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Zelluloidfieber - Jetzt oder bald im Kino!
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 16:17                                  +/-

Neuer Fred. Der Alte hier.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 31.05.2006, 13:44                                  +/-

Ich hab inzwischen auch X-Men – Der letzte Widerstand gesehen.

Ich muss sagen weniger ist manchmal mehr, leider war das den Verantwortlichen wohl nicht ganz klar. Ich hätte mir mehr Handlung gewünscht, dafür aber gerne auf ein paar Actionszenen, Kämpfe und Special-Effects verzichtet. Manches war wirklich einfach übertrieben. Natürlich ist alles Fantasie, aber selbst in einer fantastischen Welt wirken manche Ideen absurd, übertrieben, überflüssig und fehl am Platz. Ich kenne die Comics nicht und vielleicht/wahrscheinlich gab es diese Ideen schon im Comic, aber d.h. ja nicht, dass sich Drehbuchautoren und Regisseur streng an die Vorgabe halten müssen.

Der Film wäre sicher interessanter geworden, wenn z.B. auf die Fragen, die die Erfindung des Heilmittels mit sich bringen mehr eingegangen worden wäre:
Akt
Wenn einem jemand ein Mittel anbietet, das einen komplett neu erschafft, alle Macken und Eigenheiten verschwinden lässt, nimmt man es? Verleugnet man damit sein selbst, oder "heilt" man sich?

Leider wurde diese Frage nur in zwei, drei Sätzen von Storm und Roque thematisiert. Sich in Special-Effect-Action-Scenen zu verewigen, fand der Regisseur wohl wichtiger. Besonders die (otisch wirklich sehr gute) Szene im Elternhaus von Jean, war mir mit gefühlten 30 Minuten Länge eindeutig zu lang.

Einige Figuren, die mir gefallen (z.B. Mystique oder Angel) hatten viel zu wenig Screentime. Bei den Kämpfen Mutant gegen Mutant hätten man gerne auch noch ein paar mehr neue Mutanten mit neuen Fähigkeiten einbauen können. Denn gerade die Darstellung der Vielfalt von Fähigkeiten fand ich spannend.

Achja: gut, dass ich wusste, dass man bis zum Schluss des Abspanns sitzen bleiben soll. Da gibt es dann noch mal eine Art Aha-Erlebnis.

Teil 3 war für mich (bisher) der schwächste Teil der X-Men-Reihe.


P.S. Ich will auch Flügel. *ningel*

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 04.06.2006, 09:50                                  +/-

Wenn ihr einen maximal abstoßenden, pubertär-unreifen, unfassbar schlechten und grotesk dämlichen Film sehen wollt, empfehle ich euch dringend Hostel anzuschauen. Zugeben: Die Grundidee ist nicht so unklug. Ruckspacktouristen aus Amerika erhoffen sich schnellen Sex mit bemerkenswert willigen (und wirklich recht attraktiven) osteuropäischen Prostituierten in Parallelwelt-Siebenbürgen. Und werden dabei selbst zu Prostituierten. Dann: *säg*, *schnippel*, *folter*, *bohr* ... in allen erdenklichen Variationen, immer schön explizit + ohne jeglichen Sinn und Verstand.

Die Handlung in Bildern:

*knicknack*

1 von 10 blutigen Kettensägen

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 04.06.2006, 09:57                                  +/-

Das klingt doch nach viel Spaß. Was ist denn das Schlechte an dem Film? Kannst Du "pubertär-unreifen, unfassbar schlechten und grotesk dämlichen" näher erläutern?


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 04.06.2006, 11:41                                  +/-

Ach, misslungen ist an dem Film ja vieles, eigentlich das meiste. Ich mag jetzt nicht jede einzelne Szene beschreiben. Wenn du einen unkonventionellen Horrorfilm oder einen spannenden Thriller erwartest, wirst du enttäuscht werden. Letztlich sagt der Film folgendes aus: Sex, vor allem käuflicher, ist böse, westlich und dekadent. Bei einem der Honks wird dezent Homosexualität angedeutet. Noch böser. Rate, wer vor allen anderen zerfoltert wird...
Die (erwachsenen) Protagonisten sind allesamt kleine Jungs in der beginnenden Geschlechtsreife. Sie verhalten sich so, sie reden so. Du kennst die Dialoge aus "American Pie"? Nach Hostel wirst du sie als rhetorisches Glanzstück preisen.
Oh, die Versatzstücke aus der Schauerliteratur könnten spaßig sein. Die zwei Sirenen/Vampire. *knicknack* Folterer, mit den hässlichsten Visagen ausgestattet, die im Hinterland von Molwanîen aufzutreiben waren. Es gibt sogar einen Igor, der die Zugbrück... äh Schranke aufmacht. Nur: Bei Hostel ist das alles kein ironischer Seitenhieb, der Film meint das völlig ernst! Und der Rest ist gleichermaßen spaß- und sinnfrei, weil die Handlung nach einer knappen halben Stunde ihren Hut nimmt. Außer Folterszenen passiert da nichts mehr. Folterszenen, das heißt: Abschneiden der Finger und Ohrläppchen. Durchtrennen der Achillessehne. Anbohren mit dem Akkuschrauber. Die gute, alte Kettensäge. Ab- bzw. Zerhacken der Gliedmaßen. Herausschneiden der Augen. Ja, boah, toll, Gewalt! Geschockt

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 04.06.2006, 17:59                                  +/-

Filme, die niemand braucht, Teil XXVI:



Zitat:
After Brooke (Aniston) calls it quits with her boyfriend Gary (Vaughn), neither person is willing to move out of the condo they share. Taking the advice of their repsective friends and confidants (and a few total strangers), they both engage in mental warfare designed to force the other person to flee the premises -- until they both realize they might be fighting to keep their relationship alive

Kann man jemand bitte Frau Aniston untersagen, Filme zu drehen?

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 11:25                                  +/-

Momentan reicht meine Zeit leider nur für:

*** Kurz-Reviews *** Kurz-Reviews *** Kurz-Reviews *** Kurz-Reviews ***


Scary Movie 4
Hat immer noch den Charme der Abrahams/Zucker-Filme, also mitunter zum Schreien komisch. Ein paar der Slapstick-Gags wirken aber noch abgelutschter als im Vorgängerfilm (Kind wird immer versehentlich mit Autotüren u.ä. geschlagen), daher nicht ganz so genial wie dieser.
7/10 aus dem Fenster fliegende Haustiere


Zum Ausziehen verführt
Durchschnittliche Liebeskomödie. Die berühmte Paintballszene ist trotz einiger fiktiver Elemente ziemlich fetzig!
5/10 Geldkoffer von Dye


Silent Hill
Zwischendrin wäre ich fast eingeschlafen, was sicher auch an der Uhrzeit lag. Der Videospiel-Style mit Levels, Ego-Shooter-Gegnern und Ego-Shooter-Perspektive nervt. Am Ende wirds dann aber doch noch erfrischend blutig und überhaupt nicht zum Einnicken! Die Story ist eigentlich nur standard, so dass der Film wohl vor allem visuell orientierten Kinogängern gefallen wird und solchen, die bei Ego-Shootern den Irrenhaus-Level mögen.
6/10 heiße Polizistinnen


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 18:01                                  +/-

Mensch, Psycho, du schaust dir auch immer Filme von submongoloider Qualität an, das ist echt unglaublich. Dein Filmgeschmack ist für den Cineasten das, was Morgis Essgewohnheiten für den Drei-Sterne-Koch sind. Du rennst ja sehenden Auges in dein Unglück! Echt schlimm

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rareb



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 19:16                                  +/-

Manchmal kommt ihr mir vor wie die drei Typen von Championship Vinyl in "High Fidelity". Mit den Augen rollen

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 20:50                                  +/-

Helcaraxe
Mensch, Psycho, du schaust dir auch immer Filme von submongoloider Qualität an, das ist echt unglaublich. Dein Filmgeschmack ist für den Cineasten das, was Morgis Essgewohnheiten für den Drei-Sterne-Koch sind. Du rennst ja sehenden Auges in dein Unglück! Echt schlimm


Man könnte glatt sagen, dass PsychoDad und Erinti/Aeryn das Trashkönigspaar unseres Forums sind. hähö


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:15                                  +/-

Thanil
Man könnte glatt sagen, dass PsychoDad und Erinti/Aeryn das Trashkönigspaar unseres Forums sind. hähö



Erinti hat einen völlig anderen Filmgeschmack als ich.


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Arbrandir



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:19                                  +/-

Geht hier jemand in das Remake vom Omen? Soweit ich das überblicke, wurde das storyboard annähernd eins zu eins vom Original übernommen, oder?


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Life is hard. After all, it kills you.
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Akt



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:20                                  +/-

Es ist ein komplettes Remake, keine Änderungen. Nur etwas aufgefrischt.


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And she will look upon him with forgiveness... and everybody will forgive and love. And he will be loved.
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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:24                                  +/-

Arbrandir
Geht hier jemand in das Remake vom Omen?


Nein, Remakes sind mir zu trashig. Ich will ja ein guter Cineast sein.


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Elessar



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BeitragVerfasst am: 06.06.2006, 21:58                                  +/-

Ich konnte gestern United 93 geniessen... Smilie

Vorsicht: Kritik kann nicht markierte Spoiler enthalten!!!



United 93

Meine Einstellung diesem Film gegenüber war, nach dem ich zum ersten Mal von ihm gehört hatte, eher kritisch. Ich fand es unnötig einen Film über 9/11 zu drehen, da ich dachte, dass die Geschichte leicht als Heldenepos, in eine Glorifizierung der Fluggäste, in einen pathetischen Strunz abdriften könnte. (*) Nach dem Trailer und den ersten positiven Kritiken beschloss ich dann doch, mir den Film anzusehen.

Der Film war dann jedoch anders als erst erwartet: Die Geschichte wird relativ nüchtern erzählt, Paul Greengrass verzichtet vollends auf reisserische, pathetische Elemente. Es gibt einen relativ langen, ruhigen Einstieg in den Film, in dem nicht viel passierte. Es wird das Einchecken der Passagiere, Piloten, die die Wetterkarte studierten, Anweisungen des Kontrollturmes, einfach die letzten Vorbereitungen auf den Flug gezeigt. Nachdem das Flugzeug schliesslich endlich gestartet war, springt die Handlung zwischen mehreren Handlungsorten hin und her: einem Control Tower des Flughafens, auf dem United 93 gestartet ist, einer Bodenstation bei New York und einer Militärbasis. Um das ganze authentischer zu machen, wurden – wie ich in einer anderen Kritik gelesen habe – die originalen Funksprüche zwischen den Crews der Maschinen und der Bodenstation verwendet; allerdings nur in der Originalversion und nicht in der Synchronisation.

Nach einiger Zeit wird den Bodenstationen schliesslich bewusst, dass sie es mit mehr zu tun haben, als mit „normalen“ Flugzeugentführungen. Jemand der Bodenstation sieht plötzlich, wie von einem der Türme des World Trade Centers Rauch aufsteigt, CNN meldet, es sei ein Sportflugzeug in einen der Türme geflogen; den Menschen in der Bodenstation ist jedoch schnell bewusst, dass dies eines der entführten Flugzeuge gewesen sein muss. In diesen Szenen am Boden wird besonders die Hilflosigkeit der zuständigen Behörden, des Militärs und der Flugsicherungsstationen gezeigt. Es gibt keinen, der die endgültigen Entscheidungen trifft und entschliesst, was man gegen die Entführungen unternehmen könnte. Das Militär versucht die Erlaubnis, die Flugzeuge abschiessen zu dürfen, zu erhalten, doch dieser Entscheid darf nur vom Präsidenten getroffen werden, welcher zu dieser Zeit jedoch weit weg in einem Kindergarten hockt.

Hier kommt nun eine ziemlich emotionale Szene, in der ein Fluglotse der Bodenstation bei New York bemerkt, wie plötzlich eine weitere entführte Maschine irgendwo über New York von seinem Radarschirm verschwindet. Die Mitarbeiter blicken fassungslos Richtung Manhattan, wo die eben verschwunden Maschine in raschem Sinkflug in den zweiten Twin Tower kracht.

Im Flug 93 spitzt sich die Lage nun auch zu, da die Terroristen das Flugzeug übernommen haben. Die Passagiere werden in den hinteren Teil des Flugzeuges zurückgedrängt und mit einer Bombenattrappe in Schach gehalten. Nach Telefongesprächen mit Angehörigen am Boden realisieren die Passagiere, dass ihr Flugzeug nicht aus „normalen“ Motiven wie einer Lösegelderpressung entführt worden ist, sondern dass sie Teil eines perfide ausgeführten Terroraktes sind und es für sie kein glückliches Davonkommen gibt. Aus einem Akt der Verzweiflung greifen die Passagiere die Terroristen an, wodurch es nach einem Kampf im Cockpit zum Absturz der Maschine kommt. Diese Szene ist sehr eindrücklich gefilmt: Man sieht weniger das Handgemenge zwischen den Passagieren und den Entführern, sondern viel mehr, wie im Hintergrund der Boden immer näher kommt. Hier endet der Film passend mit einem schwarzen Bildschirm, nüchtern wie der Rest des Filmes; es folgen keine patriotischen Ehrungen der Oper, untermalt mit schwülstiger Musik oder ähnliches. Der Film klingt passend mit kurzen Textblöcken aus.

Der ganze Film wurde – wie auch The Bourne Supremacy, der auch von Paul Greengrass ist – vor allem mit Handkameras gefilmt; auch in ruhigen Szene ist das Bild deshalb etwas verwackelt. Zudem ändert der Kameramann ziemlich oft die Schärfe des Bildes. Da glücklicherweise auf unnötig schnelle Schnittfolgen – wie es neuerdings Mode ist – verzichtet wurde, verliert man trotzdem nie den Überblick und die Geschichte wirkt authentischer, fast dokumentarisch, als ob die Geschichte live aufgenommen wurde. Diese Kameraführung mag einem missfallen, mir hat sie jedoch gefallen.
Trotz oder vielleicht gerade wegen dem trockenen, sachlichen Stil des Filmes, vermag er einen zu berühren. Man kann sich der Emotionalität und Wucht der Geschichte kaum entziehen. Ich habe mich allerdings zu wenig mit diesem Thema beschäftigt, um sagen zu können, was Fiktion und was Realität ist.

Es wurde bewusst auf grosse, bekannte Schauspieler verzichtet, was auch dazu beiträgt, dass der Film sehr dokumentarisch wirkt. Die Schauspieler meistern ihre Sache grossartig, ihr Spiel wirkt jederzeit glaubwürdig. Zudem spielen ziemlich viele reale Personen aus den Bodenstationen im Film sich selbst – und das sogar ziemlich überzeugend.

Fazit: Sehr sehenswertes, nüchternes Zeitdokument, das einen emotional sehr berührt.

9.5 von 10 Punkten

(*) Kritischer bin ich, nachdem ich den Trailer nun auch im Kino gesehen habe, gegen Oliver Stones World Trade Center eingestellt. Der Trailer drückt unglaublich auf die Tränendrüse, oder besser gesagt, er versucht es zumindest. Und zudem sieht Nicolas Cage mit Schnauzer noch blöder aus als sonst. hähö

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Elessar



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BeitragVerfasst am: 07.06.2006, 22:30                                  +/-

Tsotsi

Tsotsi ist City of God in Südafrika. Allerdings schneidet er im direkten Vergleich mit City of God eindeutig schlechter ab. City of God ist rasanter, spritziger, drastischer. Nichtsdestotrotz ist Tsotsi ein guter Film, der vor allem durch die Unberechenbarkeit der Geschichte, durch die sehr gute Bilder und den mitreissenden und passenden Soundtrack, Afrikanischen Hip Hop, überzeugt.

Die Hauptperson Tsotsi (was übersetzt Gangster bedeutet) ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger; er bringt einen Mann in der U-Bahn wegen seines Geldes um, verprügelt seinen Freund brutal, nachdem dieser ihn wegen seines Mordes beschimpft. Nach dieser Auseinandersetzung überfällt er in einem Bonzenquartier ein Auto, schiesst die Besitzerin vor ihrem eigenen Haus nieder und rast davon. Während der Fahrt bemerkt er plötzlich, dass auf dem Rücksitz ein Baby liegt. Dieses Baby löst eine Reaktion in Tsotsi aus, die ihn für immer verändert. Anstatt das Baby einfach im Niemandsland auszusetzen, kümmert er sich liebevoll um den Säugling, sucht im Getto nach Nahrung und zieht sogar einen Shclussstrich mit seinem Gangster-Leben. Die Szenen, in denen Tsotsi das Baby versorgt, sind manchmal etwas zu lang geraten. Der Film endet mit einem zu pathetischen Schluss,
Spoiler:
Tsotsi bringt das Kind seiner Mutter zurück und wird dabei verhaftet. Alles unterlegt mit dramatischer Musik. Mit den Augen rollen


Positiv waren, wie schon gesagt, die starken Bilder, die mich durch die gelb-braunen Farbtönen sehr stark an City of God erinnerten. Die Leistungen der Darsteller überzeugten mich grösstenteils, waren aber auch nicht herausragend. Witzig war besonders die Sprache, eine Mischung aus Afrikaans und Englisch, Holländisch und anderen sprachlichen Überbleibseln aus der Kolonialzeit. hähö

Fazit: Ein kraftvolles, wuchtiges Charakterdrama à la City of God aus Südafrika.
8 von 10 Säuglingen

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sphinx



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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 19:31                                  +/-

Elessar

Die Hauptperson Tsotsi (was übersetzt Gangster bedeutet) ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger; er bringt einen Mann in der U-Bahn wegen seines Geldes um


war das tsotsi?ich dachte es am anfang des films auch- er und der andere typ, der dann stirbt, sahen am anfang für mich sehr ähnlich aus- und die waffe war doch die des andern? ?????


_________________
worauf wartet ihr noch? stopft euch den schmuck
in die busen, den büchsenöffner, das cembalo,
bietet der nemesis eine pauschale an
und packt! die vergütungen ein,
die gasmaske und den unterleib!
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Elessar



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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 20:16                                  +/-

sphinx
war das tsotsi?ich dachte es am anfang des films auch- er und der andere typ, der dann stirbt, sahen am anfang für mich sehr ähnlich aus- und die waffe war doch die des andern? ?????


Ich war mir anfangs auch nicht sicher, ob es Tsotsi war, aber nachdem ihn Boston zur Rede stellte, nahm ich an, dass es Tsotsi war.

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parasite



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BeitragVerfasst am: 13.06.2006, 02:13                                  +/-

Elessar
Ich konnte gestern United 93 geniessen... Smilie

Vorsicht: Kritik kann nicht markierte Spoiler enthalten!!!




Komisch. In der Videothek habe ich mir letztens mit Verwunderung diesen Film ausgeliehen, der dieselbe Geschichte auf ähnliche Machart erzählt. Und ich dachte bis vorhin das es sich dabei um ein- und denselbe Film handelt, der gleichzeitig im Kino und auf DVD erschien. Aber scheinbar es ein Fernsehfilm, der in einem genialen Coup der Videothekenbetreiber gleichzeitig zum Kinostart von United 93 dem verwirrten Kunden zur Verfügung gestellt wurde. Verarscht fühle ich mich allerdings nicht, denn der Film war ziemlich gut - wenn auch sicher mit geringerem Budget produziert - und schneidet in Sachen Authentizität und Nähe sicher nicht viel schlechter ab als United 93.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 13.06.2006, 12:10                                  +/-

Clever. Im Kino läuft United 93 an und auf den DVD-Markt wird Flight 93 geschmissen. Bei imdb scheinen noch mehr die beiden Filme verwechselt zu haben.

In den USA lief letztes Wochenende Cars an mit einem relativ ordentlichen Einspielergebnis von 60 Millionen Dollar. Dieses Jahr habe ich noch keinen einzigen Trickfilm gesehen. Es gleicht sich irgendwie alles.

Große Tiere in Ice Age 2 (Warner):


Kleine Tiere in Over the Hedge (Dreamworks):


Tiere in der Großstadt The Wild (Disney):


Und comichafte Tiere in Chicken little (nochmal Disney):


Und alle sind so um die 80 Minuten kurz. Der neue Pixar Film geht dagegen zwei Stunden und es kommen keine Tiere vor. Das ist schon mal erfrischend. Wobei ich darauf warte, dass auch mal ein "ernster" Film für Erwachsene animiert wird.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 13.06.2006, 14:58                                  +/-

Tyler Durden
Clever. Im Kino läuft United 93 an und auf den DVD-Markt wird Flight 93 geschmissen. Bei imdb scheinen noch mehr die beiden Filme verwechselt zu haben.

Ähehehe…dann hab ich wohl das falsche Bild gebloggt. *hust*

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 13.06.2006, 15:50                                  +/-

uglylol

Mir ist das nicht mal aufgefallen, dass Titel und Bild sich unterscheiden.


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