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Der Werdegang der Menschheit
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 18:23                                  

Ich habe mal interessante Passagen aus mehreren Wikipedia-Artikeln ausgesucht und kombiniert:

Vulkanischer Winter - Genetischer Flaschenhals beim Menschen
Nach einer Hypothese des Anthropologen Stanley Ambrose ist auch die menschliche Spezies durch einen solchen Flaschenhals gegangen: Die Super-Eruption des Vulkans Toba (Sumatra) vor ca. 74.000 Jahren mit der nachfolgenden extremen Kälteperiode (vulkanischer Winter) liegt recht genau in dem Zeitraum, in dem ein Flaschenhals von maximal etwa 15.000 Menschen aufgetreten sein müsste, um die heute beobachtete (angesichts der Gesamtentwicklungsdauer überraschend geringe) genetische Vielfalt des Menschen zu erklären.
Nunmehr kann die These aufgestellt werden, dass eine erste große Ausbreitungswelle vor 130.000 bis 100.000 Jahren auftrat. Die entstandenen Populationen wurden jedoch durch den vulkanischen Winter vor 74.000 Jahren isoliert und weitgehend ausgerottet, wobei nur in Afrika eine größere Population überlebte.

So. Hier kommt die zweite große Ausbreitungswelle nach aktuellem Kenntnisstand. Ich finde es sehr interessant, dass die Verwandschaftsverhältnisse zwischen den Populationen nahezu gar nichts mehr mit den ganzen alten "Rasse"-Theorien gemeinsam haben:

Vor 65.000 Jahren
Zuerst teilten sich die Menschen vor etwa 65.000 Jahren in die folgenden drei heute noch lebenden Gruppen auf:

Afrikaner außer Khoi San
San und Khoi Khoi
Nicht-Afrikaner

Die beiden Gruppen der Afrikaner blieben auf ihrem Heimatkontinent, während die Nichtafrikaner nach Asien auswanderten. Die San und Khoi Khoi leben heute im südlichen Afrika, sie unterscheiden sich von allen anderen Afrikanern genetisch und durch ihre Sprache (Klicklaute).

Vor 55.000 Jahren
Auch die Nichtafrikaner teilten sich nicht lange nach ihrer Auswanderung vor etwa 55.000 Jahren wieder in eine nördliche und eine südliche Gruppe auf.

Die südliche Gruppe spaltete sich wenige Jahrtausende später weiter in

Australier (heutige Aborigines, Tasmanier und Papuas),
Veddas (die letzten Veddas leben heute im südlichen Asien, insbesondere Sri Lanka)
Negritos (heute Andamaner, Aeta, Semang, Senoi) und
Südasiaten (heute Südchinesen, Thai, Khmer, Indonesier, Philipinos, Polynesier und andere Bewohner Ozeaniens) auf.

Vor 45.000 Jahren
Die nördliche Gruppe teilte sich vor etwa 45.000 Jahren in

„Weiße“ (Inder, südwestasiatische Völker, Araber, Nordafrikaner, hellhäutige Menschen europäischer Abstammung) und
Nordasiaten (heute Mongolen, Tibeter, Sibirische Bevölkerung, Nordchinesen, Japaner, Ainu, Koreaner, Inuit) auf.

Vor 30.000 Jahren
Von den Nordasiaten trennten sich zwischen 30.000 und 14.000 Jahren dann die Indianer (Nord- und Südamerika) ab.




Paläolithische Statuetten

Der Löwenmensch ist eine 28 Zentimeter große Elfenbein-Figur aus der Altsteinzeit, die einen menschlichen Körper mit einem Löwenkopf darstellt.

Die Figur gehört zu den ältesten bekannten menschlichen Skulpturen.

Die Bruchstücke des Löwenmenschen wurden bereits 1939 in der Höhle Hohlenstein-Stadel im Lonetal bei Asselfingen (Schwäbische Alb) entdeckt, aber erst Jahrzehnte später, nach dem Zusammensetzen der Bruchstücke, wurde die Bedeutung des Fundes klar. Der Löwenmensch ist die älteste bekannte Abbildung/Figur die eine Art Fabelwesen zeigt. Alle weiteren Funde aus dieser Zeit zeigen Tier oder Menschenfiguren. Neben dem 32.000 Jahre alten Löwenmenschen wurden in Höhlen der Schwäbischen Alb (z. B. Geißenklösterle, Vogelherdhöhle) auch weitere Statuen und Objekte aus der Altsteinzeit gefunden, die mit einem Alter von bis zu 35.000 Jahren die bisher ältesten bekannten Kunstwerke des Menschen darstellen.

Im Jahr 2004 wurde ein "kleiner Bruder" (ca. 2,5 cm hoch) des Löwenmenschen in der Höhle Hohler Fels gefunden. Ein einzelner Löwenkopf wurde ebenfalls in der Vogelherdhöhle gefunden. Bei dem Kopf könnte es sich um ein Bruchstück einer ähnlichen Figur handeln.

Hier kann man sich Bilder weiterer paläolithischer Statuetten ansehen:

http://swiki.hfbk-hamburg.de:8888/seminare/214

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Thanil
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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 19:57                                  +/-

Ich interessiere mich auf jeden Fall dafür! Yes


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 20:04                                  +/-

Ja, ganz interessant, allerdings wüßte ich nicht, was ich dazu noch sagen soll zwinkern


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 20:45                                  +/-

Ich kann mir grad nicht vorstellen, dass Nordchinesen und Südchinesen weniger verwandt miteinander sein sollen als Nordchinesen und wir. Die sehen doch alle gleich aus.


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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 21:31                                  +/-

Nichtraucher
Ich kann mir grad nicht vorstellen, dass Nordchinesen und Südchinesen weniger verwandt miteinander sein sollen als Nordchinesen und wir. Die sehen doch alle gleich aus.

Der Körperbau unterscheidet sich.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 21:38                                  +/-

Dein und mein Körperbau unterscheiden sich auch.

Dem Artikel nach müssten Nordchinesen enger mit Schweden und Spaniern verwandt sein als mit Südchinesen, das kann ich mir schwer vorstellen. Die Mongolenfalte und die übrigen Merkmale der Asiaten müssten sich zweimal parallel und unabhängig voneinander entwickelt haben, einmal bei angehörigen des "südlichen Zeigs" und einmal bei Angehörigen des nördlichen Zweigs. Klingt eher unrealistisch.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 22:05                                  +/-

Lustig, vor ein paar Wochen habe ich mich auch einmal durch alle Wikipedia Artikel zur Hominisation (und Dutzenden Quellen im Netz) gelesen.

Mein Fokus lag aber nicht auf dem modernen Menschen, sondern die Menschwerdung an sich. Raus aus Africa oder eine multi-regionale Entwicklung? Ersteres klingt logisch, aber der Homo Erectus zum Beispiel hatte ein Verbreitungsgebiet bis nach China. Der Schädel des Peking Menschen wurde vor seinem bedauerlichen Verschwinden im 2.Weltkrieg mit einem Alter von 200.000 Jahren datiert. Was geschah als dann der moderne Mensch dort einwanderte?


Gleichzeitige Entwicklung des Menschen an verschiedenen Orten durch unterschiedliche Vorfahren mit gegenseitiger Vermischung

Die Wege unserer Hauspferde und der einzigen bis jetzt überlebendem Wildpferde-Art, das Przewalski Pferd aus der Mongolei, haben sich vor 120000 -240000 Jahren getrennt. Die Przewalski's haben auch ein Chromosomen-Paar mehr, trotzdem können sie mit Pferden fertile Nachkommen zeugen. Der Neanderthaler/Pekinensis vielleicht auch?

Die Sensation in der jüngsten Paläontologie war ja die Entdeckung der "Hobbits" auf einer Insel in Indonesien deren Überreste gerade mal 13000 Jahren alt waren. Leider lagerten die Knochen feucht und es hat sich keine DNA erhalten.

Beim Mungo Mann, einem mindestens 40000 Jahre alten Skelett aus Australien, konnte die mitochondriale DNA untersucht werden und sie war weder einer heutigen Linie noch 15000 Jahre alten Proben aus Afrika ähnlich. Hat auch den Multi-Regionalisten Auftrieg gegeben, die Afrika-Hypothese ist mir aber lieber, weil sie bedeutet, dass die Menschheit enger miteinander verwandt ist und Rassismus vorbeugt. Schon jetzt sind einige Linien wie die Aborigines 40000 oder gar 50000 Jahre vom Rest der Menschheit getrennt, was auf 2000 - 3000 Generationen getrennter Evolution hinausläuft.



Für alle Kartenliebhaber: Die menschliche Besiedelung aufgeschlüsselt nach häufigen Haplogruppen der mitochondrialen DNA und Afrika als Ursprung:

General European: H, V
Southern European: J, K
Northern European: T, U, X
Near Eastern: J, N
African: L, L1, L2, L3, L3*
Asian: A, B, C, D, E, F, G (note: M is composed of C, D, E, and G)
Native American: A, B, C, D, and sometimes X



Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 09.08.2006, 16:46, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 22:10                                  +/-

@pfeifenkrautler:

Also, die sogenannte "Mongolenfalte" (ich hasse dieses Wort) ist der Epikanthus medialis. Hier mal was dazu:

All humans initially develop epicanthal folds in the womb. Some children have lost them at birth, but epicanthal folds may also be seen in young children of any ethnicity before the bridge of the nose begins to elevate.

The maintenance of the epicanthic fold into adulthood in many populations is believed to be an evolutionary defense against both the extreme cold as well as the extreme light that occurs in the Eurasian arctic and north. It has also been suggested that the fold provides some protection against dust in areas of desert such as that found in the deserts of northern China and Mongolia as well as parts of Africa.

There is a wide distribution of the epicanthic fold across the world. It is found in significant numbers amongst Native Americans, the Khoisan of Southern Africa, many Central Asians and some people of Sami origin. The presence of epicanthal folds is common in people of many, though not all, groups of East Asian and Southeast Asian descent. It also occurs sometimes on people of South Asian descent. Due to classic genetics children of a parent with a pronounced epicanthal fold and one without an epicanthal fold will have varying degrees of epicanthal folds as a result.

In Asian cultures, the presence of an epicanthal fold is associated with the lack of an upper eyelid crease, commonly termed "single eyelids" as opposed to "double eyelids". The two features are distinct; a person may have both epicanthal fold and upper eyelid crease, one and not the other, or neither.

Wir alle hatten einen Epikanthus medialis - im Embryonalstadium. Es gibt nur unterschiedliche Gründe dafür, warum dieser zu unterschiedlichen späteren Zeiten zurückgebildet wird. Und es sind eben auch nicht nur Ostasiaten, bei denen eine Rückbildung nicht stattfindet. Es gibt auch die Khoisan im südlichen Afrika und "sogar" Europäer, bei denen man dies beobachten kann. Was Nordchinesen und Südchinesen angeht, so dürften die sich in den letzten Jahrtausenden sehr intensiv miteinander vermischt haben. Die Zeittafel endet ja früher, in der Prähistorie. Die Tendenz zum Epikanthus medialis bei Erwachsenen dürfte sich dabei wohl südwärts ausgebreitet haben. Manche Ostasiaten haben den als Erwachsene auch gar nicht. Sieht man in chinesischen und japanischen Filmen immer wieder mal, dazu muss man nicht mal selber nach Ostasien reisen. Und in Malaysia und Indonesien wird die Tendenz immer seltener. So geht das dann weiter über Melanesien nach Polynesien.

Oxford
Studierst du den Käse?

Nö.

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 22:45                                  +/-

Mir war gar nicht aufgefallen, daß die Schlitzaugen irgendwelche auffälligen Falten haben.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 08.08.2006, 23:37                                  +/-



Bitte sehr.

Wusstet ihr übrigens, dass der Mensch das einzige Landsäugetier ist, bei dem das Unterhautfettgewebe mit der Haut verwachsen ist und dem der panniculus carnosus fehlt, wie bei Meeressäugern? Die Wasser-Affentheorie besagt, dass der Mensch während einer kritischen Zeit seiner Entwicklung am oder im Meer lebte, weshalb wir auch so toll schwimmen können und Babys einen Tauchreflex haben. Schimpansen und alle anderen Menschenaffen können dagegen nicht schwimmen, schon bei den schmalen Gräben in Zoos ertrinken sie. Vielleicht ist deshalb Strandurlaub so beliebt.

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Arbrandir



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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 00:35                                  +/-

Tyler Durden
Vielleicht ist deshalb Strandurlaub so beliebt.

Mitunter versiegt allerdings die Hoffnung nicht, gewisse Strandaffen mögen einfach ertrinken. So oder so.






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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 01:24                                  +/-

Nichtraucher
Dein und mein Körperbau unterscheiden sich auch.

Dass 'die' alle gleich aussehen ist natürlich trotzdem Schwachsinn. Sind ja unterschiedliche Volksgruppen. Der Großteil sind meines Wissens Han-Chinesen und die sind etwas größer gebaut als, keine Ahnung, z.B. Bouyei. Liegt natürlich auch an der Ernährung und eben an den geographischen Gegebenheiten. Han Chinesen im Norden sind demnach auch größer als die im Süden und die in der Stadt größer als die in ländlichen Gebieten. Blablubb.
Ich würde ja meinen Vater fragen, der ist nur leider momentan nicht hier.

Mich würde ja gerade mal (nach einem Blick in den Spiegel) interessieren, wieso Weiße große Nasen haben.


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Zuletzt bearbeitet von Thuringwethil am 09.08.2006, 01:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 01:34                                  +/-

Ich finde, die sehen alle gleich aus.


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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 01:39                                  +/-

Ich nehme das hin.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 02:31                                  +/-

Warum unterscheiden sich Aborigines, Papua usw. eigentlich optisch so stark von der Bevölkerung in Südostasien?


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 07:18                                  +/-

Tyler Durden
Przewalski

Jedes Mal, wenn ich das irgendwo lesen, frage ich mich wie man es wohl ausspricht. Vorschläge?

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 08:15                                  +/-

Pschewalski.

Das sch ist hier ein stimmhaftes (im Deutschen eher unüblich), wie beim Marschal Schukow, dem Eroberer Berlins 1945. Als Beispiel vielleicht noch tauglich: Jazz, ohne das "D" von "Dschässs"... Verständlich?

Wolter


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 09:45                                  +/-

Wolter
Pschewalski.

Das sch ist hier ein stimmhaftes (im Deutschen eher unüblich), wie beim Marschal Schukow, dem Eroberer Berlins 1945. Als Beispiel vielleicht noch tauglich: Jazz, ohne das "D" von "Dschässs"... Verständlich?

Wolter


Besser hätte ich es auch nicht erklären können Spitze


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 10:53                                  +/-

Wir sind Wasseraffen? Wow. Hochinteressante Hypothese. Wann und wie lange sollen wir denn im Wasser gelebt haben? Das müsste ja weit länger her sein, als die Ausbreitung über alle Kontinente. Also ca. 300.000 bis 500.000 Jahre, oder? Und müssten "wir" (also unsere Vorfahren) dann nicht unglaublich lange "im" Wasser gelebt haben? So wenigstens 100.000 bis 200.000 Jahre?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 18:19                                  +/-

@Bard
Wurde doch schon gesagt: Weil die Aborigines kurz nach der Menschwerdung nach Australien wanderten, möglicherweise von Indien aus, und es danach keinen Kontakt mehr mit anderen gab. Die Melanesier, die indigene Bevölkerung von Papua-Neuginea, sind ähnlich alt, haben auch eine gewisse Ähnlichkeit, aber Kultur und Sprache haben keinerlei Verbindung. Die Ursprünge der Polynesier dagegen, die Einwohner von Hawaii und Neuseeland, liegen im Dunkeln. Nach einer Theorie des Archäologen Peter Bellwood kamen sie 1500 v. Chr als Seefahrer aus Taiwan. Thor Heyerdahl hat mit seiner Kon Tiki Expedition gezeigt, dass eine Besiedelung auch von Südamerika möglich gewesen wäre. Die meisten Forscher nehmen ein Seefahrervolk vor 6000 Jahren an, die Austronesier, ebenfalls aus Taiwan. Da darf man übrigens nicht an Chinesen denken, die wanderten nämlich erst im 16 Jhd groß nach Taiwan ein und die Ureinwohner stellen mitlerweile nur noch 2% der Bevölkerung.

Was wolle ich eigentlich sagen? Ach so, die Wasseraffen-Theorie. Die würde manches erklären, zum Beispiel unsere für Säugetiere ungewöhnliche Nacktheit. Oder warum Babys so proper sind mit ihrem Speck (um das Kind im Wasser nicht auszukühlen). Außerdem ist unsere Nase gut zum Schwimmen, bei den anderen Menschenaffen würde das Wasser beim Tauchen in die Öffnung laufen. Es spricht aber auch vieles dagegen, so können wir kein Salzwasser trinken um den Durst zu stillen. Die andere Theorie dagegen ist, dass der Mensch in der Savanne geschmiedet wurde. Oder im Dschungel. Oder alles zusammen.

Eine ganz andere Erklärung bietet die Pliocene Pussy Cat Theory:

Zitat:
No tools for hunting, too small and weak to complete with other scavengers, teeth (in the gracile form) unadapted for plant eating, they seem to have been unable to even feed themselves. In spite of their disadvantages, australopithecines managed to survive almost unchanged for 2 million years. How? And why did these survivors suddenly evolve into a new genus, Homo, just then the large carnivores were dying out? The answer to all these questions: the Pliocene Pussy Cat.

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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 18:45                                  +/-

Das Verschwinden der menschlichen Körperbehaarung ist allerdings rein darwinistisch nicht zu erklären, wenn eine Abstammung von affenartigen Landtieren angenommen wird (durch Kombination von darwinscher und lamarckscher Theorie aber schon). Auch wenn Kleidung, Behausung usw. den Selektionsnachteil der "haarärmeren" Individuen aufgehoben haben, haben sie ihnen ja noch lange keinen Vorteil verschafft, der erklären könnte, warum die stark Behaarten nach und nach verschwunden sind.

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 19:14                                  +/-

Vielleicht Schutz vor Parasiten?

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