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#18



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 14:57                                  +/-

Du hast also doch geschnapselt.

Steinbach mal aussen vor gelassen, die Frau hat wirklich 'nen Schatten.
Aber was ist denn an Haindling bitte reaktionär? Daß er einen Dialekt spricht, den du nicht verstehst, weil du gern eine englischsprachige Einheitsgesellschaft hättest ?


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 14:59                                  +/-

Ich kannte den Typen bisher gar nicht, aber, dass ein dialektsprechender bayerischer Lokalpatriot in der Liste dabei ist, hat mich eben irgendwie nicht gewundert.
Wobei das ja harmlos ist, Typen wie Steinbach, Schäfer oder dieser belgische Germanist sind da schon bedenklicher.

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:00                                  +/-

Morgoth
Welche schädlichen Folgen hat denn die Verwendung englischer Begriffe im Deutschen? Ich verstehe es wirklich nicht.

Du hast auch ein geringes Empfinden für Ästhetik. Wenn Sprache nur Kommunikationsmittel ist, muss sie nur verständlich sein, nicht schön. Solange deine Texte rein beschreibender Natur sind, kann dir egal sein, wie der Stil ist. Doch die Ästhetik der Sprache beruht nicht auf dem was du sagst, sondern wie du es sagst. Niemand kämpft hier leidenschaftlich gegen Anglizismen, werden in der angelsächsischen Welt neue Erfindungen gemacht, ist es nur sinnvoll, dass deren englische Bezeichnungen auch im Deutschen übernommen werden. Die Namensgebung gerade bei der deutschen Bahn hat aber weder den Sinn international verständlicher zu sein, noch bezeichnet sie Neues. Nein, hier geht es darum, allein durch Einsatz der englischen Sprache ein Flair von Modernität zu vermitteln. An sich ist auch das nicht verwerflich, verwerflich ist aber, dass das ohne jegliches Sprachgefühl passiert, dass man jedem dieser Neologismen sofort anhört, dass er von einem Deutschen gemacht wurde, dem diese Sprache fremd ist. Verwerflich ist, dass dies nicht modern und weltgewandt klingt, sondern künstlich, synthetisch, aufgesetzt.

Ist dir schon aufgefallen, dass gerade jene Menschen, die beide Sprachen besonders gut beherrschen, sie seltener mischen?


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:02                                  +/-

Morgoth
Im Grunde wäre es für mich sogar ein Grund zur Freude, wenn Englisch zur einzigen Menschheitssprache schlechthin würde.

Was natürlich ziemlich unrealistisch ist. Wenn man sich die Entwicklung in Amerika anschaut, solltest du vielleicht besser auf Spanisch umsatteln. Oder auf Chinesisch. Oder wie wäre es, wenn du dir Bollywood-Filme im Original anschaust? Und du glaubst gar nicht wieviele Menschen du erreichen könntest, wenn du Bücher auf Arabisch schreiben würdest. grins


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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:06                                  +/-

Diese Doitschtümelei ist mir widerlich, allerdings muss ich sagen, dass mir unsere doitsche Sprache gut geeignet scheint, komplexe Überlegungen auszudrücken, besser als Englisch (nicht als Latein). Ich würde, wenn es irgendwie machbar wäre, die allmähliche Ersetzung aller natürlichen Sprachen durch eine wieessenschaftlich erarbeitete Kunstsprache befürworten. Yes

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:07                                  +/-

Zitat:
Du hast auch ein geringes Empfinden für Ästhetik.


Da bin ich durchaus anderer Meinung.
Ich halte Texte, die stark mit englischen Begriffen durchmischt sind, nicht für generell ästhetisch minderwertig. Du etwa?

@Gimli.
Zitat:
Was natürlich ziemlich unrealistisch ist. Wenn man sich die Entwicklung in Amerika anschaut, solltest du vielleicht besser auf Spanisch umsatteln. Oder auf Chinesisch. Oder wie wäre es, wenn du dir Bollywood-Filme im Original anschaust? Und du glaubst gar nicht wieviele Menschen du erreichen könntest, wenn du Bücher auf Arabisch schreiben würdest.


Englisch ist und bleibt vorerst die erste Sprache der Welt. Abgesehen davon, dass die USA immer noch in jeder nur denkbaren Hinsicht DIE Weltmacht sind (Momentan etwa die zehnfache Wirtschaftskraft Chinas bei einem Viertel der Einwohnerzahl), wird es auch noch von 60 Millionen Engländern, über 30 Millionen Kanadiern, 30 Millionen Australiern, zehn Millionen Neuseeländern und einigen Millionen in ehemaligen englischen Kolonien als Muttersprache gesprochen, dazu kommt, dass nahezu jeder auch nur minmal gebildete Mensch auf der Welt ein wenig Englisch als Fremdsprache gelernt hat. Ich sehe keine Sprache, die in den nächsten 100 Jahren die Stelle des Englischen einnehmen könnte. Spanisch bspw. wird zwar in recht vielen Staaten gesprochen, aber nur in ziemlich bedeutungslosen Ländern, die kaum wirtschaftliche oder politische Macht haben. Und Chinesisch ist auf ein einziges Land beschränkt (und ist sogar dort nicht die alleinige Sprache), ganz abgesehen davon, dass Chinas Macht doch sehr überschätzt wird. China kann in den nächsten Jahrzehnten nicht im Traum daran denken, einen den USA vergleichbaren Einfluss zu bekommen.



Zuletzt bearbeitet von Morgi am 04.09.2006, 15:08, insgesamt einmal bearbeitet
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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:08                                  +/-

Schalk: Ästhetik ist nicht objektivierbar. Damit ist dein Beitrag hinfällig. Yes

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:10                                  +/-

@Adrian. Aber Deutsch spricht eben keine Sau, auch, wenn es theoretisch besser zur Darstellung komplexer Sachverhalte geeignet sein sollte. Die Bildung einer Weltsprache, in der alle Menschen des Planeten kommunizieren können, ist für mich eine sehr schöne Vorstellung. Und mE hat nur Englisch im Ernst das Potential dazu.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:15                                  +/-

Morgoth
Spanisch bspw. wird zwar in recht vielen Staaten gesprochen, aber nur in ziemlich bedeutungslosen Ländern, die kaum wirtschaftliche oder politische Macht haben.

Wenn du die USA schon so darstellst, wie du es ja so gerne tust, dann solltest du vielleicht bedenken, dass Spanisch in Gods Own Country immer wichtiger wird, täglich schon beinahe. Soweit ich weiß gilt es schon als zweite Amtssprache, Spanisch ist die erste Sprache, die ein amerikanischer Schüler lernt etc. - und außerdem werden es immer mehr Latinos, da sich diese Katholiken mit ihren alten Familienstrukturen sehr viel schneller vermehren, als die restlichen Amerikaner. Wenn ich da so höre, was mir meine Verwandten erzählen, die in den USA leben, würde ich glatt schätzen, dass es keine 50 Jahre mehr dauert, bist Spanisch in den USA die dominantere Sprache ist. grins


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Schalk



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:16                                  +/-

AdrianB
Schalk: Ästhetik ist nicht objektivierbar. Damit ist dein Beitrag hinfällig. Yes


Man muss halt mal sehen wie es ist: Ich hab recht.


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:17                                  +/-

Morgoth
Ach, du übertreibst doch. Abgesehen davon, dass seit Jahrzehnten jeder deutsche Schüler jahrelangen Englischunterricht hatte,

Da liegst du ja sowas von falsch.


Morgoth
@Triskel.
Zitat:
Aber ernsthaft: es gibt ja schon heute Verständigungsprobleme zwischen den Generationen, weil die älteren Menschen Worte benutzen, die die Jüngeren nicht mehr kennen und junge Menschen Worte benutzen, die die Älteren noch nicht kennen.

Also ungefähr so, wie es sich seit zehntausend Jahren in jeder lebenden Sprache abgespielt haben dürfte.

Triskel
Wie immer hängt es also von der Menge ab, wie eine Sache zu beurteilen ist. In Maßen eingesetzt kann ich an Fremdworten auch nichts schlimmen finden...wie bei Alkohol. Erst der exzessive Gebrauch macht es unangenehm.



Ansonsten stimme ich Schalk absolut zu. Spitze



Zuletzt bearbeitet von Triskel am 04.09.2006, 15:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:17                                  +/-

Glaube nicht, dass Spanisch in den USA mal offiziellen Status bekommt. Die Assmiliationskraft der USA war doch immer extrem groß. Im 19. Jahrhundert gab es auch Ströme von zig Millionen deutsche und italienischen Einwanderer, ohne dass sich ihre Sprache dauerhaft gehalten hätte. Innerhalb von ein paar Jahrzehnten hatten sie eine vollkommen amerikanische Identität ohne nennenswertem Bezug zu ihrem alten Heimatland gebildet. Ich schätze mal, dass es mit den Hispanics ähnlich sein wird.

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Triskel
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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:20                                  +/-

Morgoth
@Adrian. Aber Deutsch spricht eben keine Sau, auch, wenn es theoretisch besser zur Darstellung komplexer Sachverhalte geeignet sein sollte.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Deutsch in manchen wissenschaftlichen Bereichen DIE Sprache war und auch Engländer auf deutsch geschrieben haben. Wenn ich da nicht völlig was verwechsele, war das zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:20                                  +/-

@parasite. Was für eine These? ?????

@Triskel.
Zitat:
Ach, du übertreibst doch. Abgesehen davon, dass seit Jahrzehnten jeder deutsche Schüler jahrelangen Englischunterricht hatte,

Da liegst du ja sowas von falsch.




In Westdeutschland, das ja immerhin etwa 3/4 der Bevölkerung stellt, ist Englisch meines Wissens seit etwa 40 Jahren an allen Schulen Pflicht, in Ostdeutschland seit 16 Jahren. Was ist also an meiner Behauptung falsch?

Und begründe doch mal, WARUM du den exzessiven Gebrauch von Fremdwörtern ablehnst. Was wird an deinem Leben schlechter, wenn mehr englische Begriffe gebraucht werden?

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:21                                  +/-

Zitat:
Es ist noch gar nicht so lange her, dass Deutsch in manchen wissenschaftlichen Bereichen DIE Sprache war und auch Engländer auf deutsch geschrieben haben. Wenn ich da nicht völlig was verwechsele, war das zu Beginn des letzten Jahrhunderts.




Äh, ja und? ?????
Heute spricht es außer den knapp 100 Millionen Muttersprachlern so gut wie kein Mensch. Vor 200 Jahren war auch Französisch mal eine dominante Sprache, heute ist es ein halber Dialekt.

Gepostet am 04.09.2006, 16:22:

@parasite. Nehmen wir die ganzen Dokus über Vögel oder Insekten. In den Dokumentationen wirkt das alles sehr faszinierend, aber seien wir mal ehrlich - wenn man die Viehcher in der Natur längere Zeit beobachtet, sind sie doch todlangweilig Geschockt

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:30                                  +/-

Morgoth
Glaube nicht, dass Spanisch in den USA mal offiziellen Status bekommt. Die Assmiliationskraft der USA war doch immer extrem groß. Im 19. Jahrhundert gab es auch Ströme von zig Millionen deutsche und italienischen Einwanderer, ohne dass sich ihre Sprache dauerhaft gehalten hätte. Innerhalb von ein paar Jahrzehnten hatten sie eine vollkommen amerikanische Identität ohne nennenswertem Bezug zu ihrem alten Heimatland gebildet. Ich schätze mal, dass es mit den Hispanics ähnlich sein wird.

Ich habe das gerade mal nachgeschaut: Es gibt in den USA überhaupt keine Amtssprache, diese passt sich einfach der Realität an. Daher ist es durchaus möglich, dass sich Spanisch ausdehnt. In Spanisch erscheinen übrigens nach den englischsprachigen die meisten Zeitungen in den USA. Ämter haben Dokumente und solche Scherze in Englisch und Spanisch, es gibt spanische Fernsehsender, an der Westküste gibt es ganze Stadtteile, in denen du ohne Spanisch ziemlich aufgeschmissen bist ... teilweise nimmt das wohl schon Züge einer Parallelgesellschaft an, da kommt der Assimilationssog der USA vielleicht nicht gegen an.

Und hier in Deutschland sprechen wir im Jahre 2100 eh alle türkisch. grins


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:31                                  +/-

Morgoth
In Westdeutschland, das ja immerhin etwa 3/4 der Bevölkerung stellt, ist Englisch meines Wissens seit etwa 40 Jahren an allen Schulen Pflicht

Wie kommst du denn darauf? Im Saarland ganz sicher nicht. Man kann seine mittlere Reife machen ohn ein Wort englisch zu können, wenn man als Fremdsprache Französisch gelernt hat. Du müsstest deine Behauptung also zumindest soweit einschränken, dass du schreibst "In Westdeutschland (ohne Saarland)". Wie es in den anderen Bundesländern ist, kann ich allerdings nicht sagen.


Zitat:
Und begründe doch mal, WARUM du den exzessiven Gebrauch von Fremdwörtern ablehnst. Was wird an deinem Leben schlechter, wenn mehr englische Begriffe gebraucht werden?

Es gibt viele Menschen, die sprechen kein Englisch. Gerade noch in unserer Elterngeneration. Wenn ich etwas für deutschsprachige Leser schreibe, dann versuche ich so zu schreiben, dass zumindest die Worte von möglichst vielen Verstanden werden. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass deutsche Muttersprachler mehr deutsche Worte kennen als fremdsprachige Worte (Lehrworte ausgenommen).

Ganz subjektive gesprochen kann ich noch sagen, dass es für mich kein guter Stil ist möglichst viele Fremdworte in einem Satz unterzubringen. Genausowenig ist es für mich guter Still möglich lange verschwurbelte Sätze zu schreiben, die man erst nach dem dritten Lesen versteht. Weniger ist eben manchmal mehr.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:31                                  +/-

Ich bin auch generell nicht so ein Naturbursche. Eigentlich fühle ich mich fast immer unwohl, wenn ich länger als einige Stunden in keiner Stadt bin.

Gepostet am 04.09.2006, 16:33:

@Triskel. Ist das im Saarland wirklich so? Überrascht
Zumindest hier in Rheinland-Pfalz musste man, soweit ich weiß, sogar seit den 50ern mehrere Jahre Englischunterricht haben, sogar an der Hauptschule. Ich würde mal vermuten, dass das außer im Saarland in allen Bundesländern so war.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:35                                  +/-

Morgoth
Triskel
Morgoth
@Adrian. Aber Deutsch spricht eben keine Sau, auch, wenn es theoretisch besser zur Darstellung komplexer Sachverhalte geeignet sein sollte.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Deutsch in manchen wissenschaftlichen Bereichen DIE Sprache war und auch Engländer auf deutsch geschrieben haben. Wenn ich da nicht völlig was verwechsele, war das zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Äh, ja und? ?????
Heute spricht es außer den knapp 100 Millionen Muttersprachlern so gut wie kein Mensch.

Ja eben...so schnell ändert sich das. Vielleicht geht es dem Englischen bald ähnlich.


Zitat:
Vor 200 Jahren war auch Französisch mal eine dominante Sprache, heute ist es ein halber Dialekt.

Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst: "ein halber Dialekt"?

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:36                                  +/-

Die Ethikterroristen schlagen wieder zu und wollen diesmal ganze Sprachen beseitigen. Wie liberal. Mit den Augen rollen Erinnert mich an stalinistische und orwellsche Ideen. Spitze

Ich sag einfach mal, dass in Deutschland so gut wie alle Hauptschüler und ein großer Teil der Realschüler kaum ein Wort Englisch sehr wenig Englisch verstehen oder sprechen können.

Es gibt auch sehr viele westdeutsche Gymnasien, an denen Englisch NICHT erste Fremdsprache ist. Wir hatten beispielsweise die Wahl zwischen Latein, Englisch und Französisch als erster Fremdsprache. Die meisten nehmen natürlich Englisch, weil es so praktisch ist, aber auch hier wieder kein Grund zur Verallgemeinerung.

Ich finde Anglizismen immer dann blöd, wenn sie angestammte deutsche Begriffe verdrängen und/oder nicht aus einer lebendigen englischen Sprache entlehnt werden, sondern von Marketingfuzzis "schlecht erfunden" wurden. Übrigens Morgi solltest du dich mit deinem Ansinnen nach einer "Weltsprache Englisch" GERADE gegen DIESE Form der Anglizismen wehren, weil sie das babylonische Sprachenchaos auf der Erde noch VERGRÖSSERN. Da hast du wohl nicht zu Ende gedacht, denn an dieser Stelle schaden die Anglizismen DEINER VISION für die Erde, womit du dein Postulat, dass sie keinem schaden, selbst ad absurdum führst. q.e.d. & in your motherfrakkin' face grins

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:45                                  +/-

@Triskel.
Zitat:
Ja eben...so schnell ändert sich das. Vielleicht geht es dem Englischen bald ähnlich.


Kaum anzunehmen. Das Deutsche hatte nie eine ernstznehmende Einflusssphäre. Das Englische dagegen wird in sechs Staaten als Muttersprache gesprochen (Darunter zwei der größten Wirtschaftsmächte der Welt), von etwa einer halben Milliarde Menschen. Dazu kommen einige hundert Millionen, die es aus der englischen Kolonialzeit immer noch als offizielle oder halbe Amtssprache verwenden und schließlich hunderte Millionen, die es als Fremdsprache gelernt haben. Eine so gewaltige Basis dürfte noch nie irgendeine Sprache gehabt haben. Und die verschwindet nicht einfach von heute auf morgen, es sei denn, der nordamerikanische Kontinent und Großbritannien versinken im Meer..

Zitat:
Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst: "ein halber Dialekt"?


Damit will ich sagen, dass das Französische nur noch eine Regionalsprache ist, die außerhalb Frankreichs kaum noch Bedeutung hat (Von einigen eher unterentwickelten ehemaligen Kolonien mal abgesehen, und auch dort schwindet der Einfluss).

@thanil.
Zitat:
Die Ethikterroristen schlagen wieder zu und wollen diesmal ganze Sprachen beseitigen.


Da hab ich irgendwas verpasst. Könntest du mein Gedächtnis auffrischen? ?????
Ich schrieb, dass es erfreulich wäre, wenn eine Sprache sich zur einzigen Weltsprache entwickeln würde und wenn man, um dieses Ziel zu fördern, die vorherrschende Sprache - und das ist nun einmal Englisch - zur Unterrichtssprache erheben würde. Für mich ist das keine Beseitigung anderer Sprachen - auch, wenn ich mich natürlich sehr darüber freuen würde, wenn außer einer gemeinsamen Sprache alle anderen von allein verschwinden würden.

Zitat:
Ich sag einfach mal, dass in Deutschland so gut wie alle Hauptschüler und ein großer Teil der Realschüler kaum ein Wort Englisch verstehen oder sprechen können.


Zumindest lernen sie alle mehrere Jahre Englisch. Irgendwas muss da haftenbleiben.

Zitat:
Es gibt auch sehr viele westdeutsche Gymnasien, an denen Englisch NICHT erste Fremdsprache ist. Wir hatten beispielsweise die Wahl zwischen Latein, Englisch und Französisch als erster Fremdsprache. Die meisten nehmen natürlich Englisch, weil es so praktisch ist, aber auch hier wieder kein Grund zur Verallgemeinerung.


Und dann lernt man eben als Zweitsprache Englisch.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 04.09.2006, 15:47                                  +/-

Morgoth
Ich bin auch generell nicht so ein Naturbursche. Eigentlich fühle ich mich fast immer unwohl, wenn ich länger als einige Stunden in keiner Stadt bin.

Wir sollten Morgi entführen und in der Wildniss aussetzen. Böse


Ach ja, Englisch in der Schule. Mal überlegen .. nach der 10. hätte ich Englisch abwählen können, da hatte ich es 4. Jahre lang gehabt (ich hatte Latein als erste Fremdsprache). Und ehrlich gesagt treffe ich immer wieder auf Leute, die Englisch nur mittelmäßig sprechen, auch junge Menschen. Klar, unter älteren verstärkt. Aber z.B. meine Mutter ist so alt auch wieder nicht, trotzdem hat sie schon längst wieder ihre ganzen Hauptschul-Englischkenntnisse verlernt. Und selbst mir passiert es teilweise, dass irgendwelche Zeitschriften irgendwelche englischen Wörter verwenden, die ich nur schwer aus dem Zusammenhang erschließen kann. Also auf die so leichte Schulter nimmt Deutschland die ganzen Anglizismen nicht, zumindest aus meiner persönlichen Warte heraus.


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