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Filme mit Sex
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 09.01.2008, 00:55                                  +/-

Krass, krass, krass! Ich bin ja nicht prüde und kenn den Film eh schon, aber das ist 3Sat!

Bestimmt wollte jemand in Deutschland nur mal durchzappen, und in genau dem Moment in dem der Samen spritzt kommen die Eltern nochmal ins Wohnzimmer und die Mutter sagt: "Oh Jeffrey!"

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 10.01.2008, 11:51                                  +/-

Kommt eigentlich momentan kein Film mehr ohne Apple-Notebook aus?


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
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Morgi



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BeitragVerfasst am: 10.01.2008, 15:00                                  +/-

Mist, "9 songs" wollte ich schon seit längerem einmal sehen, bin aber zu geizig, mir die DVD zu kaufen. Dass 3sat Filme aber auch nie wiederholt! Da könnten sie sich mal ein Beispiel an arte nehmen Yes

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 01:56                                  +/-

Ich muss sagen, so beim zweitenmal Gucken fand ich den Film gar nicht mehr so kalt und deprimierend. Die haben doch die meiste Zeit eine schöne Zeit ud es gibt viele gefühlvolle Szenen. Er verliebt sich in ein Sexgirl, das ist halt Pech. Andere würden dafür viel geben.

Hauptproblem ist für mich, dass ich beide so wenig attraktiv finde. Sie ist ein dürres Gerippe mit einem spitzen Mund und Hasenzähnen und wirkt schnippisch und androgyn. Er sieht aus wie ein unterbelichteter sardischer Ziegenhirte, irgendwie so knollig und verwachsen. Denselben Film mit schönen Menschen würde ich jederzeit nochmal anschauen.


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Meine Herren, jetzt wird's psychologisch!
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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 03:03                                  +/-

Nichtraucher
Hauptproblem ist für mich, dass ich beide so wenig attraktiv finde. Sie ist ein dürres Gerippe mit einem spitzen Mund und Hasenzähnen und wirkt schnippisch und androgyn. Er sieht aus wie ein unterbelichteter sardischer Ziegenhirte, irgendwie so knollig und verwachsen. Denselben Film mit schönen Menschen würde ich jederzeit nochmal anschauen.

Sehr richtig.
Ich hatte den Film nicht von Anfang an gesehen, vielleicht lag's daran, aber insgesamt fand ich mich eher recht wenig angesprochen. Hatte aber auch schon überlegt, ob es an den Darstellern lag, da die mir einfach überhaupt nichts gegeben haben.

"Der Liebhaber" allerdings hat mir sehr gut gefallen. Danke für den Tipp, Morgoth hatte ihn glaube ich gegeben.

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 16.01.2008, 23:52                                  +/-



Ai no corrida
***********
Japan, 1976, 105 min., Erotik-Drama

Der feine Herr Kichizo managt ein Puff Geisha-Haus im Japan des Jahres 1936. Der Sex am Arbeitsplatz wird für ihn verhängnisvoll als er die schöne Sada kennen lernt. Gemeinsam verfallen sie der Sexsucht und immer gewagteren Liebesspielen. Kichizo vernachlässigt seine Familie, Sada die Kundschaft. Schließlich deckt der Film schonungslos auf, wozu zuviel Sex führen kann...

Ai no corrida ist eigentlich die Mutter aller Shortbusses und 9 Songs und kommt alle paar Jahre im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Darum wunderte mich etwas, dass man hier Empörung und Grenzverschiebung angesichts deren Erstausstrahlung erwartete. Naja, jedenfalls passiert außer Sex eigentlich nicht viel in dem Film. Die Dramatik entsteht durch die immer zerstörerischere Kraft der Schäferstündchen, und die wachsende Durchgeknalltheit der beiden Liebenden. Die Darstellung ist dabei meist nicht so gewollt unschön wie in 9 Songs, sondern, ich sag mal, dem vermuteten japanischen Geschmack der 70er entsprechend. So ganz ästhetisch soll die Darstellung ja auch nicht sein. Sonst wäre es ja ein Porno und kein Kunstfilm. Filmhistorisch auf alle Fälle empfehlenswert!

6/10 Zigaretten während des BJs


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 17.01.2008, 00:08                                  +/-

Ah, ja den Film habe ich glaube ich mal ausschnitthaft im Fernsehen gesehen. In den Öffis. Ich kann mich aber beinahe an nichts mehr erinnern. Geschockt Bei Amazon gibt's den auch nicht zum Ausleihen, und extra kaufen will ich ihn mir auch wieder nicht...


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 17.01.2008, 19:11                                  +/-

Ist das der mit dem Füßeln und
Spoiler:
dem abgeschnitten Penis, den sie mit sich herumträgt

? Wenn ja, dann habe ich ihn mal mit einigen Freunden auf arte (oder sowas in der Richtung) gesehen. Teilweise höchst amüsant, größtenteils einfach gut gefilmt, und eine interessante Auflösung über die unglaublichen psychischen Probleme der Hauptfigur.


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 17.01.2008, 21:53                                  +/-

Ja, das ist der.


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 30.03.2009, 13:15                                  +/-

Seid ihr auch manchmal angewidert von dem ganzen Schmutz im Internet? Schaut euch doch mal sexfreie Pornographie an! Ok, das ist eigentlich Off Topic.

Nicht super lustig, aber schon ganz nett. Yes


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 30.03.2009, 13:36                                  +/-

Schon ganz witzig hähö


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:13                                  +/-

So, jetzt hatte ich hier gerade eine ellenlange Rezension von Nymphomaniac geschrieben, die aber leider weg war, nachdem das System mich zwischenzeitlich ausgeloggt hatte. Von daher also nur die kurze Variante: Phantastischer Film, unbedingt anschauen, zehn von zehn bunten Schokobonbons!

Für alles andere fehlen mir gerade leider Zeit und Nerven.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:19                                  +/-

Man schreibt lange Beiträge auch in Word vor und speichert zwischendurch ab. Ganz alte Forenregel.


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I'm tired of everyone and that includes myself
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:25                                  +/-

Arianrhod
So, jetzt hatte ich hier gerade eine ellenlange Rezension von Nymphomaniac geschrieben, die aber leider weg war, nachdem das System mich zwischenzeitlich ausgeloggt hatte.


Wenn das passiert, einfach den Browser-Zurückbutton benutzen. Die Rezension ist dann noch nicht weg.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:48                                  +/-

Oxford ist mein Held! Hier ist die verschollene Rezension:

"The secret ingredient of sex is love."



"Lars von Trier ist doch ein echter Romantiker!", sagte mein Liebster, als wir Samstagnacht aus dem Kino kamen. Ich muss ihm recht geben. Nymphomaniac ist definitiv kein Porno, sondern ein Film über die Sehnsucht, die selbstverständlich unerfüllt bleiben muss. Ein großartiger Film, das mal ganz nebenbei gesagt. Schon der Anfang ist hinreißend: Erst bleibt die Leinwand einige Augenblicke lang stumm und leer, dann sehen wir einen ummauerten Hof im Schneeregen. Die Kamera lässt sich sehr viel Zeit, den rinnenden Regen und seine leisen Geräusche einzufangen. Man hört das Prasseln der Tropfen auf einem Vordach, das Quietschen eines Ventilators, das Rieseln des Wassers über dem Mauerwerk. Dann kehrt die Kamera zu ihrem Ausgangspunkt zurück, und plötzlich liegt da eine blutende Frau und mit wummernden Bässen setzt Musik ein. (Rammsteins "Führe mich!") Wow!

Ein Rentner, gespielt von Stellan Skarsgard, entdeckt die Frau auf dem Weg zum Bäcker. Sie legt zwar reglos da, ist jedoch bei klarem Bewusstsein und verwahrt sich vehement dagegen, dass er die Polizei oder den Krankenwagen ruft. Ratlos fragt der Rentner, was sie denn dann wünsche. "A cup of tea with some milk", ist die schlichte Antwort. Daraufhin lädt der Mann sie zu sich ein, denn "I don't serve tea on the street."

Wenig später sehen wir Charlotte Gainsbourg im Herrenpyjama mit der gewünschten Tasse Tee in Händen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine freundliche Konversation, die darin mündet, dass Joe - so heißt die nicht mehr ganz junge Dame - dem Rentner mit dem schönen Namen Seligman ihre Lebensgeschichte erzählt. Dies geschieht in insgesamt acht Kapiteln, von denen fünf im ersten Teil zu sehen sind. (Der zweite Teil soll, glaube ich, im April in die Kinos kommen.) Jedes Kapitel hat eine Überschrift, die inhaltlich im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen Joe und Seligman steht, die diese jeweils kurz vorher führen. Mal berühren diese das Angeln, mal das Delirium tremens und dann wieder Bachs Kleines Orgelbüchlein. Seligman ist ein freundlicher, interessierter und höchst gebildeter Mann, der Joes Selbstkasteiungen mit einer unerschütterlichen Nonchalance begegnet. Seine beharrliche Weigerung, ihr Verhalten in irgendeiner Weise negativ zu bewerten, erinnert an die psychoanaltische Grundhaltung, wenngleich der alte Mann wesentlich zugewandter agiert, als dies ein Psychoanalytiker tun würde.



Natürlich geht es in Joes Erzählungen um Sex, breit und ausgiebig sogar - und trotzdem steht der Sex keineswegs im Mittelpunkt, sondern ist ständig eingeflochten in lauter kleine Nebenerzählungen. Wir lernen etwas über Eschenlaub und die Fibunacci-Folge, über Polyphonie und die Konfrontation mit dem Tod, über die symptothermale Methode der Familienplanung und die komplizierte Logistik, derer es bedarf, wenn man an einem Abend Sex mit zehn verschiedenen Männern haben möchte. Ganz hinreißend fand ich beispielsweise die Idee, Joes Sexualleben am Beispiel einer Orgelkantate durchzuexerzieren - Bassstimme, Melodie der linken Hand und Cantus Firmus, parallel dargestellt in drei verschiedenen Bildausschnitten.

Die junge Joe wird gespielt von Stacy Martin, die, wie ich in einem Zeitungsartikel las, der jungen Jane Birkin ähnlich sehen soll - eine wirklich sehr hübsche Frau, die dem pk gefallen dürfte. Die Schauspieler sind aber allesamt ganz große Klasse. Christian Slater gibt berührend Joes Vater, Uma Thurmann hat als verlassene Ehefrau und Mutter von drei Söhnen einen hinreißend grotesken Auftritt und selbst Shia LaBeouf hat mich positiv überrascht. Sie alle spielen nuancenreich, intensiv und dennoch völlig unsentimental. Der Film lebt von seinem Humor genauso wie von seinen berührenden und erschütternden Momenten. Ich jedenfalls war hin und weg. Ich habe schon lange keinen so guten Film mehr gesehen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

Zehn von zehn bunten Schokobonbons.



Zuletzt bearbeitet von Arianrhod am 04.03.2014, 09:14, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:52                                  +/-

Jetzt freu ich mich tierisch auf den Film.
Danke für die wunderschön geschriebene Rezi, Arianrhod!


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 21:56                                  +/-

Arianrhod
Oxford ist mein Held!


zwinkern Schön, dass es noch da war.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 22:29                                  +/-

Und was ist mit dem (echten? simulierten?) Sex?

Gepostet am 03.03.2014, 21:30:

Der Meister schrieb ja:

Rüdiger Suchsland
Nymphomaniac ist ein lustfeindlicher antihedonistischer Film, indem Sex hier überhöht und zum Mittel degradiert wird, indem ihm Verantwortung aufgebürdet wird: Sexualität als Mittel zur Wahrheit, zum Göttlichen und Joe als Gottsucherin.

In der Behauptung, dass der "kleine Tod" den großen bereits enthält, entlarvt sich Lars von Trier als Moralist des Sexuellen, der einmal mehr - bei allen Skrupeln, in aller Verzagtheit - davon überzeugt ist, seiner Zeit voraus zu sein und ihr die Leviten liest. So unternimmt von Trier keinen Exorzismus, sondern eine verhaltenspsychologische und kulturhistorische Studie über den Eros und den Sinn des Daseins. Mit kulturpessimistischer Volte: In Gestalt von Seligman trifft das alte Europa auf die junge Generation der ungebildeten Barbaren.

Nymphomaniac ist ein Manifest gegen die Liebe - von ihrer "Revolution gegen die liebesfixierte Gesellschaft" spricht die Heldin, von der "idiotischen Liebe" -, gegen libertäre Moral und gegen die Sex-Besessenheit der Gegenwartsgesellschaft. Zugleich verfällt der Film dieser natürlich auch und verspottet alle konservativen Moralvorstellungen.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 22:52                                  +/-

Sieh mal an, welche Threads wir hier so haben, den hatte ich völlig vergessen... 2008, das Jahr, in dem PD das Wort Blowjob noch verschämt abkürzte und PK Filme auch schon nach Schauwert der bzw. Sympathie für die Darsteller bewertete.

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 23:08                                  +/-

Was soll mit dem Sex sein? Er kommt vor. Man sieht Cunnilingus, Fellatio, vaginale Penetration, Analverkehr (wobei man den nicht wirklich sieht), tiefe Zungenküsse, eine junge Joe, die sich Sperma von der Unterlippe wischt, vielfache Orgasmen und einmal auch eine Fotosequenz diverser männlicher Geschlechtsteile zu Walzerklängen. Aber das alles wirkt überhaupt nicht pornografisch. Das liegt meines Erachtens am sprachlichen Kontext, an der Einbettung des Geschehens in die Erzählung und an der ironischen Distanzierung, die dadurch entsteht. Joe selbst macht oftmals gar nicht den Eindruck, als würde sie das, was sie da treibt, sonderlich tangieren. Sie ist schon erregt, aber es erinnert eher an eine Art Sport oder ein Hobby. Vielleicht ist es auch eine Art von Kunstprojekt (man erinnere sich an die Orgelkantate). Sonderlich moralisch finde ich den Film gar nicht. Er beschreibt Dinge, ohne sie explizit zu bewerten. Die Handlung wird oft in den entscheidenden Momenten gebrochen und erscheint dadurch in einem völlig anderen Licht. Auch die Figur des Seligman trägt zu diesem Effekt bei.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 23:54                                  +/-

Aber das alles wirkt überhaupt nicht pornografisch.


Was aber eigentlich nicht wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, oder? Hm. Das wäre wie eine extra ironisch distanziert gefilmte Komödie, deren Witze nicht lustig sind. Oder ein Actionkracher, bei dem 300 Orks originell gemetzelt werden, die brutale Gewalt einem aber egal ist.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 00:06                                  +/-

Tyler Durden
Aber das alles wirkt überhaupt nicht pornografisch.


Was aber eigentlich nicht wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, oder? Hm. Das wäre wie eine extra ironisch distanziert gefilmte Komödie, deren Witze nicht lustig sind. Oder ein Actionkracher, bei dem 300 Orks originell gemetzelt werden, die brutale Gewalt einem aber egal ist.

Die Qualität entsteht in der Gesamtschau. Ich finde auch deine Beispiele nicht ganz treffend, denn Nymphomaniac ist kein Porno und will es auch gar nicht sein. Er ist eher eine Lebensbeichte; die Kommunikation zwischen Joe und Seligman steht eindeutig im Vordergrund, und unter dieser Prämisse passt es wieder. Wobei wir bislang ohnehin nur den ersten Teil zu sehen bekommen haben. Joe sagt gleich zu Beginn zu Seligman, dass er sie nur verstehen könne, wenn er die ganze Geschichte kenne. Für ein abschließendes Urteil über den Film fehlt also noch der zweite Teil.

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