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Österreich
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:12                                  +/-

Das ist ziemlich interessant. www.tagesschau.de berichtet über den Rücktritt Jörg Haiders als BZÖ-Chef und schreibt hier:

Zitat:
Der rechtsnationale österreichische Politiker Jörg Haider zieht sich wieder offiziell aus der österreichischen Bundespolitik zurück. [...] Der BZÖ-Vorstand nominierte auf Haiders Vorschlag den früheren Fraktionsvorsitzenden der rechten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Peter Westenthaler, als Haiders Nachfolger. Der Manager des Grazer Automobilbauers Magna soll auch Spitzenkandidat des BZÖ für die Parlamentswahl im Herbst werden. Westenthaler verzichtet jedoch auf ein Ministeramt in der Koalitionsregierung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Volkspartei), wie es hieß, um einen Bruch der Koalition zu vermeiden.


Tatsächlich ist es aber so, dass das BZÖ schon seit Wochen und Monaten nach einem Spitzenkandidaten für die Wahl im Herbst sucht. Der Rücktritt Haiders kommt demnach nicht überraschend, sondern nur folgerichtig, weil er selbst schon lange angekündigt hatte, nicht selber zu kandidieren. Am Einfluss Haiders wird sich nichts ändern. Die Berichterstattung suggeriert aber, dass Haider gescheitert sei oder wegen Misserfolgs an einen Nachfolger übergibt, weil keine Gründe genannt werden. Das ist mitnichten der Fall.

Zudem "verzichtet" Westenthaler auch nicht auf ein Regierungsamt. Er bekommt schlicht keins, obwohl er wollte und auch im BZÖ alle drauf gedrängt haben. Aber Vizekanzler Gorbach (BZÖ) ließ sich nicht dazu bewegen, zurückzutreten bzw. den Posten freizumachen und es Haider nachzutun. Zudem hat Kanzler Schüssel klargesagt, dass eine Regierungsumbildung nicht notwendig sei. Das brachte Haider natürlich auf die Palme, weil er meint, das BZÖ könne seine eigenen Posten selber besetzen und bräuchte dazu keine Legitimation der ÖVP. Als Regierungsmitglied hätte Westenthaler im Wahlkampf natürlich mehr Gewicht und Medienpräsenz gehabt. Andererseits ist er so nun relativ ungebunden in seinen Äußerungen und Aktivitäten.

Westenthaler, der 2002 im Streit mit Haider die FPÖ verließ, gilt als Lautsprecher àla Strache. Das werden nette Auseinandersetzungen um die Gunst der Ausländerfeinde in Österreich.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:25                                  +/-

Der wievielte Rücktritt Haiders ist das noch einmal? Und wann wird er von seinem Rücktritt wieder zurücktreten? Fragen über Fragen! ugly


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:29                                  +/-

Thanil
Der wievielte Rücktritt Haiders ist das noch einmal? Und wann wird er von seinem Rücktritt wieder zurücktreten? Fragen über Fragen! ugly


Wenn Westenthaler das BZÖ bei der Wahl in ein neues Tief führt, wird Haider sicher schnell wiederkommen. Andererseits ist er ja nicht weg. Er ist nach wie vor Landeshauptmann in Kärnten, also vergleichbar mit der Position Edmund Stoibers. Und darüber macht er ohnehin den größten Rabatz.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:32                                  +/-

Ich finde, wir sollten Österreich wieder eingemeinden. Als 17. Bundesland. Die Bundesländer Österreichs werden dann abgeschafft, und dann schafft es einer wie der Haider auch nicht mehr in eine einflussreiche Stellung. Yes


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meisterdieb



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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:35                                  +/-

Ich hab grad ein Déjà-vu. Das hat doch schonmal jemand vorgeschlagen ????? Wer war denn das bloß?

Ach, der Haider kann doch im Prinzip sooft zurücktreten, wie er will, er hält ohnehin nie seinen Mund. Egal, wie sehr er beteuert hat, dass er sich aus der Bundespolitik heraushalten würde, nach wenigen Wochen war er schon wieder mit irgendeiner Wortmeldung zu den Regierungsgeschäften in den Nachrichten.
Dass Westenthaler jetzt plötzlich wieder zurückkommt, ist ja ohnehin die größere Frechheit. Beim großen Knittelfelder Aufstand ist er mehr oder weniger wutschnaubend abgetreten, hat sich mit Heider zerstritten und jetzt kommt er plötzlich einfach so wieder zurück. Na, wenigstens passt er dann gut ins BZÖ.

hmmmm


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:47                                  +/-

Nicht von ungefähr kommentierten SPÖ, Grüne und sogar die FPÖ diese Personalie mit Hohn und Spott, während die ÖVP dazu lieber gar nichts sagte hähö


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Diamond Dog



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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 15:56                                  +/-

nur mal so mittenreingefragt: wie hoch liegen BZÖ und FPÖ einzeln bzw. zusammen bei aktüllen "Sonntagsfragen"?

Reigerungskoalition ist nach oxfords beitrag als ÖVP und BZÖ, stimmt das so? Dachte, große Koalition?!


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 16:04                                  +/-

Jo stimmt. ÖVP und BZÖ bilden die Regierung.

Die FPÖ rangiert derzeit so um 10, das BZÖ bei 3 Prozent.


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Diamond Dog



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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 16:08                                  +/-

doch so viel? hatte die FPÖ nicht mal satte 30% und war gar stärkste Partei?

Das heißt ja auch, dass ein Regierungswechsel mehr als sicher ist...

Gibts eigentlich starke Grüne in Ö.? Kann man die ganzen Faschistenbauern nicht irgendwie (mittels Gehirnwäsche o.ä.) zu grünen Kapfökologen tranformieren? grins


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 22.05.2006, 16:11                                  +/-

Die Grünen werden auch so um 10 Prozent bekommen, denk ich.
Übrigens gilt in Österreich nicht die 5, sondern die 4 Prozent Hürde, d.h. das BZÖ kann den Einzug ins Parlament durchaus noch schaffen.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 10:23                                  +/-

Im Moment empört sich das BZÖ über die FPÖ. Letztere soll einen Detektiv angeheuert haben, um Jörg Haider (BZÖ) zu bespitzeln ugly Dies ist inzwischen wohl auch bestätigt, ging allerdings (angeblich) nur von einem einzigen FPÖ-Politiker aus. Haider fordert von Strache (FPÖ) eine Entschuldigung. Strache attestiert Haider Verfolgungswahn.

Ich liebe es, wenn sich diese beiden Idioten bekämpfen grins


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 12:56                                  +/-

Ich höre zum ersten Mal von der BZÖ. Da sieht man mal wie sehr ich die Nachrichten aus Wien verfolge... *schäm* Übrigens stelle ich dank Wikipedia gerade fest, dass Bayern 50% mehr Einwohner hat als Österreich. Schräg, habe immer gedacht es wäre andersrum. Das ist dann ja wirklich ein kleines Land. *neck*

Zur BZÖ steht in der Wikipedia:
Zitat:
Als erste Partei der Zweiten Republik schaffte es das BZÖ - ohne je an einer Wahl teilgenommen zu haben - gleich zu einer Regierungsbeteiligung (mit Vizekanzler und zwei weiteren Ministerien) in der Koalition mit der ÖVP.

Also, dass allein ist ja schräg. So als wäre die WASG/Linkspartei gleich nach Gründung in die Schröderregierung gekommen.

Zitat:
Als Grund für die Schaffung des BZÖ wurde von dessen Spitzenvertretern neben anderem die Notwendigkeit einer Trennung von den deutschnational orientierten Mitgliedern der FPÖ genannt.

Moment, Haider gründet eine neue Partei, weil ihm in der FPÖ zuviele Nationalisten sind? Bitte wie?

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 13:40                                  +/-

meisterdieb
Ich hab grad ein Déjà-vu. Das hat doch schonmal jemand vorgeschlagen ????? Wer war denn das bloß?



Ach, irgendein Österreicher halt.


grins


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Der Wahn betreugt.
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Oxford
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BeitragVerfasst am: 29.06.2006, 16:27                                  +/-

Momentan steht der ORF schwer in der Kritik. Schon immer haben die Regierungen Österreichs einen Anspruch auf den ORF erhoben und wo es ging Einfluss auf die politische Berichterstattung genommen. Meiner Meinung nach grenzt das schon an italienische Verhältnisse. Nun hat aber ein prominenter Nachrichtenmoderator bei einer Preisverleihung die Generaldirektorin und die Zustände im ORF offensiv kritisiert und damit einen Eklat ausgelöst. Die politische Information läge in der Hand eines einzigen Mannes (TV Informationsdirektor Werner Mück), Pluralismus werde im Kern unterdrückt und die politische Einflussnahme durch die ÖVP sei eklatant.

Daraufhin gründete sich die unabhängige Plattform www.sos-orf.at , vorallem unterstützt durch Journalisten, aber eben auch durch die Opposition, die einfach nichts gelernt hat und die Plattform durch ihre Unterstützung unglaubwürdig macht, zumindest im Kampf gegen die politische Einflussnahme. Dabei sind die Vorwürfe durchaus berechtigt, die ich hier im Einzelnen aber nicht ausbreiten möchte. Das Ganze ist sehr verästelt und komplex.

Im August stehen die Wahlen zum ORF Generaldirektor an. Die bisherige Direktorin (die oft applaudierend auf ÖVP-Veranstaltungen anzutreffen ist) steht schwer in der Kritik und reagierte bisher sehr unsouverän. Ihre Wiederwahl ist unsicher. Der Stiftungsrat, der sie wählen muss, ist zwiegespalten und natürlich ebenfalls nach Parteien gegliedert. Im Prinzip streiten jetzt also die Parteien um den zukünftigen ORF-Direktor und dirigieren ihre Stiftungsräte wie Marionetten Mit den Augen rollen

Was den ORF angeht, kommt es mir so vor, als sei Österreich eine Bananenrepublik. Zwar macht das Ganze hier Schlagzeilen, aber die Ausmaße der Berichterstattung, die so eine skandalöse Situation eigentlich verdient hätte, nimmt es bisher nicht an. Unnötig zu erwähnen, dass der ORF über diese Situation nicht oder nur ganz am Rande berichtet, und ansonsten "nur" die Printmedien.



Gerade heute lese ich im "Standard", dass der ÖVP-Landesfürst von Niederösterreich die Absetzung des ORF-Rundfunkchefs fordert, weil er den Laden nicht "führe", sondern einfach alles laufen lasse, sprich die Redakteure eigenständig arbeiten lässt (oh, nein was für ein Skandal Mit den Augen rollen ). De facto will er den Menschen also absetzen, weil er die Arbeit der Redakteure nicht kontrolliert und er findet scheinbar überhaupt nichts daran, dies in der Öffentlichkeit herauszuposaunen Echt schlimm

Der Standard
Der Redakteursrat des ORF verwahrt sich gegen die Personalwünsche von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) für die Führung der Anstalt. Sie "taugen bloß als Beweis dafür, dass manche Politiker offenbar nach wie vor der Meinung sind, der ORF gehöre ihnen", protestieren die Journalistenvertreter. Das sei "nicht weiter überraschend". "Entlarvend" finden sie, wie Pröll seine Forderung begründet, Hörfunkdirektor Kurt Rammerstorfer abzulösen: "Dass im ORF-Radio journalistische Eigenverantwortlichkeit und Unabhängigkeit praktiziert, also das ORF-Gesetz eingehalten wird." Pröll sprach von "Wildwuchs bei Nachrichten und Analysen".


Ein weiteres Beispiel: neulich hat die Generaldirektorin Lindner beim Partnersender 3Sat interveniert, die einen Beitrag über die ORF-Krise bringen wollten. 3Sat sendete ihn daraufhin nicht!!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 29.06.2006, 18:32                                  +/-

Schalk
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Ich hab grad ein Déjà-vu. Das hat doch schonmal jemand vorgeschlagen ????? Wer war denn das bloß?



Ach, irgendein Österreicher halt.


grins


*grübelgrübel*

Ich glaube, es war die provisorische Nationalversammlung von Deutschösterreich.

Artikel 1
Deutschösterreich ist eine demokratische Republik. Alle öffentlichen Gewalten werden vom Volke eingesetzt.

Artikel 2
Deutschösterreich ist ein Bestandteil der Deutschen Republik. Besondere Gesetze regeln die Teilnahme Deutschösterreichs an der Gesetzgebung und Verwaltung der Deutschen Republik sowie die Ausdehnung des Geltungsbereiches von Gesetzen und Einrichtungen der Deutschen Republik auf Deutschösterreich.


grins Aber da war noch wer, haste recht...


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 12:42                                  +/-

Das ist der Hammer und leider mal wieder typisch österreichische Provinzialität!

Die Obersteirischen Nachrichten ( Mit den Augen rollen ) leiteten einen Artikel über ein Verbrechen wie folgt ein:

"Neger versucht Pensionistin zu vergewaltigen!" Danach kam die Personenbeschreibung: "Ein Neger, ca. 25-35 Jahre alt, ca. 170-180 cm groß, schlank, eher schmale Lippen, kein Bart und keine besonderen Merkmale."

hmmmm

Eine Leserin beschwerte sich daraufhin per Mail bei der Zeitung. Der Redakteur hatte nichts besseres zu tun, als diese Mail ungefragt zu veröffentlichen, samt unverschämter Antwort!

Hier seine veröffentliche Antwort:

Zitat:
"Sehr geehrte Frau Wlasak!

Lieber Gutmensch!

Sie tun mir echt Leid, da sie als Kind wahrscheinlich schwer krank waren und daher längere Zeit in der Schule gefehlt haben dürfen. Ein Neger (abgeleitet von der wissenschaftlichen Apostophierung 'negrid' oder 'negroid') ist nicht eine rassistisch minderwertige Bezeichnung eines Menschen schwarzer Hautfarbe. Sie dürften aus Unwissenheit Nigger mit Neger verwechseln. Aber machen sie sich nichts daraus, denn nobody is perfect. Ein Neger (dabei kann es sich um einen Afrikaner oder aber auch Amerikaner handeln, keinesfalls aber um einen Eskimo! Pardon, um nicht wieder unkorrekt u sein, natürlich Inuit), ca. 180 cm groß, schlank mit schmalen Lippen, so heißt es eben in der Fahndungsbeschreibung der Polizei. Und überhaupt zwängt sich in mir der fürchterliche Verdacht auf, dass sie als Gutmensch dem Täter, einem Neger eben (oder einigen wir uns auf Mohr), mehr Sympathie entgegenbringen, als jener querschnittgelähmten Frau, welche 'ihr smoothly' Afrikaner zu vergewaltigen versucht hat.

Liebe Frau Wlasak! Sollten sie weiter Löcher in ihrem offensichtlich zartem Allgemeinwissen zu stopfen haben, scheuen sie sich nicht und schreiben mir, einem schmallippigen und bleichgesichtigen Reporter!"


Das ist so unglaublich, dass mir schlicht die Worte fehlen und da kann mir einer sagen, was er will, in Deutschland wäre das nicht in dieser Form möglich (hoffe ich zumindest!).

Quelle: derstandard.at


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 12:46                                  +/-

Ich stimme dem Redakteur zu. Und das sage ich nicht (nur) um des Oxford-Provozierens Willen.

Wolter


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 12:47                                  +/-

Jo, passt schon Spitze


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 13:01                                  +/-

Tut mir leid, Wolter, dass du dir das unterirdische Niveau dieses billigen Provinzredakteurs (der von seiner Rhetorik her sicher ein Aktivist irgendeiner fremdenfeindlichen Partei ist) zu eigen machst und dich damit selbst erniedrigst. Ich denke, das hast du eigentlich nicht nötig.

Fakt ist meiner Meinung nach, dass der Begriff "Neger" auf schändliche Art und Weise historisch vorbelastet ist und ganz klar im Kontext des europäischen Kolonialismus und Sklavenhaltertums steht. Wer heute noch in nicht-ironischer Form von "Negern" spricht und dies nicht einsehen will, der ist bei mir persönlich ganz weit unten durch. Es ist eine Provokation und eine schwere Beleidigung gegenüber vielen Mitmenschen, sich eines solchen Herrenmenschenvokabulars zu befleißigen.

Das ist mein persönliches Sprachempfinden. Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen der Bezeichnung "Neger" und "Nigger", weil letzterer Begriff linguistisch gesehen nur eine Abwandlung / "Schleifung" des ersten Wortes darstellt.

Ich denke auch, dass ein solcher Artikel in Deutschland abseits von NPD-Schmierblättern undenkbar wäre.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 13:06                                  +/-

Hinzu kommt doch die Borniertheit, bei einem Verbrechen zuallerst auf die Hautfarbe zu verweisen (natürlich nur wenn sie schwarz ist). Man will damit doch wohl keine Ressentiments in der Bevölkerung schüren? Neeeeeiiiin.... rolling on the floor...

Es war ein Mann, der eine Frau vergwaltigen wollte. Derlei kommt sowohl leider bei Weißen, als auch bei Schwarzen vor. Es hätte völlig ausgereicht, bei der Personenbeschreibung zu erwähnen, dass er schwarzer Hautfarbe war. Das wäre seriöse Berichterstattung gewesen.

Dieser Fall war nichts als geifernder Boulevard-Populismus und ich fremdschäme mich für dich und deinen Beitrag hier, Wolter.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 13:13                                  +/-

Bezüglich des österreichischen Journalisten:

I want to kill him. I want his intestines on a stick. I want to kill his dog.



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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.08.2006, 13:23                                  +/-

Gerecht wäre es doch, wenn dieser Redakteur (oder meinetwegen Wolter in dessen Vertretung) ein Foto online stellt, damit wir ihn nach seinen äußerlichen Merkmalen bewerten können, was ja, wie jeder weiß, die zuverlässigste Methode ist, um festzustellen, ob jemand gut oder böse ist, ob er was taugt oder nicht usw. Yes


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