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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 07:53                                  +/-

Der Punkt ist doch: Wir leben in einer Welt der Ungleichheit, wo einige sich alle (materiellen) Wünsche erfüllen können und viele andere nicht. Und der Hauptgrund, warum die weniger Privilegierten sich nicht mit Gewalt holen, was sie wollen, ist, daß sie viel zu verlieren haben: Ihre Freiheit, ihr Leben. Wenn der Tod aber ohnehin kurz bevorsteht, ist das alles egal. Dann fallen alle Hemmungen.

Und wenn der Tod für alle kurz bevorsteht, ist der Effekt viel größer, als wenn nur ein Einzelner seinen eigenen Tod vor Augen hat. Ein solcher Mensch wird in den meisten Fällen immer noch durch die ihn umgebende, intakte Gesellschaft gezähmt werden. Wenn alle sterben werden, entstehen gruppendynamische Effekte, die eben zu der totalen Anarchie führen würden.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 09:31                                  +/-

Ich könnte zumindest sagen, wie ich reagieren würde. Wie Tyler wäre ich natürlich sehr für den Ausbau von Stollen, Schächten und unterirdischen Bunkern, denn die Folgen eines Asteroideneinschlages dürften denen eins verheerenden Atomkrieges nicht unähnlich sein. In den Bunkern könnte ein gewisser Nukleus der Menschheit bequem überleben. Wenn ich also diesbezüglich etwas zu sagen hätte - und wir gehen besser mal davon aus -, dann würde ich ein leistungsfähiges Elektronengehirn basteln, das (mit den richtigen Parametern gefüttert) die Kandidaten für dieses Kollektiv der Überlebenden auswählen würde. Wichtige Einflussgrößen wären beispielsweise die in Hinsicht auf die männliche Libido wirksamen Stimuli bei jungen Frauen. Klar, nur so könnte das Überleben der Menschheit auch über die kommenden Jahrzehnte gesichert werden!

Gleichzeitig dürfte der ganze Vorgang des Auswählens nicht zu sehr publik gemacht werden. Unruhen, Panik, Neid und Missgunst wären nur einige der Folgen. Deshalb müssten gezielt Ablenkungsmanöver gestreut, Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt werden. Als Verantwortlicher täte ich behaupten, die US-Regierung plane die Verschiebung der Flugbahn des Asteroiden vermittels Raketen, um so den Absturz gezielt auf einem Dritte-Welt-Land (oder Australien) stattfinden zu lassen. Mit diesem infernalischen Plan wolle sie die gröbsten Schäden in der eigenen Hemisphäre verhindern. Darüber würden sich die Lackaffen bestimmt endlos aufregen! Ich aber hätte gute Presse und monatelang Zeit, das eigene Vorhaben in die Tat umzusetzen.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 10:06                                  +/-


HEIL... ich meine natürlich, das ist mein Plan, Mr. President...

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 15:11                                  +/-

Thanil
Man würde Pläne schmieden und alles mögliche in Gang setzen, um die Menschheit zu retten. Viele würden dann auch glauben, dass es was bringt, unter anderem ich grins

Und wieso? hähö

Tyler Durden
Wenn du jetzt sagst, nene, der fremde Komet ist doppelt so groß wie die Erde

Als ob ich jemals von einem Kometen sprechen würde, der doppelt so groß wie ein Planet ist... Zur Strafe liest Du jetzt sorgfältig den Sonnensystem-Thread!

Tyler Durden
Und das letzte zwölfte Jahr machen alle Ferien oder arbeiten höchstens ehrenamtlich. Den letzten Tag vorm Einschlag gibt es dann eine Mischung aus Abschiedsgottesdienst und Silvesterparty mit Runterzählen des Countdowns auf dem Times Square.

Ähhmmm... Ja.

Helcaraxe
wäre ich natürlich sehr für den Ausbau von Stollen, Schächten und unterirdischen Bunkern, denn die Folgen eines Asteroideneinschlages dürften denen eins verheerenden Atomkrieges nicht unähnlich sein.

Also mir schwebt eine Kollision vor, die so gewaltig ist, dass vielleicht sogar die Lithosphäre des Planeten Erde global aufgeschmolzen wird. Is nix mit Rettungsszenarien. Der Kernpunkt der Geschichte ist ja gerade, dass es tatsächlich die zwölf letzten Jahre der Menschheit sind. Der Einschlag selber käme erst auf den allerletzten Seiten. Und dann ein Epilog über die Zukunft des Planeten. Die eigentliche Geschichte selber würde davon handeln, was die Menschheit mit ihren letzten zwölf Jahren anfängt. Und wie gesagt, ich glaube, wenn der Einschlag dann unmittelbar bevorsteht, dann ist für die Menschheit der Großteil der Apokalypse bereits gelaufen, weil sie den dann nämlich bereits selber verursacht hat.

Ich frage mich auch, wie sich Kinder in den zwölf Jahren verhalten würden...

Bei Deep Impact waren es übrigens zwei Kometen. Ein größerer, der im letzten Moment heroisch zerstört wird. Mit den Augen rollen Und ein kleinerer, der vorher tatsächlich im Atlantik einschlägt und einen gigantischen Tsunami auslöst, der dann mit New York City aufräumt. Und ansehen kann man sich das hier:


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 16:06                                  +/-

Das Szenario klingt insgesamt doch arg konstruiert, finde ich. Wie groß müsste der Asteroid denn bitte sein, damit ALLES LEBEN ausgelöscht wird? Und wie sicher könnte man schon vorher sein, was genau passieren würde?

Außerdem wäre ich mir nicht sicher, ob die Menschheit nicht doch eine Lösung für das Problem finden würde. Immerhin würden dann mit einem mal SÄMTLICHE RESSOURCEN DER ERDE nur noch auf die Lösung dieses einen Problems ausgerichtet werden.

Und ich denke das wäre auch das Interessanteste an der Geschichte. Ich glaube wenn man den Menschen unmissverständlich klar machen würde, dass in zwölf Jahren ALLES vorbei ist, WENN NICHT alle sofort unter der Führung keine Ahnung, der UNO oder so, mit der Arbeit an einer Lösung beginnen würden, dann würden sofort alle Kriege enden, die Arbeitslosigkeit mit einem Schlag beendet sein, etc.pp.

Es würden alle Rüstungsausgaben auf ein Minimum reduziert werden, und stattdessen würden wie wild Raumschiffe und irgendwelche Abfang-Geräte gebaut werden. Ich denke mal, dass man zunächst eine Art Flüchtlingslager auf dem Mond anvisieren würde. Das ist ja nicht allzu weit entfernt und klingt noch halbwegs machbar.

Sicher, ein Teil der Menschheit würde apathisch werden, kann auch sein, dass es zu einer Art Asteroidenfaschismus käme, Polizeistaaten, die mit aller Gewalt Recht und Ordnung und die Beteiligung aller an dem Rettungsplan erzwingen würden. Aber keinesfalls würden die Regierungen und die Menschen rumsitzen, Däumchen drehen und sich gegenseitig ihre Schäufelchen wegnehmen.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 16:16                                  +/-

Und wo bleiben da die Plothäschen, hm? In meiner Geschichte sind welche drin, und in Deep Impact (Tief eingepackt, höhö) gab's auch eins.

Thanil
Das Szenario klingt insgesamt doch arg konstruiert, finde ich. Wie groß müsste der Asteroid denn bitte sein, damit ALLES LEBEN ausgelöscht wird?

Gar nicht sehr groß, das ist ja der Witz. Der Asteroid, der möglicherweise die Dinosaurier platt gemacht hat, war nur zehn Kilometer im Durchmesser. Nur noch ein wenig größer, und selbst Kleinsäuger hätten nicht überlebt.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 16:18                                  +/-

Ja, das mag ja sein. Aber die konnten sich ja auch nicht in Atombunkern in den Rocky Mountains verstecken.

Wie groß müsste denn der Asteroid sein, der die gesamte Erdkruste zum Schmelzen brächte?

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 16:24                                  +/-

Probier es aus hähö

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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 16:29                                  +/-

Die Idee von Arwen ist sicherlich nett, müsste aber - da gebe ich Thanil - Recht, anders aufgezogen werden:

1.) Es gibt meines Wissens keine zuverlässigen Modelle, die Meteoritenbahnen so genau berechnen können, dass sich mit hunderprozentiger Sicherheit sagen lässt, dass die Meteoriten in zwölf Jahren tatsächlich die Erde treffen (man kann nur sagen, dass sich ein Meteorit in zwölf Jahren in der Nähe der Erde vorbeibewegt und es eine gewissen Wahrscheinlichkeit für einen Einschlag gibt). Hier müsste der Autor sich ein neues plausibles Rechenmodell ausdenken (Recherche).
2.) Wenn man die Bahn doch bis zu einem sicheren Einschlag hin berechnen könnte, würde die Wissenschaft alles daran setzen, eine Technologie zu entwickeln, die man gegen den Meteoriten einsetzen könnte. Zwölf Jahre sind eine lange Zeit.

Hier funktioniert der Plot also nicht. Außerdem sind Endzeitszenarien in der Science-Fiction auch schon relativ ausgelutscht.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 19:03                                  +/-

Um die Einzelheiten gehts doch gar nicht, es geht nur darum, daß in 12 Jahren alles vorbei wäre. Todsicher. Man kann auch den Asteroiden weglassen. Nehmen wir an, wir entdecken morgen, daß durch ein bisher unentdecktes physikalisches Phänomen, das sich nicht aufhalten läßt, in 12 Jahren die Erde explodieren wird, einfach so. Um mal ein weniger konstruiertes Beispiel zu nennen grins

Thanil
Und ich denke das wäre auch das Interessanteste an der Geschichte. Ich glaube wenn man den Menschen unmissverständlich klar machen würde, dass in zwölf Jahren ALLES vorbei ist, WENN NICHT alle sofort unter der Führung keine Ahnung, der UNO oder so, mit der Arbeit an einer Lösung beginnen würden, dann würden sofort alle Kriege enden, die Arbeitslosigkeit mit einem Schlag beendet sein, etc.pp.

Wenn es noch Hoffnung gäbe, könnte das tatsächlich passieren. Das wäre ja so wie das Dritte Reich in Potenz: Alle Anstrengungen werden auf ein Ziel ausgerichtet, alles andere ist egal. Nur, daß das Ziel diesmal ein gutes wäre zwinkern

Aber spätestens, wenn ein es nur noch vier, drei oder ein Jahr bis zur Katastrophe wären und klar würde, daß es nichts mehr wird mit der Rettung, würde das von mir beschriebene Szenario eintreten.


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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 19:22                                  +/-

Zitat:
Um die Einzelheiten gehts doch gar nicht, es geht nur darum, daß in 12 Jahren alles vorbei wäre.

Spätestens wenn man aus der Idee eine längere Geschichte machen will, geht es auch um Einzelheiten. Smilie

Was das Endzeitszenario angeht:

Zitat:

Die Tünche der Zivilisation ist dünn.


Ich glaube, das Nichtraucher-Zitat bringt's gut auf den Punkt.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 19:43                                  +/-

Ihr seid alle zu negativ... Warum sollte es denn zu Plünderungen kommen? Teure Kleidung, Luxusautos, Plasma-TV, Landbesitz, das alles sind doch nur Statussymbole die bei der Apokalypse völlig an Relevanz verlieren. Die ersten Jahre, wenn das Ende noch ausreichend weit in der Ferne liegt, dass man nicht ständig daran denkt, müssten einfach nur genug Resourcen für jeden geschaffen werden. Vor allem an Nahrung (Konserven). Es wird auch noch genug Leute geben die aus Pflichtgefühl die Annehmlichkeiten der Zivilisation (Wasser, Gas, Strom, Alkohol) am Laufen halten.

Vielleicht habt ihr aber auch Recht und es läuft so ab wie in der Prophezeiung. Ihr wisst schon, die mit den vier Pferden und den unangenehmen Reitern darauf:

Johannes
und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 21:11                                  +/-

Ramujan
dass sich ein Meteorit in zwölf Jahren in der Nähe der Erde vorbeibewegt

*Haare rauf*

Thanil
Ich denke mal, dass man zunächst eine Art Flüchtlingslager auf dem Mond anvisieren würde. Das ist ja nicht allzu weit entfernt und klingt noch halbwegs machbar.

*Haare rauf*

Ramujan
Wenn man die Bahn doch bis zu einem sicheren Einschlag hin berechnen könnte, würde die Wissenschaft alles daran setzen, eine Technologie zu entwickeln, die man gegen den Meteoriten einsetzen könnte. Zwölf Jahre sind eine lange Zeit.

Der Asteroid ist aber zu groß, zu massereich. Zwölf Jahre an Fortschritt nützen da gar nichts. Was die Kursberechnungen angeht: Das Objekt in der Geschichte darf ruhig schon eine Weile bekannt sein und sich schon hübsch auf dem Weg ins innere Sonnensystem befinden.

Ramujan
Hier funktioniert der Plot also nicht.

Doch. Yes

Ramujan
Außerdem sind Endzeitszenarien in der Science-Fiction auch schon relativ ausgelutscht.

Keine Ahnung, ich habe nie SF gelesen, außer Die Zeitmaschine und ein paar Kurzgeschichten und etwas Bullshit. Aus Filmen kenne ich jedenfalls kein Szenarium, in dem die Gesellschaft noch völlig intakt ist, aber die Erkenntnis auftaucht, dass in zwölf Jahren jeder sterben wird, vom zehnjährigen Jungen, der dann 22 sein wird und vom zweijährigen Mädchen, das dann 14 sein wird bis zu den jüngeren und älteren Erwachsenen.

Ramujan
Zitat:
Die Tünche der Zivilisation ist dünn.


Ich glaube, das Nichtraucher-Zitat bringt's gut auf den Punkt.

Genau.

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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 22:27                                  +/-

Meteorite, Asteroide, mein Gott, es ist deine Gerschichte, dann schreib sie doch einfach so auf, wie du sie haben möchtest und stell sie hier als Fortsetzung rein. Die Dinosaurier sind übrigens wahrscheinlich durch einen Meteoriteneinschlag umgekommen, sagt Wikipedia.

Zitat:
Hier funktioniert der Plot also nicht.

Doch.


Wenn sich ein Wissenschaftlerteam hinsetzt und ausrechnet, in zwölf Jahren werde unser Planet mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% von einem Asteroiden getroffen, dann wird man unser gesamtes Uran- und Plutoniumvorkommen und alles, was da sonst noch kernexplodiert, in Atomrakten verpacken und zum extraterrestrischen Stein ballern, damit das Ding irgendwie aus seiner Bahn gelenkt wird, da stimme ich Thanil zu. Wenn du die Geschichte schreiben willst, ist es dein Job zu erklären, warum das nicht funktioniert und die Menschheit trotzdem draufgeht.

Zitat:
Aus Filmen kenne ich jedenfalls kein Szenarium, in dem die Gesellschaft noch völlig intakt ist, aber die Erkenntnis auftaucht, dass in zwölf Jahren jeder sterben wird, vom zehnjährigen Jungen, der dann 22 sein wird und vom zweijährigen Mädchen, das dann 14 sein wird bis zu den jüngeren und älteren Erwachsenen.

Independence Day, Krieg der Welten, usw. - alles Filme, in denen die Menschheit in eine ähnlich aussichtslose Situation gerät. Hier sind die dramaturgischen Parameter aber soweit verschoben, dass man trotz scheinbarer Aussichtslosigkeit eben doch versucht, die Menschheit zu retten. Ganz außer acht lassen könntest du diesen Aspekt des menschlichen Überlebenswillens in deiner Geschichte allerdings auch nicht. Du könntest aber beschreiben, wie die Situation in den zwölf Jahren zunehmend aussichtsloser und dramatischer wird - hier steckt sicherlich viel Konfliktpotential und damit Spannung.


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 23:09                                  +/-

Ramujan
Meteorite, Asteroide, mein Gott, es ist deine Gerschichte, dann schreib sie doch einfach so auf, wie du sie haben möchtest und stell sie hier als Fortsetzung rein.

Ich will die Geschichte ja gar nicht schreiben. Und ein Meteorit ist ein Stück Schrott, das hier rumliegt, weil es irgendwann mal runtergefallen ist. Yes Was da draußen in den Tiefen des Raumes rumlungert, sind Asteroiden, keine Meteoriten.

Ramujan
dann wird man unser gesamtes Uran- und Plutoniumvorkommen und alles, was da sonst noch kernexplodiert, in Atomrakten verpacken und zum extraterrestrischen Stein ballern, damit das Ding irgendwie aus seiner Bahn gelenkt wird, da stimme ich Thanil zu. Wenn du die Geschichte schreiben willst, ist es dein Job zu erklären, warum das nicht funktioniert und die Menschheit trotzdem draufgeht.

Na weil das Ding viel zu groß und massereich ist und weil Nuklearwaffen des 21. Jahrhunderts eben einfach nicht effizient genug sind, so etwas aus dem Weg zu räumen.

Ramujan
Independence Day

Ich glaube, das ist der schlechteste Film, den ich jemals gesehen habe. Da wurden New York, Los Angeles und Washington völlig mühelos eingeäschert von schwebenden Festungen, die die Größe des Mount Everest haben, und dann sitzen da die Jungs der Air Force: "Hähä, jetzt steigen wir in unsere Jets und machen die fertig! Ich kann es kaum erwarten, E.T. in den Arsch zu treten! Hähä!" Man sollte mal ein Video zusammenstellen: Zuerst der reale Kollaps des World Trade Center und die echten Reaktionen echter Menschen und dann die Zerstörung dreier kompletter Millionenstädte mitsamt der gesamten Bevölkerung und die Reaktion dieser fiktiven Clowns.

Ramujan
Du könntest aber beschreiben, wie die Situation in den zwölf Jahren zunehmend aussichtsloser und dramatischer wird - hier steckt sicherlich viel Konfliktpotential und damit Spannung.

Das ist ja der Sinn der Sache.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 23:47                                  +/-

Agedevaus Geschichte ist zumindest zum Teil schon geschrieben worden:



Ziemlich gute Bewertungen, scheint ein Klassiker der Sci-Fi zu sein. Die Geschichte geht so:
Zitat:
Als die Amateurastronomen Hamner und Brown einen neuen Kometen entdeckt hatten, sagten die Fachleute, die Chancen stünden eins zu hunderttausend, daß er die Erde träfe.

Als man ihn mit bloßem Auge sehen konnte, meinten die Wissenschaftler, die Chancen stünden eins zu tausend. Als der Hamner-Brown die Sonne umrundet hatte und auf den Erdball zuraste, räumten Fachleute ein, daß der Komet unseren Planeten möglicherweise streifen könnte, doch da er hauptsächlich aus dünneren Gas und Staub und ein paar Felsbrocken bestünde, sei die Gefahr minimal.

Und plötzlich ist der Kopf des Kometen heran. Ein paar Millionen Tonnen Staub und Wasser dringen in die Erdatmosphäre ein, riesige Gesteinsbrocken treffen die Oberfläche.

Luzifers Hammer fällt, löscht die Zivilisation aus und schleudert die Davongekommenen in ein dunkles Zeitalter der Barbarei und des nackten Überlebens.


Also, ein paar Menschen kommen davon. Nicht ganz das diskutierte Szenario aber dafür glaubhafter: Und zwar stufen die Wissenschaftler und Astronomen immer nur graduell die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags hoch. Es gibt zuviele Unbekannte die die Bahn eines Kometen beeinflussen und sicher vorhersagen lässt sich die Bahn sich bei relativer Erdnähe. Von der Entdeckung ganz zu schweigen, die Vorlaufzeit wird also nur ein paar Monate sein, aber keinesfalls Jahre. Und selbst dann werden viele Menschen (selbst wider besseren Wissens) hoffen, dass es relativ glimpflich ausgeht. Da muss sich Agedevau was anderes einfallen lassen, z.B. eine Supernova unserer Sonne (kam letztens ein ziemlich schlechter Katastrophenfilm auf Pro Sieben mit dem Szenario). Oder eine radioaktiv verseuchte Wolke die nach Australien zieht.

P.S.
Wer auf das Bild klickt und das Buch kauft unterstützt die Kneipe mit phänomenalen 35 Cent.

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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 15.08.2006, 00:24                                  +/-

Zitat:
Das ist ja der Sinn der Sache.

Du kannst nicht einfach ein Weltuntergangsszenario kreieren, das zwölf Jahre in der Zukunft liegt und davon ausgehen, die Menschheit würde das einfach so hinnehmen. Das ist unrealistisch. Zumal mir eine Google-Recherche zeigt, dass man ja jetzt schon versucht, Abwehrmechanismen zu entwickeln. Wie sähen diese Bemühungen erst aus, wenn die Gefahr konkret wird?


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 15.08.2006, 08:50                                  +/-

Hinzu kommt noch, dass bei zwölf Jahren Vorwarnzeit die Chancen tatsächlich nicht so schlecht stehen, dass man noch was machen könnte. Je weiter der Asteroid entfernt ist, desto geringer ist beispielsweise die Bahnveränderung, die man erreichen müsste, um das Ding an der Erde vorbei zu lenken. Angenommen das Dings ist 12 Jahre entfernt. Man könnte zwei Jahre lang ein Abwehrdings bauen und es dann in Richtung Asteroid starten. Nach ein paar Jahren wäre es dort und hätte - was immer es ist - noch Jahrelang Zeit, die Flugbahn des Asteroiden um wenige Zehntel Grad zu verändern, und schon würde der Asteroid komfortable 100.000 oder 400.000 km an uns vorbei fliegen. Wenn es um das Überleben der Menschheit geht, dann würden alle Ressourcen der Erde darauf gerichtet werden. Und die Psyche der Menschen ist nun einmal so, dass wir über Hoffnung verfügen. Das ist vielleicht die größte Kraft überhaupt. Selbst, wenn die Situation völlig aussichtslos erscheint, würde der Großteil der Menschheit immer noch hoffen, dass irgendwas passiert, und sich nicht einfach damit abfinden, dass es vorbei ist.

Und was hast du eigentlich gegen meine Mondbesiedelungspläne? Na warte...

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 22:32                                  +/-

Tyler Durden
Nicht ganz das diskutierte Szenario aber dafür glaubhafter: Und zwar stufen die Wissenschaftler und Astronomen immer nur graduell die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags hoch. Es gibt zuviele Unbekannte die die Bahn eines Kometen beeinflussen und sicher vorhersagen lässt sich die Bahn sich bei relativer Erdnähe. Von der Entdeckung ganz zu schweigen, die Vorlaufzeit wird also nur ein paar Monate sein, aber keinesfalls Jahre.

Das Szenarium ist eindeutig ein anderes. Bei mir geht es um einen mörderischen Asteroiden, nicht um einen der üblichen Kometen. Das Ding kann so groß und massereich und dicht und eisenhaltig sein, wie es für die Geschichte notwendig wäre. Auf statistische Wahrscheinlichkeiten kommt es dabei nicht an, nur, dass die Sache prinzipiell stattfinden könnte. Es gibt keine Obergrenze für katastrophale Kollisionen. Und je massereicher ein Körper ist, desto einfacher ist es auch, seine Bahn langfristig zu berechnen.

Tyler Durden
Da muss sich Agedevau was anderes einfallen lassen, z.B. eine Supernova unserer Sonne (kam letztens ein ziemlich schlechter Katastrophenfilm auf Pro Sieben mit dem Szenario).

Ja, genau. Unsere Sonne. Supernova. In zwölf Jahren. Supernova. Unsere Sonne. Spitze

Tyler Durden
Wer auf das Bild klickt und das Buch kauft unterstützt die Kneipe mit phänomenalen 35 Cent.

Wenn ich die Absicht hätte, das zu kaufen, würde ich es ebenso absichtlich vermeiden, es auf diese Weise zu tun. Yes

Ramujan
Du kannst nicht einfach ein Weltuntergangsszenario kreieren, das zwölf Jahre in der Zukunft liegt und davon ausgehen, die Menschheit würde das einfach so hinnehmen. Das ist unrealistisch.

Ich will ja gar nicht, dass die das einfach so hinnehmen. Im Gegenteil. Ich bin ja der Ansicht, dass sich die Spezies Homo sapiens in absolut jeder nur erdenklichen Weise hochgradig unvernünftig verhalten wird. Genau das ist das Thema der Geschichte. Da passen Leute, die genau wissen, dass es nichts bringt, aber gleichzeitig genau "wissen", dass sie kämpfen und siegen können, hervorragend ins Bild.

Thanil
Und was hast du eigentlich gegen meine Mondbesiedelungspläne? Na warte...

Sauerstoff, Trinkwasser, Grundnahrungsmittel... hähö

Helcaraxe
Und wo bleiben da die Plothäschen, hm? In meiner Geschichte sind welche drin, und in Deep Impact (Tief eingepackt, höhö) gab's auch eins.

Tief eingepackt? Höhö? Was? ?????

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Thanil
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BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 23:00                                  +/-

O² => CO² => O²

Mit ein bisschen Glück gibt's auf dem Mond Wasser.

Nahrung => Biosphäre

Es wäre ja auch nur eine temporäre Lösung, und immer noch genauso wahrscheinlich, wie dein Mordsoschi von Superasteroid ( hmmmm ).

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 23:22                                  +/-

Bei Helcaraxes Link hatte ich irgendwas von einer Eisenkugel von 4000 Km Durchmesser raus. Das dürfte nicht nur verdammt unwahrscheinlich sein, sogar unmöglich, da alle so großen Himmelskörper schon seit Milliarden Jahren vom Gravitationsfeld der Sterne eingefangen wurden.

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kpm



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BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 23:38                                  +/-

Es wird angenommen, dass der Mond bei einer Kollision der Erde mit einem Körper in Marsgröße entstanden ist. Dabei ist die Erde komplett aufgeschmolzen und der Schalenbau zerstört worden. Der Mars hat laut Wikipedia einen Durchmesser von 6794 km. Aber so großes Zeug wird es heutzutage wohl nicht mehr bis zu uns schaffen, wie Tyler ja auch schon anmerkte.


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