Hatch der den Terroristen Tom Zarek spielt war in der Originalserie Captain Apollo.

Zitat:
Zudem ist mir bis heute nicht klar, ob die Zylonen in BSG wirklich so "böse" sind. Ich meine, klar, der nukleare Holocaust war wirklich übelste Nazi-Scheiße. Aber in der Serie wird klar gemacht, dass auch Zylonen Individuen sein können und Gefühle haben und nicht alle gleichgeschaltete Blecheimer sind.

Sie scheinen auch aus ziemlich viel Fleisch und Blut zu bestehen. zwinkern In der ersten Staffel klappte das jetzt noch hervorragend und ich gierte danach zu wissen wie es weitergeht. Ob man das aber sinnig fortführen kann? Sind die Zylonen wirklich Werkzeuge der göttlichen Vorsehung oder einfach nur irre kybernetische Psychopathen? Mir ist auch völlig unklar was sie mit den gezeugten Kindern wollen.

Zitat:
Genial übrigens - ich kann es nur immer wieder betonen - ist in BSG der virulente Wahnsinn von Gaius Baltar, der sich immer weiter ausbreitet.

Die Handlung um Gaius Baltar und das blonde Biest gewinnt eine ganz eigene mysteriöse Spannung. Erstaunlich (und wirklich witzig) wenn das dann als Comic Relief genutzt wird und er sich in absurd komische Situationen bringt.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 31.05.2005, 21:19                                  +/-

Auf der offiziellen Homepage von BSG gibt es übrigens ziemlich viele Dokumentationen, die einige interessante Einblicke hinter die Kulissen bieten. Außerdem findet man dort Deleted Scenes aus fast allen Staffelfolgen.

Was mich eigentlich am meisten an der Serie fasziniert, das sind mehr oder weniger zwei "Leitmotive": einerseits - und dies am Stärksten - die Balance zwischen militärischer Ausnahmesituation und demokratischen Grundwerten. Die Akteure werden immer wieder in die Grenzbereiche getrieben, in denen es zwischen Menschen- und Bürgerrechten einerseits und der Sicherheit der Gesellschaft andererseits abzuwägen gilt. Es werden Situationen gezeigt, in denen Akteure eindeutig und unleugbar die Grenzen überschreiten. Es wird gefoltert und geputscht. Andererseits gibt es aber immer wieder auch Momente der Einsicht, dass das so nicht richtig sein kann. Es fühlt sich falsch an, und keiner fühlt sich wohl dabei, wenn Grenzen überschritten werden.

Das zweite hochinteressante Leitmotiv - und hier bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das eigentlich bewerten soll - ist die unterschwellige und im Verlauf der ersten Staffel immer bedeutsamer und deutlicher werdende Religiosität. Die erste Staffel zeigt, wie drei Hauptfiguren zum Glauben finden, aber alle auf verschiedene Art und Weise. Da hätten wir einerseits Baltar, der anfangs bekennender Atheist ist und nur an die Rationalität der Wissenschaft glaubt. Ob durch geschickte Manipulation der Zylonen oder aus eigenem Antrieb gerät dieses Weltbild für ihn ins Wanken, und er beginnt einen Plan hinter allem, das geschieht, zu sehen. Unglücklicherweise jedoch scheint er sich immer mehr als auserwähltes Werkzeug Gottes zu sehen. Und ich befürchte, dass dies in der nächsten Staffel zu einer Katastrophe führen könnte. Er mutiert zum Gotteskrieger, und keiner merkt's so richtig. Aber wir haben auch andere "Wege" zu Gott: da wäre die Präsidentin Laura Roslin, die am Ende aus religiösen Gründen die militärischen Entscheidungen Commander Adamas konterkariert und somit den "Putsch" provoziert. Aber das hätte sie nie tun können, wenn nicht auch Starbuck auf seltsamen Pfaden und eine Art "Innere Reinigung" zu ihrem Glauben zurückgefunden hätte.

Da ich selbst Religion kritisch gegenüber stehe, habe ich noch nicht für mich selbst entschieden, ob diese metaphysischen Aspekte so recht in mein Weltbild passen. "All of this has happened before, and all of this will happen again" - das ist der zentrale Glaubenssatz im Battlestar-Universum, und das finde ich irgendwie fast ein bißchen ironisch. Einerseits, weil es ja ein Remake einer älteren "Saga" ist, andererseits, weil dieser Glaubenssatz nicht gerade christlich ist. Das Christentum ist eine klar teleologische Religion, aber die Idee der ewigen Wiederkehr des Gleichen stammt aus anderen - "heidnisch" zu nennenden - Wurzeln.

Ich kann kaum die zweite Staffel erwarten!
SO SAY WE ALL!

zwinkern

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.05.2005, 23:02                                  +/-

Science Fiction hat mit Fantasy gemein, dass dort Welten entworfen werden. Ganze Universen mit eigenen physikalischen Gesetzen und göttlichem Pantheon. Bei Star Wars ist es noch okay wenn Jedis mit der Macht hantieren, deren Galaxis ist weit, weit entfernt und trotz medichlorianern alles unkonkret. Ein Weltraummärchen. Im Star Trek Weltall ist das schon problematisch, es hat den Anspruch "unser" Weltall nur ein paar hundert Jahre später zu sein, aber wofür benötigt es noch Gott wenn Q allwissend und allmächtig ist? Ohne Zeitreisen und Multidimensionen kommt man auch nicht mehr aus, das wurde alles zu abgehoben.

Kampfstern Galactica dagegen kann ich überhaupt nicht einschätzen. Logikfehler wie die westliche Kultur und englische Schrift mal außen vorgelassen: Sie haben griechische Götter und suchen die Erde. Wenn die Serie nicht vorher abgesetzt wird, werden sie diese, also uns, auch finden. Das wird, hm, ich nenne es mal eine Herausforderung für die Drehbuchautoren.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 01.06.2005, 12:36                                  +/-

Vor diesem Ende habe ich auch schon ein bißchen Angst. Leider liegt der ganzen Serie ja eine irgendwie unhaltbare (oder zumindest stark esoterische) Prämisse zugrunde, nämlich dass das menschliche Leben nicht auf der Erde entstand, sondern auf einem Planeten namens "Kobol", und das würde bedeuten, dass die Erdbevölkerung von irgendwelchen Astronauten abstammt, die vielleicht vor 5.000 Jahren erst auf der Erde auftauchten. Das ist natürlich völlig unwissenschaftlicher Quatsch.

Denkbar wäre, dass hier tatsächlich die Geschichte eines Paralleluniversums erzählt wird, oder einer "Wiederkehr" unseres Universums, oder dass unser Universum eine "Wiederkehr" des gezeigten Universums ist. Wenn es ein unendlicher Zyklus wäre, innerhalb dessen es wiederkehrende Motive und Geschehnisse und sogar Personen gibt, dann würde alles wieder irgendwie "geschlossen" erscheinen. Aber haben wir in diesem Moment dann nicht die Türen zum Weltenkauderwelsch anderer Serien bereits durchschritten?

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Geschichtsüberlieferung der Zwölf Kolonien die historische Wirklichkeit total verzerrt darstellt, und dass Kobol eine Kolonie der Erde war (unserer Erde in der nahen Zukunft vielleicht), und dass die Zwölf Kolonien ein erneutes Kolonisierungsprojekt waren. Die Namen, die Götter, all die an uns erinnernden Elemente würden dann einen Sinn ergeben, denn alles hätte in unserer Gegenwart ihren Ursprung. In diesem Fall dürfte die Rückkehr der Menschheit zur Erde in jedem Fall ein totaler Augenöffner werden. Entweder treffen sie dann eine Menschheit an, die sich im Vergleich zu uns um mindestens 3.000 Jahre fortentwickelt hat und vielleicht auch die Zylonen weit in den Schatten stellt, oder sie treffen einen total verwüsteten Planeten an, auf dem sich die Menschheit längst selbst vernichtet hat.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.06.2005, 22:11                                  +/-

Nur mal so zwischendurch zur Info. Die zweite Staffel beginnt am 15. Juli, also schon in etwas mehr als einem Monat. Spitze

Hier drei schrecklich pixelige Previews, die leider nicht viel aussagen:

Promo #1
Sneak Peak
Promo #2

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 15:30                                  +/-

Die erste Folge der zweiten Staffel ist am Freitag in den USA angelaufen. Vielleicht kann ich in den nächsten Tagen oder Wochen ein Review schreiben.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:25                                  +/-

Hui, die lassen's krachen Überrascht

Ich hab jetzt ich weiß nicht wieviel der Pilotendlosfolge gesehen und muss sagen, Respekt! Sieht alles sehr gut aus, mehr nach Kintopp als TV. Dagegen wirkt Star Trek wie der Kinderkanal, was es auch irgendwie ist, Nachmittagsfernsehen halt, während BSG wohl eher die Abendschiene bedient.

Die hohe filmische Qualität und der lakonische Ton gefällt mir sehr gut und erinnert an "Band of Brothers" (was sich thanil endlich mal anschauen sollte). Was mich stört, sind diese Heldenfilmversatzstücke, die es dennoch zur Genüge gibt.. alle sind so aufrecht und kämpfen zusammengeschweißt wie ein Mann.. man opfert sich auch schon mal füreinander, niemand gerät in Panik oder bricht zusammen, auch wenn gerade dein Heimatplanet gesprengt wurde, militärische Disziplin steht über allem, verborgene Führungsqualitäten kommen allerorts zum Vorschein, ect. Und Apollo sieht aus wie Ben Affleck, das stört mich auch.

Und leider habe ich auch immer ein kleines Problem mit fiktiver Tragik: wenn ich wie hier weiß, dass alles erfunden ist, fühle ich mich bei zuviel aufwühlender Dramatik schnell manipuliert. Eigentlich wäre die Vernichtung der Planeten oder das Zurücklassen der Menschen in den langsamen Schiffen zum Heulen, und ich leide auch mit, aber gleichzeitig weiß ich, dass das nie passiert ist, sondern sich Drehbuchschreiber ausdenken, um mich dazu zu bringen, mit zu leiden. Bei BoB konnte ich mich der Dramatik unkritischer hingeben, weil alles eben genau so passiert ist. Und auch bei fiktiven Geschichten aus vergangenen Kriegen wie dem "Boot" kann ich das, weil ich weiß, dass sich zumindest ähnliche Schicksale zu Tausenden abgespielt haben. Hier, im Weltraum, stößt es mich mitunter ab, dieses Inszenieren der totalen Apokalypse. Hab ich ein Problem mit.

Aber die Serie ist gut, würde ich gerne weiter anschauen :zaunpfahl:

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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:37                                  +/-

BSG läuft bisher nur in den USA, oder?
Bei uns ist das noch nicht zu sehen.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:41                                  +/-

Ich weiß nicht, ich hab's auf DiWidi, aber nur den 3-Stunden-Piloten.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:48                                  +/-

Du hast was gegen fiktive Tragik? Wie kannst du dann überhaupt irgendwelche Filme oder Theaterstücke schauen?? Überrascht


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:53                                  +/-

So pauschal kann man das nicht sagen. Wenn tausende Zivilisten in einem erfundenen, zukünftigen Kampf ihr Leben lassen und das so inzeniert wird, dass ich das ganz schrecklich finden soll, da sträubt sich etwas bei mir. Deshalb mag ich auch so Sachen wie "Krieg der Welten" nicht.

Zwischenmenschliche Dramen hingegen, die so täglich passieren und die man auch aus dem eigenen Leben kennen kann wie, was weiß ich, jemand hat Krebs, jemand wird verlassen, jemand wird beim Nordic Walking von einem aus dem Zoo entlaufenen Sumatratiger angefallen, das ist okay.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 23:56                                  +/-

Also theoretisch mögliche fiktive Tragik im Gegensatz zu unmöglicher fiktiver Tragik?

Aber zwischenmenschliche Tragödien und Kriege und Ähnliches können durchaus auch in der Zukunft stattfinden. zwinkern Dann halt mit Außerirdischen als Gegnern oder Minderheiten und man verliebt sich im Maschinenraum und nicht im Eiscafe. hähö


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 23.08.2005, 00:06                                  +/-

Mit den Augen rollen

Ich behaupte auch nicht, dass das logisch ist. Ist halt mein Bauchgefühl. Du wirst mich nicht argumentativ überzeugen können, dass ich das anders zu empfinden habe.

Und mir fällt gerade ein, mich stört auch oft "mögliche fiktive Tragik ", wenn ich merke, dass sie als Deux ex machina einen schwachen Plot retten soll. Jeder kennt das, der Film ist steckengeblieben, irgendwas muss passieren, damit die Protagonisten sich wieder finden und zu ihren wahren Gefühlen stehen können, also bekommt jemand Krebs oder Aids oder ein Kind oder stirbt einfach so. Das kann auch nerven und ich finde sowas manchmal irgendwie taktlos. Es ist so einfach, sowas ins Drehbuch zu schreiben, aber von mir wird dann erwartet, dass ich deshalb ganz doll bewegt sein soll, dabei ist es vielleicht nur eine dramaturgische Krücke. Da verweigert sich etwas in mir.

Ich finde, Autoren tragen eine gewisse Verantwortung, sie sollten solche tragischen Wendungen nicht leichtfertig verwenden, wenn man die Geschichte ernst nehmen will.

Ich weiß nicht, ob ich mich richtig ausdrücken kann.. Geschockt

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 23.08.2005, 00:08                                  +/-

Na gut, wenn das so ist. Smilie


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