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Bevölkerungswachstum und Migrantenintegration(sprobleme)
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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 00:28                                  +/-

Es dürfte zwar wieder geistreiche Reaktionen wie zuletzt von Gimli auslösen, aber hier ist wieder einmal darauf hinzuweisen, dass "archaische" Werthaltungen und Verhaltensweisen nicht das geringste mit einer Perversion (= starke Veränderung der ursprünglichen Form) zu tun haben, sondern ganz im Gegenteil zutiefst menschliche, anthropologisch angelegte Ursachen haben, was sie freilich - muss ich es eigens erwähnen? - in keiner Weise besser macht.

Religionen und Ideologien, die nicht in den meisten Menschen verankerte Grundgefühle ansprechen, werden in den seltensten Fällen eine so langfristige und breite Wirkung entfalten wie der Islam, weil Menschen sich zwar vielfältig, aber nicht beliebig soziokulturell prägen lassen.

Es ist kein Zufall, dass archaische Werthaltungen (zB zu Geschlechterrollen), wie sie eben auch der Islam predigt, tendenziell umso eher gutgeheißen werden, je einfacher, irrationaler und emotionsgesteuerter (wenn man so will "natürlicher"-) der betreffende Mensch denkt (was leider nicht impliziert, dass Bildung da als ausreichendes "Heilmittel" herhalten könnte).

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 00:40                                  +/-

Ich finde deine Wortklauberei pervers.


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I have come here to chew bubble-gum and kick ass. And I'm all out of bubble-gum.
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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 15:51                                  +/-

"Es dürfte zwar wieder geistreiche Reaktionen..."

q.e.d. Smilie

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 02:20                                  +/-

Es wäre total super, wenn Adrian jetzt immer von einem Gimli sprechen würde, wenn er mal wieder mit solchen scherzhaft ironischen Kommentaren von Seiten der Kneipendödel konfrontiert wird.

"Das war doch wieder ein totaler Gimli Mit den Augen rollen "

Yes


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 02:35                                  +/-

Du und deine Ruhmsucht Echt schlimm


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 21.10.2006, 10:07                                  +/-

Gimli
Es wäre total super, wenn Adrian jetzt immer von einem Gimli sprechen würde, wenn er mal wieder mit solchen scherzhaft ironischen Kommentaren von Seiten der Kneipendödel konfrontiert wird.

"Das war doch wieder ein totaler Gimli Mit den Augen rollen "

Yes


uglylol


Vielleicht kann ich mir die Phrase auch angewöhnen.


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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Buchfaramir
Halb-Achtelfinalist


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BeitragVerfasst am: 22.10.2006, 23:11                                  +/-

Ich halte solche pauschalen Diffamierungen des Islam, wie sie hier von Glaurung geäußert wurden, nicht nur für "Quatsch" (thanil) oder "starken Tobak" (Nichtraucher), sondern auch für kontraproduktiv, weil man mit derart undifferenzierten Attacken gerade denjenigen Muslimen in den Rücken fällt, die sich für einen aufgeklärten und säkularisierten Islam einsetzen und dafür heftige Prügel von Islamisten einstecken, z.B. in Kanada.

Aus der SZ von letztem Montag:
Zitat:
Todesdrohungen gegen gemäßigte Muslime
Kanadische Regierung soll Hasspropaganda von Fundamentalisten verbieten


Vancouver - Gemäßigte Muslime in Kanada, die sich von extremen Islamisten bedroht fühlen, haben die kanadischen Behörden um Hilfe gebeten. In einem Schreiben forderte der Muslimische Kanadische Kongress (MCC) den Justizminister der Provinz Ontario auf, "kaum verhüllte Todesdrohungen" von islamischen Fundamentalisten gegen gemäßigte Muslime zu unterbinden. Der MCC will auch, dass Begriffe wie "anti-islamisch", mit denen tolerante Muslime von radikalen Führern zu Angriffszielen gemacht werden, in Kanada verboten werden.

Jemanden als "anti-islamisch" zu be-zeichnen, sei nichts anderes als eine verschlüsselte Todesdrohung, sagte Sohail Raza, Sprecher des MCC, der die Trennung von Kirche und Staat und die Gleichberechtigung der Frauen befürwortet. Wenn konservative und islamistische Gruppen jemanden zum Beispiel im Internet als "anti-islamisch" verleumdeten, dann sei das gleichbedeutend mit dem Vorwurf der Blasphemie oder Apostasie (Abfall vom Glauben). Auf beides steht in vielen muslimischen Ländern die Todesstrafe. Für einen Anhänger der Sharia sei die Beschuldigung einer muslimischen Person, anti-islamisch zu sein, ein "Auftrag zum Mord", schrieb die MCC-Präsidentin Farzana Hassan an den Justizminister von Ontario, Michael Bryant.

Atmosphäre der Furcht

Der Sprecher des Justizministers sagte dazu, Todesdrohungen seien ein Verbrechen und müssten bei der Polizei angezeigt werden. Laut Sohail Raza erhielt sein Vorgänger Todesdrohungen und sei deswegen vor etwa vier Monaten als MCC-Sprecher zurückgetreten. Das sei der Polizei gemeldet worden. Auch seine Frau Raheel Raza sei bedroht worden, weil sie als erste Muslimin in Kanada Gebetsgruppen geführt habe, an denen sich nicht nur Männer, sondern auch Frauen beteiligten. Die Atmosphäre der Einschüchterung und Furcht mache es für progressive Muslime schwierig, ihre Meinung zu vertreten, sagt Raza.

Nach Angaben des MCC verstärkten sich die Drohungen, seit moderate Muslime im vergangenen Jahr die Einrichtung eines Scharia-Gerichtes für Familienkonflikte, das islamisches Recht befolgt hätte, in der Provinz Ontario ablehnten. Die Regierung von Ontario ließ von der Idee eines solchen Gerichtes nach heftigen Protesten in Kanada und im Ausland ab. Fundamentalisten unter den Muslimen waren darauf sehr erzürnt. Kanada besitzt ein Gesetz, dass die Verbreitung von Hass verbietet. Gemäßigte Muslime fordern nun, dass die Regierung auch Ausdrücke wie "anti-islamisch" als Hasspropaganda einstuft, und haben Regierungsstellen kontaktiert.
Sollte man solchen liberalen Muslimen nicht den Rücken stärken, statt ihre Religion pauschal zu verteufeln?

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hatata



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BeitragVerfasst am: 23.10.2006, 23:53                                  +/-

Sollte man solchen liberalen Muslimen nicht den Rücken stärken, statt ihre Religion pauschal zu verteufeln?
-
Freilich nicht, Meister Samweis

Na also.


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Kids.. if you really want to piss off your parents, buy real estate in an imaginary place.. oh yes.
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.12.2006, 01:23                                  +/-

30 Jahre gescheiterte Einwanderungspolitik
Von Mariam Lau
Berlin - "Es ist notwendig geworden", hatte Bundeskanzler Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 18. Januar 1973 erklärt, "dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten. Wir dürfen das Problem nicht dem Gesetz des augenblicklichen Vorteils allein überlassen."
Aber genau das geschah. Seit über 30 Jahren, so weist der Bremer Politologe Stefan Luft in seiner groß angelegten (und zu reißerisch betitelten) Studie "Abschied von Multikulti. Wege aus der Integrationskrise" (Resch-Verlag, München) nach, haben Politiker, Gewerkschafter und Arbeitgebervertreter glasklar die Folgen der ungesteuerten Zuwanderung vor Augen gehabt: "Ethnische Kolonien" in den Großstädten, Einwanderung in die Sozialsysteme, mit den bekannten Folgen der Verfestigung von Randständigkeit, Kriminalität und "Archaismus, Patriarchat, Aberglaube und Ignoranz", wie es der Quartiersmanager Gilles Duhem bei der Vorstellung des Buches gestern im Berliner Problembezirk Neukölln beschrieb.
[...] Erstmalig hat Stefan Luft auch die Rolle des türkischen Staates im Zusammenspiel zwischen Politik, Industrie und Zuwanderern beleuchtet. Alles in allem ergibt sich daraus eine atemberaubende Erzählung, die schildert, wie die Bundesrepublik sehenden Auges in die Integrationskrise hineingerutscht ist, mit der wir es heute zu tun haben.
Kaum jemand weiß, dass die Anwerbung der Gastarbeiter 1955 - als es in Deutschland noch eine Million Arbeitslose gab - auch auf Betreiben des türkischen Staates zustande kam. "Die Türkei", so schreibt Luft, "hatte ein erhebliches Interesse daran, einen Teil der rasch anwachsenden Bevölkerung befristet als Gastarbeiter ins Ausland zu schicken. Neben der Entlastung des eigenen Arbeitsmarktes versprach sie sich zu Recht dringend benötigte Deviseneinnahmen sowie einen Modernisierungsschub durch zurückkehrende Gastarbeiter, die sich entsprechende Qualifikationen angeeignet haben würden."
Die deutsche Bundesregierung,
[...] sah gar keine Notwendigkeit zur Ausdehnung auf die Türkei. Aber diese pochte darauf: Man sichere die Südostflanke der Nato und wolle nicht gegenüber Griechenland zurückgesetzt werden.
[...]
Alle Anzeichen, dass man damit einen dauerhaften Aufenthalt in der Bundesrepublik einläutete, wurden übersehen. "Damals", so schrieb der frühere Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Josef Stingl (CSU) 1983, "haben Herr Schleyer und mit ihm die meisten Arbeitgeber eine solche Politik der Rotation aber abgelehnt, weil er sagte, das kostet uns viel Geld, da müssen wir alle fünf Jahre neue Leute anlernen. Ich habe das für einen Fehler gehalten, und es zeigt sich jetzt, dass es ein Fehler war".
Die Gewinne wurden privatisiert, die Kosten verstaatlicht - auf diese Formel bringt Luft den völligen Verzicht auf eine echte Ausländerpolitik. Der Familiennachzug - ganz eindeutig die Einwanderung in die Sozialsysteme - wurde von den Arbeitgebern als "in deutschem Interesse" dargestellt, "je mehr der ausländische Arbeitnehmer von der Last und den Sorgen der Familientrennung befreit ist, desto mehr wird er sich im Betrieb und in der Gesellschaft wohlfühlen", so eine Verbandspublikation 1976. Auf Sprachförderung verzichtete man hingegen; schließlich würden die Gastarbeiter ja irgendwann einmal wieder gehen.
Sehr bemerkenswert ist es vor diesem Hintergrund, wenn heute Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt anmerkt: "Deutschland hat eine falsche Einwanderungspolitik betrieben, die nicht an den Interessen unseres Landes orientiert war."
"Multikulti" kam erst in einem zweiten Schritt hinzu, als die Weichen längst gestellt waren - von Regierungen aller Couleur. "Multikulturalismus als Staatsdoktrin", so Luft, habe dazu geführt, dass man gerade an Schulen "Identitätspolitik" betrieben hat, die darauf abzielt, "dass Zuwanderer ihre Herkunftskultur bejahen", wie es beim "Migrationsforscher" Jürgen Miksch heißt. Es leuchtet Luft nicht ein, warum Innenminister Schäuble im Zusammenhang mit der Zuwanderung von "Bereicherung" spricht. Die "Wege aus der Krise", mit denen diese deutsche Geschichte abschließt, sind im Wesentlichen bekannt: Bildung, Bildung, Bildung, vor allem Ganztagsschulen, in denen auch die Eltern gefordert werden.
[...] Die integrative Kraft der Staatsbürgerschaft sei überschätzt worden: sie steht für Luft am Ende, nicht am Anfang der Integration.
Luft wehrt sich allerdings gegen "Überfremdungsszenarien" oder gar die Behauptung, Europa werde in absehbarer Zeit muslimisch. "Nicht, dass diese Kinder geboren werden, ist das Problem, sondern dass sie, wenn es so weiter geht, keine Chance haben." Vor allem eine offene Diskussion sei das Gebot der Stunde. Dazu dürfte sein Buch sicher beitragen.

Echt schlimm
Diese 30 Jahre sind die gleichen Jahre, in denen man aus Angst vor Assoziationen mit ähnlich klingender Nazipolitik keine eigene "Bevölkerungspolitik" in Deutschland (West) betrieb. Nu hamwa den Salat.
Stichworte Rotation und Bejahung der Herkunftskultur (die ja mit einer subkutan vermittelten Aufforderung zur emotionalen "Auf-Distanz-Haltung" der Mehrheitskultur einhergeht, also mit einem Fremdbleiben bzw. Sichfremdfühlen in diesem Land außerhalb der ethnischen Ghettos)...
Rotation: Ich kann mich noch an den gymnasialen Sozialkundeunterricht Mitte der 80er Jahre erinnern, wo unsere Lehrerin genau diese Politik am Beispiel Schweiz branntmarkte, wie herzlos und unmenschlich das sei, gutmenschblablubb... Ich, noch dummes kleines Schülerchen, kam nicht auf den Gedanken, daß die gute Frau da unglaublichen Bockmist laberte... Verlegen
Herkunfstbejahung: Wenn die wirklich so bewußt auch von der KMK oder irgendwo weiter oben in der politischen Hierarchie als "Konzeptziel" angestrebt wurde, dann wäre es ja immerhin noch irgendwie verständlich, wenn dies mit dem Gedanken an die Rückkehr der Leute in eben diese ihre Herkunftskulturen verbunden wäre (Lebendighalten eines Heimwehs). Geschockt Nu. "Wasch mich, aber mach mich nicht naß", oder warum sonst dann keine Rotation, um die Rückkehr der Leute tatsächlich als Geschäftsbedingung von vorneherein festzulegen...?
Aber umgekehrt, wenn im Laufe der Zeit die Erkenntnis reifte, daß die Arbeitsimmigranten trotz diesem geförderten Herkunsftsidentitätsbewußtsein überwiegend nicht zurückkehren würden, warum hat man dann nicht langsam mal angefangen, ein positives deutsches Identitätsangebot zu entwickeln? - Wer nach US-Amerika auswandert bzw. dies vorhat, der weiß genau, daß er - ohne seine Herkunftsidentität aufzugeben - Amerikaner werden will, denn das ist (in der Bush jr.-Zeit vielleicht etwas abgeschwächt, aber immer noch) die Ausstrahlung der USA auf die Welt: hier könnt ihr als amerikanische Bürger, wenn ihr nur fleißig seid, Karriere machen. Wer die Absicht hat, dauerhaft dort zu leben, der hat von Anfang an sich dafür entschieden, diese neue Identität für sich als Positivum hinzuzugewinnen. Und so sind die Kinder der Einwanderer auch in ihrer Selbstwahrnehmung Amerikaner
*.
Warum wohl hat es bisher noch keine Terrorakte unter Beteiligung US-amerikanischer Muslime gegeben? - Das liegt mE daran, daß sie ihrer neuen Heimat genau deswegen eine viel größere Loyalität entgegenbringen, als das im ebenfalls angelsächsischen Großbritannien bei den dortigen Muslimen (London-Attentäter) der Fall ist!
Aber zurück zur Integrationsbilanz Deutschlands - jetzt muß endlich umgesteuert werden...


Wolter

* WELT.de: Rührt die Bildsprache Ihrer Filme auch von Ihrer italienischen Abstammung her? - Scorsese: Vielleicht, aber ich fühle mich nicht als Italiener, ich bin Amerikaner.


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Gimli
"Wir" und "die" leben in getrennten Welten. Bestes Beispiel: Die Kneipe, die nach verschiedenen User-Abgängen doch eigentlich nur noch einen Meinungsmainstream kennt.

Yes
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 20:36                                  +/-


Spitze


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 14:37                                  

Wie sogar Christen-Folterer-"Türkei-in-die-EU"-Fürsprecher wie Thanil nicht ignorieren können, sieht es mit der demographischen Entwicklung folgendermaßen aus:

Jedes dritte Kleinkind hat Migrationshintergrund
Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen vorgelegt: Danach gibt es in einigen Städten bei den Kleinen unter fünf sogar mehr Kinder aus Ausländerfamilien als aus deutschstämmigen. Insgesamt sind Migranten in Deutschland eher schlecht qualifiziert und häufiger arbeitslos. Besonders große Unterschiede zeigen sich bei den Frauen.
Knapp ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag im Jahr 2005 in sechs Städten der Anteil dieser Kinder sogar über 60 Prozent. An der Spitze stand demnach Nürnberg mit einem Anteil von 67 Prozent, gefolgt von Frankfurt (65 Prozent) und Düsseldorf und Stuttgart (jeweils 64 Prozent).
Insgesamt zählten die Statistiker 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Von diesen haben acht Millionen die deutsche Staatsbürgerschaft. 14,7 Millionen oder 96 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund leben in den alten Bundesländern und in Berlin, nur 600.000 in den neuen Ländern.
Fast 62 Prozent der nach Deutschland Zugewanderten kommen nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes aus Europa. Das wichtigste Herkunftsland ist die Türkei mit einem Anteil von 14,2 Prozent aller Zugewanderten, gefolgt von der Russischen Föderation mit 9,4 Prozent, Polen mit 6,9 Prozent und Italien mit 4,2 Prozent Anteil.
Die Statistiken ergaben außerdem, dass die in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund geringer qualifiziert sind: So haben fast zehn Prozent keinen Schulabschluss - bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund sind dies nur 1,5 Prozent. 51 Prozent gegenüber 27 Prozent haben keinen Berufsabschluss. Auch die Arbeitslosigkeit liegt in der Gruppe mit Migrationshintergrund mit einem Anteil von 13 Prozent gegenüber 7,5 Prozent deutlich höher.
Erwerbstätige mit Migrationshintergrund sind doppelt so häufig als Arbeiterinnen und Arbeiter tätig wie Erwerbstätige ohne Migrationshintergrund (48,5 Prozent gegenüber 24 Prozent), Angestellte und Beamte sind unter ihnen entsprechend selten vertreten. Erwerbstätige mit Migrationshintergrund arbeiten vor allem im Produzierenden Gewerbe sowie im Handel und Gastgewerbe. Hier sind zusammen 64 Prozent aller Menschen mit Migrationshintergrund tätig, aber nur 50 Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund.
Bei den Frauen in der Altersgruppe der 25- bis 65-Jährigen sind die Unterschiede der zwei Gruppen besonders deutlich ausgeprägt. So sind nur 52 Prozent der Frauen mit Migrationshintergrund berufstätig, aber 67 Prozent der Frauen ohne Migrationshintergrund. Von den nicht berufstätigen Frauen kümmern sich deutlich mehr Migrantinnen um die Familie: 37 Prozent erziehen Kinder oder pflegen Angehörige. Bei den nicht-erwerbstätigen Frauen ohne Migrationshintergrund sind dies nur 26 Prozent.

Der hohe europäische Anteil besagt für die Zukunft wenig, denn die Italiener und Franzosen passen sich ja dem deutschen Zeugungs-"Fleiß" an. Gute Nachrichten also für die selbsthasserischen deutschen Multikulti-Guties, die wegen der vor drei Wochen in der toleranten und weltoffenen Türkei zu Tode gefolterten (http://www.bucer.org/138.html?&tx_ttnews[tt_news]=595&tx_ttnews[backPid]=45&cHash=527ec9eb31) Christen zwar "zutiefst betroffen und auch ein Stück traurig" sein dürften, doch ansonsten ... freuen sie (ok, nicht alle -) sich klammheimlich über den Zuwachs an Wählerpotential (70% der muslimischen Migranten bevorzugen im Einbürgerungsfall die SPD), der noch potenziert wird a) durch den (hoffentlich nicht stattfindenden) Beitritt in den "Christenclub", denn wegen der bestehenden familiären Zusammenhänge mit bspw. B-Kreuzberg, B-Neukölln oder HH-Wilhelmsburg würde in der Zuwanderung der Türken Deutschland gegenüber anderen EU-Ländern deutlich bevorzugt werden (dazu wollte ich ein Interview verlinken, aber det is mia irjendwie abhann' jekomm'), und b) durch die Zeugungsverweigerung des - obwohl in einer heterosexuellen Beziehung lebend - kinderlos bleibenden Teils der autochthonen Deutschen, die sich im Gegensatz zu den Franzosen Kinder nicht als Lebensbereicherung vorstellen können:

Viele Deutsche sind kinderlos aus Ueberzeugung
Zahlreiche Deutsche verbinden Kinder vor allem mit Stress, weniger Geld und Selbstaufgabe. Das ergibt eine Studie des Allensbach-Instituts. Dementsprechend sind die Deutschen die Weltmeister der Kinderlosigkeit. In Frankreich ist das alles ganz anders aus.
Frankreich ist Europameister bei der Geburtenrate, Deutschland dagegen Weltmeister beim Anteil Kinderloser. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat in beiden Ländern nach den Ursachen für die gegenläufige Entwicklung gesucht – und ist fündig geworden. „In Deutschland gibt es eine auffallend große Gruppe überzeugter Kinderloser“, sagte Institutsleiterin Renate Köcher bei der Vorstellung der Studie. „In Frankreich ist Kinderlosigkeit dagegen meist nur eine Durchgangsstation.“
So glauben die meisten Franzosen, dass Kinder das Leben bereichern. Hierzulande sind davon zwar die Eltern mehrheitlich überzeugt (79 Prozent), die Kinderlosen jedoch nicht. Zwei Drittel der Franzosen ohne Kinder sehen in Kindern einen Glücksfaktor. Hierzulande glaubt dies weniger als die Hälfte der Kinderlosen. Sie verbinden die Elternschaft hingegen mit Nachteilen: Deutsche ohne Kinder setzen Nachwuchs gleich mit Stress (61 Prozent), erheblichen finanziellen Einbußen (78 Prozent) und Problemen mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (49 Prozent). Solche Befürchtungen gibt es zwar auch unter Frankreichs Kinderlosen, aber sie sind weitaus weniger verbreitet.
„Die Deutschen glauben, Kinder bedeuten Selbstaufgabe und ein Ende des bisherigen Lebens“, sagte Köcher. In Frankreich lebe man hingegen weiter wie bisher und sage sich bei der Familiengründung: „Dann sitzt eben einer mehr am Tisch.“ Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) wies darauf hin, wie selbstverständlich für Franzosen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei. Das Nachbarland habe die höchste Müttererwerbsquote innerhalb der EU. Ein flächendeckendes Betreuungsangebot mache es möglich. Gleichzeitig hätten die Franzosen den Eindruck, in einem kinderfreundlichen Umfeld zu leben. „Diese entspannte Haltung wünsche ich mir für unser Land“, sagte die CDU-Politikerin.

Werden wir es doch noch schaffen, den Franzosen und Schweden kindergarten- und geburtenmäßig was abzukucken?
Ansonsten: Juhuu, die auf immer "faschistoidverdächtigen" Deutschen werden im Laufe der kommenden Generationen von der Friedensreligion ugly "übernommen" werden:


Selbstmord Europas - Essay
Mark Steyn
Viel von dem, was wir vage die westliche Welt nennen, wird dieses Jahrhundert nicht überleben. Vermutlich wird es auf den Landkarten noch eine Region geben, die als Italien oder Deutschland bezeichnet wird, so wie es in Istanbul immer noch ein Bauwerk gibt, das St.-Sophia-Kathedrale heißt. Nur ist es eben keine Kathedrale mehr, sondern bloß eine Immobilie. Ebenso werden Italien und Deutschland Namen von Liegenschaften sein. Für jene, die glauben, daß die westliche Zivilisation per saldo besser ist als alle Alternativen, besteht die Herausforderung darin, zumindest einen Teil des Westens zu retten.
So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekundären Impulse einer Gesellschaft nennen könnte - Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Elternzeit. Wir haben den sekundären Impulsen Vorrang vor den primären eingeräumt: Landesverteidigung, Familie, Glaube, und, am elementarsten, die Fortpflanzung - "Geht hin und mehret euch". Wenn nicht, dann könnt ihr all die sekundären Impulse nicht bezahlen. Der Konstruktionsfehler der säkularen sozialdemokratischen Staaten ist, daß sie die Geburtenrate einer gläubigen Gesellschaft bräuchten, um sich zu erhalten. Das Problem ist, daß Gesellschaften des sekundären Impulses ihre Schwächen als Stärken - oder wenigstens als Tugenden - mißverstehen, und deshalb versagen sie kläglich im Umgang mit einer Urgewalt wie dem Islam.
Apropos: Wenn wir uns tatsächlich im Krieg befinden - eine Annahme, die die Hälfte der Amerikaner und ein deutlich höherer Anteil der Europäer nicht teilt -, worum genau wird dieser Krieg dann geführt?
[...]
Darum geht es in diesem Krieg: um unser mangelndes zivilisatorisches Selbstvertrauen. Das fortschrittliche Programm - verschwenderische soziale Wohlfahrt, Abtreibung, Säkularismus, Multikulturalismus - ist, zusammengenommen, das eigentliche Selbstmordattentat. Das Tolle am Multikulturalismus beispielsweise ist, daß man gar nichts von anderen Kulturen wissen muß. Alles, was es braucht, ist, andere Kulturen cool zu finden. Multikulti heißt, daß Ihr Kind für die Weihnachtsfeier statt "Stille Nacht" irgendeinen Stammesgesang lernt, aber nicht, daß Sie in einer afrikanischen Gesellschaft leben möchten.
[...]
Genaugenommen schwimmen wir in Ressourcen, aber die Menschen gehen uns aus - die eine wirklich unersetzliche Ressource. Wenn es darum geht, die Zukunft vorherzusagen, sprechen die Geburtenraten eine unmißverständliche Sprache. Wenn im Jahr 2006 eine Million Babys geboren werden, dann werden 2026 dem Arbeitsmarkt wohl kaum zwei Millionen junge Erwachsene zur Verfügung stehen. Die harten Fakten besagen, daß der westlichen Welt die Kinder viel schneller ausgehen als das Öl. Die zur Erhaltung der Bevölkerungszahl notwendige Geburtenrate liegt bei 2,1 Babys pro Frau. Manche Länder liegen deutlich drüber: Somalia bei 6,91, der Niger bei 6,83, Afghanistan bei 6,78, der Jemen 6,75. Haben Sie bemerkt, was diese Länder verbindet?
Am Ende der Geburtenratenrangliste finden Sie schließlich die USA - mit 2,07 Geburten pro Frau in etwa auf Erhaltungsniveau. Irland liegt bei 1,87, Australien bei 1,76. Kanada ist mit 1,5 schon deutlich unter dem Erhaltungsniveau, Deutschland und Österreich befinden sich mit 1,3 bereits am Rande der Todesspirale. Rußland und Italien liegen bei 1,2, Spanien bei 1,1 - ungefähr die Hälfte dessen, was zur Erhaltung nötig wäre. Bis 2050 wird Italiens Bevölkerungszahl um 22 Prozent gesunken sein. Bis 2050 wird es 100 Millionen Europäer weniger geben. Während die Geburtenraten sinken, altert die Gesellschaft wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Diese Länder werden aus dem Geschäft ausscheiden - es sei denn, sie finden den Mut zur Veränderung. Was ich nicht glaube. Wenn Sie sich die europäischen Wahlergebnisse anschauen - zuletzt in Deutschland -, fällt die Schlußfolgerung nicht schwer, daß die Wähler mit ihrer politischen Elite unglücklich sind. Und zwar deshalb, weil sie nicht gern aufgefordert werden, die Höhe der staatlichen Zuschüsse, die sie bekommen, zu überdenken, ganz egal, wie unbezahlbar diese für die kommende Generation auch sein mögen.[...]
Wir leben in einem außergewöhnlichen Zeitalter: dem der Selbstauslöschung jener Völker, die die moderne Welt formten. Die Spinner von al-Qaida werden nie genug selbstmörderische Piloten finden, um genug Flugzeuge in genug Wolkenkratzer zu fliegen. Aber anders als wir denken die Islamisten langfristig, und angesichts ihres demographischen Vorteils in Europa und des Tons, den die entstehenden moslemischen Lobbys dort anschlagen, kriegen sie viel von dem, wofür sie bisher Flugzeuge in Gebäude steuern, in ein paar Jahren wahrscheinlich einfach so. Die Wolkenkratzer werden ihre sein; warum sie einreißen?
Um den Zusammenbruch zu verhindern, werden die europäischen Nationen mehr Einwanderer aufnehmen müssen, als es je eine stabile Gesellschaft versucht hat. Die CIA sagt den Zusammenbruch der EU für das Jahr 2020 voraus. [...]
Ab 2010 können wir dann auf amerikanischen Nachrichtenkanälen zuschauen, wie in Europa die Häuser brennen und es zu Straßenkämpfen und Mordanschlägen kommt. Und selbst wenn es gelingt, das zu verhindern, bleibt die Vorstellung eines kinderlosen Europas, das Amerika militärisch oder ökonomisch Konkurrenz macht, lachhaft. Irgendwann in diesem Jahrhundert wird es 500 Millionen Amerikaner geben, und was in Europa noch übrig ist, ist dann entweder sehr alt oder sehr moslemisch. Westliche Liberale haben feine Antennen. Wann immer man die Frage aufbringt, ob in einer oder in drei Generationen noch Italiener in dem als Italien bezeichneten Landstrich leben werden, schreien sie "Rassismus!". [...] Aber es geht ... gar nicht um Rasse, es geht um Kultur. Wenn 100 Prozent einer Bevölkerung an die liberale, pluralistische Demokratie glauben, ist es egal, ob sie zu 70 oder zu fünf Prozent "weiß" ist. Aber wenn der eine Teil einer Bevölkerung an die liberale, pluralistische Demokratie glaubt und der andere nicht, spielt es eine große Rolle, ob der Teil, der es tut, 90 oder nur 60, 50 oder 45 Prozent der Bevölkerung auf sich vereint.
Laut einer Umfrage von 2004 wollen 60 Prozent aller britischen Moslems unter der Scharia leben - und zwar in Großbritannien.
Wenn eine Gemeinschaft "in Zwietracht mit der modernen Welt" die sich am schnellsten vermehrende des Planeten ist, wie stehen dann die Chancen, daß die "moderne Welt" überlebt? Nicht gut.

[Wahrscheinlich wurde auch hier "Civilization" aus dem Amerikanischen mit "Kultur" übersetzt, siehe Huntington... aber in diesem Kontext ist das vernachlässigbar... ]

Als Zweckpessimist gehe ich mal davon aus, daß in diesem kneipigen Hort des Hedonismus mein (nicht erster) Hinweis auf die sich schon seit Jahren deutlich abzeichnende demographische Entwicklung entweder als Alarmgeschrei eines "reaktionären Sausacks" abgetan oder generell (außer von Glaurung, Helcaraxe, Psycho Dad, Bard, und noch wenigen anderen) ignoriert wird... Mit den Augen rollen
[Wobei ich den Kollaps unseres Rentensystems gefühlsmäßig nicht ganz so schnell (Steyn sagt 2020) herannahen sehe, aber viel länger wird er sich, so hier sich nichts ändert, nicht hinausschieben lassen...]

Übrigens @ Glaurung, die Karnevalsfiguren sind zwar witzig, aber gehören - noch, muß man nun nach dem Essay von Steyn sagen! - nur sehr bedingt zum Thema Bevölkerung und Migranten (in D) - wie wäre es, mit diesem Foto einen eigenen Ordner über den Zusammenprall der Zivilisationen (nicht der Kulturen, wie ich hier mit Verweis auf Bassam Tibi schon klarstellte) zu eröffen? Morgoth interessiert sich ja auch für dieses Thema...

Gewalt ist keine Lösung


Wolter

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 14:58                                  +/-

Ich hoffe du bist in einer dauerhaften Beziehung und hast mindestens sechs Kinder, damit du wenigstens die fehlenden von zwei anderen Paaren ausgleichst. Wenn nicht die Welt, dann rette wenigstens Europa. Du hast eine Mission.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:08                                  +/-

????? So, und kommt jetzt nach der Polemik auch noch der sachliche Teil Deiner Gedanken zu dem Thema, Schalk...?

Übrigens kenne ich immerhin jemanden mit sechs (christlichen) Kindern, alle mit der gleichen Frau! Yes


Wolter

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:20                                  +/-

Ich kenne jemanden mit sieben (christlichen) Kindern. Ich bin stärker!


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:33                                  +/-

????? Ist Deine Botschaft, daß Du stolz auf die (Dir jetzt mal mutig unterstellte selbstgewählte) Kinderlosigkeit bist? Ich bin es jedenfalls nicht (will es im Prinzip auch noch ändern), und ich möchte in 40 Jahren auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der Christen bzw. christlich sozialisierte Agnostiker das Land ihrer Jugend nicht mehr als - von den übriggebliebenen architektonischen Zeugnissen der Vergangenheit abgesehen - hellenistisch-jüdisch-christlich geprägt wiedererkennen...

Tacheles, Schalk!


Wolter

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:35                                  +/-

Ich hatte eine Mitstudentin mit sieben (türkischen) Brüdern! Macht dann zusammen acht. *ätschibätsch* Ist aber okay, das war ne liberale.

Und Wolter, du bist ja schon ein älteres Semester (Gymnasium in den 80ern). Bei Männern tickt die biologische Uhr ja etwas geruhsamer, aber wenn man den mangelnden Fleiß beim Kinderkriegen bemängelt, musst du dich schon an den eigenen Johannes fassen.

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Bard
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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:43                                  +/-

Wolter, ich erwarte dann aber auch konkrete Lösungsvorschläge. Davon würde ich es dann wahrscheinlich abmachen, ob ich dich einen "reaktionären Sausack" nennen soll, oder nicht. Smilie


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 15:47                                  +/-

Mir gefällt dieser ganze schleimige christliche "mehret euch weil GOTT es befiehlt" Unterton nicht - daher ignoriere ich das erstmal und spare mir Ausschweifungen über die Verteidigung humaner Werte, die deutlich über den Religionen stehen, und der simplen Freude daran Kinder grozuziehen, auch ohne dass mir das ein alter Mann mit Rauschebart befehlen müsste.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 16:01                                  +/-

Gott, was habt ihr alle nur für eine latente Christenangst? Das ist kein drohender Unterton, das "mehret euch" ist ein SEGEN. Ich zitiere die Genesis:

Moses
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.


Mir fällt übrigens gerade auf, dass man das als göttliches Gebot für vegetarische Ernährung verstehen könnte (Mist!).

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 16:37                                  +/-

Klar, wer dran glaubt fühlt sich sicher gesegnet.

Aber in einem solchen Zusammenhang ...
Zitat:
So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekundären Impulse einer Gesellschaft nennen könnte - Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Elternzeit. Wir haben den sekundären Impulsen Vorrang vor den primären eingeräumt: Landesverteidigung, Familie, Glaube, und, am elementarsten, die Fortpflanzung - "Geht hin und mehret euch" [...] Der Konstruktionsfehler der säkularen sozialdemokratischen Staaten ist, daß sie die Geburtenrate einer gläubigen Gesellschaft bräuchten, um sich zu erhalten.

... ist das für den Arsch. Das mieft nach christlicher Propaganda, nach dem Kampf der Religionen, nach der heiligen Ehe etc. - mir müssen uns, unter dem Kreuze vereint, schneller fortpflanzen als die Muslime, damit wir sie in einem heiligen Krieg besiegen können. Zeuget Kinder, auf dass ihr sie Gott als heilige Krieger opfern könnt. ugly

Klar, das war eben etwas überspitzt. Trotzdem sehe ich nicht ein, warum wir unsere Gesellschaft als christliche darstellen sollten, die sich anderen Kulturen verweigert, und ihren Bestand nur durch eigene Kinder und nicht durch Zuwanderung sichern kann. Integration, so abgenutzt das klingt, ist das Zauberwort. Diese Gesellschaft hat inzwischen Werte hervorgebracht, die von Religionen unabhängig sind, und die gilt es zu schützen. Und wenn hier in Deutschland in zweihundert Jahren 98% der Bevölkerung aus Muslimen besteht, dann finde ich das völlig in Ordnung, solange unsere humanistischen Werte weiterhin Gültigkeit haben! Wenn diese Muslime dann so modern sind wie heute der Großteil der Christen in diesem Land, sie also z.B. nur zweimal im Jahr in die Moschee gehen, weil sie mehr einfach nicht für nötig halten, ist doch alles schön. Natürlich funktioniert das Alles nicht, wenn unsere Gesellschaft von einer inhumane Werte vertretenden Parallelgesellschaft unterwandert wird, aber die Lösung für dieses Problem liegt sicher nicht im Verbot von Verhütungsmitteln. zwinkern


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 18:02                                  +/-

Aber das ist doch keine dauerhafte Lösung, wenn diese Werte auch auf Dauer dafür sorgen, dass Liberale keine Kinder bekommen und Konservative überhaupt welche. Das ist der eigentliche Knackpunkt, und nicht die Frage nach der Religion oder die Verteidigung Europas (was Mark Steyn in der Welt als Aufhänger benutzt).

Phillip Longman hat ja letztes Jahr für ziemlichen Wirbel in den Feuilletons gesorgt mit seiner These der Rückkehr des Patriarchats:

Zitat:
Ja, das liegt daran, dass wir (die USA) eine religiöse und eine Immigrantengesellschaft sind. Und wer kommt zu uns? Vor allem patriotische, familienorientierte Lateinamerikaner. Das unterstützt meine Theorie nur. Die Gesellschaft wird konservativer. Patriarchisch geführte Familien haben einfach mehr Kinder. Die Einzelkindfamilie der aufgeklärten Sechziger- und Siebziger-Jahre-Eltern wird sehr wahrscheinlich aussterben. Sie wird keine Spuren hinterlassen.

[…] Ich glaube, dass wir in einer patriarchalischen Welt viele individuelle Freiheiten verlieren werden. Aber wir sind selbst schuld.


-------------------------------

Abgesehen davon sagt die Schlagzeile "jedes dritte Kleinkind ist Ausländer hat einen Migrationshintergrund" erstmal wenig aus. Denn die beste Integration ist ja, wenn Deutsche und Ausländer miteinander Kinder haben.

Einfache Mathematik:
20% Migranten => 20% aller neugeborenen Kinder haben einen Migrationshintergrund
20% Migranten schnackseln mit 20% Deutschen => Hoppla! 40% aller Kinder haben einen Migrationshintergrund.

Leider schlüsselt der Mikrozensus nicht auf (oder habe ich was übersehen?), ob das wirklich auf der bösen Parallelgesellschaft Schiene läuft oder nicht doch diesen einfachen Grund hat.

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 05.05.2007, 18:11                                  +/-

Das meiste findet wohl schon in der bösen Parallelgesellschaft statt. Guck dir die ausländischen Familien an, da hat eine einzige manchmal mehr Kinder als ein ganzes ostdeutsches Dorf.

Ansonsten ist die durchmischte und durchraßte Gesellschaft unter den gegebenen Umständen natürlich der beste Weg. Wichtig wäre dabei nur, daß die angestammte Bevölkerung der vorherrschende Teil bleibt, damit sie die Neuankömmlinge absorbieren kann. Wenn die demographische Entwicklung so weiterläuft, ist das nicht unbedingt zu erwarten.


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