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Filme mit Sex
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 00:15                                  +/-

Tyler Durden
Aber das alles wirkt überhaupt nicht pornografisch.


Was aber eigentlich nicht wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, oder? Hm. Das wäre wie eine extra ironisch distanziert gefilmte Komödie, deren Witze nicht lustig sind. Oder ein Actionkracher, bei dem 300 Orks originell gemetzelt werden, die brutale Gewalt einem aber egal ist.


Funktioniert das zweite Beispiel nicht gerade umgekehrt? Der originell metzelnde Actionkracher ist der Porno, der Gewalt "realistisch" darstellende Film ist Kunst?

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 00:41                                  +/-

Vielleicht. Denk dir halt ein besseres Beispiel. Oder ersetze das Wort "pornografisch" durch "erotisch" wenn du dich an der Vokabel störst. Mich irritiert, dass bei solchen ArtCore-Filmen es als Qualität gilt, wenn der Zuschauer nicht heiß gemacht wird, sondern alles ist künstlich ironisch und distanziert und akademisch. Arianrhod: "Joe selbst macht oftmals gar nicht den Eindruck, als würde sie das, was sie da treibt, sonderlich tangieren." Dafuq? Ich bin da aber vielleicht immer noch "9 Songs" geschädigt, der nicht nur keinen Plot hatte, sondern sehr unterkühlt, kommunikationslos und furchtbar war.

Ich lese auch gerade Reviews nach und die Spiegel-Rezension spricht das auch an:

SPON
Von Trier liefere schon deshalb keine Pornografie, haben einige männliche und weibliche Kritiker behauptet, weil der Film sie, die Kritiker, nicht heiß gemacht habe. Das klingt dann doch bizarr bekennerhaft. Formulieren wir es lieber so: "Nymphomaniac 1" zeigt den Sexualakt manchmal sehr scheußlich, öfter aber auch sensationell schön.


Was schonmal besser klingt.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 08:15                                  +/-

"Pornografisch" und "erotisch" sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge. Erotisch finde ich einzelne Szenen des Films durchaus, aber das sind manchmal gar nicht unbedingt die, in denen es "zur Sache" geht. Es gab zum Beispiel eine Szene, in der Joe davon sprach, dass sie gerne ein Gegenstand wäre, den der geliebte Mann - eine Liebe, über die sich die 50-jährige Joe recht verbittert und desillusioniert äußert - immer wieder zur Hand nehmen und beiseite legen könnte. Dabei sieht man sie an seinem Schreibtisch Dinge in die Hand nehmen. Diese Szene zum Beispiel fand ich sehr erotisch. Aber es gibt auch durchaus sexuelle Szenen, die erotisch waren. Erotisch schon, aber eben nicht offensiv erregend.

Der Punkt ist, dass es in diesem Film nicht darum geht, den Zuschauer heiß zu machen - und eben das unterscheidet ihn von einem Porno. In einem Porno sind die Dialoge nur Beiwerk, in diesem Film spielen die Dialoge die Hauptrolle und der Sex ist ihnen untergeordnet. Dennoch erlebe ich ihn keinesfalls "künstlich ironisch" oder gar akademisch. Die Distanz, die entsteht, passt zur Handlung, sie passt zu Joe, sie passt zu der Geschichte, die erzählt wird. Man könnte sagen, die Distanz ist kein Selbstzweck, sondern sie dient dem Plot. Die radikale Entblößung findet dafür an anderer Stelle statt.

Edit: Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob der Film den Bechdel-Test besteht. Das liegt aber vor allem daran, dass die meisten Charaktere - Frauen wie Männer - nur mit einem Buchstaben benannt werden. Es gibt eine Szene, in der Joe ein Bewerbungsgespräch mit einer anderen Frau führt, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher, ob die einen Namen hat. Doch, ja, ich glaube, in einer späteren Szene wird sie namentlich angesprochen. Bechdel-Test bestanden!



Zuletzt bearbeitet von Arianrhod am 04.03.2014, 08:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 08:52                                  +/-

Ich verstehe eigentlich den Impetus von Tylers Frage nicht.
Nur weil ein Film Körperlichkeit zum Inhalt hat, verfehlt er doch seine Absicht nicht, wenn er den Zuschauer nicht geil macht. Wie in Arianrhods Kritik zuvörderst zum Ausdruck kommt, geht es um viele andere Themen, um Kultur, um das alte Thema Liebe - das alles aufgezogen an einem Menschen, für den Vögeln was sehr Wichtiges und Bestimmendes im Leben ist. (Ist jetzt schon frei interpretiert, ich habe den Film ja noch nicht gesehen.) Warum muss mich da der Sex geilmachen? ?????

In Marc Forsters Monster's Ball kommt eine ziemlich kräftige Sexszene zwischen Halle Berry und Billy Bob Thornton vor, man sieht da echt genügend. Trotzdem kam die Szene bei mir total "ungeil" an, weil es ihr nicht darum ging, dass das Publikum dabei hibbelig wird, sondern darum zu zeigen, warum dieser Sex geschieht: Zwei wildfremde Menschen, die aus verschiedenen Schichten kommen und sich nichts zu sagen haben, überwinden damit ihre Isolation. Darum fand ich die Szene auch so verdammt gut, bisher die beste Sexszene, die ich in einem Film gesehen habe.
Sex kann also was erzählen über sich selber hinaus. Ich habe natürlich auch nichts dagegen, wenn mich Sex im Film anmacht, kein bisschen. Aber er verfehlt doch seinen Zweck nicht - und schon gar nicht den, den der Regisseur damit verbunden haben dürfte -, wenn er nicht geil macht. Das wäre auch eine schon immens verkürzte Sichtweise auf Sex insgesamt, oder?


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 10:21                                  +/-

die symptothermale Methode der Familienplanung

Über die habe ich letztens auch viel erfahren hähö

Die wichtigste Frage: gibt es pornographische Szenen mit Charlotte Gainsbourg?

(die Antwort, auf die ich hoffe, ist nein, nur dass wir uns da gleich richtig verstehen. Ich liebe sie als Schauspielerin, will sie aber nicht vögeln sehen)


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 10:56                                  +/-

Selbst wenn es welche gibt, wurden sie gedoubelt. Du würdest also nicht sie, sonder eine Pornodarstellerin sehen. zwinkern


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 12:27                                  +/-

Explizite Darstellungen von Sex und ein interessanter Film, das passt für mich nicht zusammen. Wenn der Sex geil macht, lenkt er von der Handlung ab. Wenn er nicht geil macht, ist es entweder awkward/lächerlich (siehe Game of Thrones) oder eklig, in jedem Falle aber sinnlos. Deshalb fand ich diesen neuen Film von vornherein uninteressant.

Das Maximum an Sex, was ein spannender, nicht-pornographischer Film verkraften kann, ist sowas wie in Basic Instinct, wo Sex ein wichtiger Teil ist, aber trotzdem jeweils nur eher kurz gezeigt wird.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 13:22                                  +/-

Euseppus
In Marc Forsters Monster's Ball kommt eine ziemlich kräftige Sexszene zwischen Halle Berry und Billy Bob Thornton vor, man sieht da echt genügend. Trotzdem kam die Szene bei mir total "ungeil" an, weil es ihr nicht darum ging, dass das Publikum dabei hibbelig wird, sondern darum zu zeigen, warum dieser Sex geschieht: Zwei wildfremde Menschen, die aus verschiedenen Schichten kommen und sich nichts zu sagen haben, überwinden damit ihre Isolation. Darum fand ich die Szene auch so verdammt gut, bisher die beste Sexszene, die ich in einem Film gesehen habe.


Internet
This ends up turning into one of the most awkward sex scenes I have ever witnessed.

Why It's Awkward: Halle's character, clearly drunk out of her mind throws herself onto Billy Bob Thorton in a desperate and sad attempt to find a connection with someone. The fact that she just throws herself on the man and begs and pleads for him to fuck her even though he knows he's not feeling it is what gives the most second-hand embarrassment. Not to mention the fact that Billy Bob Thorton's character eventually gives in and gives the nastiest and most awkward fuck ever. Watching Billy Bob Thorton fuck anyone is like watching my grandma clip her toenails.


Ja, okay, da trennen sich eben die Geschmäcker. Du findest die schauspielerische Leistung stark und das ist ja total wichtig für den Plot etc und ich winde mich fremdschämend im Sitz.

Stell dir vor Küssen und Händchenhalten wäre ein Tabu im Film. Manchmal kommen skandalöse Filme raus die das trotzdem zeigen, gibt ja Aufmerksamkeit, und im Feuilleton wird es immer wieder schamvoll lustvoll durchdiskutiert, immer aber mit dem Hinweis, dass der Kritiker es überhaupt nicht romantisch oder herzig fand, sondern das wurde korrekt ironisch gebrochen und hat diese und jene verkopften Querverweise. Und wenn man sich den Film dann ansieht sind das künstlerische Problemfilme wo das Scheitern von Intimität mit einem Bussi auf die Backe thematisiert wird etc. Und in irgendeinem Internetforum schreibt dann jemand "Küsse können soviel über sich hinaus erzählen. In der besten Kussszene die ich je sah hatte X vorher geraucht und schmeckte sichtbar wie ein Aschenbecher, und dann knirschten die Zähne mit diesem Haare-aufstellenden Geräusch aufeinander und es gab zuviel Zunge, es war glorios! Und ich denke mir: Hm, ja, kann man so darstellen, aber wieso gibt es diese Konvention so?


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 15:08                                  +/-

Vielleicht reden wir aneinander vorbei und ich verstehe Dich miss, aber meine Antwort wäre:
Sex steht für x Dinge; Menschen vögeln aus den verschiedensten Gründen miteinander; Menschen geben sich auch dem Küssen hin wegen verschiedenster Hintergründe. Und Film setzt das ein, thematisiert es und zeigt es.
Ich weiß nicht, mir ist das irgendwie fremd, das Aufsehenerregende oder Tabubrechende (was es heute schon längst nicht mehr ist) von Sexszenen in den Vordergrund zu rücken. Klar, man kann einem Regisseur immer unterstellen, dass er das wegen Aufmerksamkeit oder infantiler Grenzüberschreitung oder etc. drinhaben will in seinem Film; hätte ich von Trier übrigens auch zugetraut vor Arianrhods Rezension. Aber ich habe inzwischen einfach genügend (gute, teils auch schlechte) Filme gesehen, in denen Sex explizit gezeigt wird. In den guten ging es dabei nie um den Sex als solchen, sondern immer darum, warum Menschen miteinander schlafen. Warum sollte das nicht Inhalt eines Filmes sein?

Die Rezi, die Du zur Monster's Ball.-Szene verlinkt hast, deckt sich übrigens weitgehendst mit meiner Rezeption (nur, dass ich Thornton nicht als abstoßend empfunden habe); ist halt das, was die GoT-Gucker hier vermutlich als "total realistisch" einstufen würden. Da geht es auch nicht um Hochglanzsex, sondern zwei Menschen fallen halt aus guten Gründen übereinander her, wie es im RL auch geschehen könnte. Deswegen fand ich die Szene ja so gut. Hast Du mich da missverstanden? Oder worum ging es Dir?

Sex ist nicht nur für die Darsteller vor der Kamera eine Ausnahmesituation, sondern auch für den Zuschauer; ein Teil von mir fühlt asich beispielsweise immer beobachtet im Kino, wenn auf der Leinwand geknattert wird, so klar Quatsch das auch ist. Es ist einfach etwas nicht Normales, anderen beim Sex zuzugucken. Und trotzdem gehe ich mal eher vom Regisseur aus (wenns ein guter Film ist), der sich wahrscheinlich wünschen würden, dass das Publikum jetzt nicht in sich zusammenkriecht "Wuah!! Figgn!", sondern es als Teil der Geschichte sieht, der etwas Wichtiges zu erzählen hat. Ob es aufgeilt oder nicht, finde ich dabei zweitrangig.


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 15:15                                  +/-

Yes


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 15:20                                  +/-

Hm, ja, kann man so darstellen, aber wieso gibt es diese Konvention so?

Sex nur in der Distanzierung zu zeigen? Kommt drauf an, was Du drunter verstehst. Ich habe Sex eigntlich noch nie gebrochen/distanziert etc. in einem Film gesehen.
Die Frage müsste doch eigentlich andersrum sein: Warum zeigen 99,99 % aller Filme, in denen Sex vorkommt, nur Bodydoubles mit Decken drüber und mit Schnitt an entscheidenden Stellen?
Die Antwort kann ich eigentlich selber geben: Es geht in diesen Filmen nicht um Sex, sondern um das Zusammenfinden der beiden "Helden" der Geschichte - das kann man am einfachsten mit einer Bettnummer erzählen. Da steht Sex dann für "Geliebt und gefunden" - das ist eine Konvention.
Hier (RomCom, Liebesfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm) ist die Verfestigung von Sex und Liebe zu finden: Was sich liebt, das saut in die Laken. Mega-Konvention.
Dass diese Filme diese kurzen Soft-Sequenzen einsetzen und keine Hardcore-Szenen, liegt auch nahe, denn eine "echte" Sexszene bekommt automatisch immenses Gewicht: Der Sex stünde dann nicht für etwas Anderes, sondern es ginge in dem Moment um den Sex.
Und genau das erzählen Autorenfilme, wenn sie Sex zeigen: Er wird zum Thema. Und ich sehe es, im Kontrast zu deiner Wahrnehmung, so, dass hier jetzt eben Konventionen wegfallen:
Der Weichzeichner, die Streicher, die Slomo, die Schnitte... Jetzt geht es um eine Wahrheit, die mit Sex zu tun hat. Ob dann der alte Thornton über die Berry herfällt oder zwei hübsch gewachsene Lesben miteinander schnackseln - der Sex und wie und warum er geschieht, sagt etwas über die Beziehung der beiden Menschen aus. Distanz oder Bruch sehe ich da nirgends drin, es gibt ja nun keine Konvention, dass dieser Sex besonders hässlich sein muss.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 16:00                                  +/-

Versteht ihr denn überhaupt was ich meine? Vielleicht reden wir wirklich aneinander vorbei. Oder ich drücke mich suboptimal aus. Oder ich habe schlicht unrecht, das will ich gar nicht ausschließen.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 16:13                                  +/-

Sag doch vielleicht nochmal, was Du mit der Konvention oben meintest.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 16:37                                  +/-

Ich habe den Thread eben nochmal von Anfang an gelesen und der junge Thanil drückte es damals prägnant aus:

Thanil
Ich denke das ist das größte Problem bei den "realistischen Sexszenen": sie finden allzu oft in einem problemgeladenen Umfeld statt, so dass man von der ganzen Schwere der Situation runtergezogen wird. Manche Filme stellen sogar auf diese Weise implizit die Hypothese auf, dass Sex in seiner letzten Konsequenz eine zerstörerische Kraft im menschlichen Leben ist.


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 04.03.2014, 17:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 16:51                                  +/-

Warum zeigen 99,99 % aller Filme, in denen Sex vorkommt, nur Bodydoubles mit Decken drüber und mit Schnitt an entscheidenden Stellen?

Weil die Schauspieler nicht mehr mitmachen, z. B.

Gepostet am 04.03.2014, 15:54:

Welche Filmszenen fandet ihr denn wirklich erotisch bisher? Also im Sinne von erotisch.


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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 17:00                                  +/-

Nichtraucher
Weil die Schauspieler nicht mehr mitmachen, z. B.

Verdammte Schauspieler, da werden sie schon für sowas schönes wie Sex bezahlt, dann wollen die das nicht machen! hmmmm grins


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 18:51                                  +/-

Ich kann dich beruhigen, pk. Im gesamten ersten Teil gibt es keine einzige Sexszene mit Charlotte Gainsbourg. (Du solltest das Kino allerdings bei Beginn des Abspanns verlassen. Der zeigt nämlich eine Vorschau auf den zweiten Teil und in dem sieht es definitiv anders aus.)

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 04.03.2014, 21:54                                  +/-

Übrigens, weil die Frage nach erotischen Filmszenen auftauchte: Erotik setzt für mich keineswegs nackte Haut voraus, im Gegenteil. Erotik lebt von der Verschleierung, vom Spiel mit Ambivalenzen, von Sehnsucht und Verlangen. Natürlich ist sie auch ein Tanz der Sinne, aber sie steht für mich der Imagination weitaus näher als der Pornografie.

Eine in meinen Augen - oder besser Ohren - sehr erotische Filmszene ist zum Beispiel diese hier (ab etwa 2:05):



Überhaupt bin ich in der Erotik eine echte Wortfetischistin. Ich finde erotische Geschichten wesentlich aufregender als erotische Filme. Ich kann mich zum Beispiel erinnern, mal einen Blogbeitrag gelesen zu haben, in dem die Autorin erotische Videos verlinkte und deren Inhalt außerdem in ihrem Beitrag beschrieb. Die Beschreibung fand ich unglaublich anregend, da ging direkt das Kopfkino mit mir durch. Die visuelle Umsetzung fand ich dann aber eher enttäuschend.

Um noch mal auf Nymphomaniac zurückzukommen: Es ist schwierig, hier konkret zu werden, ohne allzu viel vom Film zu verraten. Aber es geht eben in manchen Szenen gar nicht um Lust. Als Joe sich entjungfern lässt, ist ihr einziges Ziel, es hinter sich zu bringen. Und später gibt es eine Szene, in der das Ganze ein reiner Wettbewerb ist: Wer schafft es, in einem vorgegebenen Zeitraum mit mehr Männern Sex zu haben? Da geht es schlicht und einfach nicht um Lust, sondern um Eitelkeit, um Selbstbestätigung, um Macht, um Triumph. Letztendlich ist Joe ein sehr einsamer Mensch. Und wenn ich den Trailer richtig deute, dann wird Charlotte Gainsbourg dieser Einsamkeit und Verlorenheit im zweiten Teil noch umso eindringlicher Ausdruck verleihen.

Dennoch verstehe ich diesen Film nicht als moralische Aussage über Sex an sich. Ich suche nicht nach der versteckten Gesellschaftskritik wie die meisten Filmkritiker in den Feuilletons, sondern lausche der Geschichte einer Frau, deren Leben vom Sex bestimmt wird - und diese Geschichte erzählt Lars von Trier ganz meisterhaft. An manchen Stellen entdecke ich Parallelen zu meinem eigenen Liebesleben, an anderen bleibt mir das Erzählte völlig fremd, so als käme es aus einem fernen, exotischen Land. Immer aber bin ich berührt und beteiligt. Das, was Joe erzählt und was in Seligmans Zuhören ein so waches und zugewandtes Gegenüber findet, lässt mich in keiner Weise kalt. Das ist es, was ich mir von einem Film wünsche.

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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014, 14:44                                  +/-

Wenn ihr mal nichts Besseres zu tun habt, sucht im Netz nach der Sexszene aus dem obskuren Horror(?)film "Puffball" mit Kelly Reilly. Wo sie im Schweinestall stockbesoffen einen Mann zwingt, sie zu vergewaltigen oder so ähnlich. Sie schlägt ihn solange, bis er sie hernimmt. Seeehr merkwürdig Aber nicht ohne Cool


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.03.2014, 11:09                                  +/-

Tyler Durden
Versteht ihr denn überhaupt was ich meine? Vielleicht reden wir wirklich aneinander vorbei. Oder ich drücke mich suboptimal aus. Oder ich habe schlicht unrecht, das will ich gar nicht ausschließen.


Ich glaube ich habe dich genau verstanden. Spitze

Tyler Durden
Ich habe den Thread eben nochmal von Anfang an gelesen und der junge Thanil drückte es damals prägnant aus:

Thanil
Ich denke das ist das größte Problem bei den "realistischen Sexszenen": sie finden allzu oft in einem problemgeladenen Umfeld statt, so dass man von der ganzen Schwere der Situation runtergezogen wird. Manche Filme stellen sogar auf diese Weise implizit die Hypothese auf, dass Sex in seiner letzten Konsequenz eine zerstörerische Kraft im menschlichen Leben ist.


Aaah, deshalb… Cool


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.03.2014, 11:22                                  +/-

Sexszenen aus so ziemlich allen Filmen findet man übrigens bei Dailymotion. Natürlich nur zu Recherchezwecken. Und man muss den Familienfilter ausstellen.

Gepostet am 06.03.2014, 10:37:

Kelly Reilly, alter Schwede.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 15.03.2014, 16:25                                  +/-

Kurze Rolle rückwärts zu The Wolf of Wallstreet:

Eiranions lesenswerte Rezension

Mit den Drogen und den Frauen geht auch ziemlich viel Nacktheit (überwiegend, aber nicht nur von Frauen) einher


Ok, eine Brust hier und dort dachte ich mir. Worauf auch Guy sofort anspringt…

Guy
Ab 16 wegen der Nacktheit?
Die abgeschlagenen Köpfe im Hobbit sind ab 12. Und auch sonst fallen mir einige gewalttätige Filme ab 12 ein.
Und in diese darf man in Begleitung der Eltern schon ab 6 rein. Yeha!


…und Celebrian politisch deutet:

Celebrian
Naja, laut Eiranions Rezension wohl eher wegen "nackte Frauen als Ware" als bloß wegen Nacktheit.


Zufällig stolpere ich jetzt über das hier: Anscheinend saugt Leonardo DiCaprio Kokain aus dem Anus einer Nutte und es gibt Orgien Galore?

Public Service Anouncement: Don't take anyone that you wouldn't watch porn with, really.
I loved the movie, but I've been seeing a lot of commenters saying that the only thing that prevented them from enjoying it was that they were sitting between mom and dad. Those sorry bastards, I can't even imagine.
I was sitting next to an older lady, poor soul. She was in utter shock.

My grandpa and I (71 and 19) were in the second row behind some 12 year olds and their mom. They lasted about 30 seconds ("I've been fucking hookers every day" cocaine butt scene) before the mom decided it was time to leave. One of the kids was real fat and refusing to leave, it was a scene, it was wonderful.

A father, his son and teenage daughter were sitting in front of me. I would look at them after every dirty scene. It was extra fun!


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 15.03.2014, 16:46, insgesamt einmal bearbeitet
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