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Frank Schirrmacher: Minimum
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Thuringwethil



Beiträge: 4413
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Wohnort: Hessen
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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 02:35                                  +/-

Das Ganze hier erinnert mich ungemein an eine Frage in einem psychologischen Test, dem ich mal unterzogen wurde (wieso ich das wurde, überlasse ich eurer Phantasie). Zumindest war die Frage in etwa: "Wie möchten sie lieber, dass ihr Leben verläuft: mehr oder weniger gleich bleibend, was Freude und Leid angeht, oder mit Höhen und Tiefen?" Ich habe mich damals für letzteres entschieden. Weil ich dort das Gefühl hatte, gelebt zu haben. Das wäre dann also der Moment gewesen, in dem ich mich völlig frei für das Leid, aber auch die Freude, entschieden hätte.
Ich möchte der Welt außerdem nicht antun, nie gezeugt worden zu sein und ihr somit meine schillernde Persönlichkeit vorenthalten zu haben.

Und um nochmal auf Arbrandirs unbeachtete Frage von vorhin einzugehen: ich möchte Kinder haben.

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Arbrandir



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Wohnort: East of the Sun, west of the Moon
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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 03:34                                  +/-

Thuringwethil
Ich habe mich damals für letzteres entschieden. Weil ich dort das Gefühl hatte, gelebt zu haben. Das wäre dann also der Moment gewesen, in dem ich mich völlig frei für das Leid, aber auch die Freude, entschieden hätte.

Ja. Trotz und wegen allem.


Zitat:
Ich möchte der Welt außerdem nicht antun, nie gezeugt worden zu sein und ihr somit meine schillernde Persönlichkeit vorenthalten zu haben.

Ich glaub, diese Einschätzung werden so einige teilen. *grinsendzuTylerschiel*


Zitat:
Und um nochmal auf Arbrandirs unbeachtete Frage von vorhin einzugehen: ich möchte Kinder haben.

Danke für diese erste Antwort! "STRIKE!! - Gwethil tut was gegen die Rentenkrise!" *nochmalgrinsendzuTylerschiel*


Wie geht's Euch anderen? Fortpflanzung ja oder nein?


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Life is hard. After all, it kills you.
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 07:49                                  +/-

Arbrandir
Thuringwethil
Ich habe mich damals für letzteres entschieden. Weil ich dort das Gefühl hatte, gelebt zu haben. Das wäre dann also der Moment gewesen, in dem ich mich völlig frei für das Leid, aber auch die Freude, entschieden hätte.

Ja. Trotz und wegen allem.


Eben, eben. Höchstwahrscheinlich gerade wegen der vielen Tiefen. Man lernt in solchen Momenten die schönen Augenblicke und die Kleinigkeiten schätzen. Ich war oft am Boden, ich habe ein regelrechtes Talent dafür, auf die Schnauze zu fliegen (in jeglicher Bedeutung), aber es gibt tausende an Kleinigkeiten, die ich trotzdem in allen Zügen genießen kann, es gibt total bekloppte Freunde, die meinen Freund und mich als ihr persönliches Entertainment betrachten und denen wir nicht ihre Lieblingsseifenoper verwehren können und... ach ja, meinen Freund, den gibt's ja auch noch.

Und ja, wir sind so egoistisch und wollen irgendwann Kinder.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 11:13                                  +/-

Oxford
Man kann diesen Scheiss hier ganz einfach zusammenfassen. Morgis Glas ist halbleer (trink endlich aus!) und die Gläser der anderen halbvoll.

So, Szenario analysiert. War doch gar nicht so schwierig.

Nicht ganz, werter Oxford, nicht ganz.
Eigentlich stellt es sich eher so dar:

Morgoth sagt: "Obwohl dieses Glas nun voll ist, wird es leer sein, wenn ich es ausgetrunken habe. Das bestürzt mich. Wenn ich es nicht austrinke, wird die Flüssigkeit verdunsten. Das bestürzt mich umso mehr."

Der Rest von uns entgegnet: "Aber jetzt ist das Glas voll. Warum genießen wir nicht einfach den Augenblick?"

"Weil ich Durst habe!", schreit Morgoth und wirft das Glas dem nächstbesten Diskutanten an den Kopf.

Das ist Hoffnungsfreier Superpessimismus. Yes


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I'm tired of everyone and that includes myself
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 11:52                                  +/-

hähö Da hast du auch wieder recht.

Zur Frage der Nachkommenschaft. Sehr interessant! Bei diesem Thema bin ich mir nämlich überhaupt nicht sicher, wie meine persönliche Zukunft aussehen wird. Für mich steht fest, dass ich keine Kinder zeugen werde, wenn ich nicht einen einigermaßen sicheren Status im Leben erreicht habe. Sprich einen festen Job, bei dem klar ist, dass man nicht nach 3 Jahren wieder auf Arbeitssuche ist. Wenn mir also ein Leben des Projekthoppings und des befristeten Arbeitens droht, dann bin ich glaub ich psychisch nicht dazu in der Lage, Kinder zu haben.

Denn ich gebe frank und frei zu: Kindererziehung ist die größte Herausforderung, die ein Mensch in seinem Leben annehmen kann. Und die Verantwortung ist enorm! Meistens bin ich glücklich, wenn ich die Verantwortung für mich übernehmen kann. Das reicht mir und ist relativ übersichtlich. Und vorallem muss ich mich nur vor mir selbst rechtfertigen, wenn was schief geht und mich nur um mich kümmern. Außerdem hab ich das irrationale Gefühl, dass man weniger angreifbar ist, wenn man allein ist Geschockt Siehe FF-Eskalation. Wobei der Unterschied zu Kindern hier natürlich besteht, dass sich eine Partnerin zusätzlich auch selbst verteidigen kann. Ich neige allerdings dazu, alles was ich liebe sehr agressiv zu verteidigen. Auch mich selbst. Das ist etwas, das ich erst in den letzten Jahren gelernt habe. Ich lass mich auf der Straße nicht mehr anpöbeln. Deswegen (@ Thanil) musste ich mir in Köln an der Strassenbahn auch ganz derbe auf die Zunge beißen, was in diesem Fall auch deutlich vernünftiger war. Aber es wurmt mich tierisch. Weil ich keine Lust habe, mich rumschubsen (in diesem Fall buchstäblich) zu lassen.

So, genug des Seelenstriptease jetzt. Mein Fazit: Kinder erst wenn ich im Beruf stehe und ein einigermaßen sicherer sozialer Background entstanden ist. Akt sieht das btw ganz anders zwinkern

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 12:09                                  +/-

Jetzt gerade kommt auf ARD der "Presseclub", u.a. mit Frank Schirrmacher, genau zum Thema Kinderlosigkeit & Demographie.

Ich habe mir immer gesagt, dass ich Kinder haben will. Aber ich merke auch, dass ich jetzt schon 30 Jahre alt bin, und andere Männer in diesem Alter schon zehnjährige Kinder haben. Insofern weiß ich gar nicht, ob ich mir nicht immer etwas vorgemacht habe. Vor allem auch, da ich selbst eigentlich nie wirklich Kontakt mit Kindern hatte und daher gar kein Gefühl für diese kleinen Scheißer habe. Ich denke ich wäre völlig überfordert. Jetzt hat man als Mann natürlich den Luxus, auch noch mit 40, 50 oder sogar 60 Jahren Vater zu werden. Aber wer will das dann überhaupt noch?

In meinem sozialen Umfeld sehe ich übrigens genau das Gleiche. Keiner meiner Akademikerfreunde, die alle schon auf die 30 zugehen, hat Kinder. Ich könnte auf die Schnelle überhaupt nur eine einzige Frau aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis nennen, die ein Kind hat, und sie hatte einen Hauptschulabschluß und hat eine Lehre gemacht. Alle anderen sind mit Mitte bis Ende Zwanzig immer noch dabei, die von Oxi genannte "Lebensstabilität" mit einer gesicherten Job-Perspektive zu erreichen.

Ach ja, was den Straßenbahn-Zwischenfall angeht: Ich glaube diese Typen hätten uns ganz schön vermöbelt. Die waren viel größer und stärker als wir. Geschockt


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 13:14                                  +/-

@Morgi
Ich kann recht gut nachvollziehen, was du meinst.
Aber so funktioniert das Leben numal.
Leben wird geboren, Leben stirbt.
Ein Lebewesen kann nur exitieren, indem es anderes Leben zerstört.
Die Welt funktioniert seit Jahrmilliarden nach diesem Prinzip - wir können das nicht ändern.

Du kannst aber deine Sichtweise der Welt ändern.
Nichts ist nur positiv, nichts nur negativ.
Du kannst nur (oder vor allem) durch Fehler und Schmerz lernen.
Nichts ist perfekt, alles entwickelt sich weiter.

Ohne Gefühle würden wir in einem monotonen Zustant dahinvegetieren.
Nichts freut uns, nicht bereitet uns Schmerz. Ein Leben voller Langweile - emotionlos und kalt.

Die Welt ist ein Spiel...
Warum sollte das Leben sinnlos sein?
Vielleicht ist das Leben so flexibel, jedem den Sinn zu geben, den er will?


Ich habe neulich ein SF-Buch gelesen, in dem es um genau dieses Thema geht.
Die Menschheit wehrt sich mit aller Kraft gegen den Tod - sie stemmt sich mit aller Macht gegen das verlöschende Universum.
Aber was in einigen Milliarden Jahren geschieht, muß uns nicht kümmern - es liegt zu weit ausserhalb unserer Vorstellung.


@Thema Kinder
Ich weiß nicht, ob das angedachte System, mehr Kinder durch ein Belohnung/Bestrafungssystem zu bekommen, eine gute Idee ist.
Habe gestern mit meiner Freundin darüber geredet. Sie kennt eine Familie in einem Nachbarort, die komplett von Sozialhilfe lebt - 2 Elternteile und 10 Kinder. Die beiden ältesten Töchter haben inzwischen auch jede bereits 2 Kinder und leben natürlich von der Sozialhilfe. Lediglich ein Sohn hat es "geschafft"- er hat seinen Namen geändert und will mit der Familie nichts mehr zu tun haben.
Natürlich ein Extrembeispiel, aber genau der Negativfall, den keiner haben will.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 15:47                                  +/-

Ach ja, wir sind schon ein infertiler Haufen. Geschockt Nur Lobelia hat Nachwuchs und die postet nie.

Oxford
Denn ich gebe frank und frei zu: Kindererziehung ist die größte Herausforderung, die ein Mensch in seinem Leben annehmen kann. Und die Verantwortung ist enorm!


Dagegen kann ich schwer argumentieren, man hat ja wirklich Verantwortung. Trotzdem halte ich das für eine übertriebene Überhöhung die auch bequem als Ausrede dient. In den Siebzigern mit der anti-autoritären Erziehung sah man das viel lockerer, meine Eltern haben sich da auch keine großen Gedanken drüber gemacht. Keine Ahnung warum heute die verbissene Vorstellung vorherrscht alles perfekt machen zu müssen. Vielleicht weil man so wenig Kinder bekommt, gar nur eines, und man damit dann praktisch alles auf eine Karte setzt (die sich dann nicht zur Niete entwickeln darf).

Zitat:
Akt sieht das btw ganz anders

Wie denn? *frag*

Zitat:
Keiner meiner Akademikerfreunde, die alle schon auf die 30 zugehen, hat Kinder. Ich könnte auf die Schnelle überhaupt nur eine einzige Frau aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis nennen, die ein Kind hat, und sie hatte einen Hauptschulabschluß und hat eine Lehre gemacht.

Ich will auch Kinder, stelle mir auch vor ich wäre ein guter Vater. Aber der Gedanke daran fühlt sich so... erwachsen an.

Zynismus des Tages:
Wenn Intelligenz und Streben nach Bildung sich als evolutionäre Nachteile erweisen, erklärt das viele Probleme der Menschheit.

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 16:10                                  +/-

Tyler Durden

Zynismus des Tages:
Wenn Intelligenz und Streben nach Bildung sich als evolutionäre Nachteile erweisen, erklärt das viele Probleme der Menschheit.


Spitze Genial! Werd bitte Aphoristiker Yes

Zum Rest deines Postings: nein, ich sehe das nicht als Ausrede, sondern als Realität. Es ist ja auch durchaus eine Herausforderung, der ich mich stellen möchte. Niemand gibt gern auf oder zieht den Schwanz ein. Nur sollten meiner Meinung nach die Umstände stimmen. Denn Erziehung ist schon schwierig genug, wenn drumherum alles stimmt. Wenn man sich aber gleichzeitig noch von einer finanziellen Notlage zur nächsten hangelt, lässt man bei der Erziehung sicherlich die nötige Sorgfalt vermissen. Und ich sehe die Schwierigkeiten ja auch immer bei meiner kleinen Schwester. Ich bin dann regelmäßig froh, dass ich nur mal ein Babysitter bin und die wirklichen Probleme daher nicht anpacken muss (z.B. konsequent sein, schimpfen etc zwinkern).

Zitat:
Zitat:
Akt sieht das btw ganz anders


Wie denn? *frag*


Sie will auf jeden Fall Kinder haben, egal was kommt und auch nicht zu spät. Das kann ich auch verstehen, so denken viele Frauen. Aber momentan kommen wir bei dem Thema nicht auf einen Nenner. Außerdem ist es mir ehrlich gesagt viel zu früh, darüber zu diskutieren. Ich bin 24 und wie du, Tyler, auch schon sagtest: das Thema fühlt sich so erwachsen an. Und ich mich eben noch nicht. Ich sehe wirklich absolut keine Konstellation, in der ich vor 30 ein Kind bekomme (außer natürlich ein "Unfall"-).

Außerdem und darüber redet man ja nicht so gerne, weil es egoistisch klingt, bedeuten Kinder auch immer eine Art Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und die möchte ich solang wie es geht oder ich es für nötig halte, auch genießen.

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titania



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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 18:25                                  +/-

Ich würde mich Tyler anschließen, was diesen Überperfektionismus bei der Erziehung angeht. Der ist teilweise wirklich sehr stark ausgeprägt. Vielleicht ist es auch eine sozial bedingte Schere - die einen achten immer mehr auf gute Erziehung, die anderen immer weniger? Und das treibt die beiden "Fronten" immer weiter auseinander, da man immer die anderen als abschreckendes Beispiel vor Augen hat?
Oder liegt diese Angst vor Erziehung darin begründet, dass heute immer weniger alltägliche Erziehung erlebt wird, und immer mehr professionelle Erziehung in den Vordergrund rückt?


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Der menschliche Körper enthält sechs Liter Blut: genug, um eine große Wohnung anzustreichen.
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#18



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BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 23:02                                  +/-

Wer schnell einschaltet, kann in der ARD noch einen Bericht über "Minimum" im Kulturreport sehen.


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Wann kommt er?
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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 12:26                                  +/-

Um auch mal was zum ursprünglichen Threadthema beizusteuern:
Das Phänomen der nachlassenden Fertilität tritt natürlich verstärkt auf, wenn die Lebensumstände allgemein deutlich ansteigen und die allgemeine Bildung zunimmt sowie die gesellschaftliche Humanisierung und Liberalisierung ein hohes Niveau erreichen und Frauenemanzipation und -bildung einschließen, weil für die Frauen dann eben die Möglichkeit besteht, selbstständig zu entscheiden, ob sie Kinder bekommen wollen, und zu dieser Option "konkurrierende Genüsse" wie Bildung, Berfustätigkeit, allgemeine, freie Selbstverwirklichung usw. usf. als Alternativen bestehen. Bekannt ist dieses Phänomen auch bereits seit über 100 Jahren; die Elite des Bildungsbürgertums (Wissenschaftler etc.) hatte in Deutschland auch schon um 1900 praktisch keine Kinder, worauf der Ökonom und Sozialwissenschaftler Lujo Brentano auch 1909 (wenn ich mich nicht irre) aufmerksam gemacht hat. Er sah auch die Gefahr der allgemeinen Ausbreitung dieser Mentalität, die er aber (korrekterweise) erst einige Generationen später kommen sah. Deutschland war zu dieser Zeit zwar das Zentrum der Wissenschaften und der Philosophie, aber gesamtgesellschaftlich konnte von einer weiten Verbreitung liberaler Mentalitäten natürlich noch keine Rede sein; das entsprechende Denken, das u.a eben die besagte Einstellung zum Kinderkriegen hervorbringen kann/konnte, war damals eben nur auf eine kleine intellektuelle Elite beschränkt und hat sich erst 60-70 Jahre später in weiten Bevölkerungsschichten etablieren können.
Die Herausforderung der Zukunft liegt diesbezüglich wohl darin, die negative Einstellung zum Aufziehen von Kindern wieder zurückzudrängen bzw. die Fertilität wieder zu erhöhen, ohne die humanen gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten 100 Jahre zu gefährden. Das Problem dabei ist sicherlich, dass Appelle an "die Vernunft" etc. allein wenig bewirken dürften, da Kinder eben zweifellos oft einen beachtlichen individuellen Nachteil darstellen (finanziell und was die Freiheit der Lebensgestaltung angeht), andererseits der direkte, erleb- und erfahrbare gesellschaftliche Schaden, der durch die eigene Kinderlosigkeit entsteht, aber verschwindend gering ist und erst durch Summierung hunderttausender derartiger Entscheidungen groß wird; daher neigt man eben dazu, die "gesellschaftliche Verantwortung" bzw. das Kinderzeugen doch anderen zu überlassen, auch wenn man die Notwendigkeit eigentlich einsieht, und darauf zu hoffen, dass andere nicht die gleiche "Überlegung" anstellen - da sie es aber doch tun...
Leider ist dieses Denken zB auch bei mir selbst (und meiner Freundin) vorhanden; wir wollen beide keine Kinder, und auch wenn wir die gesellschaftliche Notwendigkeit einsehen, hoffen wir doch nur darauf, dass sich ein allgemeiner Bewusstseinswandel vollzieht.
Ich fürchte daher, dass bedeutende Anreize, bes. finanzieller Art, nötig sind, um eine ins Gewicht fallende Zahl von jungen Menschen dazu zu motivieren, sich für Kinder zu entscheiden, schlimmstenfalls sogar gewisse Sanktionen für "Zeugungsunwillige".
Vorteilhaft im Sinne des Erhaltes der Errungenschaften bzgl. gesellschaftlicher Liberalisierung, Frauenemanzipation usw. wäre es dabei natürlich auch, wenn die Bereitschaft beider Elternteile, sich an der Erziehung der Kinder zu beteiligen und gleichermaßen Einschränkungen beruflicher und sonstiger Art hinzunehmen, noch weiter zunehmen würde. Zweifellos ist das nicht "natürlich" bzw. entspricht nicht dem Verhalten, zu dem die stärkste biologische Disposition besteht, ebensowenig wie etwa Monogamie; hierzu muss man sich ja nur einmal die "natürlichen" Zustände bei unseren nächsten Verwandten, den Primaten, ansehen, bei denen die stärksten und attraktivsten Männer so viele Weibchen besteigen, wie sie können (was natürlich einen kräftigen Nachwuchs bzw. evolutionäre Fitness ergibt) und die Jungen im Gruppenverband von den Weibchen (nicht etwa in monogamer Ehe oder dergl.) aufgezogen werden. Aber wer will heutzutage noch wie ein Tier leben (sebst unter der Vorraussetzung, dass auf diese Weise die zivilisatorischen Errungenschaftn im bereich von Wissenschaft, Technik etc. beibehalten werden könnten)?

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sphinx



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BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 18:38                                  +/-

Oxford


Außerdem und darüber redet man ja nicht so gerne, weil es egoistisch klingt, bedeuten Kinder auch immer eine Art Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und die möchte ich solang wie es geht oder ich es für nötig halte, auch genießen.


wenn dem so ist, oute ich mich hier eben als vollkommene egoistin. zwinkern
begründungen pro oder kontra kind, die von irgendeiner befindlichkeit des kinds ausgehen, das noch garnicht existiert, sibnd in aller regel verlogen.





Oxford

Teilen muss man lernen. Da bin ich mir sicher. Und ich werde immer sicherer, wenn ich meine kleine Schwester beobachte, die als Einzelkind aufwächst und im Kindergarten wirklich Probleme hat, sich anzupassen, weil sie denkt, dass alles nach ihrer Facon laufen muss. Das Schlimme ist, dass es nicht wirklich an der Erziehung liegen kann, die, soweit ich das beurteilen kann, ziemlich gut ist. Einzelkinder haben das Teilen nie gelernt und werden damit erst konfrontiert, wenn sie Freunde gewinnen bzw. im Kindergarten und der Schule.

Wenn man so denkt, trägt Familie sicherlich etwas zu einer sozialeren Gesellschaft bei.


Athene


@Sphinx: Bevor ichs vergesse, du tönst hier doch nur so rum, weil du selber Einzelkind bist hähö


ganz genau. deswegen war bekanntlich ich es, die nicht teilen konnte und schon nach dem 5. kugelschreiber, den du geklaut hast, zaghaften protst wagte. grins
nein, im ernst:was kinder lernen oder nicht, hängt nicht von der anzahl der gschwister ab. "erst" im kindergarten halte ich nicht für besonders spät-ich war noch keine 3, als ich in den kindergarten kam. viel früher hat in der regel auch ein nichteinzelkind keine besitzanspruchstellenden geschwister. dass deine beinah-einzelkind.schwester im kindergarten probleme hat, halte ich nicht für eine notwendige folge ihres einzelkinddaseins, ich könnte "alles-muss-nach-mir-gehen"-geschwisterbesitzer, die ich kenne, dagegenhalten. ebenso friedliche, kooperative einzelkinder.
einzelkinder erlernen den umgang mit anderen tendenziell eher außerhalb als innerhalb der familie, das ist alles, und darin sehe ich keinen nachteil. im gegenteil würde ich sogar sagen, dass mein eher ungeselliges naturell als kind sich zum teil auch der existenz meiner kusine verdankt, durch die mein bedürfnis an gleichaltrigenkontakt innerfamiliär bereits vollkommen abgedeckt wurde. zwinkern


Zitat:
Zitat:
aber der ziemlich wirre verbindung von emotionen und materiellen abhängigkeiten, die für familien ja recht typisch ist, halte ich für nichts besonders positives


Das müsstest du mal näher erläutern. Ich verstehe nämlich nicht so recht, was du damit meinst. Es gibt ja nicht nur Abhängigkeiten, sondern auch Unterstützung und Förderung. Sowohl emotional, wie materiell.


ich meinte, dass materielle abhängigkeit von menschen, an die man emotional gebunden ist, keine unproblematische sache ist. innerhalb der familie sind emotionale bindung und geistige übereinstimmung, übereinstimmung überhaupt, viel losgelöster, als das bei freunden in der regel der fall ist. weil man ja nur durch den zufall der verwandschaft, aber nicht durch wahl miteinander zu tun hat und sich emotional aneinander bindet, ehe man sich auch nur ansatzweise kennt. (was in der natur der sache liegt)


_________________
worauf wartet ihr noch? stopft euch den schmuck
in die busen, den büchsenöffner, das cembalo,
bietet der nemesis eine pauschale an
und packt! die vergütungen ein,
die gasmaske und den unterleib!
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 23:52                                  +/-

AdrianB
Das Phänomen der nachlassenden Fertilität tritt natürlich verstärkt auf, wenn die Lebensumstände allgemein deutlich ansteigen und die allgemeine Bildung zunimmt sowie die gesellschaftliche Humanisierung und Liberalisierung ein hohes Niveau erreichen und Frauenemanzipation und -bildung einschließen, weil für die Frauen dann eben die Möglichkeit besteht, selbstständig zu entscheiden, ob sie Kinder bekommen wollen, und zu dieser Option "konkurrierende Genüsse" wie Bildung, Berfustätigkeit, allgemeine, freie Selbstverwirklichung usw. usf. als Alternativen bestehen.


Dennoch kann man nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland ganz besonders schlecht dasteht. In den USA ist die Geburtenrate deutlich über 2 (wobei sie unter der "weißen" Bevölkerung unter 2 liegt), und in Frankreich liegt sie immerhin bei 1,8, während sie bei uns bei fast 1,3 herumdümpelt.

D.h. obwohl ich deine Analyse im Grunde teile, würde ich doch darauf hinweisen, dass man durchaus Mittel und Wege finden könnte, das Ausmaß dieses Problems zu begrenzen. Was machen andere Länder richtig, was wir falsch machen?

Ich habe ja oben schon geschrieben, dass ich das flächendeckende Fehlen von verlässlichen und preiswerten bis kostenlosen Betreuungsangeboten für ein großes Manko der deutschen Gesellschaft halte.

AdrianB
Die Herausforderung der Zukunft liegt diesbezüglich wohl darin, die negative Einstellung zum Aufziehen von Kindern wieder zurückzudrängen bzw. die Fertilität wieder zu erhöhen, ohne die humanen gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten 100 Jahre zu gefährden.

[...]

Ich fürchte daher, dass bedeutende Anreize, bes. finanzieller Art, nötig sind, um eine ins Gewicht fallende Zahl von jungen Menschen dazu zu motivieren, sich für Kinder zu entscheiden, schlimmstenfalls sogar gewisse Sanktionen für "Zeugungsunwillige".


Ich denke mit finanziellen Anreizen ist da nicht viel zu machen. Meist bestehen diese ja in Nachlässen auf die Steuerschuld, aber damit kann die Armut kinderreicher Familien nicht bekämpft werden, weil viele Menschen so wenig Steuern zahlen, dass erhöhte Freibeträge kaum Entlastung bringen.

Die SPD will ja meist das Kindergeld erhöhen, was ich für sinnvoller halte als irgendwelche Freibeträge (davon abgesehen, dass bei einem Freibetrag ein Kind einer "reichen" Familie "mehr wert ist", als ein Kind einer "armen" Familie). Aber das Grundproblem ist meines Erachtens kein finanzielles, sondern eines der allgemeinen Lebensplanung. Solange beispielsweise Studium und Elternschaft sich weitgehend ausschließen (z.B. auch wegen Studiengebühren, fehlender Betreuungsangebote, etc.) wird immer ein großer Teil der Studentinnen, die in Deutschland nun einmal bis Mitte oder gar Ende 20 an der Uni sind, den Kinderwunsch aufschieben.

AdrianB
Vorteilhaft im Sinne des Erhaltes der Errungenschaften bzgl. gesellschaftlicher Liberalisierung, Frauenemanzipation usw. wäre es dabei natürlich auch, wenn die Bereitschaft beider Elternteile, sich an der Erziehung der Kinder zu beteiligen und gleichermaßen Einschränkungen beruflicher und sonstiger Art hinzunehmen, noch weiter zunehmen würde.


Das ist glaube ich eine Erziehungsfrage, aber auch eine Frage allgemeiner gesellschaftlicher Zustände. Solange Männer nachweislich bei gleicher Qualifikation und vergleichbarer Stelle bis zu 40% mehr verdienen als Frauen, werden IMMER die Männer die Hauptlast der Familieneinkünfte tragen, und solange es keine kostenlosen oder sehr preiswerten Betreuungsangebote gibt, werden dann eben die Frauen zu Hause bleiben. Und da die langfristigen Beziehungsbindungen immer weiter abnehmen, gehen halt automatisch weniger Frauen das Risiko ein, durch Verlust des Ehepartners finanziell ruiniert zu sein. Ergo: weniger Kinder, mehr eigenständige Arbeit.


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Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 14.08.2012, 15:33                                  +/-

Nach "Tod eines Kritikers" endlich ein neuer Feuilleton-Skandal?

Dient Frank Schirrmacher wirklich als Vorlage für ein Mordopfer in einem Roman, der in Kürze erscheint? Und ist dieses Buch in Wirklichkeit von einem SZ-Redakteur geschrieben worden? All das behauptet Richard Kämmerlings (Welt) in diesem Artikel.

SPON weidet sich genussvoll an diesem sich anbahnenden Skandal

SPON
[...] Sollte das rechtfertigen, die Romanfigur Meier, die ja dann Schirrmacher wäre, mit einer Vielzahl von Verweisen, die zum Teil weit unter der Gürtellinie liegen, zu charakterisieren? Ihn als Chatroomgast mit einem Faible für sehr junge Frauen darzustellen, als Puffbesucher, als einen korrupten Typen, der seine Untergebenen quält und seine Ansichten wechselt, wann immer es ihm beliebt.


Huiuiui... Smilie

Gepostet am 14.08.2012, 17:01:

Wenn man Kämmerlings' Beitrag liest, bleiben kaum Zweifel, dass es wirklich Thomas Steinfeld von der SZ ist, der sich an Schirrmacher rächen will. Die Indizien sind zumindest erschlagend.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Oxford
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BeitragVerfasst am: 15.08.2012, 17:28                                  +/-

Was sagt denn Wolter dazu?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 15.08.2012, 18:25                                  +/-

Nix. Der wartet noch auf das Hörspiel.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 15.08.2012, 19:02                                  +/-

That went quick!

Steinfeld von der SZ hat sich nun tatsächlich als Autor geoutet. Der "Indizienprozess" der Welt war somit korrekt (wahrscheinlich wusste Kämmerlings hinter den Kulissen ohnehin, dass es so war, konnte es aber nicht beweisen, ohne irgendwen zu komprimittieren). Steinfeld bestreitet aber natürlich, das Mordopfer Frank Schirrmacher nachempfunden zu haben.

Gepostet am 15.08.2012, 20:08:

Die ZEIT schildert es noch anschaulicher Smilie

ZEIT-Artikel
Die mysteriösen Vorgänge um diesen Krimi sind selbst ein Krimi, mit allem, was dazugehört: einem Detektiv, einem Opfer, einem Verdächtigen und einem Tatmotiv.

In der Rolle des Detektivs tritt auf: Richard Kämmerlings, 43, leitender Redakteur im Kulturteil der Welt, von 2000 bis 2010 Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. [...]

In der Rolle des Opfers befindet sich: Frank Schirrmacher, 53, für den Kulturteil verantwortlicher Mitherausgeber der FAZ. [...]

Der Tatverdächtige ist: Thomas Steinfeld, 59, Leiter des Kulturteils der Süddeutschen Zeitung, von 1997 bis 2001 Leiter des Literaturteils der FAZ, Autor zahlreicher Sachbücher (unter anderem über Henning Mankell) mit Zweitwohnsitz in Schweden.

Das angebliche Tatmotiv: Erfolgskalkül und Rache.


And oh... the glee grins

Die Sache ist auch eine große Peinlichkeit für die Süddeutsche Zeitung.


*händereib* hähö


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 16.08.2012, 21:14                                  +/-

Oxford
Was sagt denn Wolter dazu?

????? Was soll ich'n dazu sagen?

Ich habe den WELT-Artikel vorgestern selbstverständlich gelesen, dachte dann kurz auch, das irgendwie forumsmäßig zu verhackstücken, wegen vermuteten Forumsdesinteresses habe ich es aber gelassen – um später abends zu sehen, daß es zumindest einen doch interessiert hat... zwinkern

Un' nu?

Thomas Steinfeld nannte vor gut zwei Jahren (????? oder isses noch länger her?) in verbaler Parallelisierung mit den islamistischen Fundamentalisten jene, die für Freiheit und Pluralismus der westlichen Gesellschaft eintreten, die also etwas gegen freiheitsfeindliche Tendenzen im Sinne einer schleichenden Akzeptanz von (z.B.) Ehrenmord und Frauenunterdrückung im hier "integrierten" Islam haben...

«Aufklärungsfundamentalisten»



Vorher hatte ich Steinfeld nicht gekannt, und seitdem interessiert mich sein Geschreibsel auch nicht, obwohl mir nun seine Existenz unvermeidlicherweise bekannt ist.

Und da ich den Schirrmacher auch nicht sonderlich sympathisch finde, ist mir dieser Kindergarten auf Feuilletonniveau letztlich irgendwie egal...

Zitat:
Die Sache ist auch eine große Peinlichkeit für die Süddeutsche Zeitung.

Yes Das allerdings kann gar nicht dick genug betont werden. Der moralische Hochmut, den die SZ-Leute mit der Nichtannahme des Nannen-Preises an den Tag gelegt hatten, fliegt ihnen mit den Verhaltensweisen von Prantl und Steinfeld hübsch dekorativ um die Ohren! grins
Mein Mitleid hält sich da sehr in Grenzen. Yes


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 16.08.2012, 21:20                                  +/-

Naja, die Prantl-"Affäre" überhaupt zu thematisieren, war doch extremst lächerlich. Das jetzt in einen Topf zu werfen, halte ich für falsch. Bei Prantl war wahrscheinlich grad Sommerloch bei der Journaille...


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 16.08.2012, 21:24                                  +/-

Nö; eine Zeitung, die sich mit großer Geste als "Hort der Seriosität" inszeniert, hat sich den Spott redlich verdient, wenn es an dieser Seriosität hapert. Yes


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BeitragVerfasst am: 16.08.2012, 21:32                                  +/-

Das war doch bestenfalls eine Glosse.... wieso sollte man da Seriosität einfordern? Das finde ich schon sehr kleinkariert.


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